Top 10 Namen - Keviniusmisgefahr?

Hallo zusammen,
ich bin derzeit schwanger und wir suchen einen Namen für unser Kind. Nun gefällt uns einer aus den Top 10. Ich habe allerdings bedenken, dass genau diese Namen dann in einigen Jahren zu "Hochhausnamen" werden könnten.
Lese hier immer wieder, dass bspw. Celina für viele ein "Hochhausname" ist, oder Leon.
Wie sieht es also in einigen Jahren mit Emilia, Mila und Ben aus?

Ich weiß ihr habt alle keine Glaskugel und niemand weiß wie es in einigen Jahren aussieht, trotzdem würde mich eure Meinung dazu interessieren.

Vielen Dank und allen einen schönen Tag!

Liebe Grüße,
Sina

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Mein Eindruck ist, dass für einen "Hochhausnamen" 4 Aspekte wichtig sind: 1. Der Name ist ein Modename und hat keine oder nur eine kurze "Tradition", 2. Der Bedeutungsanstieg ist schnell, der Name gewinnt mehr oder weniger plötzlich an Popularität, 3. Der Name kann mit einem Protagonisten aus der Unterhaltungskultur in Verbindung gebracht werden, 4. Der Name ist angelsächsischen oder romanisch-sprachigen Ursprungs.
Kevin z. B. war in den 90er Jahren der am häufigsten gewählte Jungenname, davor wurde er in Deutschland kaum vergeben. Initialzündung: "Kevin allein zu Haus", Kevin Costner (vielleicht auch Kevin Bacon und Kevin Keegan). Ausgehend von dieser These vermute ich, dass die aktuellen Top-Ten-Namen Sophia, Emma, Hannah, Emil "ungefährlich" sind. Bei Emilia sehe ich ein gewisses Potenzial: Der Name war zwar vor dem Boom nicht gänzlich unbekannt (Emilia Galotti), die in Deutschland gebräuchliche Form war aber Emilie (nicht zu verwechseln mit Emily). Der Name ist in der Beliebtheitskurve stark angestiegen und italienisch. Identische Begründung für Matteo. Da klingelt mein Alarm besonders laut, obwohl er Aspekt 3 nicht erfüllt (ich kenne jedenfalls keinen berühmten Matteo). Bis vor ein paar Jahren war der Name in Deutschland kaum bekannt. Die gebräuchliche Form war Matthias. Bei Matteo kommt ein fünfter Aspekt dazu: Es gibt mehrere Schreibvarianten, und manche sind "originell". Namen ausländischen Ursprungs, die von den deutschen Eltern falsch geschrieben oder ausgesprochen werden, katapultieren den Namensträger ganz schnell in die Hochhausschublade. Aber auch hier gilt (noch) die Begrenzung auf die Sprachen unter 4. Schackeline und Schastin sind lächerlich, die falsch ausgesprochenen nordischen Namen wie Kjell oder Malin bei der breiten Masse aber noch nicht. Da prophezeie ich aber auch eine Wende. Soviel zu meinen völlig unwissenschaftlichen Überlegungen - aber vielleicht hilft es ein bisschen bei Deiner Wahl.

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Topp!!

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Ich ergänze mal noch Luan und Keanu.
Diese scheinen auch im Trend zu sein. Recht weiche Namen und von den Eltern kann die tolle Bedeutung so in den Vordergrund gerückt werden.

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meine Glaskugel sagt, dass Namen, die so häufig sind, eher nicht in eine bestimmte Schublade passen. Ein Name wie Ben wird sicherlich in allen Schichten vergeben.

Tendenziell sagt man aber tatsächlich auch, Namen "rutschen" durch alle Schichten, manchmal kann man das beobachten, Emilia ist da vielleicht ein Beispiel (wobei die klassische Emilia dann eher zur Emily wird oder eine klassische Amelie plötzlich eine gesprochene Ämmeli)

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Sverre
Enno
Ole
Pelle
Bosse
Friedrich
Johannes
Christopher

Luisa
Charlotte
Johanna
Mia
Maximiliane
Kerstin
Lotta
Pauline

3

Schwierig.
Ben ist noch immer häufig, hat aber nie diesen Hochhaustouch bekommen. Emilia auch nicht, aber Emily schon. Keine Ahnung warum. Derzeit ist der Trend ja eher zu "altbacken " Elisabeth, Käthe ( uhaa), Anja, Thomas, Johann, Hannes diese Richtung eben. Ich denke diese Namen werden nie zum Kevinismus zählen.
Ansonsten hilft offen sein für unbekannte Namen, die man sich vielleicht erst "rund"hören muß.

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Hallo,

Mila ist für mich ein totaler Modename und eben auch iwie eine Abkürzung/Endung (wie Lia, Lina etc.), ebenso wie Ben.

Allerdings ist Ben etwas etablierter.
Vielleicht wäre eine längere Form eine Alternative, wie Bennet, Benedikt, Benjamin.
Somit wäre ja Ben als Spitzname immer eine Option.

Emilia finde ich schon recht klassisch und eingesessen und denke nicht, dass dieser Name ins negative rutschen würde.

Nur meine persönliche Meinung.

Wir fanden zum Beispiel damals Leon und Leo schön und haben uns aber im Endeffekt für Leonard entschieden, weil dieser Name auf lange Sicht wohl nicht unbedingt in Verruf geraten wird.
Die Abkürzungen können nun trotzdem verwendet werden, auch wenn wir selbst gar keinen Bedarf mehr haben. :)

Liebe Grüße

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Ich denke zum einen ist das auch Regional total unterschiedlich.
Wir bekommen wahrscheinlich einen Leon. Wir wohnen aber am Land in Bayern und ich kenne keinen einzigen Leon, obwohl ich in einer Kita arbeite. Ich hab das auch zum allerersten Mal hier im Forum gelesen, dass das ein "Hochhausname" sein soll... Ich heiße übrigens selbst Selina und auch damit hatte ich noch nie Probleme. Bei uns gibt es aber auch eigentlich keine "Hochhäuser". Mit sowas bringe ich eher Kevin, Chantal usw. In Verbindung.

Zum Anderen kann man es wirklich nie wissen, was in ein paar Jahren Trend wird... Bei uns in der Kita sind aktuell Theo, Til, Louis/Luis und Milan die häufigsten Namen. Das waren vor ein paar Jahren noch eher seltenere Namen.
Außerdem werden auch nordische Namen immer beliebter und häufiger.
Ich finde Emilia, Mila und Ben schön und würde alles auch vergeben.