Namen wählen, obwohl im direkten Umfeld schon jemand so heißt?

Hallo ihr Lieben!

Im Sommer kommt unsere Tochter auf die Welt und wir haben uns nach langem hin und her für den Namen Julia entschieden (Zweitname ist ein seltener Name, aber der spielt ja hier keine Rolle). Und gefällt der Name sehr gut und wir haben den Namen die letzten Jahre auch noch bei keinem Kind im Kitaalter gehört - die Zeiten wo der Name so häufig vertreten war, sind wohl vorbei ;-) Den Namen wollen wir erst nach der Geburt allen mitteilen, weil wir uns komische Kommentare - die wohl bei jedem Namen kommen, da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind - ersparen möchten.

Eine Freundin von mir (haben uns über die Krabbelgruppe unser nun 2jährigen Kinder kennengelernt) heißt jedoch ebenfalls Julia und nun weiß ich nicht, ob das nicht komisch wirken würde, wenn unsere Tochter den gleichen Vornamen erhält. Dass sie denkt, dass wir unsere Tochter nach ihr benennen glaube ich nicht, denn soooo nahe stehen wir uns ja wirklich nicht ;-) Aber würdet ihr den Vornamen trotzdem wählen, auch wenn jemand in eurem direkten Umfeld (nicht Familie) diesen Namen bereits hat?

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Ja, wenn es ein so üblicher Name wie Julia ist.

Hieße die Bekannte Schoschanna, Mirabella oder Ernestine, wäre es auffälliger. Aber auch da immer noch machbar.

Also: Kein Problem!

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Ja, ich würde den Namen trotzdem wählen. Ich muss aber dazu sagen, dass für mich nur die Namen der Kinder meiner Geschwister tabu wären, ansonsten wäre es mir egal, wer im Umfeld noch so heißt. Eine Ausnahme wäre vielleicht ein wirklich seltener Name, den man sehr stark mit einer bestimmten Person verbindet, aber das ist Julia ja nicht.

Du sagst ja selber, sie ist eine Freundin aus der Krabbelgruppe und ihr steht euch nicht soooo nah. Manchmal gehen solche Kontakte nach einiger Zeit wieder auseinander, wenn die Kinder älter werden. Dann würdet ihr es sicher bereuen wegen ihr auf euren Lieblingsnamen verzichtet zu haben.

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Ich finde machbar ist es durchaus und eigentlich spricht nichts dagegen.

Wir haben uns in einer ähnlichen Situation allerdings gegen den Namen entschieden, weil ich persönlich irgendwie doof fand dass es so aussieht aus würden wir unseren Sohn nach diesem Bekannten benennen. Aber wenn ich jetzt total verliebt und überzeugt von dem Namen gewesen wäre würde es vielleicht anders aussehen.
Jetzt bekommt der Kleine wohl einen Namen den ein guter Freund meiner Schwester auch trägt, aber da ist es mir eher egal weil es ja nicht direkt unser Bekannter ist (also wir kennen ihn und sehen ihn gelegentlich, aber das war es auch). Also trotzdem kein Name den „sonst keiner“ hat 🤣

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Wenn es nur eine lockere Freundin/gute Bekannte ist, finde ich es bei einem Namen wie Julia total in Ordnung. Der Name ist ja nicht außergewöhnlich und du kennst wahrscheinlich noch einige andere Julias.
Wir haben auch Namen auf der Liste, zu denen wir im Umfeld Leute haben - aber nur bei den Leuten, wo wir wissen, dass der Kontakt nicht halten wird, wenn einer von uns umzieht. Eher gute Bekannte, mit denen man gut reden kann, aber die keine richtigen Freunde sind.

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Nein, obwohl der Name in den 80ern und 90ern ja total beliebt war, kenne ich sonst keine Julia :-D Klar hört man ihn immer mal wieder, aber halt in der Regel bei erwachsenen Frauen. In meinem Umfeld ist außer die eine Freundin aber niemand der so heißt.

Hmm...ich denke ich mache mir da wirklich zu viele Gedanken. Ihr habt ja recht - Julia ist ein ganz normaler Name und nichts außergewöhnliches. Die Freundin könnte sich ja höchstens geschmeichelt fühlen, weil wir ihren Namen so schön finden :-)

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Julia ist ja kein seltener Name... Ich hätte keine Bedenken den Namen zu vergeben wenn eine Freundin so heißt. Ich würde mich sogar geschmeichelt fühlen wenn eine Freundin meinen Namen vergeben würde.

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Eine Freundin hat ihrer Tochter meinen Namen gegeben und ich hab mich sehr darüber gefreut. LG

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Ich finde keinen Grund, warum ich das nicht tun sollte. Julia ist ein schöner Allerweltsname, das fällt wahrscheinlich nicht mal auf.

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Da ich einen eher ungewöhnlichen Vornamen habe, stand für mich schon immer fest, dass meine Kinder NORMALE Vornamen erhalten. Wo man nicht groß den Namen immer buchstabieren muss, die Aussprache oder die Herkunft des Namens erklären muss. Beim stummen Zweitnamen finde ich nicht schlimm ,aber der Rufname soll auf jeden Fall ein gängiger Name sein, möglichst international gut auszusprechen. Zum Glück sieht mein Partner es genauso ;-)

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Hast du das etwa als Kritik empfunden?

Ich sehe das absolut genauso wie du.
Meine Kinder haben auch alle Allerweltsnamen, weil ich mit meinem, den ich nicht mochte, lang die einzige war.
Ich finde Julia sehr schön. Und weil der Name so normal ist, würde ich wegen der Namensvetterin keinen Gedanken verschwenden. Hieße sie Theophanu oder Iphigenie würde ich drüber nachdenken.

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Bei einem Namen wie Julia finde ich dass recht unverfänglich.
Sie weiß ja sicher nicht, ob ihr nicht noch mehr Julias kennt, die euch evtl. näherstehen, sodass der "Verdacht", das Kind könnte nach ihr benannt sein, eher nicht aufkommen wird.

Ich persönlich würde allerdings keinen Namen vergeben, der seine "Hochphase" schon eine Weile hinter sich hat. Ich erinnere mich an Bernhard und Rita aus meinem Jahrgang, die immer doof fanden, aufgrund des Namens ihrer Elterngeneration zugerechnet zu werden...

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"dass"=das...

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Das stimmt. Wobei so Namen wie Julia, Sophie, Laura oder Johanna ja eher zeitlose Klassiker sind die eigentlich immer gehen. Einer bestimmten Generation würde ich die nicht zuordnen können - klar, es gibt immer wieder Phasen wo ein Name beliebter ist, aber im Grunde werden sie ja in jeder Generation vergeben.
Bei so Namen wie Melanie (typisch 90er) oder Emilia (momentan topmodern und vor kurzer Zeit noch extrem selten) sieht das meiner Meinung nach etwas anders aus.

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Finde ich absolut unproblematisch. Selbst bei einem außergewöhnlichen Namen würde ich das bei einer eher losen Freundschaft nicht als problematisch erachten.
Würde meine beste Freundin ihrem Kind meinen Namen geben, wäre ich schon etwas irritiert. Nicht schlimm, aber etwas unpraktisch und auf den ersten Blick seltsam. Aber bei meinen "Mama-Freundinnen", wo die Beziehungsebene ja nicht ganz so langjährig und tiefgreifend ist, wäre ich ganz und gar nicht irritiert.

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Auch ich würde mich eher geehrt fühlen, da ich meinen Namen auch sehr schön finde und gut damit durch's Leben komme 😊

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Also ich sehe da auch überhaupt kein Problem. Für mich scheiden nur Namen aus der Verwandtschaft und engerem Freundeskreis aus, bei Bekannten hängt es davon ab, wie stark ich den Namen mit der Person verbinde. Bei Julia sehe ich da kein Problem, bei einem Namen wie Xanthippe würde ich ihn wahrscheinlich nicht losgelöst von einer Bekannten sehen können.