Milchallergie?

    • (1) 15.11.12 - 11:12

      Hallo,

      unser Kleiner ist jetzt 6,5 Monate und reagiert sehr heftig auf Pre-Nahrung. Er wird gestillt, hat allerdings ca. dreimal abends Pre-Nahrung bekommen, als ich unterwegs war. Mitten in der Nacht fing er daraufhin an stark zu spucken und zu würgen und als der Magen leer war, war gut. Dass es wohl an der Pre-Nahrung liegt, haben wir festgestellt, als er auch nach dem Abendbrei nachts stark erbrechen musste. Den hatten wir auch mit Pre-Nahrung angerührt um besonders schonend vorzugehen. Er hat am Bauch und an den Armen roten Ausschlag, der trotz cremen nicht verschwindet. Die verwendete Pre-Nahrung war Milasan. Also eine ganz billige Marke. Wir haben hier noch eine Probe Beba Pre HA, die wir ausprobieren wollen am Wochenende. Diesmal aber morgens um die eventuelle Reaktion nicht nachts zu haben. Den Mittagsbrei bekommt er übrigens seit 7 Wochen und verträgt Karotte, Pastinake, Kürbis, Rind und Kartoffel ohne Probleme.
      Die Ärztin riet uns nun zur Sojamilch, von der ich aber gehört habe, man solle sie erst ab dem 1. Lebensjahr verwenden. Ich würde, wenn er auf die Beba ebenso heftig reagiert, eher „Neocate Infant“ bevorzugen als Sojamilch, wenn ich abstille. Das ist natürlich viel teurer.
      Folgende Fragen beschäftigen mich nun:

      Kann das Erbrechen an der Verwendung der Billigmarke liegen? Das heißt, ist es sinnvoll nochmal die Beba Pre HA zu testen oder sollte ich ihm lieber keiner Pre-Milch mehr aussetzen? Wie machen wir denn nun den Abendbrei. Es geht dann nur Muttermilch, oder?
      Wenn er eine Milchallergie hat, sollte ich dann auch auf Milchkonsum verzichten um den Hautausschlag in den Griff zu kriegen?
      Ist mein Bedenken gegen Sojamilch gerechtfertigt? Lieber Neocate Infant oder ähnliches Produkt oder doch einfach Sojamilch nach dem Abstillen? Welches Produkt empfehlen Sie?
      Vielen Dank und herzliche Grüße,

      sunshine.7

      • Hallo sunshine7, herzlich willkommen in unserem Forum und besten Dank für Deine Frage.
        Muttermilch ist unbestritten die beste Ernährung für Babys. Von daher freue ich mich, dass Du Dein Baby stillst. Gerade das begleitende Stillen während der Beikosteinführung wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Magen-Darm-Systems aus.
        Alles was Du isst, findet sich in veränderter Form in der Muttermilch wieder. Auf diese Weise kommt Dein Baby auch mit Bestandteilen der Milch in Kontakt. In seltenen Fällen kommt es vor, dass Babys auf diese Weise eine Allergie entwicklen. Meist zeigt sich das, dann wenn das Baby erstmalig herkömmliche Säuglingsnahrung bekommt. Dabei kommt das Kind direkt mit Allergenen der Kuhmilch in Kontakt.
        Eine Allergie gegen Kuhmilch zeigt sich bei jedem Kind etwas anders. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Koliken, Durchfall, Hautbeschwerden oder auch Erbrechen.
        Wenn eine Kuhmilchallergie vorliegt, reagiert das Kind auf Kuhmilcheiweiß. Dabei spielt es keine Rolle, welche Nahrung Sie verwenden.
        Die Behandlung einer Kuhmilchallergie besteht darin, dass man auf Milch und Milchprodukte verzichtet.

        Ich hoffe, ich konnte alle Fragen beantworten. Wenn etwas unklar ist, dann bist Du herzlich eingeladen alle Deine Fragen zu stellen. Ich versuche, so gut wie möglich zu helfen.
        Liebe Grüße, Frederike
        Dies gilt für stillende Mütter. D.h. sie verzichten in ihrer Ernährung konsequent auf alle Milch und Milchprodukte. Nicht gestillte Kinder erhalten anstelle der herkömmlichen Säuglingsnahrung eine non-allergene Spezialnahrung.
        Besonders sicher sind hier Spezialnahrung auf der Basis von Aminosäuren. Denn diese kleinsten Bestandteile eines Eiweiß lösen praktisch keine allergischen Reaktionen aus. Damit können sich Kinder beschwerdefrei entwicklen.

        Welche Nahrung für das Kind am besten geeignet ist, entscheidet der Kinderarzt. Experten raten von Sojanahrungen für Säuglinge gezielt ab, denn Soja selbst ist ein häufiger Allergieauslöser im Kindesalter. Hier ist die Gefahr einer weiteren Allergisierung recht groß. Außerdem enthält Sojamilch hormonähnliche Stoffe, die für die Säuglingsernährung aus Sicherheitsgründen als nicht geeignet eingestuft werden. Stattdessen empfehlen Kinderärzte für die Zeit nach dem Stillen non-allergene Spezialnahrungen. Sie enthalten alle Nährstoffe, die Kinder für Ihre Entwiclung brauchen und gewährleisten eine hohe Therapiesicherheit.
        Die Hauptbestandteile des Abendbreis sind Milch, Getreideflocken und etwas Obst. Seine Aufgabe besteht darin, den Körper mit Eiweiß und Calcium zu versorgen. Anstelle der herkömmlichen Milch kann in der Ernährung von allergischen Kindern entweder Muttermilch oder eine non-allergene Spezialnahrung eingesetzt werden. Beides ist möglich.

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