Baby

16.02.17 - 10:19

Und man kann Babys doch verziehen

So, auch wenn jetzt gleich Steine fliegen, aber ich möchte hier einfach mal meine Erfahrung als "Mehrfachmama" aufschreiben. Warum? Nicht, weil ich irgendwie schlauer bin oder so, sondern weil ich hier so viele Beiträge lese von Mamis, die alles richtig machen wollen und dann irgendwie so an ihre Grenzen kommen. Und weil ich finde, dass man beim zweiten Kind doch irgendwie einen anderen Blick auf das Ganze hat - und wenns nur ist, dass man weiß wie unzufrieden man irgendwann beim ersten war und dass man es nicht mehr soweit kommen lassen kann (u.a. weil man ja noch ein Großes hat). Und wenn ich dann lese: "Manchmal geb ich ohne Grund Fiebersaft, damit sie mal schläft," dann denk ich, dass es zu weit gekommen ist mit den ach so tollen Ratschlägen. Lieber mal ein bisschen früher ansetzen mit - wie sollen wirs nennen - "Erziehung" oder "Regeln". Alles keine passenden Wörter.

Also, doch man kann Babys verziehen. Meine Kleine schlief monatelang abends wunderbar ein, kam einmal nachts und trank und dann schlief sie weiter bis zum Morgen. Im Beistellbett, ohne Körperkontakt ohne alles. Dann fuhren wir in den Campingurlaub, da war sie etwa 6 Monate, und natürlich schlief sie in unserem Bett zwischen uns - ging auch gar nicht anders und störte uns nicht. Sie schlief wunderbar, täglich bis um 9, halb 10 (ok, sie kam um 6 Uhr, aber das war ja verkraftbar). Daheim ging NIX mehr mit dem Bettchen. Sie wachte auf, ich nahm sie hoch - klar, man will ja irgendwie seine Ruhe. Hab sie dann Abende lang einfach auf meinem Bauch liegen lassen, weil sie da so schön schlief. Nur irgendwann war ich an der Grenze, weil ich keine Minute mehr ohne sie hatte - und wenn ich grad die Wäsche machen wollte. Gut, da hab ich beschlossen, es muss jetzt wieder anders werden. Und so hab ich sie zum Einschlafen ins Bett gelegt, mich daneben, sie kann mich berühren, in meinen Haaren drehen, etc. Wenn sie schläft, geh ich raus, dann wacht sie nach ner halben Stunde oder so wieder auf, ich rein, aber ich nehm sie nicht mehr hoch, sondern streichle sie, leg mich dazu, sie schläft wieder ein. Natürlich, wenn sie brüllen würde, würde ich sie nehmen - ich halte NIX vom Schreienlassen, nur so viel dazu. Mittlerweile sind wir soweit, dass sie 2x abends nochmal kurz aufwacht, den Schnuller und eine kurze Streicheleinheit braucht und dann schläft sie meist bis 3 Uhr. Danach kann sie zwischen uns, nachts möchte ich so schnell wie möglich schlafen. Aber abends möchte und muss ich einfach mal 2-3 Stunden meine Ruhe haben. Der Tagschlaf ist bei ihr entweder nur sehr kurz oder sie schläft im fahrenden Kinderwagen, Tragetuch oder auf dem Arm, also auch keine Pause für mich - außer sie schläft bei Uroma auf dem Arm. Ein Segen!

Gleiches Beispiel hinlegen. Sie spielte wunderbar auf dem Boden, konnte schon fast krabbeln, drehte sich freudig rundum, alles prima. Dann kam eine fette Erkältung, liegen war schlecht, weil sie kaum Luft bekam. Also trug ich sie, sie durfte viel in Wippe und Hochstuhl, na klar. Jetzt ist sie wieder gesund und wenn ich sie hinlege, egal ob wickeln, Boden, Krabbeldecke wird erstmal gekreischt. Erster Reflex: Hochnehmen. Hab ich Depp tatsächlich auch wieder so gemacht. Und natürlich wurde es immer schlimmer. Jetzt mach ich es lieber so: Ich geh auch kurz runter, geb ihr ein paar Tupperdosen, versteck darin ihre Rasseln und bleib kurz bei ihr bis sie anfängt zu spielen, dann kann ich aufstehen und Tisch abräumen, Zeitung lesen, aufs Klo gehen, duschen (da liegt sie im Bad), ...

Vielleicht ist das mit dem "nicht verziehen" auch ganz anders gemeint. Ich bin absolut dagegen, Kinder jeden Alters weinen zu lassen. Und mir ist auch klar, dass sie viel Körperkontakt brauchen und den bekommen meine beiden Kinder auch, aber ich finde es genauso wichtig, seine eigenen Bedürfnisse nicht komplett hintan zu stellen, bis man dann irgendwann gar nicht mehr kann und so Späße treibt wie Fiebersaft oder was weiß ich noch was.

21 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

16.02.17 - 10:34

Hallo! Wer sagt denn das zB. Die schlafsituation nicht auch ohne euren Campingurlaub gekommen wäre?!
Al so sehr erfahrene "mehrfachmama" müsstest doch gerade du am besten wissen das sich immer alles von heut auf morgen ändern kann...
Ich verstehe nicht ganz worauf du hinaus möchtest?

16.02.17 - 10:35

Hallo!

Du nennst das "verziehen" und ich nenne es eher Liebe wollen.
Es ist doch so: warum gewöhnen sich Kinder an Nähe? Warum fordert deine Tochter die Nähe ein, jetzt wo sie auf den Geschmack gekommen ist? Weil sie es LIEBT!!!
Es ist toll! Es gibt ihr so viel Sicherheit und ein wohliges Gefühl so nah an Mama und Papa zu schlafen.

Zu dem Rest: es ist ein Irrglaube, dass Kinder immer gleich drauf sind und nur weil sie sich mal 4 Wochen toll allein beschäftigen bedeutet das nicht automatisch dass sie dies für den Rest ihres Lebens tun und du nun etwas falsch gemacht hättest.

Jedes Quengeln hat einen Grund und es ist deine Aufgabe den herauszufinden. Sicher muss man nicht immer auf den Arm nehmen aber man sollte es auch nicht ignorieren und weggehen?!
Oh man dein Post macht mich traurig. Die Art wie du Kinder siehst und einschätzt ist meiner Meinung nach unfair und wenig empathisch.

Alles Liebe.

16.02.17 - 10:36

Schön geschrieben ;-) ich würde zwar sagen man kann Babys nicht verziehen....aber man kann sie an Dinge gewöhnen. Ist wahrscheinlich das gleiche nur etwas netter ausgedrückt. Diese liebgewonnenen Dinge wollen sie natürlich nicht mehr aufgeben. Genau aus dem Grund gab es bei uns sehr bald kein tragen/wiegen/stillen in den Schlaf. Das wäre nichts was für uns auf Dauer tragbar wäre.

Klar ich hab monatelang getragen weil sie sonst gebrüllt hat von Geburt an und wir schlafen im Familienbett (zumindest manchmal noch) weil ich ausschlafen will und es so kann ;-) Aber es gibt genug Dinge die ich lockerer sehe...wenn sie noch 1,5 Stunden abends im Bett brabbelt und kurz meckert (nicht weint!) lass ich sie machen...warum sollte ich daneben sitzen zB.

So im großen und ganzen ist sie fröhlich, aufgeschlossen und beschäftigt sich gut alleine, bleibt mal in ihrem Zimmer - die Wut- und trotzattacken die jetzt kommen sind wohl normal #rofl also so falsch war es wohl nicht und bei der kleinen Schwester wollen wir es wieder so machen.

16.02.17 - 10:40

Hallo
Ich bin ähnlich eingestellt wie du und habe auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht, aktuell als ich meiner 8 Monate alten Tochter mit 6,5 Monaten etwas aus meiner vermeintlichen Bequemlichkeit "beigebracht"habe. Daraus wurde extrem schnell Gewonheit obwohl es auch anders ging. Für mich konnte es so nicht weiter gehen und ich habe langsam auf andere Möglichkeiten umgelenkt und siehe da, es klappt für sie nicht besser oder schlechter.
Ich finde es auch erschreckend wenn sich wegen etwas total fertig gemacht wird und weil es halt ein Baby ist nicht überlegt wird ob es andere Lösungen gibt. Damit meine auch ich keinesfalls schreien lassen, aber dein Beispiel mit dem Spielen ist zB. genau was ich meine.

LG

16.02.17 - 10:40

Hallo,

so wie du haben wir das auch handgehabt. Jedoch verstehe ich nicht, was dein vorheriges Verhalten mit „verziehen" zu tun haben sollte?

Wie definierst du denn „verziehen“?

Das ist sicherlich für jede Mutter und für jedes Kind etwas anderes. Manche Kinder benötigen keinen großen Körperkontakt. Die Tochter meiner Freundin wollte noch nie bei ihnen schlafen und kuschelt bis heute nicht. Der Sohn einer anderen Freundin dagegen, hat oft Albträume und braucht seit er auf der Welt ist ganz viel Körperkontakt… Den gibt sie ihm auch und dennoch ist ihr Sohn nicht "verzogen", nur weil die Mama ihn jeden Abend in den Schlaf begleitet.

Meiner Meinung nach ist es nur wichtig, dass man einen Weg findet, der für Mutter (Vater) und Kind gut bzw. annehmbar ist. Und Fiebersaft zu verabreichen, nur damit das Kind schläft, finde ich absolut verantwortungslos… Das hat für mich schon nichts mit „verziehen“ zu tun.

Und Kinder gewöhnen sich an gewisse Rituale… Nur sind wir Menschen einfach Gewohnheitstiere und kommen mit Veränderungen erstmal nicht so gut zurecht ;-) Deswegen stößt jede Veränderung erstmal auf Widerstand.

Das man sich als Mutter nicht aus den Augen verlieren sollte und seine eigenen Bedürfnisse hintenan stellen sollte, da bin ich ganz bei dir. Mein Motto ist: Glückliche Mama, glückliches Kind ;-)

16.02.17 - 10:47

Hallo!

Finde deinen Text auch sehr gut. Und ja man muss auch an seine eigenen Bedürfnisse denken. Ich geb auch ehrlich zu, wenn ich wirklich dringend aufs Klo muss und mein Kleiner schreit, dann lass ich ihn auch für die Zeit schreien. Es wäre für mich unvorstellbar, mein Kind mit aufs Klo zu nehmen. Irgendwo muss man auch mal einen Punkt setzen. Früher, als es normal war, dass Mütter 5 oder 6 Kinder hatten, konnten die auch nicht gleich bei jedem Pieps springen. Und was ist daraus geworden? Unsere Großeltern sind auch groß und selbstständig geworden. Natürlich brauch ein Kind Nähe, die gebe ich ihm auch sofort und brüllen lasse ich ihn schon gar nicht. Aber ich stelle jetzt schon fest, er ist 4 Monate, dass er gerne mal motzt, wenn ihm etwas nicht passt. Ab und zu, wenn er abends ins eigene Bett soll meckert er, aber er brüllt nicht. Ich lasse ihn auch meckern. Es geht eh nach 1 Minute wieder vorbei und dann schläft er....

16.02.17 - 10:47

Hallo,

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man als Mama auch mal egoistisch sein darf.

Mein Sohn hat auch allein gespielt etc.... und er hat zeitig in seinem
Zimmer geschlafen, weil sonst gar nicht an Schlaf für uns 3 zu denken war!

Man muss es den Kindern nur schmackhaft machen ;)

Lg costa

16.02.17 - 10:52

Ich bin auch "mehrfach Mama" (wenn man das mit 2 Kindern so sagen kann :-D) und meine Erfahrung sind anders, weil auch die Kinder anders sind.

Unsere Tochter hat auch auf unseren Bäuchen und zwischen uns geschlafen, das Beistellbett hat sie gehasst! Trotzdem ist sie von alleine mit 19 Wochen in ihr Zimmer gezogen (sie hat zwischen uns nur noch geweint).

Ich habe mein Kind immer getragen und hoch genommen. Mit knapp 1 Jahr wollte sie nicht mehr in die Trage, auch wenn ich das gerne wollte..

Bei uns gab es nie etwas im die Kinder ruhig zu stellen. Bei Zahnen hab es mal Viburcol Zäpfchen (rein homöopathischen) um es etwas zu erleichtern.

Ich denke es gibt zwei Denkweisen in der Erziehung. Einmal die, dass man Babys wirklich etwas "angewöhnen" kann und die, dass man Babys nicht verwöhnen kann. Ich persönlich finde, dass jeder es so machen soll, wie er sich damit am Besten fühlt, denn eine zufriedene Mama ist die halbe Miete. Unsere Große hat auch viel im Tuch geschlafen, dann habe ich mich einfach mit Tuch ins Bett gelegt ;-) war auch nicht schlimm.

16.02.17 - 12:07

Es gibt immer mal Zeiten, wo sich das Schlafverhalten und auch das Beschäftigungsverhalten der Kinder ändert... Ich würde jetzt nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass es bei eurer Tochter in beiden Fällen nicht vielleicht eine allgemeine Veränderung ihrer bisherigen Gewohnheiten war...

Trotzdem glaube ich natürlich, dass man Kindern gewisse Verhaltensweisen antrainieren kann... Ab einem gewissen Alter, versteht sich... Denn ich finde nicht, dass man durch das Eingehen auf die Bedürfnisse eines Säuglings schon Einfluss auf spätere Verhaltensweisen nimmt... Und Nähe ist nun mal ein Grundbedürfnis des Menschen...

Allerdings würde ich das nicht verziehen nennen... Das ist in meinen Augen eine ganz andere Geschichte als Verhaltensweisen anzutrainieren...

Auch ich bin Mehrfachmama, unsere Lütte ist unsere Nummer 3... Und wir haben es bei den beiden Großen schon so gehändelt, dass sie Einschlafbegleitung nach ihren individuellen Bedürfnissen bekamen, auf den Arm genommen wurden, wenn sie hoch wollten, getragen wurden, wenn sie es wollten und sie die Nähe bekommen haben, die sie einforderten... Dadurch sind weder wir noch unsere Bedürfnisse zu kurz gekommen, aber unseren Kindern hat es gut getan... Auch heute wird noch gekuschelt, wenn das Bedürfnis da ist... Ich finde trotzdem nicht, dass unsere Kinder übermäßig verwöhnt oder gar verzogen sind, im Gegenteil wissen sie aber, wir sind für sie da, wenn sie uns brauchen, egal wann, egal wo, egal bei was... Sie haben ein tiefes Vertrauen in uns als Eltern und das finde ich gut... Mit unserer Lütten werden wir es also genauso handhaben...

LG

16.02.17 - 12:20

Hallo! Das ist eben in unserer Gesellschaft die vorherrschende Meinung dass man Babies verwöhnen oder verziehen kann. Dazu habe ich ein sehr gutes Interview

http://www.zeit.de/2014/04/kinderbetreuung-krippen-qualitaet-karl-heinz-brisch

Die Kinder werden alle groß und machen sich gut im Leben dennoch stimmt es mich manchmal traurig dass Babies Bedürfnisse immer nur als Belastung gesehen werden. Lg

16.02.17 - 12:28

Sehr gut geschrieben!
Für mich sind die ganzen tollen Tipps der anderen Mütter immer anwendbar wenn man ein Kind hat. Ich habe 3 Kinder hier und bin 18 Stunden am Tag im Einsatz. Da sieht man vieles anders.

16.02.17 - 14:36

Guter Text :-)
Gut wäre jetzt noch ein Kommentar von sannimausi

16.02.17 - 14:43

Du hast nicht unrecht mit deinem Posting man kann sehr schnell etwas angewöhnen . Babys sind nicht blöd und super konditionierbar . Allerdings kannst du mit zwei Kindern trotzdem nicht aus viel Erfahrung sprechen ein bisschen ist es auch Charactersache es gibt einfache aber es gibt auch schwierige Babys . Kleiner Hinweis einer erfahrenen XXL Familienmama du konditionierst du dein zweites Kind übrigens gerade wieder, nur anders ;-)

16.02.17 - 15:28

Ich glaube verwöhnen ist ein falsches Wort den verwöhnt werden möchte doch jeder und was ist schlimm daran?
Möchtest du nicht von deinem Mann verwöhnt werden? Ab und zu ein leckeres essen in den arm genommen werden ohne ständig danach "betteln" zu müssen das ist doch schön. Den nix anderes tut das Baby ja wenn es weint es bittet dich um etwas. Sei es Hunger, neue Windel oder Nähe ein Baby weint nicht ohne Grund. Und der Grund kann genauso der sein das es sagen will:"wieso muss ich hier jetzt liegen du hast mich doch die letzten Tage getragen das War schön."
Wie du und wie die meisten hier finde ich das man auch bei Babys anfangen muss Sachen zu trainieren (natürlich nicht mit einem 3 Wochen alten Baby) aber wir haben zb ab etwa 3 Monaten angefangen ihr Sachen langsam und behutsam nahe zu bringen/beizubringen. Das hinlegen zb natürlich möchten Babys auf dem Arm sein ist ja auch okay und dann muss man halt langsam anfangen kurz hinlegen wieder hoch nehmen usw die Phasen des "alleine" liegens verlängern. Ich bin zb auch nicht erst zu ihr hin wenn sie geweint hat. Ich hab sie hingelegt kurz drauf wieder hoch genommen rum getragen wieder hingelegt kurz drauf wieder hoch genommen usw sie hat weder anfangen müssen zu meckern noch zu weinen wieso soll man darauf den warten? Wieso nicht dem Baby/Kind zeigen das man da ist ohne das es erstmal meckern muss. Die Phasen habe ich dann langsam verlängert. Im Moment spielt sie wunderbar alleine. Vielleicht ändert sich das noch vielleicht nicht. Ich denke man muss sich da einfach am Kind orientieren das hat meiner Meinung nach nix mit verwöhnen zu tun bzw was du eher meinst ist doch verziehen. Etwas machen weil es für einen selbst halt einfacher ist. Zb lese ich ganz oft als sie krank War durfte sie zu uns ins Bett...warum? Weil ich keine Lust hatte jede Stunde aufzustehen und zu ihr zu gehen. Also wurde das zum besten von Mutter und Vater gemacht nicht weil das Kind es wollte. Unsere war auch krank. Sie blieb in ihrem Bett. Wurde hoch gelagert alles was der Arzt gesagt hat wurde umgesetzt sie bekam Nasen tropfen für die Nacht das Klima wurde etwas kühler gehalten usw usw aber wir haben nicht bei ihr geschlafen. Wacht sie jede Stunde auf? Ja. Passiert. Dann muss ich halt aufstehen und zu ihr gehen. Ist es anstrengend und Schlafraubend? Natürlich. Aber diese Nächte kommen vor egal ob das Baby gesund ist oder krank da muss man halt dann durch. Dann gibt's auch wieder Nächte wo sie nur einmal zum trinken wach wird und weiter schläft. Es ist natürlich einfacher das Kind neben sich zu legen und man kann länger schlafen aber dann zu erwarten das das Kind dann von heute auf morgen einfach wieder alleine schläft nur weil man selbst keine Lust mehr darauf hat oder weil irgendwer sagt dass das Kind alleine schlafen muss ist Hirnrissig. Es geht halt nicht "mal so mal so" Babys brauchen einen Rhythmus und wenn dieser darin besteht das sich Mama mit ins Bett legt dann wird das so bleiben müssen bzw dann muss man es laaangsam wieder ändern nicht heute so morgen so. Unsere schläft wie gesagt seit dem sie 3 Monate ist alleine und das haben wir langsam eingeführt sie hat nie geweint oder gemeckert sondern wurde langsam herangeführt und der zu Bett geh Rhythmus wurde eingeführt und wird nun gefestigt. Die gleichen Handgriffe das gleiche Licht die selben Worte usw. Um 18.40 gehen wir rüber wird umgezogen gekuschelt bekommt ihre letzte Flasche und um 19Uhr schläft sie ohne das ich stundenlang daneben sitzen muss. Ich möchte mich weit aus dem Fenster lehnen und sagen das wird auch so bleiben und wenn ich tausendmal rein muss und nochmal kuscheln bevor sie dann doch schläft dann muss ich das tun. Aber sie jedes mal mit ins Bett nehmen weil es dann für mich einfacher ist das werde ich nicht tun und dann muss ich auch nicht wieder etwas weg trainieren was ich selbst antrainiert habe. Meine weint zb nie außer sie hat schmerzen. Aber sonst sehe ich ihre Bedürfnisse weil sie diese zeigt Hunger müde Nähe wird dann befriedigt bevor sie meckern oder weinen muss.

16.02.17 - 15:38

Traurig, dass ein so kaltschnäuziger Text auch noch "Hilfreich"--Sterne bekommt.

16.02.17 - 19:18

Hallo,

ich frage mich dann immer: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Ist es "normal" und (Achtung! Das böse Wort, das einige User hier gleich in eine bestimmte Ecke schieben werden) NATÜRLICH, dass ein Baby gerne alleine in seinem Bett schläft!? Oder schlafen nicht viele Babys einfach gerne bei ihren Eltern, weil sie ein Grundbedürfnis nach Nähe, Schutz, Liebe und Geborgenheit haben?

Naja, wie auch immer, ihr werdet als Familie das für euch Passende leben.
Mein Mann und ich verwöhnen und verziehen unsere Kinder von Herzen gerne. Ist mir nämlich ganz egal, wie man es definieren mag, ihre Bedürfnisse werden erfüllt. Auch wenn wir zurück stecken müssen, denn dieser Zeitraum ist wirklich absehbar. Mein Sohn ist jetzt fast 10 Monate und ich merke, dass es mit meiner Freizeit ganz langsam bergauf geht.
Vielleicht gewöhnen wir Ihnen etwas an, vielleicht nicht. Das spielt für uns gar keine Rolle. Sie sollen glücklich sein und diese kurze Zeit dürfen sie im Mittelpunkt unserer Welt stehen. Wann werden sie denn jemals wieder in dieser Position sein?

Ich finde deinen Beitrag allerdings sehr, sehr subjektiv und auch ziemlich einfach gestrickt. Wirklich aus Erfahrung sprechen kannst du nicht. Der Zeitraum in dem du dich den Bedürfnissen deiner Tochter untergeordnet hast, war ja jetzt nicht besonders lang!? Und als erfahrene Zweifachmama weißt du ja, dass eure Familie und deine Kinder nicht das Maß aller Dinge sind.

LG

16.02.17 - 21:08

Ich würde deinen Post so nicht unterschreiben. Das erste was mir dazu einfällt ist unser Sommerurlaub, wo mir von vorn herein klar war dass es die Kleine durcheinander bringen wird, weil im Urlaub einfach alles anders ist. Auch klar, dass es nach dem Urlaub Zuhause wieder eine Umstellung ist. Das hat für mich nichts mit Erziehung oder verwöhnen zu tun, es ist einfach logisch. Ganz ehrlich, wir haben drei Kinder und sind immer zu 100% aufs ihre Bedürfnisse eingegangen. Mit dem passenden Partner findet man trotzdem Zeit für Sport, Lesen, was auch immer. Meine Kinder haben alle bei mir geschlafen und wurden wenn es nach dir ginge vermutlich verwöhnt. Das Ergebnis ist jetzt ein Zusammenleben mit den dreien, was einfach nur harmonisch ist, weil wir wissen dass wir uns auf einander verlassen können. Ein Baby ist ein Vollzeit Job, grade im ersten Jahr. Und wenn man das nicht dafür opfern kann, dann weiß ich es auch nicht. Wir sind immer alles ohne Druck angegangen und unsere sind alle von allein in ihre Betten umgezogen, vermutlich weil sie wussten dass sie im Notfall kommen können. Genauso beim Bespaßen am Tag. Wenn ich grade nicht spielen will dann beziehe ich eben mein Kind in das ein, was ich machen möchte oder muss. Ich hab heute unser Haus geschrubbt und meine, nächste Woche 1 Jährige hat fleißig mit gemacht. Ich finds einfach nur genial wenn man mal weg kommt von diesen ganzen Vorstellungen was wann bei so Kleinen passieren muss. Genieß doch einfach die Zeit mit ihnen, es geht so schnell mit der Selbstständigkeit. Meine 10 Jährige hat heute morgen noch gesagt "Mama, wir sehen uns ja eigentlich kaum. Morgens bin ich in der Schule und Nachmittags spiele ich mit Freunden". Recht hat sie.

16.02.17 - 22:51

Hallo, ich würde es nicht verziehen nennen sondern gewohnheit. Sie gewöhnen sich so schnell an etwas, vorallem an etwas was sie angenehm und schön finden

16.02.17 - 23:21

Hallo
Ich schließe mich an, ich denke es ist ab einem gewissen Alter durchaus möglich Babys an Gewohnheiten ran zu führen.
Und natürlich ist dann auch einiges Hausgemacht, zB. Thema Familienbett. Das Baby kennt es ausschließlich auf/direkt an der Mutter zu schlafen. Mutter fühlt sich nicht mehr wohl damit, macht aber weiter. An einem Punkt reicht es ihr doch und sie legt das Kind in sein Bett und geht raus. Kind brüllt sofort los und die Mutter sagt "Geht nicht". SO geht das natürlich auch nicht.
Von heute auf morgen und völlig alleine kann so ein Kind es doch nicht lernen...

GLG

16.02.17 - 23:28

Ich war auch letztens ganz entsetzt... wo wir in den Nachrichten gesehen haben das immer mehr Eltern babys und Kleinkindern schlafmittel geben. Manches is schlichtweg vermeidbar. Zb hab ich seit n paar Tagen den abendschlaf eingestellt. Normal hat er gegen 17/18 uhr ne Stunde gepennt... war allerdings vor 22 Uhr nicht kaputt zu bekommen. Jetzt lass ich ihn bewusst übermüden und Fang gegen 20 uhr frühestens an, ihn in die babytrage zu stecken. Binnen 10 Minuten pennt er und wird bis ich ins Bett geh einmal wach zum stillen, schläft aber direkt weiter. Sozusagen hat er jetzt nur noch eine schlafphase zwischen 12 und 13 Uhr für 1-2 stunden.

Verziehen bezieht sich aber für mich auf die Abnahme, welche oft übertrieben dargestellt wird. Wenn man Zb ein Baby im Elternbett schlafen lässt wird es da nie raus wachsen und ein eigenes bett akzeptieren. Doch tut es. Meiner von mal zu mal immer mehr. Anfangs konnte ich ihn gar nicht ablegen... mittlerweile schläft er den Großteil der nacht im eigenen bett neben mir. Man muss lediglich merken wenn das Kind den nächsten Entwicklungsschritt macht und das dann zulassen. Wenn ich dann aus Gewohnheit das alte beibehalte, dann wird es wirklich schwierig. Mit dem neben dran stehen... haha du scheinst ein entspanntes Kind zu haben meiner kennt nur alleine sein wollen oder die Nabelschnur wieder antackern wollen. Sprich benötigt er meine Nähe fordert er sie sofort schreiend ein... vor allem wenn er müde is. Der hat wie sein Vater die Geduld von nem hb männchen.

Ich würde allerdings immer empfehlen ein Kind erst ins Bett zu legen vor allem als Baby wenn es Anzeichen von Müdigkeit zeigt. Sonst is es echt nervenaufreibend n hellwaches baby dazu zu bringen zu schlafen weil die Eltern gerne n bisschen zeit für sich hätten. Dafür gibt's Omas die das Kind am Wochenende spazieren führen können damit man zeit für sich hat... ansonsten is es zu viel verlangt von einem baby. Denn ein Baby oder Kleinkind is kein kleiner erwachsener... sie besitzen keine Fähigkeit für rationales denken oder zeitempfinden und ja teilweise fehlt ihnen sogar die Fähigkeit für komplexe Empathie. Schlicht weil sie geistig nicht in der Lage sind zu verstehen... deswegen sagt man von geistig behinderten (blöder vergleich aber hab jahrelang in so einer Werkstatt gearbeitet) das sie auf dem Stand von Kleinkindern sind. Erziehung muss mit dem alter des Kindes wachsen. Denn ich kann von einem baby nicht das erwarten wie von einem Grundschüler und von diesem nicht die geistige reife eines Erwachsenen. ;-)

18.02.17 - 11:58

Hallo!

Nach unserem ersten Kind , hätte ich dir wahrscheinlich auch widersprochen. Jetzt haben wir Zwillinge bekommen, die jetzt 6 Monate alt sind und ich gebe dir recht.

Mein Mann ist häufig beruflich für 36 Stunden im Dienst. Ich mit den dreien Zuhause. Und gerade bei Zwillingen, müssen die einfach lernen zu warten. Es geht nicht anders. Und ich nehme auch sicher nicht drei Kinder mit zur Toilette. Wenn ich etwas esse, kann ich maximal ein Kind am Arm haben. Wenn ich einen wickel, müssen die anderen Geduld haben .

Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass wir unseren großen verwöhnt haben. Die zwillinge haben schnell gelernt, dass ich komme, aber nicht sofort. Zumindest nicht immer. Außerdem darf man auch als Mutter mal seine Grundbedürfnisse erfüllen (außer Schlaf).ja auch ich muss zur Toilette, habe Hunger und Durst und gehe duschen. Unser großer ist jetzt selbstständiger geworden und ich merke, dass die zwillinge nicht so viel quengeln wie er als baby. Nähe Bedürfniss wird natürlich erfüllt, wenn es gerade geht. Wenn wir aber gerade hektisch zum Kindergarten aufbrechen, muss auch das warten. Ich kann schließlich nur einen tragen. Ich habe trotzdem ein gutes Verhältnis zu allen Kindern. Schreien lassen versuche ich zu vermeiden, allerdings ist es unmöglich , das komplett zu vermeiden. Ich glaube, das geht vielen Eltern mit mehrlingen ähnlich gerade, wenn es noch Geschwister dazu gibt. Und ich glaube auch nicht, dass alle mehrlinge mit Geschwistern emotional verkorkst sind. Lg

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