Unterschätzt?

Gerade, als ich eure Antworten so lese,geht mir folgendes durch den Kopf:

Kann es sein, dass Simon gar nicht das "Problem" ist, sondern ich?

ICH kann mich nicht freuen
ICH denke ich mache alles falsch
ICH habe Angst vor jedem neuen Tag
usw.

Kann es sein dass Simons Verhalten einfach so ist, wie sich Babies nunmal verhalten und dass ich es einfach total unterschätzt habe, wie es ist, ein Baby zu haben?
Geht es jemandem so?

LG

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Danke, dass Du diesen Thread noch eröffnet hast! Habe gerade noch den Kleinen zuenede gestillt und wollte dann auf Deinen ursprünglichen Post antworten... #liebdrueck

Das, was Du beschreibst (in Bezug auf Dein Verhalten) hört sich für mich (als Laie, aber fast direkt Betroffene) nach Depressionen an. Habe genau diese Problematik gleich 2x in meinem direkten Umfeld live mitbekommen und ich würde Dir empfehlen, zu Deinem Hausarzt zu gehen, dass er Dich entsprechend an einen Facharzt weiterleitet!
Mit Depressionen ist nicht zu spassen und bitte nimm es nicht auf die leichte Schulter! Es soll DIR ja auch gutgehen #liebdrueck

Liebe Grüße und alle gedrückten Daumen für Euch/Dich!

lk. + Katharina (26 Monate) + Alexander (6 Monate)

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Hallo..

unterschätzt? Ja, mit Sicherheit..aber wer nicht!
Jeder der sich ein Baby wünscht stellt sich vor wie er oder eher sie ein kleines, liebes, schlafendes, und total süßes Wunder in den Armen hält! Genau wie in der HIPP Werbung!!! Du mußt deinen Frieden machen und dich mit der Situation einfach abfinden!!! ES GIBT KEIN ZURÜCK! (Willst du auch bestimmt nicht, aber so ganz vom alten Leben bist du noch nicht getrennt)

Frage wie laut schreit euer Baby???

liebe Grüße GP

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wollte auch grad was dazu schreiben, aber du hast genau die worte gefunden, nach denen ich gesucht hab: jeder muss seinen frieden damit machen!

mein baby schreit übrigens am lautesten von allen :-p

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Hallo,

dass Du Dich nicht richtig freuen kannst könnte wirklich auf eine Depression hinweisen. Würde ich vorsichtshalber abklären lassen.

Aber ich denke, gerade beim ersten Kind unterschätzen die meisten Frauen, was wirklich auf sie zukommt.
Ging mir auch so.

Man wächst in seine Aufgaben aber hinein.

Und wenn man sich gut informiert und beraten lässt, braucht man auch keine Angst zu haben, alles falsch zu machen.

Und ALLES kann man eigentlich auch nicht falsch machen.

#herzlich Grüße
Katie mit Moritz

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hi,

also ich glaube nicht das dein sohn ein schreikind ist. mein sohn ist nun 14 wochen jung und auch nur am nörgeln und meckern. das nervt mich auch sooooo sehr. kinderwagen geht auch nicht und schlafen am tag eine katastrophe.

er trinkt schlecht und mag nur auf mein arm. ich bin abends total kaputt und freue mich auf mein bett.

ABER

mir hilft immer wenn ich zu mir sage: das ist jetzt halt mal so, egal ob ich es mag oder nicht es wird auch wieder besser!!

glaub mir es wird besser sonst hätter ich nicht das ganze schon 3 mal mitgemacht;-)

p.s. komme grad von unserer ersten rückbildung und was war !!! lasse war ein engel, so war er tage lang schon nicht mehr.

kopf hoch

lg sandra

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Hallo...

Also am anfang hatte ich auch immer angst vor dem Abend weil mein Kleiner immer abens angefangen hat zuschreien...

Als wir aus dem KH entlassen wurden waren die Nächte furchtbar war bis 2 oder 4 Uhr wach weil der Kleine nicht auf hören wolte zuschreien...

Bin oft zu meiner Mutter gefahren und die hat mir dann geholfen und meine Hebi hat mich immer wieder aufgebaut und so mit hab ich dann angefangen an mich zuglauben und mir immere gesagt das ich das schon mache... Du musst vielleicht einwenig lockerer werden und dir nicht soviele gedanken machen...
Ich hab mir das auch anderst vorgestelllt mit Kind aber wie er ist da musste ich durch...

Babys sind so die können nicht sprechen also müssen die schreien...

Ich hoffe ich konnte dir damit zeigen das du nicht alleine bist und es warscheinlich vielen Frauen so geht... Die Kinderärztin hat zu mir gesagt man soll sich zeit auch für sich nehmen... Jeder Mensch brauch mal ne Auszeit...

LG
Nadja

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ich habe grad erstmal deinen anderen thread lesen müssen, damit ich weiß von was du redest.

ich kann mir gut vorstellen, dass "du" das problem bist - wenn du schreibst du hast schon vorher angst vor dem nächsten schrei, dann überträgt sich diese unsicherheit auf dein baby. es spürt deine unsicherheit, babys sind sehr sensibel und reagieren oft auf kleinste veränderungen.

ich erinnere mich noch an die erste zeit mit isabel... sie war ein sehr ruhiges und ausgeglichenes baby, aber trotzdem ist die umstellung auf "mama sein" schwer. plötzlich ist die unabhängigkeit weg, keine möglichkeit mehr einfach aus der tür zu gehen und den müll rauszubringen o. ä. klar, im laufe der zeit gewöhnt man sich daran und kann damit umgehen, dem einen fällt es leichter dem anderen schwerer.

die bindung zum papa muss sich erstmal aufbauen, die zwei kennen sich ja noch gar nicht richtig... ;) die bezugsperson nr. 1 bist du und das wird noch lange so bleiben. es kann immer wieder phasen geben, in denen sich das baby nur von mama beruhigen und ins bett bringen lässt - bei uns ist es auch gerade so, isabel ist 9 monate und schreit sich beim papa abends die seele aus dem leib. aber das geht vorbei, sag deinem mann er soll in solchen situationen ruhe bewahren. dann beruhigt sich das baby auch leichter! wenns gar nicht mehr geht soll er sich den mp3-player schnappen und musik hören, denn babygeschrei löst immer stress aus.

ich kann dir nicht wirklich einen tipp geben... außer: versuche dich über kleinigkeiten zu freuen. wenn dich dein baby anschaut, geh auf es ein und genieße die augenblicke in denen ihr euch ruhig beschäftigen könnt. falls du nicht schon eine tragehilfe hast, dann schaffe dir eine an! das bewirkt oft wunder, manche kinder sind wie ausgewechselt.

und schau nicht so sehr auf die perfekten babys anderer leute! kein kind läuft nebenher, und wenn es so ist, dann läuft da was falsch....

LG und einen schönen, stressfreien tag wünscht
astrid mit isabel :-)

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wenn ich deinen beitrag lese, dann denke ich, der könnte von mir sein. vor allem die gedanken mit der rückbildung!!! o-ton!
wir hatten auch ziemliche probleme anfangs, wobei ich im NACHHINEIN auch denke, dass es viel an mir lag, ich das aber leider nicht erkannt habe.

von daher, bist du ja auf dem richtigem weg.

ausserdem wird es wirklich von monat zu monate besser. das leben besteht nicht mehr nur aus füttern, wickeln und trösten. ihr werdet zueinander finden und dein mann lernt auch mit seinem baby umzugehen.

im moment würde ich ihn einfach viel in der tragehilfe tragen, ausserdem wird es ab dem 3ten monat sowieso schlagartig besser.

alles alles #herzlich

gwen

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Hallo,

hmmm, ich habe definitiv ein unruhiges Kind mit starken Bedürfnissen. Trotzdem ist er ein Sonnenschein, aber selbst jetzt mit 9 Monaten weint er noch mind. 1,5 h am Tag. Damals waren es gut 6 Stunden täglich.

Ich glaube nicht, dass sich deine Unsicherheit auf das Kind überträgt oder dass du eine Depression hast. Es ist noch der normale Findungsprozess am Anfang, man ist in die neue Rolle noch nicht hinein gewachsen und verliert sich dann mal in dunklen Gedanken. Wichtig dabei ist: Abwechslung schaffen (Sport, Freunde, unterwegs sein, Familienausflüge....), MIT Kind etwas unternehmen, andere Kinder treffen (PEKIP, DELFI, Krabbelgruppe, Babyschwimmen, Babymassage....) und Entlastung schaffen (Putzfrau, Babysitter....). Im Austausch mit anderen Müttern und im Vergleich mit anderen Kindern verlieren sich die eigenen Sorgen meist schnell oder zumindest kann man sie teilen.

Dann vergeht das alles schnell.

Aber ich kann dir versichern: diese Phasen kommen immer wieder, wo Licht ist (und bei Kinder ist viel Licht), da ist halt auch Schatten.

LG - Optimistin Elvi