Verunsichert Mädchen

Hallo zusammen. Nach unserem Sohn bekommen wir nun ein Mädchen. Wir hatten uns bereits auf den Namen Leni Sophie oder Leni Marie geeinigt. Nun sind wir jedoch verunsichert, weil ich schon öfters gelesen habe, dass es ja nur eine Kurzform und Abkürzung sei und dass sich der Name im Erwachsenalter bei einer gestandenen jungen Frau unpassend anhören würde. Zu lieblich. Wir haben in letzter Zeit viele Listen etc durchforstet und es gibt einige andere Namen die schön Sind. Allerdings ist es entweder so, dass die Namen nur okay sind und nie 100% überzeugen, oder wir uns aufgrund unterschiedlicher Geschmäcker nicht einigen können. Wir haben auch überlegt eine Langform von Leni zu vergeben z.b Marlene und sie dann aber Leni zu rufen, aber auch das überzeugt nicht 100%ig.
Ich würde gerne mal eure Meinung hören und vllt habt ihr noch andere schöne Vorschläge.
Liebe Grüße

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Also ich bin ja prinzipiell eine Verfechterin der "ganzen" Namen. Ich habe auch 2 Jungs, die einen langen, alten Namen tragen und mit der modernen Kurzform gerufen werden. Also quasi wie bei euch Marlene - Leni. (wobei ich da Magdalena auch toll finden würde).
Mir war das einfach lieber- so haben sie später mal die Wahl, wie sie genannt werden möchten, bei der Kurzform nehme ich ihnen diese Möglichkeit.

So, und jetzt kommt mein ABER:

In 10, 15, 20 Jahren wird Deutschland voll sein mit jungen, hoffentlich seriösen Menschen, die ins Berufsleben starten und Leni, Leonie, Lara, Lina etc heissen. Genauso wie Leo, Max, Ben usw... Ich denke diese Art von Namen sind dann so "Standard", dass niemand sie als "unseriös" wahrnehmen würde. Und da diese Namen jetzt so häufig vergeben werden, sind sie in 15, 20 Jahren sicher "durch" und werden nicht mehr (oft) als Babynamen vergeben-- darum ist dann auch die jetzige Assoziation der "Kleinkindnamen" weg. WIR kennen halt fast nur kleine Kinder mit diesen Namen. Das wird in 20 Jahren anders sein. 😁

Von dem her wäre das für mich kein Grund zur Sorge. Wo ich bedenken hätte, ist eher dass diese kurzen, weichen Lallnamen später mal sehr deutlich auf einen Geburtszeitraum und damit das Alter hindeuten- so wie bei uns Sabine, Andrea etc. Oder eine Generation weiter: Waltraud, Karl-Heinz etc... Versteht du, was ich mein? Helene ist da zeitloser... Aber auch das wäre für mich kein K.O. für Leni, wenn das für euch einfach DER Name ist. 🙂

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Für mich ist Leni tatsächlich gar nicht in einer Reihe mit Lara, Lina, Leonie. Was sollen das denn für Spitznamen sein? Lina vielleicht noch von Melina o.ä., aber an sich sind das für doch ganz normale Namen, die man mögen kann oder nicht. Leni ist aufgrund seiner Häufigkeit ja auch als voller Name bekannt, aber im Kopf für mich eindeutig ein Spitzname von Lena, Helene, Marlene etc.

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Ich kenne hier mehrere "Lenis" im hohen Greisenalter (80-100) - die heissen sicher anders, werden aber ausschließlich und von jedem Leni gerufen. Darum ist für mich Leni gar nicht sooo sehr als Kosename präsent, sondern schon eher als vollwertiger, aber sehr "süßer" Name. Mittlerweile/nach meinem Gefühl ist -" Leni" kein Kosename mehr, sondern einer von vielen kurzen, lieblichen Lall-Namen. Zwar einer, von dem es Langformen gibt, aber trotzdem ein eigener Name. 🤷‍♀️

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Also ich persönlich finde, dass die Zweitnamen den erstnamen um einiges kindlicher und weicher klingen lassen. Wenn es nur Leni wäre, finde ich nicht unbedingt, dass es zu lieblich ist aber halt durch diese Zweitnamen, wobei ich von denen auch generell kein Fan bin, da mir diese zu „ausgelutscht“ sind 🙈.

Ansonsten finde ich Marlene, Marlena sehr schön.
An sich mag ich Marielle gern, lässt sich aber nicht gut mit „Leni“ abkürzen..

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Ich finde tatsächlich diese auf i abgekürzten Namen als vollen Namen nicht geeignet.
Lene oder Lena ist ja nicht so weit weg. Fände ich für eine Erwachsene später um einiges passender.

Ansonsten wurde ja schon gesagt: es gibt im Moment so viele Kinder mit so niedlichen Namen, das fällt wahrscheinlich später nicht mehr so auf.

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Ich finde Leni sehr schön und kann nichts falsches daran finden.

Ja, es kann eine Abkürzung sein, aber Leni hat sich auch schon seit einigen Jahren als eigenständiger Name etabliert. Es gibt übrigens unheimlich viele Namen, die irgendwann mal Abkürzungen eines anderen Namens waren, bei denen sich heute niemand mehr beschwert, einfach weil man sie von klein auf gewohnt ist.

Dass eine Leni später als unseriös wahrgenommen wird, halte ich auch für Unsinn. Wie meine Vorrednerim schon gesagt hat, später wird es viele gestandene Frauen namens Lilli, Mia, Ida, Lotta usw. geben, da fällt eine Leni sicher nicht aus dem Raster. Ich kenne übrigens eine erwachsene Leni, zu der der Name auch jetzt noch gut passt.

Die Zweitnamen passen auch beide gut, finde ich. IIch empfinde sie als klassisch bzw. zeitlos, was gut zur modernen Leni passt. Eigentlich mag ich selbst Marie lieber, aber zu Leni gefällt mit Sophie noch einen Ticken besser, denn das hat klanglich ein wenig mehr Kontrast.

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Leni ist tatsächlich einer der ganz wenigen Namen unter den Top 20, die ich gar nicht leiden kann, und zusammen mit nur einem anderen Namen ein Name, den ich auch nicht vergeben würde, wenn ich ihn mögen würde. Ich finde Leni viel zu kindlich und der Name wirkt auf mich ziemlich unseriös.

Eine junge Kollegin von mir heißt Leni und bevor ich sie überhaupt kennengelernt habe, wurde bei unserer Teamsitzung schon gesagt: "Das Lenchen fängt ja im Juli an hier zu arbeiten". Ganz ehrlich - ich möchte nicht so bezeichnet werden. Und ich glaube, bei einer Marlene/ Helene oder auch bei einer Lena hätte unser Chef (der auch immer sehr respektvoll ist :)) diesen Spitznamen nicht instinktiv gewählt. Aber da Leni selber schon ein recht infantil klingender Name ist, macht Lenchen den Braten da auch nicht mehr fett.

Bei Heide Klums Tochter finde ich es ja auch sehr aussagekräftig, dass jahrelang immer alle fälschlicherweise dachten, dass Leni eigentlich Helene heißt - obwohl das gar nicht stimmt und die Familie das auch nirgendwo in den Medien etc. mal kommuniziert hatte. Das wurde einfach so dazugedacht, da man davon ausging, dass Leni nicht ihr richtiger Name ist.

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Es gibt Kurzformen und es gibt verniedlichte Namensformen.
Kurzformen finde ich gut vergebbar (Mattis, Niklas, Hannes, Ben, Lisa, Marlene, Katrin, Maja...), teilweise sogar richtig toll.
Verniedlichte Namensformen (Leni, Lilli, Lenny, Benny...) würde ich selber nur als Spitzname zu einer längeren Form in Erwägung ziehen, auch wenn einige das anders sehen - Leni ist ja zum Beispiel gar nicht so selten.

Also: Kann man machen und wird auch häufig schon so gemacht, nur ich persönlich finde es nicht schön.

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Man kann im Erwachsenen aller ja auch bewusst denn zweit Namen verwenden.
So hat es zumindest meine Mutter gemacht.

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Ich gehöre auch zur Fraktion "lieber ein richtiger Name".
Obwohl ich ja noch ziemlich jung bin und in meiner Stufe (und im Freundeskreis meiner Schwestern) auch "echte" Lenis, Lillys, Tonys und so weiter vorkamen.

Es muss ja auch nicht gleich zu einer Marlene, Magdalena oder so werden. Es würde ja schon Lena oder Lenia reichen, da ist der Unterschied nicht so groß.

Jetzt kommt das große Aber:
Namenskultur verändert sich. Leni ist seit ungefähr 15 Jahren unter den 30 beliebtesten Vornamen Deutschlands.
Wenn eure Leni in 20 Jahren ins Berufs- oder Studienleben eintaucht, dann sind die ältesten Personaler in den 70er Jahren geboren und damit die "ersten" Leute, die ihre Kinder Leni genannt haben, oder deren Kinder mit Lenis befreundet waren.
Lilly ist noch länger noch beliebter.
Von daher werden diese Namen vielleicht immer einen etwas kindlichen Touch behalten, aber ich glaube nicht, dass ein Kind deshalb wirklich Probleme bekommen wird.

Also ich würde eher Lena oder eine andere Langform vergeben, aber bevor ihr unglücklich seid, ist Leni auch okay.

Darf man sich eigentlich auch zu den Zweitnamen äußern?

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Meine Tochter heißt mit erstem Namen Leni. Sie ist jetzt 2 Jahre alt und ich bereue es nicht, sie so genannt zu haben. Ich musste mir auch bereits in der Schwangerschaft viel Kritik dazu anhören, das war mir und meinem Mann aber herzlich egal. Es war einfach unser Herzensname. Mir gefallen aber generell Namen, die auf I enden, auch für Jungs.
Wir haben unserer Tochter aber einen zweiten Vornamen gegeben, der auf A endet. So könnte sie theoretisch später auch entscheiden, sich mit diesem anreden zu lassen.