Zwergensprache

    • (1) 17.01.19 - 10:06

      Hallo ihr Lieben...

      Hab mich mal ein bisschen mit dem Thema beschäftigt und finde das wirklich interessant.

      Macht das jemand von euch? Wenn ja... wann habt ihr angefangen? Würdet ihr es wieder tun? Hat das die Sprachentwicklung beeinflusst? Generell: wie kommt ihr damit im Alltag klar?

      Freue mich auf eure Erfahrungen 😊

      Lg

      • (2) 17.01.19 - 10:18

        Hallo

        ich kann dir von einer Freundin berichten.

        Sie hat mit ihrer Tochter einen Kurs besucht. Aber das wollte sie sowieso tun. Also so eine Krabbel-Spiel-Singgruppe besuchen. Da kam halt die Zwergensprache halt nur dazu.

        Die kleine war so ein ausgeglichenes Kind. Ich weiß nicht ob sie generell so gewesen wäre, aber es kam bei ihr nie wirklich Frust auf, da sie sich sofort verständigen konnte und man genau wusste, was sie grade will.
        Für Besucher wie mich war es anfangs schwer, weil ich die Zeichen ja nicht kannte. Aber so gehts einem auch, wenn man das Gebrabbel nicht identifizieren kann.

        Sprachlich gabs keine Probleme. Man macht das ja synchron als Erwachsener. Als immer das Zeichen deuten und dazu sprechen. Und irgendwann ersetzen auch beim Kind die Sprache das Zeichen.

        Ich will es auch machen bei meiner. Aber ich glaube mir reichen Youtube Videos als Anhaltspunkt für gewisse Dinge. Kurse in meiner Nähe gibt es sowieso leider nicht.

        lg lene

        • Ich hab mir jetzt mal das Buch gekauft. Kurs wollen wir evtl besuchen.
          Das klingt ja toll bei deiner Freundin 😊

          • (4) 18.01.19 - 19:47

            Ja ich will es selbst auch machen. Mein Mann ist nicht so begeistert, da er ja dann auch die Begriffe lernen muss. Jetzt kam er mit dem Argument, dass ja die Familie auch mitlernen muss und die wären ja soo arm dann. Tja leider sind alle Großeltern begeistert und meinen, die paar Handzeichen sind ja kein Problem.

            Ich denke, sobald er mit der Tochter ein Erfolgserlebnis hat, wird er Feuer und Flamme sein. Er glaubt halt noch, dass es anstrengend und nicht tlw eh intuitiv ist (schlafen, kuscheln, wickeln zB)

            lg lene

      (5) 17.01.19 - 10:26

      Hey, wir machen das mit unserem Sohn und ich kann meiner Vorschreiberin zustimmen. Wenn ich andere Kinder in unseren gruppen beobachte, die noch nicht sprechen, ist der Frust schon enorm, wenn sie nicht verstanden werden.

      Das sehe ich bei unserem Sohn nicht, bzw nur sehr selten. Zb wenn ich auch mal ein Zeichen falsch deute.

      Ansonsten bin ich der festen Überzeugung, dass es uns doch sehr das Frustpotenzial reduziert hat. Die Sprachentwicklung ist davon nicht beeinträchtigt. Ich sehe es eher als Zugewinn, da er und wir beides parallel nutzen, sprich, wenn das Wort ausgesprochen wird, zeigen wir das auch entsprechend. Und das Umfeld reagiert positiv, unsere Tagesmutter beispielsweise hat sich die „wichtigsten Symbole“ wie essen, trinken, Windelwechseln oder Pipi machen angeeignet.

        • (7) 17.01.19 - 11:26

          Also angefangen haben wir mit acht Monaten. Wirklich realisiert hat er das so mit etwa zehn Monaten. Meine Lehrerin hat immer gesagt, sobald die Kinder Sachen auf den Boden werfen und nachverfolgen, kann man anfangen 😊

    (9) 17.01.19 - 10:35

    Was genau ist das? Hört sich interessant an. :)

Hallo zusammen,

Ab welchem Alter kann man das machen bzw anfangen??

Hallo,
hier noch eine Stimme dafür. Ich habe es bei meiner Tochter gemacht und interessanterweise hat sie es zunächst bei Personen außerhalb der Familie genutzt. Beim ersten Mal.ist zu einer Freundin und hat "mehr" gebärdet, weil sie mehr Brötchen mochte. Das war auch die.Geste, die sie hauptsächlich genutzt hat. Einige Gesten hat sie nie selber genutzt, die haben wir dann.irgendwann einfach aussortiert. Sie war allg selten frustriert, daher weiß ich nicht ob es in diesem Bereich Auswirkungen hatte. Aber es trägt einfach zu einer entspannten und auch respektvollen Kommunikation bei. Außerdem.macht es Spaß und ist sehr niedlich. Meine.Tochter hat sehr früh und gut gesprochen.
Bei der zweiten Tochter nutze ich es seit kurzem, sie ist sechs Monate. Sie kennt die Gebärde für "Stillen "und ich sehe, dass sie versucht die Bewegung zu imitieren.
Ich denke auch, dass es reicht sich im Inet zu informieren. Und dann geht es recht schnell automatisch. Es kann sein, dass das Kind eine Weile braucht um selber zu gebärden. Daher einfach gebärden, beobachten und abwarten. Dein Kind wird die zeigen wann ihm was wichtig ist.
Viel Freude beim Ausprobieren:)

  • (14) 17.01.19 - 12:17

    Das finde ich ja richtig klasse :-)
    Meiner ist jetzt 8,5 Monate und ich werde damit auch anfangen.
    Ich glaube nur, dass mein Mann da nicht mitmachen wird...

    • Ja, habe auch gedacht dass mein Mann das doof findet. Der ist aber tatsächlich total begeistert davon und hat sich sogar informiert über das ganze 😊 er meinte so zu mir: ja Mensch, dann gelingt es mir ja vielleicht auch unsere Motte so richtig deuten zu können! Dann hab ich weniger panik wenn du nicht da bist weil ich dann ja weiss was sie wirklich will!
      😀

      • (16) 18.01.19 - 19:51

        Mit dem Argument sollte ich mal meinen Mann überzeugen. Der ist aber einfach faul und gkaubt, es ist eine Heidenarbeit wir Fremdsprache lernen. Nicht tlw eh total intuitiv.
        Er kam mit dem Satz, die armen armen Familienangehörigen müssen ja auch mitlernen. Tja, sein Pech dass die Großeltern begeistert sind von der Idee. Auch im Hinblick auf Babysitting.

        lg lene

Witzig dass sie das bei deiner Freundin gezeigt hat 😊
Ja, ich hab mal im Buch geblättert. Also was es da an Zeichen gibt ist ja Wahnsinn. Wir möchten wenn dann auch nur so grundsätzliche Sachen wie Milch, essen, trinken, mehr, windel und schlafen verwenden. Also wirklich das, was uns im Alltag täglich mehrmals begegnet. Alles andere ist dann etwas viel eventuell und vielleicht auch nicht zwingend notwendig.
Meine ist jetzt 4 Monate alt. Würde einfach jetzt schon gern mal damit so langsam anfangen. Auch wenn es noch ewig dauern wird bis sie selber dass dann umsetzen kann.
Vielen Dank für deine Antwort 😊

  • (19) 17.01.19 - 19:52

    Hey ..also für mich ist das grad mal wieder ein „Trend „ bzw. Hype an den andere viel Geld verdienen können .Ich bin Mehrfachmama und hab eigentlich sehr früh gemerkt was meine Kinder wollen .zumal man mit der zwergensprache ja etwa mit 8 Monaten beginnt .ich finde dazu braucht man keinen Kurs .meine Kinder haben auch alle früh gesprochen .für mich ist das eher beschäftigungstherapie für die Eltern . Ist nicht bös gemeint ,glaube dass das gewiss funktioniert ,aber es geht eben genauso gut ohne .meine Kids waren beide total entspannt .denke nicht dass das was damit zu tun hat und Frustration gehört ja auch dazu .Lg

    • (20) 18.01.19 - 19:54

      Hallo

      bei mir sind die Großeltern damit angekommen und dementsprechend voll dafür. Sie sagen, ich als Mama kann mein Kind sicherlich gut deuten. Aber sie glauben, dass die Kommunikation zwischen ihnen und Enkel dann frustfreier sein könnte.
      Natürlich sein könnte, nicht muss.

      Derzeit plappert meine Maus aber sehr viel. Vielleicht brauchen wir das Deuten eh nicht, weil sie so eine Plaudertasche wird 😂

      lg lene

      Hast du bestimmt nicht ganz unrecht. In vielen Ländern wird das aber tatsächlich schon viele Jahre betrieben. Es hat bestimmt seine Vorteile und Nachteile und ja... ich gebe zu... für mich wäre es irgendwie auch ein bissi Beschäftigungstherapie 😁
      Probieren werde ich es auf jeden Fall mal. Die Sprache fliesst ja in den Alltag ein.
      Danke für deine Antwort 😊

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