Nahrungsmittelunverträglichkeit beim gestillten Säugling?

Hallo,

unsere Tochter ist jetzt 3,5 Monate alt und schreit sehr sehr viel.

Wir waren schon 3 x beim Osteopathen, was insofern geholfen hat, dass sie seit dem nachts 1x 6 Stunden schläft (vorher wurde sie jede halbe bis jede Stunde wach).

Mittlerweile ist dort aber alles behoben.

Die Dame von der Schreiambulanz hat uns telefonisch beraten und meinte, es höre sich eher nach Magen-Darm-Probleme an, als z.B. nach einer Überreizung.

Auch die Osteopathin tippt eher auf eine Unverträglichkeit.

Ich habe aber den Unterschied zwischen Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie nicht so ganz verstanden.

Gibt es da zuverlässige Tests?
Soll ich trotzdem weiter stillen oder diese Laktosefreie Nahrung füttern (wenn sich die LI bestätigen würde).

Wie soll ich weiter vorgehen?
Wir haben übermorgen einen Termin beim Kinderarzt, kann der sie entsprechend untersuchen?

Sie schreit soviel und wir haben schon alles probiert und nichts hilft, sie tut mir so leid und ich würde ihr gerne helfen.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit, ich habe schon über die Suchfunktion einige Beiträge gefunden, aber so ganz das Richtige war nicht dabei.

Danke schon mal #klee

LG
Amelie

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Hallo Amelie,

ich kann gut nachvollziehen, dass Du Dir solche Sorgen um Deine Tochter machst. Bei meinem Schatz stand auch der Verdacht einer Lebensmittelunverträglichkeit im Raum, obwohl ich voll gestillt habe. Der Verdacht kam vor ca. 1 Monat auf, weil er eine Zeit lang schleimigen Stuhl hatte und ab und zu auch ein Pünktchen Blut mit dabei war. Schmerzen hatte er aber keine.

Der Kinderarzt hat aufgrund meiner Beschreibung auf eine Unverträglichkeit getippt und zunächst eine Stuhluntersuchung vorgenommen. Da kam dann heraus, dass mein Schatz eine Entzündung im Darm hatte. Es wurde auch etwas namens Alpha-1-Antitrypsin festgestellt, was häufig bei Unverträglichkeiten der Fall ist.

Da bei Kindern laut KiA eine Milchunverträglichkeit am häufigsten vorkommt, sollte ich, da ich ja voll gestillt habe, komplett auf Milchprodukte verzichten (also auch auf Käse, Joghurt usw.).

Tatsächlich hatte Felix danach keinen Schleim oder Blut mehr im Stuhl. Der Arzt hat dann aber noch einen Bluttest gemacht. Das Ergebnis war, dass bei meinem Schatz keine Allergien vorliegen! Ein Bluttest ist aber nach Meinung des Arztes nie 100%ig sicher.

Nach dem negativen Ergebnis habe ich wieder angefangen Milchprodukte zu essen, ohne dass nochmal irgendwelche Symptome aufgetreten sind.

Bei Euch liegt die Sache natürlich etwas anders, da Deine Tochter offenbar ständig Bauchschmerzen hat. Meine Maus hatte ihre Symptome nur eine kurze Zeit. Auf jeden Fall würde ich versuchen weiter zu stillen und dabei auf Milchprodukte zu verzichten. Das ist nicht so schwer wie es anfangs aussieht.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass es keine Lebensmittelunverträglichkeit ist. Aber selbst wenn es eine sein sollte, verschwindet sie im frühen Kindesalter häufig wieder.

Ach so: eine Laktoseintoleranz bedeutet, dass der Körper den Milchzucker nicht verarbeiten kann, bei einer Milcheiweißunverträglichkeit betrifft das logischerweise nur die Eiweiße in der Milch (davon gibt es verschiedene).

Sorry, dass es so lang geworden ist! Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen. Lass den Kopf nicht hängen!

Liebe Grüße
Katrin

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Hi Amelie,

unser Lasse ist sechs Wochen zu früh auf die Welt gekommen, durfte nach zwei Wochen nach Hause und hat dann die nächsten zwölf Wochen nur gebrüllt. Vor der Mahlzeit, beim Trinken und danach. Hat nie richtig geschlafen, ect...

Nach fünf Wochen abpumpen habe ich aufgegeben und gedacht meine Milch reicht ihm nicht aus. Dann hat er Nestle Beba HA Start Pre bekommen, es änderte sich nichts. Jeder hat uns gesagt: Ach das sind die 3-Monats-Koliken, da müßt ihr durch..... Ihr müßt ja auch merken, dass ihr ein Baby habt ....

Wir haben dann auf eigene Verantwortung einfach die Nahrung gewechselt. Lasse bekommt jetzt Beba sensitive, da ist wenig Lactose drin.

Ich habe eine leichte Lactoseunverträglichkeit, meine Mutter auch, aber wir sind bei allen Ärzten auf taube Ohren gestoßen. Lasse war nach der ersten Flasche ein anderes Kind, ohne Bauchweh, satt und zufrieden.

Den Lactosetest kann man erst mit älteren Kindern machen, das kann nciht über einen Bluttest festgestellt werden.

Lasse wurde von der Beba sensitive nicht mehr satt, er sollte nicht mehr als 1000 ml pro Tag trinken, alles darüber hinaus würde die NIeren zu stark belasten. Wir sollten die H.A. 1-er testen. Schließlich sein der Darm ja schon ausgereifter. Eine Flasche getrunken und zwei Stunden später gab es nur Gebrüll. Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt, der auch Allergologe ist, haben wir vor zwei Wochen mit dem ersten Karottenbrei angefangen. Lasse löffelt fleißig und es gibt keine Verdauungsprobleme.

Viele Grüße

Tani