Sandifer Syndrom

    • (1) 10.08.10 - 20:28

      Hallo ihr lieben,

      ich war heute mit meiner kleinen beim Arzt, weil es wieder vorkam (heute beim Mittagsschlaf) das sie wieder schreiend im Bett lag...Als ich sie dann rausgenommen habe, hat sie sich nach hinten gebeugt und den Kopf so gedehnt und total verkrampft...Dabei aber die ganze Zeit sooooo sehr geschrien...Das ganze dauert immer so zwischen 2-4 min. Das hatte sie jetzt schon zum 4 mal in 3 Wochen...Die Ärzten meinte heute was von Sandifer Syndrom und ich muss jetzt mit ihr zum Ultrall damit der Magen mal kontrolliert wird...

      Hat jemand damit erfahrung?

      LG Jessica die beunruhigt ist..

      • was ist denn genau dieses sandifer syndrom?

        • usammenfassung

          Das Sandifer-Syndrom ist eine paroxysmale dystone Bewegungsstörung, bei der gleichzeitig ein gastro-ösophagealer Reflux und manchmal auch eine Hiatushernie besteht. Die Prävalenz ist nicht bekannt. Die Krankheit beginnt meist im Säuglingsalter oder in der frühen Kindheit. Die dystonen Bewegungen sind gekennzeichnet durch abnorme Stellung des Kopfes und des Halses (Torticollis) und durch starke Krümmung des Rückens. Die Episoden dauern 1 bis 3 Minuten und können am Tag bis zu 10 Mal auftreten, obwohl sie meist im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme stehen. Berichtet wurde auch über Erbrechen, zu geringe Nahrungsaufnahme, Anämie, epigastrische Beschwerden, Hämatemesis und abnorme Augenbewegungen. Häufig besteht eine Reflux-Ösophagitis. Die dystonen Bewegungen gehen eindeutig mit gastro-ösophagealem Reflux einher, aber die pathophysiologischen Mechanismen sind unklar. Mehrere Studien ergaben Hinweise, dass es sich bei der dystonen Haltung um einen pathologischen Reflex handelt, der durch die reflux- und ösophagitisbedingten Schmerzen ausgelöst wird. Trotz widersprüchlicher Befunde nehmen einige Autoren an, dass mit der dystonen Haltung die Schmerzen im Abdomen abnehmen. Das Sandifer-Syndrom wird bei gastro-ösophagealem Reflux mit der charakteristischen Bewegungsstörung diagnostiziert. Der neurologische Befund ist in der Regel unauffällig. Da klare Gründe für den Reflux fehlen, wird das Syndrom nicht selten falsch als Infantile Spasmen, Epilepsie oder Paroxysmale Dystonie diagnostiziert. Eine frühe Diagnose des Syndroms ist entscheidend, da durch die erfolgreiche Behandlung des Refluxes (medikamentös, chirurgisch) die Bewegungsstörung verschwindet. Die Prognose der Patienten ist gut.


          Das Sandifer-Syndrom ist eine paroxysmale dystone Bewegungsstörung, bei der gleichzeitig ein gastro-ösophagealer Reflux und manchmal auch eine Hiatushernie besteht. Die Prävalenz ist nicht bekannt. Die Krankheit beginnt meist im Säuglingsalter oder in der frühen Kindheit. Die dystonen Bewegungen sind gekennzeichnet durch abnorme Stellung des Kopfes und des Halses (Torticollis) und durch starke Krümmung des Rückens. Die Episoden dauern 1 bis 3 Minuten und können am Tag bis zu 10 Mal auftreten, obwohl sie meist im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme stehen. Berichtet wurde auch über Erbrechen, zu geringe Nahrungsaufnahme, Anämie, epigastrische Beschwerden, Hämatemesis und abnorme Augenbewegungen. Häufig besteht eine Reflux-Ösophagitis. Die dystonen Bewegungen gehen eindeutig mit gastro-ösophagealem Reflux einher, aber die pathophysiologischen Mechanismen sind unklar. Mehrere Studien ergaben Hinweise, dass es sich bei der dystonen Haltung um einen pathologischen Reflex handelt, der durch die reflux- und ösophagitisbedingten Schmerzen ausgelöst wird. Trotz widersprüchlicher Befunde nehmen einige Autoren an, dass mit der dystonen Haltung die Schmerzen im Abdomen abnehmen. Das Sandifer-Syndrom wird bei gastro-ösophagealem Reflux mit der charakteristischen Bewegungsstörung diagnostiziert. Der neurologische Befund ist in der Regel unauffällig. Da klare Gründe für den Reflux fehlen, wird das Syndrom nicht selten falsch als Infantile Spasmen, Epilepsie oder Paroxysmale Dystonie diagnostiziert. Eine frühe Diagnose des Syndroms ist entscheidend, da durch die erfolgreiche Behandlung des Refluxes (medikamentös, chirurgisch) die Bewegungsstörung verschwindet. Die Prognose der Patienten ist gut. *Autor: Orphanet (März 2007)*.

          dank google ;-)

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