Still-Frust :-(

Hallo ihr Lieben,

ich war recht aktiv im Schwangeren-Forum, hier aber noch nicht... keine Zeit gehabt...

Jetzt ist mein zweiter Sohn schon fast 3 Monate und ich bin total gefrustet...

Anfangs war er das bravste Baby überhaupt, ich musste ihn wecken, damit er genug trinkt, dazwischen hat er geschlafen...

Inzwischen stille ich andauernd, seine Schlafphasen werden immer kürzer, am Tag schläft er nur nach viel schunkeln im Kinderwagen und nur manchmal schläft er mal 1-2h ohne andauerndes nachschunkeln. Er hat im zweiten Monat von 19 bis 23, manchmal sogar 1 geschlafen, jetzt ist 19 bis 22:30 das Maximum und das auch nur nach viel Theater im Kinderwagen und man muss dauernd wieder Schunkeln, sonst wacht er auf...
Nachts ist dann kaum mehr als eine Stunde zwischen dem Ende der letzten Stillrunde und dem Beginn der Nächsten. Heut Nacht war er dann zwischen 3 und halb 5 einfach mal richtig schön wach...

Es ist ja nix ungewöhnliches mit dem Dauertstillen, aber man liest "nach Ende des dritten Monats wird's leichter..." von wegen, es nervt mich alles jeden Tag mehr... ich stille immer öfter...

Und dann das Stillen selbst. Ich hasse es. :-( 2-3 Monate war es super schmerzhaft, jetzt geht es, aber angenehm ist es nicht. Nachts klappt's meist gut, ich lege ihn an, er trinkt so 10 Minuten und schläft wieder (er trinkt nur selten länger, bei mir schießt die Milch wortwörtlich raus...)

Aber am Tag könnte ich kotzen... er wurschtelt und drückt und reisst rum, dann drückt er umständlich die Windel voll, fängt an zu jammern, keine Ahnung wieso, manchmal weil bei mir die sch... Milch nur so rumspritzt und er das nicht trinken kann... Kaum 3 Minuten am Stück trinkt er und so dauert jede Mahlzeit ewig, die Brustwarzen tun weh und ich krieg die Krise...

Abends ist sowieso Schreiphase, da gibt's dann ne Flasche von Papa und ich flüchte und kann mich einmal am Tag um meinen Großen kümmern, den ich völlig vernachlässige zwischen Stillen und Schunkeln.

Dazu kommt, dass er ununterbrochen Luft schluckt... ich versuche alles beim Stillen, dass es nicht passiert, aber er schluckt dauernd Luft, es gluckert dann richtig und nicht immer geht es wieder raus, aber so oder so, ist Stuhlgang immer ein gedrücke und gepupse...

Bin so gefrustet, stillen soll doch so toll sein und jetzt ist es so anstrengend und einfach nervig... :-(
Klar mag ich nachts nicht los müssen, um ein Fläschchen zu machen, aber ich mag das Stillen einfach nicht. Und ihn scheint es auch nicht zu entspannen oder so... dieses glücklich kuschelnde Kind an der Brust gibt's hier jedenfalls nicht...

Achso, ich höre nicht auf, weil er nicht ganz gesund ist und ich ihm so viel Abwehr wie möglich geben will. Saugverwirrung ist es nicht, er trinkt nachts ja gut und ruhig, Schnulli hat er nicht.

Ich wollte nach 3 Monaten aufhören, aber ich hab ein schlechtes Gewissen und hangle mich erstmal weiter durch. :-/

Weiß auch nicht, was ich jetzt hören wil, Danke für's Lesen, ich musste mich mal Jemandem mitteilen, glaube ich. 💙

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Ach herje. Fühl dich mal gedrückt ❤

Mir kommt das teilweise bekannt vor. Mein jüngster ist vier Monate und hatte, bis vor kurzem, auch arge Probleme mit der Luft. Ich habe bei jeder Mahlzeit, Bäuerchenpausen eingelegt, und selbst Anis Fenchel Kümmel Tee getrunken. Das hat es ihm etwas erleichtert. Wenn ein Bäuerchen zu wenig gemacht wurde, hat er sehr viel wieder ausgespuckt. Es hat für mich Ewigkeiten gedauert, bis wir einen guten weg gefunden haben.

Aber zwing dich selbst zu nichts! Das baut, wie du merkst viel Frust auf. Und davon hat niemand was. Flasche mit Mumi oder Pulvermilch zu geben ist keine schande. Ich möchte dir gewiss das stillen nicht ausreden. Also bitte nicht falsch verstehen ❤

Hast du schonmal versucht deinen kleinen zu tragen, im Tuch zb? Damit hab ich meine Kids alle in den Schlaf bekommen und konnte nebenbei andere Dinge erledigen :) auf einem Gymnastikball zu "hüpfen" hat auch gut geholfen. Schau was du entspanndes mit einbauen kannst, abends zb das Kind baden, Massagen, streicheln, ein bisschen was singen. Einige Kinder mögen zb bestimmte Geräusche ( Staubsauger, Föhn usw)

LG

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Danke für die liebe Antwort. Ich halte erstmal noch durch, weil mein Kleiner eine Fehlbildung der Harnwege hat und keine Infekte kriegen darf. Aber die Flasche und damit Pause am Abend gönne ich mir.

Mein Großer war ein klassisches Schreikind. Stillen hat nicht geklappt (Blutig-wund und dann im Krankenhaus mit uA Mastitis), aber mit Flasche hatten wir einen genau geregelten Alltag, trinken, spielen, Tragetuch, repeat... dann ging's mim Plerren...
Jetzt war ich froh, dass Nr 2 im Wagen geschlafen hat und ich somit nicht ununterbrochen an ihn gekettet war. Aber wahrscheinlich muss ich es wieder mit dem Tuch versuchen, soll ja auch mit der Luft helfen. Tee trinken ginge auch, ich mag den nur so gar nicht. ;-)

Vielleicht ist es wirklich ein Entwicklungsschub und bald wird's besser... ich hoffe es.

Danke nochmal 😊

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Hast du es denn mal mit Stillhütchen probiert sende deine Brustwarzen so weh tun?

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Ja, nimmt er nicht. Sie sind auch nicht mehr so richtig wund, aber es schmerzt, wenn er immer so wurschtelt beim Stillen...

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Werden deine brustwarzen weiß von dem gewurschtel und Gezerre?

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Huhu :)
Den Stillfrust kenn ich auch noch im Alter zwischen 3-4 Monate war er da. Da hatte er nen ordentlichen Wachstumsschub.
Da war das Stillen so schlimm das ich eine total wunde Brustwarze hatte. Aber gegen Ende von der 15./16. Woche war es wieder vorbei und mein Kleiner Sonnenschein war wieder da. Mittlerweile ist er 6,5 Monate alt, ich stille immernoch und finde es wieder angenehm auch wenn ich langsam dabei bin abzustillen weil wir die Mahlzeiten ersetzen.

LG
Xenia mit Lio

PS: Halte durch :3

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💙 du machst mir Hoffnung/Mut

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So sollte es sein 💕

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Du Arme...Bei uns war es am Anfang auch oft sehr schwierig.
Auch ich hatte total viel Milch, dass es nur so schoss!
Bei uns hat geholfen, wenn ich vor dem Stillen schon etwas abgepumt habe. Da ist es ihr nicht direkt in den Rachen geschossen und sie konnte ruhiger trinken.

Das es nachts besser klappte hatten wir auch, da fehlen ja auch alle äußerlichen Einflüsse.
Habe manche Tage einfach im Bett gestillt.
Klappte mal mehr mal weniger gut...

Jetzt ist Maus 23Wochen und es klappt prima... Mittlerweile sind wir ein StillTeam.

Auch ich war oft an meiner Grenze und habe oft an Abstillen gedacht... Aber dann kam das schlechte Gewissen und ich habe durchgehalten.

Wenn es dich aber so stresst, dann höre auf. Ist keinesfalls schlimm! Babys werden auch mit Flasche groß und deinem Wurm nutzt auch eine genervte Mama nix.

Wie du dich auch entscheidest, du tust bestimmt das richtige. Alleine bist du mit diesem "Problem" sicher nicht!
Fühl dich gedrückt!

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Gegen das spritzen hilft irgendwie nix, es ist immer wieder unterm Stillen so. Ich drück dann was raus, dann trinkt er wieder, dann spritzt es wieder. Ich will für seine Gesundheit durchhalten, momentan nervt es halt tierisch...

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Ich kann das alles so sehr nachempfinden..
mein kleiner ist zwar erst 6 Wochen alt, aber mir geht es ähnlich. Das stillen ist bei uns ein ständiger Kampf. Der kleine hat Dauer-Hunger und hängt tagsüber fast nur an meiner Brust, teilweise solange, dass die Milch im hohen Bogen wieder raus kommt während er noch angedockt ist. Ihn vorher zu trennen um ein Bäuerchen zu machen bringt hier ein Geschrei wie bei mord und totschlag.
Er trinkt ebenfalls sehr hastig sodass meist alles in hohem Bogen wieder raus kommt, was dazu führt das er wieder Hunger hat. Für mich ein Teufelskreis. Meine Brustwarzen waren nun so entzündet und haben geblutet sodass er die Rechte Brust kaum mehr nehmen wollte.
Ich habe nun für mich entschieden dem ganzen bis Ende Februar eine Chance zu geben und wenn wir dann keinen Weg gefunden haben mit dem wir beide gut klar Kommen werde ich es wohl aufgeben.

Ich verstehe dich sehr gut und ziehe den Hut davor das du es weiter versuchst. Es geht echt an die Substanz und ich kann auch nicht nachvollziehen wie man stillen als die Erfüllung bezeichnen kann, denn für mich war es bisher nichts mehr als stressig.

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Dir geht's wie mir. 3 Monate hab ich mir vorgenommen durchzuhalten. Jetzt sind sie am Dienstag rum und ich bringe es nicht über's Herz... Flasche ist auch anstrengend, ich hatte das mit meinem ersten Sohn. Bis man die immer zubereitet hat... oh man, aber man kann halt mal weg/raus aus der Verantwortung...

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Hallo,
ach ich kann dich irgendwo verstehen. Bei meinem großen musste ich ab Woche 4 zufüttern und hab mich trotzdem durchgekämpft bis er 6 Monate war obwohl ich es wirklich gehaßt habe...er hat mit 3 Monaten die ersten Zähne bekommen und mich ständig gebissen bis ich dann wirklich von heute auf morgen nicht mehr gestillt habe.
Ich muss sagen die Beziehung zu meinem Sohn wurde erst dann besser und ich würde nicht nochmal solang etwas tun was mir nicht gefällt nur weil es das beste fürs Kind ist... Das beste fürs Kind ist eine glückliche ausgeglichene Mama!
Mit der kleinen hatte ich einen tollen Stillstart aber in Clusterzeiten möchte ich auch das Handtuch werfen...

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Ich versteh dich gut. Bei meinem Großen wollte es auch nicht klappen. Milch hatte ich endlos, aber die Schnerzen. Nach 2 Wochen hatte ich eine schwere Entzündung (und eine Ausschabung) und hab abgestillt. Was hatte ich mein Baby plötzlich lieb, wo sein Durst mir keine Schmerzen mehr verursacht hat....

Ich will mich noch etwas durchhangeln, so lange es meine Beziehung zu ihm nicht belastet...

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Moin!

Wehtun sollte das Stillen eigentlich nicht #kratz
In der allerersten Zeit beim Ansaugen kann es wehtun, aber nicht die ganze Zeit und nicht Wochen später!

Legst du denn richtig an? Hat das mal jemand vom Fach überprüft? Nicht jede Hebamme kennt sich mit Stillen aus...

Oder der Kleine hat vll ein zu kurzes Zungenbändchen ??
Das war jetzt bei meiner Dritten so, hatte Schmerzen beim Stillen, da sie wegen dem kurzen Bändchen nicht die Zunge über die Felge legen konnte *AUTSCH!!!*
Meine Hebamme und Stillberaterin hat mich dann zum Zahnarzt geschickt, Zungenband durchtrennen - auch, weil es die Sprachentwicklung später beeinträchtigen kann und zu sabbern führen kann.

Inzwischen klappt es ohne Schmerzen!
Ich bin kein riesen Stillfan, aber muss sagen, wenn es nicht wehtut, macht es auch nichts aus!
Und solange die Kleinen auch richtig satt sind (ggf. stillst du auch verständlicherweise zu kurz, weil es halt weh tut??), sind sie hinterher genauso friedlich wie Flaschenkinder - von Wachtstumsschüben mal abgesehen.

LG, Nele
mit Junge (10), Mädchen (7) und Mädchen (*17.1.)

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Ich hab viel zum Thema Anlegen gelesen, ich glaube, ändern kann ich nix, meine Hebi ist auch Stillberaterin und war damit zufrieden, wie ich anlege, aber ich hatte echt lang extrem wunde Brustwarzen.
Das ist aber vorbei. Schmerzen hab ich nur, weil der Kleine dran rumreißt, wenn er Blödsinn macht oder ... muss. Sonst tut's nicht mehr weh, wenn er mal ruhig trinkt. ☺

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Hi, kennst du die La Leche Liga? Die beraten super kompetent per Mail oder Telefon, wie man möchte. Vielleicht haben die noch ein paar Tipps für dich.

Alles Gute dir und mein großes Mitgefühl, auch ich kenne diese wahnsinnigen Stillschmerzen :-(.

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Hey du, ja, hab mal zu einer Kontakt aufgenommen, aber sie war sozusagen ausgebucht. Die Schmerzen sind inzwischen auch eher selten stärker, mich nervt mehr, wie mein Kleiner wurschtelt und nie lang satt ist...
Aber Danke für den Tipp. ☺

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Du sprichst mir aus der Seele.. Unsere Kinder sind ungefähr gleich alt. Und ich kenne gerade auch dieses Gezuppel und Gezerre..dazu zur Zeit dauernd irgendwelche Stauungen und kl. Brustentzündungen mit Fieber. Nachts schläft sie gerade unruhig mit der ganzen Pupserei und irgendwie bin ich zur Zeit total erledigt.. Dann hatte ich kürzlich gleich mal abends gar keine Milch mehr. Quelle versiegt..auch nicht witzig. Flasche nimmt sie bisher nicht, so dass ich immer in der Verantwortung stehe. Die Stillabstände sind nach wie vor 2h.
Ich hab jetzt für mich beschlossen das halbe Jahr wenn möglich durchzuhalten und dann ist Ende mit Stillen. Ich kann jetzt schon nicht mehr..

Müde Grüße, A.

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Dein Text könnte von mir stammen, nur lag es bei mir nicht unbedingt an versiegter Milch sondern die Ungeduld meiner Tochter das es nicht schnell genug geht.

Ich versuche auch 6Monate durchzuhalten und dann ist aus.

Lg

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Ohje, tut mir leid, dass du auch noch gesundheitliche Probleme hast. LaLaLeche-Beratung könnte helfen?
Ich versuch auch einfach noch 3 Monate durchzuziehen, es soll ja ab jetzt besser werden. Diese Nacht war sogar ganz mal gut. Nur 3 oder 4x stillen... aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass die nächsten 3 Monate viel besser werden.

Wenn die Milch zu wenig ist, viel trinken, alkoholfreies Bier regt bei mir auch an, macht dem Baby aber auch Blähungen, glaube ich. 😑

Das einzige, was bei mir das Gezappel etwas minimiert ist, ich lege sofort an, wenn er wach ist, in ablenkungsarmer, dämmriger Umgebung. Aber wenn er muss, ändert's nix, nur Gedrücke und Gequake...

Wünsche dir, dass es sich bald bessert. Eine Freundin von mir meinte, es wird immer besser, es spielt sich ein...