Kiss Syndrom nach Saugglockengeburt...mach mir grosse Sorgen!

Hallo,
bin seit einer Woche Mama.Hatte eine schwierige Saugglockengeburt.Jetzt wird ein Kiss Syndrom vermutet.Ich mach mir so grosse Sorgen.Wer kann mir etwas darueber berichten und mich beruhigen???
Bin fuer jede Antwort dankbar.
LG
Mel

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Herzlichen Glückwunsch zur Geburt erstmal.

Wer bitte vermutet denn ein KISS und weswegen? Oft wird das automatisch angenommen, nur wegen der Geburtsumstände

LG

Catherina

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Hallo,
das hat die Hebamme vermutet weil sich der Kleine immer so nach hinten krampft.Ausserdem ist ein Faeustchen oft geballt und ein Fuesschen ist etwas nach innen gebogen.

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Sowas habe ich vermutet - lass Dir doch bitte Dein Kind nicht krank reden und lass ihn erstmal richtig ankommen. Den Fuß zeigst Du dem Kinderarzt und das mit der Hand gibt sich.

LG

Catherina

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Kiss ist eine Erfindung derer, die mit der "Behandlung" Geld verdienen. Guter Artikel in der aktuellen "Eltern" dazu.

Andrea

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ich hab das noch nie gehört ich hatte bei meinem sohn auch eine saugglocken geburt er hatte aber nichts außer eine komische kopfform...hmm...
tut mir leid..aber natürlich herzlichen glückwunsch zur geburt...

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Hallo Andrea,

na dann hast Du wohl "vergessen" den oberen Teil des Artikels zu lesen.;-). Ich war letzte Woche beim Arzt für Schmerzheilkunde, der sich u.a. auf das Kiss-Syndrom spezialisiert hat. Ich hatte eine sehr schnelle Geburt (Wehen haben keine Stunde gedauert). Glaub es oder glaub es nicht, nach der Behandlung war/ist mein Kind sehr viel zufriedener, schreit weniger und kann das Köpfchen in beide Richtungen drehen. Und soll ich Dir was sagen, dass war mir das Geld wert.

Liebe Grüße
Susan (die überzeugt ist, dass es das Kiss-Syndrom gibt)

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Hey du,

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt !!!

Ich habe den Artikel in der Eltern auch gelesen. Ich bin aber der Meinung das es die KISS Blockkade wirklich gibt, denn mein Sohn hatte diese Blockkade. Jeron musste nach zwei Tagen Einleitung per Kaiserschnitt geholt werden - er war einfach viel zu groß und schwer.
Erst ist uns nichts aufgefallen, aber nach ca. 3 Monaten merkten wir vermehrt, dass er nur nach rechts guckte und sich der Kopf allmählich schon verformte #schmoll

Dann sind wir zu einem Osteopathen, der erstmal eine Röntgenaufnahma von unserem kleinen Mann gemacht hat, das ist notwendig um die richtig Therapie aussuchen zu können und auf diesem Bild konnte man diese Blockkade DEUTLICH erkennen. Der Arzt hat bis heute zwei Impulse gegeben und ich habe einen komplett anderen Sohn. Die linke Seite ist wieder intressant, das Stillen ist leichter geworden da er den Kopf viel besser zur Seite drehen kann :-)

Ich bin froh das wir diesen Schritt gemacht haben und uns zur Atlastherapie entschieden haben, die man komplett privat bezahlen muss.

LG Nicole

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Hallo Mel,

ich hatte auch eine fiese Saugglockengeburt. Mein Sohn hat zwar nicht die von dir beschriebenen Symptome, aber er hat viel geschrieen (mein Empfinden). Meine Hebi empfiehlt jeder Frau, die per Saugglocke entbunden wurde, das Kind bei einem Kinderorthopäden/ Osteopathen untersuchen zu lassen. Einfach Nacken und Rücken und Wirbelsäule zu überprüfen. Ich war letzte Woche beim Osteopathen, der hat sofort gesehen, dass die linke Hüfte nicht ganz in Ordnung war. Er hat das linke Darmbein (über der Pobacke) "eingerenkt", sofort waren beide Hüften gleichmässig. Seitdem ist Henri viel besser zu händeln und schreit auch nicht mehr so viel. Ich bin froh, dass wir das kontrollieren lassen haben.

LG

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Hallo,

mein Kleiner war im Hals blockiert. Dadurch hat er viel geweint, die rechte Seite konnte er nicht wirklich "verwenden".
Meiner Hebamme ist es auch schnell aufgefallen. Die Geburt war auch nicht leicht - es gab einen Geburtsstillstand und einen eiligen Kaiserschnitt....
Mein Kinderarzt hat die Blockierung festgestellt und wir sind dann zu einem Orthopäden gefahren, der auch auf KISS spezalisiert ist. Hat uns keinen Cent gekostet.

Und nach dreimaligen Besuch - also dreimal Einrenken - konnte er seinen Kopf zu beiden Seiten drehen.

Heute mit 9 Monaten hat er einen wunderschönen, gleichmäßigen geformten Kopf. Krabbelt und zieht sich überall hoch. Hat heute ein Bobbycar zum Schieben bekommen und brabbelt ohne Ende.
Von seiner Blockade merkt man nichts mehr.

Wenn du also das Gefühl hast, er fühlt sich nicht wohl, der Kopf wird nur auf eine Seite gedreht oder er schreit extrem beim Anziehen von Kleidung über den Kopf. Und das deine Hebamme recht haben könnte, dann lass dir einen Termin beim Kinderarzt machen. Geht auch ohne Versichertenkarte :) Die hat man ja oft noch nicht, wenn die Zwerge so frisch da sind.
Umso früher es erkannt wird, umso schneller kann man den Mäusen helfen ....
Es ist nicht schlimm, wenn man die richtige Hilfe findet.

Alles Liebe

Anett

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Hallo,

zuerst einmal: KISS ist inzwischen als Krankheit anerkannt und in den Pschyrembel aufgenommen worden. So viel zum Thema, ob es KISS gibt oder nicht...

Unsere Geschichte ist etwas länger... Unsere Große hat mit drei Wochen "Krämpfe" bekommen, wenn wir sie ablegen wollten - zumindest hatten wir angenommen, dass es Krämpfe waren.

Nach einer Nacht im Krankenhaus, mehreren EEGs und Untersuchungen hieß es dann, sie hätte einen Schiefhals, der eine Migränevorstufe auslöst, was aber nicht behandelt werden müsste, da es sich im ersten Jahr auswächst. Diese Diagnose bzw. die "Behandlung" war für mich absolut nicht zufriedenstellend, also machte ich mich auf eigene Faust schlau.

Zu den "Krämpfen" kamen Stillprobleme an der rechten Seite, dort hat Lenja kaum noch getrunken, ständig gebissen, rumgehampelt und geweint. Außerdem war sie ein ganz extremes Spuckkind, hat den Kinderwagen gehasst und war einfach ein "24-Stunden-Baby".

Zuerst ging ich zur Krankengymnastik mit ihr - keine Besserung. Dann waren wir beim Osteopathen - eine minimale Besserung. Als ich von KISS las, war ich sehr skeptisch, wollte aber nichts unversucht lassen. Also sind wir nach Dortmund zu Dr. Sacher gefahren. Er zeigte und die Blockade, die er diagnostizierte, auf dem Röntgenbild. Dann teste er bei Lenja die Lagereflexe nach Vojta. Kippte man sie aus der Senkrechten langsam nach links, machte sie keine Anstalten, den Kopf in der Senkrechten zu halten - auf der anderen Seite funktionierte es problemlos. Wir ließen sie behandeln.

Direkt nach der Behandlung erneut das Testen der Lagereflexe - Lenja war auf beiden Seiten bemüht, den Kopf in der Senkrechten zu halten. Und im Auto stillte sie auf der rechten Seite, ohne einmal zu beißen, rumzuhampeln oder zu weinen. Die "Krämpfe" traten nie mehr auf, wobei Dr. Sacher sagte, es KÖNNTE sein, dass ein Nerv eingeklemmt war, er hätte aber vorher nie so einen Fall gehabt, daher wolle er nicht zu viel hineininterpretieren. Das Spucken wurde in den Wochen nach der Behandlung kontinuierlich weniger. Lenja konnte den Kopf auf beide Seiten drehen. Die Schiefhaltung war weg.

Nach diesen Erfolgen waren unsere Bedenken und Zweifel bzgl. KISS bzw. dessen Behandlung weg.

Unsere Kleine war auch ein Spuckkind, hat wahnsinnig im MaxiCosi geweint und wollte weder in den Kinderwagen noch ins Tragetuch. Im Tuch hat sie sich wahnsinnig überstreckt, ein Anhocken war unmöglich, sodass es mir häufig peinlich war, wie miserabel mein Kind eingebunden ist, obwohl ich Trageberaterin bin.

Diesmal sind wir sofort nach Dortmund gefahren. Vier Wochen nach der Behandlung sind wir nach Österreich gefahren, mit dem Auto, Mila natürlich im MaxiCosi - sie hat durchgeschlafen... Im Tragetuch ließ sie sich endlich richtig anhocken und vernünftig einbinden. Das Überstrecken gehörte der Vergangenheit an. Und auch bei ihr wurde das Spucken kontinuierlich weniger.

Mein Fazit daher: Es gibt viele Dinge, die erst belächelt oder sogar bekämpft wurden - alle Welt wusste schließlich auch mal, dass die Erde eine Scheibe ist.;-) Fakt ist, man kann die Blockade auf dem Röntgenbild sehen, also muss da ja was sein. Außerdem sprechen die Lagereflexe für sich. Wer nicht daran glauben mag, soll es lassen. Für mich zählt, dass meinen Kindern geholfen werden konnte.

Viele Grüße, Alex