Musikgarten für Babys - Konzept doof oder ich zu eigen?

    • (1) 19.01.11 - 14:31

      Hallo,
      habe meinen Kleinen (*24.02.10) und mich zu einem Musikkurs für Babys (7-13 Monate) angemeldet:
      Bescjreibung: gemeinsam Musik erleben und selbst musizieren, Musik mit allen Sinnen erleben.
      Die erste Stunde war irgendwie enttäuschend für mich, denn die Kursleiterin macht das zum ersten Mal mit so kleinen Kindern, untersagt herumlaufen und krabbeln, ja sogar essen.

      Wir soll man das denn so kleinen Wesen erklären? Hab mit der Leitung telefoniert, angeblich ist das Konzept so ausgelegt, ist schließlich keine Krabbelgruppe!

      Sehe ich das zu eng?

      LG Julia & Luis, der keine große Lust mehr auf Kniereiter und Kuschellieder hat...

      • HUhu,

        ohne herumlaufen, krabbeln und essen...gäbe es für mich keinen Musikkurs, da bin ich genau so eigen wie du.

        Musikunterricht soll Spaß machen und kein Drill sein.

        lg

        Andrea

        Hallo!
        Ich geh mit Stina auch in eine Musikgruppe, die Kinder sind sogar schon älter, werden aber nicht zum Stillsitzen gezwungen, das wird im Grunde den Eltern überlassen, wieviel sie verlangen und wieviel die Kinder rumlaufen dürfen. Gegessen wird allerdings nicht, das finde ich muss auch nicht sein, man kann das Kind vorher füttern, dann sollte es doch eine Stunde ohne Nahrung überstehen.
        Liebe Grüße!

        nee. würde ich auch so sehen.
        die kinder verstehen och noch gar nicht, dass sie nicht krabbeln dürfen ... und wenn dein kind hunger hat, hat es hunger ...

        ich finde dieses konzept auch doof und die kursleiterin hat meiner meinung nach den falschen kurs gewählt!

          • Bin mit meinem Kind jeden Tag mehrere Stunden an der frischen Luft, aber schließlich soll er ja auch andere Leute sehen, vor allem Kinder.
            Und da es in Deutschland sehr schwierig ist, einen Krippenplatz zu bekommen, versuche ich die sozialen Kontakte halt über Kurse aufzubauen, denn Spielplatzzeit ist nunmal noch nicht!

            Hallo!
            Wir machen den Musikgarten erst, seit Stina 15 mon alt ist, und es tut mir leid, nicht eher damit angefangen zu haben!
            Stina liebt die Musikschule, freut sich diebisch darauf, hat einen Heidenspaß und erzählt anschließend den ganzen Tag davon.
            Davon abgesehen ist es erwiesen, dass Kinder, die mit Musik aufwachsen, singen, instrumente spielen... in der Schule leistungsfähiger und insgesamt intelligenter sind. Und gerade Kleinkinder lernen schneller zu sprechen, wenn viel mit ihnen gesungen wird. Davon hat auch ein 10mon altes Baby schon etwas.
            Und dann macht man ja solche Kurse vielleicht auch noch, weil es einem selbst gefällt, man Spaß hat und eventuell auch mal raus will aus dem Alltag, der nur noch aus Mama und Baby besteht.
            Liebe Grüße!

      Naja, zum Konzept deines Musikgartens: Vielleicht ist das Alter der Kinder einfach nicht passend. Ich finds nicht so glücklich, "Sitzkreis"-artiges (also singen, klatschen, ..) zu machen und den Kindern dabei aber zu erlauben, aufzustehen, wann immer sie wollen. Denn wie soll man im Kindergarten oder der Schule dann plötzlich erklären, dass sie es hier jetzt nicht mehr dürfen? Schwierig. Andererseits ist es klar, dass man Kinder von 7-13 Monaten sicher nicht ruhig sitzen lassen kann.

      Ich persönlich würd gar nicht in so nen Musikgarten gehen. Reiterspiele, Fingerreime, Kinderlieder, ... sollte man nach Möglichkeit in den Alltag einbauen, wenn Mama und Kind grad Lust haben. Aber nach dem Motto: "Jetzt tun wir mal ne Stunde wöchentlich musikalisch früherziehen!" ;-) ? Das wär jetzt nicht mein Ding und ich finds auch zu lang dann für ein Kind.

      Hab übrigens mit ner Bekannten gesprochen, die solche Kurse gibt, und sie meinte selbst auch, dass sie die Musikkurse nicht sooo den Brüller findet, aber da die meisten Mamas offenbar nicht mehr als Alle meine Entchen kennen (und sich das schon nicht singen trauen), sei es wohl doch für manche nicht schlecht. Naja, muss wohl jeder selber wissen.

      Da ich Lehrerin bin und sehe, wie die Kinder heute "hochgefördert" werden, bin ich sowieso absolut dagegen, schon im Baby- oder Kleinkindalter irgendwelche Kurse zu besuchen, wo Kinder irgendwie gefördert werden. Ich fördere mein Kind unbewusst im Alltag, das genügt mir. Aber es ist jedem seine Entscheidung und es hört sich vielleicht ja auch ganz nett an, wenns heißt, die Babys musizieren dann. Aber viel ist halt in dem ALter auch noch nicht wirklich möglich, oder?

      Lg

      also bewegen müssen sie sich schon dürfen, und gerade Musik regt ja viele Kinder auch an, sich zu bewegen.
      Mit dem Essen, das finde ich schon ok, das ist bei uns auch so, weil die Räume nur angemietet sind und da Teppich drin liegt. Das kann man so timen find ich oder zur Not raus gehen.
      Gruß S.

      Hallo Julia,

      die Kursleiterin hat absolut Recht - das ist ein Musikkurs und keine Krabbelgruppe.

      Aus Erfahrung :-) kann ich dir sagen, wenn erst ein Kind anfängt zu essen, wollen die anderen das auch. Fängt ein anderes Kind mit herumlaufen bzw. krabbeln an, wollen die anderen auch Action machen.
      Fazit: Gemeinsames Musizieren (Mutter UND Kind) ist somit nicht mehr möglich.

      LG,
      incredible mit Julian (21 Monate) im Schlummerland, der auch einen Musikgarten (u.a.) besucht

      Dass krabbeln und laufen verboten sind find ich auch blöd.

      Aber essen... Naja, die Stunde geht es doch auch mal ohne, oder?

      Ich hab noch nie ein Kind bei uns im Pekip-Kurs essen sehen, und das sind anderthalb Stunden. Zu Anfang gabs die Flasche oder es wurde gestillt, aber so unflexibel ist das in dem Alter mit den Mahlzeiten doch nicht mehr, oder?
      Bei uns jedenfalls nicht.

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