Tochter 6 Jahre isst keinerlei Obst und kaum Gemüse

    • (1) 08.08.13 - 20:59

      Hallo,
      Ich habe nun auch noch eine Frage und würde mich sehr über eine Antwort freuen! Es geht um meine Tochter, vor kurzem 6 Jahre alt geworden.

      Sophia isst absolut kein Obst, trinkt auch keine Fruchtsäfte, noch nichtmal Fanta o.ä. (Wobei dies ja nicht weiter schlimm ist!). Sie trinkt nur stilles Wasser oder einen bestimmten Baby-Kräutertee. Sie isst auch keine Gerichte, in denen Obst enthalten sind, z.b. Puddings mit Fruchtsoße oder etwas in die Richtung. Wenn auf einem Kuchen Obst ist, oder Obststückchen im Joghurt, würde sie das niemals essen, auch nicht wenn man das Obst herunter nimmt. Auch bei Rohkost ist sie extrem mäkelig, eigentlich ist sie nur Kohlrabi roh, und wenn man absolut darauf besteht widerwillig etwas Paprika. Gekochtes Gemüse ist sie, zumindest einige Sorten. Wenn es nach ihr ginge, würde sie sich von Toastbrot mit Nutella, Pudding und Zuckerzeug ernähren. Allem, was sie nicht kennt, begegnet sie sehr misstrauisch, weigert sich meist zu probieren. Gerade bei Obst, egal welcher Art, fängt sie sofort an zu würgen und hat sich auch schon übergeben, wenn sie es probieren musste. Wir lassen sie auf Anraten des Kinderarztes mit Obst nun in Ruhe, allerdings schränkt sie auch ihren Gemüseverzehr immer weiter ein und findet immer mehr "eklig". Ich habe das Gefühl dass sie sich immer weiter reinsteigert, und finde ihre Ernährung immer unausgewogener. Wie können wir Vorgehen, dass sie etwas offener wird auch mal etwas zu probieren oder wenigstens eine Obstsorte zu essen?

      Sie ist übrigens zart, entwickelt sich aber normal, laut Kinderarzt. Sie hat keine Mangelerscheinungen, Allergien oder Unverträglichkeiten.
      Viele Grüße und herzlichen Dank,
      Chris

      • Hallo,

        vieleicht darf ich dir ja eine Antwort .

        Ich finde es toll, dass deine Tochter einige Gemuesesorten isst. #pro Das solltest du weiter unterstuetzen und es nutzen. Schau auf das was deine Tochter mag und seih positiv, lobend eingestellt. #liebdrueck

        Lass sie tatsaechlich mit dem Obst in ruhe und mache um das ganze Verhalten kein aufsehen. So bekommt die fuer dieses Verhalten keine Aufmerksamkeit mehr und es entspannt sich eure Situation.

        Das misstrauische Verhalten deiner Tochter ist normal. Kinder muessen skeptisch gegenueber neuem vor allem etwas "bitter" schmecken, sein. Das hat ihnen frueher das Leben gerettet.

        Biete deinem Kind immer wieder verschiedene Gemuesesorten an und fuehre mit ihr die Regel ein, Neues muss probiert werden aber wenn es nicht schmeckt muss man es nicht essen. Das muss auch aktzeptiert werden, wir moegen ja auch nicht alles.

        Dessweiteren gibt es ja noch die Tricks, Gemuese in Saucen, Fleisch oder Suppen zu verstecken.

        Ich denke aber, deine Tochter ist alt genug, um dir in der Kueche zu helfen. Biete ihr an dir zu helfen oder sucht zB Samstags gemeinsam ein Rezept raus und kocht es gemeinsam.

        Viele Staedte bieten auch Kochkurse fuer Kinder an der VHS oder im Ferienprogramm an.

        Der Sinn dahinter, Kinder akzeptieren Speisen die sie selber zubereitet haben eher, in einer Gruppe mit anderen Kindern sind sie offener, erweitern ihren Speiseplan und sind stolz auf ihr Koennen.

        Wichtig ist, gelassen zu bleiben,nutzen was deine Tochter gerne isst, Abneigungen akzeptieren und immer Vorbild sein.

        Ich weiss, dass das nicht immer leicht ist. Aber du schaffst das #herzlich

        Alles Gute#blume
        Jesi

        Wenn sie kosten muss, schmeckt es aus ueberzeugung nicht, weil man kosten muss! Von sowas wuerde ich echt abraten

        • Hallo Sina,

          es geht nicht um Zwang! Es geht darum, dem Kind die Chance zu geben, seinen Speiseplan zu erweitern.
          Man vereinbart mit dem Kind, dass es das Lebensmittel probiert (auch wenn es nur nippt oder die Zungenspitze daran fuehrt das gilt auch)

          Kinder muessen evulutionstechnisch, 5-7 mal ein Lebensmittel probieren ehe es akzeptiert wird.

          LG
          Jesi

    Hallo Chris, vielen Dank für Deine Nachricht. Deine Sorgen sind nur zu verständlich, aber Jesi war bereits so nett, Dir ganz viele tolle Tipps zu geben. Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen.

    Es ist auch beruhigend zu hören, dass bei Deiner Tochter keine Allergien oder Unverträglichkeiten festgestellt wurden.
    Aber irgendwie geht mir der Gedanke nicht aus dem Sinn, dass vielleicht doch eine Fruktoseunverträglichkeit vorliegen könnte. Dieses konsequente und durchgängige Ablehnen von Obst kennt man in der Praxis vor allem bei Kindern mit Fruchtzuckerunverträglichkeit. Wurde das Kind darauf untersucht und wie?
    Es geht mir bei dieser Frage nicht darum, unbedingt eine Unverträglichkeit feststellen zu wollen. Das ist nicht mein Anliegen. Mir geht es vor allem darum, nichts zu übersehen, damit man dem Kind so gut wie möglich helfen kann.
    Liebe Grüße, Frederike

    Hallo,
    Vielen lieben Dank für Eure Antworten! Ich versuche auf jeden Fall, gelassen zu bleiben, aber es ist nicht immer einfach, vor allem durch Außenstehende lässt man sich doch immer mal wieder aus der Ruhe bringen...
    Der Kinderarzt sprach auch einmal von Fructoseintoleranz, ich bin mir aber nicht sicher, ob es dann tatsächlich getestet wurde. Dem werde ich nochmal nachgehen.
    Herzliche Grüße
    Chris

    • (10) 09.08.13 - 15:59

      Hallo,

      ja ruhig 6u bleiben ist nicht einfach #liebdrueck vor allem wenn von Aussen jemand immer rein redet. Nur nicht verunsichern lassen.

      Wenn ein Fructoseintoleranztest gemacht worden waere, haettest du davon mitbekommen.

      Der wird meist beim Gastroenterologen durchgefuehrt weil nicht jeder Arzt das entsprechende Geraet hat.
      Dazu muss deine Tochter Morgens nuechtern zum Arzt und es wird durch ein Blasroehrchen das H2 im Atem bestimmt. Dann muss deine Tochter eine bestimmte Menge Wasser mit Fructose trinken und warten. Nach einer und nochmals nach 2 Stunden wird der Atemtest wiederholt und dann ausgewertet.

      Alles Gute #winke

Hallo Chris,

Die Ähnlichkeit zwischen meiner und Deiner Tochter ist echt verblüffend. Franziska ist sieben und hat dieses penible Obst ablehnen so etwa mit zwei Jahren angenommen. Gemüse isst sie auch nur gekocht und komischerweise nur Gruenes (Spinat, Gruenkohl und Brokkoli). Wenn man sie mehr oder weniger zwang etwas zu probieren, fing sie ebenfalls a n zu wuergen. Ich zwing sie auf keine Weise mehr, weder mit Erpressung oder Belohnung. Seitdem probiert sie mal hin und wieder und ist auch nicht mehr ganz so penibel mit Aussortieren.

Manchmal wenn sie sieht, wie Freunde oder die Schwester genuesslich was essen, probiert sie auch. Allerdings häufig auch mit dem Ergebnis das sie wuergt.

Sie hat mal eine Sendung (ich glaub pur+) gesehen, wo es eben um das Thema gesunde Ernährung ging. Sie beschäftigt sich schon selbst total mit dem Thema. Sie hat mich schon sogar gefragt ob sie dick sei.....und das mit sieben. Sie ist ganz normal entwickelt (135cm - 28kg). Aber die Frage hat mich natürlich schon erschreckt. Ich denke wir sollten das Thema auf keinem Fall dramatisieren oder irgendwie in den Vorfergrund stellen - ich glaub das schadet nur mehr. Die machen sich selbst schon einen riesigen Kopf darum. Franziska hat eine Milchunvertraeglichkeit aber ansonsten dürfte sie eigentlich alles essen. Es gibt eine Tante von ihr, die ist mit Mitte vierzig genauso und lehnt jegliches Obst und viele Gemüsesorten ab. Ob das so eine Art Selbstschutz ist, dass die Obst tatsächlich nicht gut vertragen...ich hab keine Ahnung. Meine Schwaegerin ist ganz gesund und schlank übrigens.

L Katze

  • Franziska trinkt ebenfalls nur stilles Wasser. Ob die Ähnlichkeit was bedeutet hmmmm????

    • Hallo,
      ja, das ist echt komisch. Sophia ist auch fast nur grünes Gemüse (Broccoli, Spinat, Zucchini...). Wir haben heute einen Versuch gestartet und haben ihr gesagt, dass wir uns freuen würden, wenn sie mal was neues probiert. Sie hat sofort geblockt. Wir haben dann gesagt, wenn sie etwas gesundes noch nicht mal probieren möchte, dann gibt es an diesem Tag zumindest auch nichts süßes. Eben hat ihr Bruder genüsslich ein paar Butterkekse gegessen, nachdem er vorher einen Apfel gegessen hatte. Sophia hat sich echt zusammengerissen, nahm sich ein Stück Apfel und fragte ob sie sich ein Stück abschneiden darf. Ich habe mich total gefreut, bis ich gesehen habe wie ihr die Tränen über die Wangen liefen und sie schon beim schneiden würgen musste. Sie musste das Stück Apfel natürlich nicht essen, hat aber auch die Kekse nicht bekommen. Wir kommen absolut nicht weiter, ich weiß langsam nicht mehr was ich machen soll. Zumal ich Angst habe das sie irgendwann dick wird, wenn sie zu den Zwischenmahlzeiten statt Obst/Rohkost immer nur Brot, Müsli oder Joghurt isst!
      Was gebt ihr denn zwischendurch? Und wie reagiert euer Umfeld? Bei uns hat kaum einer Verständniss, die meisten meinen wir Eltern seien einfach inkonsequent...
      LG, Chris

      • Hallo Chris, da jedes Kind ganz eigene Vorlieben und Abneigungen hat, raten wir bei ganz spezifischen Fragestellungen zu einer individuellen Ernährungsberatung vor Ort. Dort kann man noch besser auf Eure Belange eingehen und gezielter helfen. Das ist in einem Forum wie hier leider nicht so möglich. Adressen für individuelle Ernährungsberatungen findet man jedoch z.B. hier:
        http://www.netzwerk-apd.de/adressen/freiberufler.html

        Für weitere Fragen kannst Du uns auch immer hier in der Expertengruppe "treffen":
        http://www.urbia.de/club/Ern%E4hrung+und+Allergien/forum

        Liebe Grüße, Frederike

        Hi Chris,

        ich habe mit der Zeit gelernt das zu akzeptieren. Auch ich habe versucht ähnlich -wie dein heutiger Versuch- mittels Erpressung (sorry, aber nichts Anderes war dein Versuch) sie zum Probieren zu zwingen in der Hoffnung, dass sie das Probierte dann nicht mehr so schrecklich findet. Damit bezweckt man meiner Ansicht nach nur das Gegenteil. Was denkst du wie sich deine Tochter fühlt, wenn der Bruder nach dem Apfel die Kekse darf sie aber nicht....sie kann doch nichts dafür, dass sie sich davor ekelt (aus welchen Gründen auch immer....die hab ich auch noch nicht rausgefunden).

        Mein Rat an dich: Einfach Obst ganz normal mit anbieten ohne sie zu drängen. Ebenso das Süße unabhängig davon.

        Wenn sie zustimmt binde sie bei der Zubereitung mit ein aber ohne Zwang. Wie eine Userin geschrieben einen Kinderkochkurs, aber auch hier nur mit Ihrer Zustimmung. Nimm sie mit zum Erdbeerfeld oder Markt. Wenn Freunde von ihr da sind, könntest du ebenfalls etwas mit Obst anbieten.

        Du musst die Sache entspannter rangehen. Das hat auch nichts mit InKonsequent zu tun, wie deine Bekannten das sagen. Sie mag es -noch- einfach nicht. Ich hoffe für unsere Kinder das sie es noch lernen, die Sachen zu mögen. Aber unter Zwang machen wir es nur schlimmer. Rede auch nicht soviel mit ihr oder überhaupt darüber. Dadurch macht du sie und auch DICH nur kirre.

        Ich hab noch nicht mal den Kinderarzt angesprochen, dafür haben wir noch viel zu viele andere Baustellen. Ich wüsste auch nicht, was der gross daran ändern könnte, ohne uns gleich in die nächste Therapie zu schicken.

        Deine Ängste betreffend, dass sie dick werden könnte. Da gibt es natürlich noch eine ganze Reihe anderer Faktoren. Da spielt die Veranlagerung genauso eine Rolle wie die Freude an Bewegung. Es gibt mit Sicherheit eine Menge dicker Menschen, die auch Obst essen und gerne Obst essen. Einen Vitaminmangel wie von Martina befuerchtet, finde ich auch erst mal ziemlich dahn.normalgewichtig bb Müsli, Milch, Joghurt, Kartoffeln sind Vitamine.

        Ich denke da eher wie die Userin schrieb, dass das Verhalten so eine Selbstschutz ist, zb. aufgrund von Neurodermitis oder anderen Unvertraeglichkeiten

        Ich selbst habe als Kind auch nicht besonders gesund gegessen, früher konnte man sich das auch nicht so Art leisten. Da gab es Obst meist nur saisonbedingt. Trotzdem hab ich mit dem Alter gelernt, die Sachen zu mögen und auch gerne zu mögen. Es gab eine Phase, wo ich auch als Erwachse Obst gemieden habe und zwar in der ersten Schwangerschaft mit Franziska. Das wiederum spricht wieder für die Theorie der Unvertraeglichkeit. Du fragtest nach Zwischenmahzeiten. Ich weiß nicht was gegen Brot, Müsli und Joghurt spricht. Vielleicht kannst du mal Rosinen (die mag meine sehr gern) oder anderes Getrocknetes versuchen. Ich wüsste auch nicht was gegen Kekse oder auch mal ein Eis spricht. Ansonsten gibt es bei uns gar keine festen Zwischenmahlzeiten. Halte auch nix davon, dass man überall was mitschleppen muss.

        Mein Fazit: Versuche das einfach zu akzeptieren.

        LG Karin

        Hab nee Menge geschwafelt und vertrete meine Meinung, ob die immer r richtig ist , weiss ich nicht...Ps mein Handy fällt gerade vielleicht der eine oder andere Satz ein wenig konfus

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