Wochenbettdepression ?? Babyblues ?? Angststörung ??

Hallo ihr lieben,

Seit ein paar Tagen hab ich ein Problem und weiß nicht weiter.
Sobald es Abend wird bekomm ich Angst und panikzustände und Extreme Unruhe. Ich weiß aber nicht genau wieso. Vllt weil unsere Maus etwas schwieriger ist als unser Sohn damals. Sie ist gegen Abend und nachts recht aktiv, kenn ich von meinem Sohn gar nicht.
Jetzt gerade geht's mir wieder scheiße: Angst, mir ist kalt, schlecht usw.
Sind das wochenbettsepressionen ?? Babyblues ?? Oder angststörungen ?? Wenn sie so viel munter ist ist besonders schlimm. In solchen Phasen wünschte ich mir ich könnte sie irgendwo abgeben und erst frühs wieder abholen. Frühs geht's mir am besten da ist nix mit Angst und Panik. Ich bekomm in diesen Phasen die schlimmsten Gedanken wie "ich schaff das nicht" "ich wünschte sie wäre schon älter" "hätte ich mich mal doch noch mit dem 2. gewartet" "vllt sollte ich sie weggeben" usw. Ich fühl mich richtig schlecht das ich sowas Böses denke, kann aber nix dagegen tun :(
Hat hier jmd Erfahrungen mit sowas und kann mir was dazu sagen oder Raten ?? Ich hoffe die Phase geht schnell vorbei. Momentan ist's so das ich abends vor Angst nicht mal mehr essen kann weil mir schlecht ist :(

Lg puschel mit Krümel 2 Jahre und moppi 10 Tage alt

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Mir geht's genauso wie Du. Du bist nicht allein. Hab auch gerade zu meinem Mann gesagt, am liebsten würde ich jetzt einfach gehen. Auf der anderen Seite wirst du jetzt hier viele Antworten bekommen, von denen, denen es genauso geht. Unser Baby schreit auch gerade. Lasse sie später an der Brust einschlafen und hoffe auf zwei Stunden Schlaf für mich. Und bei mir ist es das dritte Kind. Aller Anfang ist schwer. Man freut sich sooo schrecklich arg und ist dann sooo traurig.

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Huhu

Das hört sich verdächtig nach Babyblues an.
Hast du keine Hebamme an du dich wenden kannst?
Oder evtl dein Frauenarzt oder Hausarzt?

Die Zeit geht vorbei glaub mir, aber ich glaube du solltest jemandem davon erzählen.
Ich weiß noch, ich hab es damals ab und an bereut,dass ich Mutter geworden bin usw.
aber jetzt ist alles wieder gut :-)
Und ich möchte nichts anderes mehr sein, außer er hat nen Schub,dann schau ich immer nach Flügen#rofl

Die Zeit ging ca 3-4 Wochen bei mir.
Aber ich hab auch Erfahrungen in diesem Bereich ;-), daher konnte ich das gut einschätzen und wusste das es Depressionen/Babyblues ist.
Da ich aber auch die Notbremse selber ziehen kann,konnte ich das aushalten.

Du bist aufjedenfall nicht alleine,aber such dir am besten erfahrene Hilfe.

LG

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Ach Du Arme, lass Dich erstmal drücken und Köpfchen streicheln!!!!

Du bist damit wirklich nicht allein. Ich kenne diese Gedanken genauso. Meine Kleine ist jetzt 19Wochen und mittlerweile ist alles gut. Es waren halt zwischendurch immer mal wieder Phasen, in denen nicht alles rosarot war und alle Symptome die sich zeigten waren einfach ein Resultat vom Stress. Wenn es ein besonders harter Tag mal wieder war und ich die Kleine abends ins Bett brachte saß ich auch völlig hibbelig mit schnellem Puls auf der Couch. Und ich habe mir gaaaanz oft gedacht : oh Mann, bitte lern laufen, sprechen und endlich Schnitzel essen. Aber es hat sich sehr sehr gebessert. Ich denke, dass wird es bei Dir auch,

Wichtig ist auch wie die anderen schon gesagt haben, such Dir jemanden zum Reden und lass das mal raus. Ich würde noch nicht gleich auf Babyblues oder Depression tippen....es sei denn diese Phase und die Gedanken sind wirklich lang anhaltend und Du hast gar keine glücklichen Momente mehr.

Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit, Dir mal einen schönen Tag zu gönnen oder zumindest einen schönen Massage Termin oder oder oder....einfach um Dir was Gutes zu tun und mal abzuschalten?

Alles Gute Dir!

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Hallo!

Mir ging es bei meinem Sohn vor 4 Jahren ganz genauso!
Du bist also nicht allein und es ist nichts unnormales!
Dein Baby ist erst 10 Tage alt, du hast großes geleistet und deine Hormone sind durcheinander.

Ich hab damals meiner Hebamme davon erzählt und sie fand es normal.
Sie meinte allerdings wenn ich das Gefühl Habe ich wöllte mein Kind am liebsten loswerden müsste ich mir Hilfe holen.
Ich bin damals zu unserer Evangelichen Kirche gegangen, da war ein Seelsorger der mir sehr gut geholfen hat.
Ich hatte mich da einfach total reingesteigert.

Wenn du merkst das es nicht mehr geht, kannst du auch hier mal gucken:

http://www.schatten-und-licht.de/joomla2/

Alles Gute

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Oje, solche Gedanken wie du sie beschreibst, kenne ich leider auch!

Bei mir wurde es nur mit der Zeit schlimmer als besser. Habe sehr oft geweint, fühlte mich total hilflos und bekam abends richtige Unruhe.

Habe nach ca. 6 Wochen mit meiner Frauenärztin gesprochen, die mir sehr geholfen hat. Auch meine Hebamme und mein Lebensgefährte hattten immer ein offenes Ohr.

Mein Freund hat es zwar nicht ganz verstanden, warum ich so traurig war, aber er hat mich dann einfach in den Arm genommen. Konnte meine Traurigkeit und Unruhe selber nicht erklären und empfand es als nicht normal.

Jedenfalls hat mir reden am meisten geholfen und das Gefühl, dass es sehr wohl normal sein kann. Wichtig ist, dass du dir Hilfe holst und nicht vergräbst.

Meine Vorschreiberin hat ja die Seite Licht&Schatten bereits erwähnt. Ich hatte mich seinerzeit auch dort angemeldet und tolle Unterstützung erhalten.

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Oh wie gut ich diese Gefühle kenne. Dann kam noch nen Abzess hinzu und 4 Wochen später noch ne Brustentzündung. Oft hab ich heulend da gesessen, während mein kurzer neben mir geschrien hat. Ich war einfach nur fertig. Da hat es dann auch gereicht, wenn Terrorzwerg der Meinung war, er müsse mich anpieseln und ich bin ausgerastet. Wenn Schatzi dann Frei hatte, bzw. in den ersten 2 Monaten in seiner Elternzeit hat er mir den kurzen öfter mal abgenommen, damit ich nach 9 Tagen z.B. mal wieder schlafen konnte, ich ins Kino konnte oder zum Friseur. Auch heute räumt er mir noch Freizeit ein, wenn er frei hat. Ich brauche diese Auszeiten nur noch selten. Er wird ruhiger und ich auch :)

Auch ich hätte am liebsten mein langersehntes Wunschkind so manches mal einfach weggeben wollen. Grausam der Gedanke, so hab ich doch 6 Jahre auf dieses Glück warten müssen.

Nun macht er mich zur glücklichen Mama. Und wenn auch andere anstrengende Tage sind, meistern wir diese nun mit Leichtigkeit.

Fühl dich gedrückt. Du stehst mit diesen Gedanken nicht alleine da. alles Gute euch
LG Annika mit schlafendem Lars 13, 5 Wochen alt

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#winke

Ich denke du hast den Babyblues...deine Hormone sind noch durcheinander.

Zudem ist ein sehr aktives, schreiendes Kind eine enorme Belastung...und noch mehr, wenn man schon ein Kind da ist, das einen braucht.

Mein Großer war ein Schreibaby...8 Monate lang bis zu 18 Std. am Tag hat er gebrüllt.
Es gab Tage da wäre ich am liebsten davongelaufen. Es gab Tage, da habe ich meinen Mann in der Arbeit angerufen und gesagt, dass ich gleich aus dem Fenster springe, wenn er nicht gleich kommt.
Ich hatte aber keine Depression...ich war einfach nur nervlich fertig.
Das änderte sich sofort, als mein Sohn weniger geschrien hat.

Meine Kleine ist jetzt 6 Monate alt...und obwohl sie pflegeleicht ist...wünsche ich mir trotzdem oft, dass sie schon älter wäre...einfach weil ich keine Babymama bin.
Ich gebe es unumwunden zu: Ich finde Babys in erster Linie süß...und dann vor allem anstrengend!

Mit größeren Kindern kann man soviel machen... Babys kannst du in erster Linie rumtragen und bekuscheln, wenn sie das mitmachen (mein Großer wollte nie kuscheln :-().

Ich weiß wie schön es ist ein älteres Kind zu haben, das laufen, reden usw. kann.
Deshalb sehne ich mich danach, dass meine Kleine all das auch kann...damit wir mehr unternehmen können und sie auch Spaß dran hat.

Ich schäme mich auch nicht dafür...denn ich weiß, dass es sehr, sehr vielen Eltern so geht.
Die meisten sagen doch: Ich wünsche mir ein Kind...und nicht ich wünsche mir ein Baby (es gibt auch welche die sich das wünschen).

Sprich doch mal mit deiner Hebamme über deine Gefühle...und lass dir und deinem Kind Zeit...euch auf das neue Leben einzustellen.

Alles Gute und liebe Grüße
Eichkatzerl

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Hallo,

mir geht es genau so wie dir. Bloß beginnt bei mir das ganze morgens und wird besser wenn mein Mann von der Arbeit kommt.

Lg Saja mit Dilara (21 Monate) und Aileen und Ilias (15 Wochen)

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Ich kann dich soooo gut verstehen.

Ich hatte mir damals alles so wunderschön vorgestellt, nach 2 FG endlich das langersehnte Wunschkind. Ich hatte mich lange mit dem Them selbstbestimmte Geburt auseinandergesetzt und wollte unbedingt ins Geburtshaus. Ich war 8 Tage überm Termin, da wurden im CTG plötzlich Herzarrhythmien festgestellt. Aus der tollen natürlichen Geburt wurde dann eine eingeleitete Sauglockengeburt mit Mega-Dammschnitt und 8 Tage Neonatalstation. Ich habe 8 Tage im Sitzen geschlafen, es gab keine Möglichkeit dort als Mutter zu liegen. Meine Naht ist wieder aufgegangen, hat sich entzündet, ich stand kurz vorm Nervenzusammenbruch. Dann dachte ich, zu Hause wird alles besser, aber so war es nicht. Ich war einfach erschöpft und habe alles, was mit diesem kleinen Wesen zu tun hatte, als anstrengend empfunden. Ich fand sie süß, mehr aber auch nicht. Dazu kam dann noch eine ausgeprägte Schlafstörung: Ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Es wurde dann langsam besser, als meine Naht verheilte und sie anfing mit mir zu kommunizieren, also anfing zu lächeln usw. Jetzt ist sie 4 Monate und ich finde sie immer noch anstrengend :D Sie schreit nicht viel, ist aber eine echte Nörgelprinzessin, und Ablegen ist immer noch schwierig. In den KiWa geht sie gar nicht, Nuckel und Flasche verweigert sie total (mal Abpumpen und für ein paar Stündchen verschwinden kann ich vergessen), sie schläft nur bei mir im Bett und ich freue mich auf jeden Tag, den sie älter und selbstständiger wird - ABER ich liebe sie inzwischen über alles und kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Bei dir denke ich aber kommt zum Baby-Blues evtl. noch eine Angststörung hinzu. Panikstattacken, wie du sie beschrieben hattest, hatte ich jahrelang, noch bevor ich auch nur einen Kinderwunsch hatte. Ich konnte die damals schon erfolgreich in einer Therapie bearbeiten, sonst hätten sie mich sicherlich in der schwierigen Zeit nach der Geburt überrollt. Ich empfehle dir, mit deiner Frauenärztin zu reden, ggf. wird diese dich auch an eine Psychologin überweisen.

Noch ein Tipp auf die Schnelle: Gegen Panikattacken hilft, nicht gegen sie anzukämpfen. Denk nicht, oh nein, was ist das, jetzt hab ich wieder dieses Scheißgefühl... Das verschlimmert es! Stehe es einfach durch und sage dir, es wird genau so verschwinden wie es gekommen ist, hatte ich ja jetzt schon paar mal etc. Stell dir vor, es ist eine Welle, die auf dich zurollt, und du gleitest einfach auf ihr, bis sie von dannen rollt. Zumindest mir hilft das immer.

Bitte such dir Hilfe, als dich noch länger unnötig damit herumzuquälen.

LG und alles Gute für dich
Claudia