Fragen an Kaiserschnitt - Mamis mit mehr als einem Kind.

HaLLO,

ich frage bewusst hier, denn hier sind sicher einige Mamas, die auf meine Fragen Antwort geben können.

Im Dezember entbinde ich mein 2. Kind. Mein Sohn ist 2 1/2.

Voraussichtlich wird ein KS gemacht und hier ist meine Sorge. (Ich schiebe so schon Panik vor dem Eingriff #schwitz )

Habt ihr das gut geschafft mit der Betreuung des Erstgeborenen? Man darf doch nicht schwer heben, etc...

Wie habt ihr alles gehandhabt?

Ich bin zum größten Teil alleine...

Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen..

LG

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Hi!
Meine Kleine kam im Januar per KS auf die Welt. Die Große war zu dem Zeitpunkt 2 Jahre und 3 Monate.
Da mein Mann ein großes Projekt laufen hatte, konnte er sich auch nicht freinehmen. Die Kleine wurde montags geholt, samstags war ich wieder daheim, und ab Montag Morgen mit beiden alleine. Gewickelt haben wir am ersten Tag auf dem Boden, danach hab ich sie irgendwie #schwitz auf die Wickelkommode gehoben. Ich bin auch gleich wieder Auto gefahren. Da meine Tochter ziemlich klein ist, musste ich sie auch in den Kindersitz heben. Irgendwie geht das, man nimmt ja automatisch eine Schonhaltung ein.

Und keine Angst vor dem KS, ich stand bei beiden am nächsten Morgen wieder auf den Füssen. Wichtig ist, dass Du so schnell wie möglich aufstehst, ZWING Dich dazu. Das erste Aufstehen ist das Schlimmste. Und lass Dir über die PDA Schmerzmittel nachspritzen. Je mehr Du rumläufst, umso schneller bist Du wieder fit.
Alles Gute für Dich#winke

2

Hallo

Mir ging es nach dem 2. KS sehr gut.

Hab mich auch direkt nach meiner Entlassung komplett alleine um alles kümmern müssen, da mein Mann keinen Urlaub bekam.

Hat alles prima geklappt. War nur etwas stressig, da mein Sohn als Frühchen noch auf der Intensiv bleiben musste. Hieß für mich tägliches Pendeln und ein straff organisierter Tagesablauf mit Marie in den Kiga bringen, einkaufen gehen, zum Kleinen in die Klinik fahren etc. Probleme hatte ich keine. Hätte ich selbst nie gedacht, da es mir nach meinem ersten KS super dreckig ging.

Aber laut meiner Hebi wird es mit jedem KS besser. Demzufolge werde ich dann, nach dem Dritten keinen langen Klinikaufenthalt haben ;-) Wurde nach dem zweiten schon nach 5 Tagen vor die Tür gesetzt ;-) weil es mir einfach zu gut ging.

Liebe Grüße

Bianca

3

Hallo,

mein Großer war 2J und 4 Monate bei der Geburt seines Bruders vor 3 Monaten.
Ich hatte meinen 2. KS.
Mein Mann hatte seinen Urlaub aufgespart und nach der Entbindung 4 Wochen frei genommen. 3 Tage die Woche war unser Großer dann auch zu Hause, 2 Tage in der KiTa um seinen "Alltag" auch weiterhin zu haben bei den ganzen VEränderungen.
Ich hab meinen Sohn nach 3 Wochen schon wieder rumgetragen, oft hab ich aber gemerkt, dass es noch nicht geht.
JEtzt, nach 3 monaten ist alles wie vorher.

Wobei ich auch ne gute Wundheilung habe und auch beide Male schnell wieder fit war und nur 3 Tage im KH. Ich hab 3 Tage nach dem KS meinen GRoßen wieder aus der kITa abgeholt.
War alles kein Problem, wobei mein Mann echt viel machen mußte.

L.G

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Mein Großer war auch 2 Jahre und 4 Monate bei der Geburt seiner kleinen Schwester vor 2 Monaten.

Der Große durfte 2 Tage bei der Oma übernachten und ist weiterhin zur Tagesmutter gegangen. Mein Mann hat sich zwar Urlaub genommen gehabt, hat aber immer gemeckert dass ich eh alles allein machen will. Lediglich das Autofahren hat er mir abgenommen, da ich mich in der ersten Woche zu Hause noch ne getraut habe (warum auch immer)

Aber ansonsten habe ich alles allein gemacht und auch hinbekommen. Den Großen konnte ich ne tragen, aber da hab ich ihm erklärt, dass der Mama der Bauch noch weh tut und ich mich hinsetzen muss zum Kuscheln. Also hab ich mich auf einen Stuhl oder Sofa gesetzt und dann konnte er zu mir raufkrabbeln und wir haben gekuschelt oder ich ihn getröstet, oder ich hab mich zu ihm hingekniet, das ging auch.

Ins Auto heben brauche ich ihn nicht, da er allein ins Auto und auch in seinen Sitz krabbelt (dauert zwar bissel länger, aber dafür muss ich ihn nicht heben), am Kinderwagen haben wir ein Kiddieboard und da schaff ich ihn öfter auch zu Fuß zur Tagesmutter (ca. 15 Minuten Fußmarsch - eine Strecke) da hab ich den Frühsport auch gleich erledigt :)

Und ansonsten findest du immer ne Lösung, den Wäschekorb hab ich nur halb voll gemacht und bin dann eben nochmal gegangen für die restliche Wäsche. Und den Wocheneinkauf hat mein Mann glücklicherweise getragen. Ansonsten konnte ich eben nur soviel einkaufen wie ich tragen bzw. in den Kinderwagen packen konnte.

LG und alles Gute Orphel

5

Hallo,

ich habe mittlerweile 3 Kaiserschnitt-Geburten hinter mir. Nach meinem 2. KS war meine Tochter stolze 10 Monate und 3 Wochen alt und musste somit getragen werden, meinen Sohn habe ich nach der Entlassung von anfang an im Tragetuch tragen weil er sehr sensibel war und schnell überreizt war. Es geht, man schaut schon das es so wenig wie möglich ist, aber soviel wie nötig getragen wird. Manche Sachen hab ich sie auch selber machen lassen, wie die 4 Treppenstufen hochkrabbeln lassen und ich direkt hinter ihr. Nach dem 2. und 3 KS ging es mir immer gut, hatte kaum schmerzen gehabt (ausser die Nachwehen, vor allem nach dem 3. Kind AUA!), ich war gut zu Fuss, vor allem nach dem 3. KS. Mein zweiter Sohn kam als Frühchen zur Welt und unsere Station für uns "Frühchen-Mamas" und die die noch "brüten" war im 2. OG und die Neonatologische war im EG direkt neben der Wöchnerinstation und ich musste jedes mal die zwei Stockwerke laufen oder einen riesen Umweg machen und Aufzug fahren. Ich denke auch das ein 2,5 jähriger doch schon einiges versteht und wenn du sagst Mama hat noch aua am Bauch und ihm aller erklärst, wird es schon gehen. Notfalls weichst du eben mit anderen Sachen aus (auf den Boden wickeln etc.). Autofahren ging prima, nach dem 2. KS bin ich am 3. TAg nach Hause und bin auch kurz darauf wieder Autogefahren. Beim 3. KS bin ich nach 7 Tagen heim, wollte eben doch erst mal soo nah wie es ging bei meinem Zwerg sein, bin aber am nächsten Tag gleich Auto gefahren.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 5 J. & Nick 4 J. mit Tim 8 M.(geb. 26+4 SSW/korr. 5 M.)

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Bei uns ist der Altersabstand 2 Jahre und 5 Monate und ich hatte bei beiden einen KS und war jeweils 2 Tage nach der OP wieder daheim. Meine Grosse war echt verstaendnisvoll dass sie nicht so hochgehoben wurde wie sonst, weil wir ihr es erklaert haben und ich hab den Haushalt halt erst einfach mal Haushalt sein lassen.

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Hallo,

also erstmal an alle hier, es kotzt mich echt an, dass so ein Eingriff hier total verharmlost wird. Es ist eine große OP, dass darf man nicht vergessen. Jeder steckt das anders weg. Ich würde jederzeit eine normale Geburt dem Kaiserschnitt vorziehen. Kenne nun beide Seiten. Ein Kaiserschnitt kann echt übel sein.

So nun an die TE;-). Erstmal kann ich deine Sorgen gut verstehen. Hatte meine Notsectio letztes Jahr im Dezember. Und deine Sorgen sind berechtigt. Ich will dir keine Angst machen, aber wenn dur wirklich kaum Hilfe hast, dann erkundige dich sobald wie möglich bei deiner Krankenkasse, da kann man Haushaltshilfe beantragen oder wie das heißt. Das steht dir zu und sollte man auch annehmen. Du musst dich mindestens 6 Wochen schonen. Mein Großer war damals schon fast 7 und trotzdem brauchte ich Hilfe. Dein Kind ist noch viel kleiner, dass ist kaum zu schaffen. Ich hatte das Glück, dass mein Mann Elternzeit hatte und ich auch liebe Nachbarn hatte. Ich musst jede Hilfe annehmen.

Nun ja, es ist bei jedem anders, ich hab den Kaiserschnitt echt nicht gut weggesteckt, mir ging es beschissen. Aber bei dir kann es ja auch ganz anders laufen. Wichtig ist mach dich darauf gefasst, dass es dir nicht gut geht. Diese Verharmlosung hier finde ich nicht gut. Man kann das nicht verallgemeinern. Jeder Mensch ist anders im Umgang mit Schmerzen. Aber du musst dich danach schonen. Hilft doch niemanden wenn die Narbe wieder aufgeht ect. Jetzt 1 Jahr danach kann ich langsam sagen, es wird wieder.

Ich wünsche dir alles Gute und das du vielleicht doch um den Kaiserschnitt drumrum kommst.

LG Silvie

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Da geb ich Dir Recht!
Eine Verharmlosung ist nicht in Ordnung. Dann solltest Du aber auch hinschreiben, dass es einer Frau nach einer natürlichen Geburt genauso dreckig gehen kann. Eine Freundin von mir lag 4 Wochen flach! Da hattest Du anscheinend GLück, dass Deine natürliche Geburt problemlos verlief.
Es kommt sowohl beim KS, als auch bei der natürlichen Geburt drauf an, wie es läuft. Und das Du nach einer Notsectio nicht fit warst, wundert mich nicht. Ein Not-KS ist einfach was anderes, als wenn dieser geplant ist. Ein Not-KS bedeutet nunmal enorm viel Stress für eine Frau, weil Du normalerweise nicht damit rechnest, dass eine natürliche Geburt in einem KS endet. Zudem ist Dein Körper einfach schon ausgepowert von den Wehen.

Und nein, ich hatte keinen WunschKS. Aber für meine Große war es besser, weil sie schon auf den CTGs immer wieder abfallende Herztöne hatte, und der Arzt nicht mehr länger warten wollte.
Und ebenfalls nein, ich habe hier nichts verharmlost. Ich war jeweils Samstags (meine beiden Mädchen sind montags geboren) zu Hause. Und natürlich zwickt es noch, aber das tut eine Dammrissnaht auch. Meine Narbe wurde beide Male geklammert. Am Entlasstag kamen die Letzten raus, also war die Narbe zu diesem Zeitpunkt schon verheilt. Bei beiden stand ich Mittwoch morgens unter der Dusche. Und ich bin genau eine Woche später wieder Auto gefahren.
Will Dich nicht angreifen, aber wie Du schreibst, dass Dich die Verharmlosung nervt, nervt es mich, dass der KS als Teufelswerkzeug dargestellt wird.

Ich würde mich auch nicht einfach so aufschneiden lassen, aber meine beiden Mädchen wären anders nicht auf die Welt gekommen. Und das ist ja auch nicht der Plan der TE.
LG#winke

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Hallo,

um so zu urteilen solltest du schon die ganze Story kennen. Ich bin nicht gegen Kaiserschnitt, wenn er notwendig ist. Ich sollte auch einen geplanten KS haben, wegen BEL, kurz davor hat der Kleine sich aber gedreht und dann hatte ich noch über 3 Wochen bis Termin. Aber 2 Tage später ging es mir nicht so gut, wollte nur zur Kontrolle zum Arzt. Dann wurde beginnende Wehentätigkeit festgestellt und Querlage, deswegen die Notsectio. Ich war noch nichtmal wirklich in Stress wegen Wehen, hab mich nur ne halbe Std. gequält während der Vorbereitung und dann schon Wehenhemmer bekommen. Hatte auch keine Vollnarkose. Musste halt bloß alles schnell gehen.

Da ich beide Seiten kenne, anders wie du, kann ich auch besser vergleichen, ist nun mal so. Ich hatte bei meinem Großen einen Dammriss 3. Grades, glaub mir, auch das war nicht toll. Und ich wollte nie wieder Kinder haben deswegen, damals zumindest. Aber der KS war für mich viel schlimmer. Sicherlich muss ich auch erwähnen, dass ich starken Eisenmangel hatte und rein körperlich überhaupt nicht fit war, der Tod auf Latschen sozusagen, dass hat sicher auch eine Rolle gespielt.

Die TE kennt sich ja noch nicht aus und da kann man doch nicht so tun als würde alles nach 2 Tagen wieder super toll laufen. Auto fahren soll man meines Wissens nach die ersten Wochen gar nicht. Und egal wie es bei der TE dann läuft hinterher, man muss ihr klarmachen, dass sie es vielleicht nicht alleine schafft. Wenn du so fit hinterher warst ist das ja super für dich, aber bei ihr kann es doch anders sein und darauf muss man sich vorbereiten.

LG#winke

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Hallo.

ich hatte Ende März meinen 2. Kaiserschnitt als mein Kleiner grade zwei geworden ist.

Frag mal bei deiner Krankenkasse nach einer Haushaltshilfe. Der Antrag wird von deinem Arzt ausgefüllt. Ich hab das damals bewilligt bekommen grade weil mein Sohn noch so klein ist und weil ich weder schwer heben noch andere Haushaltstätigkeiten machen sollte. Allerdings konnte sich mein Mann damals bei der Arbeit "freistellen" lassen und er wurde somit 4 Wochen als meine Haushaltshilfe bezahlt (der Satz entspricht etwa dem Krankheitsgeld). Du kannst auch andere Angehörige oder Freunde als Haushaltshilfe beantragen oder halt eine professionelle Haushaltshilfe.

Vielleicht hilft dir das ja schon weiter. Mir hat diese Entlastung jedenfalls sehr gut getan.

Alles Gute für dich und viele Grüße!