Schreikind, Dickkopf, Überforderung - die Lösung - Achtung sehr sehr lang!

    • (1) 17.01.19 - 21:16

      Hallo liebe Mamis, bald Mamis und Papis,

      ich möchte euch mit diesem Text einfach ein wenig Mut machen, dass ihr auf euch selbst vertrauen müsst auch wenn ihr ganz junge Mütter seid

      Das jede schwierige Zeit eine Lösung hat und das ihr an euch glauben müsst...

      Nun aber von vorne - Wir haben letztes Jahr im Juni unser zweites Kind bekommen.
      Er war kerngesund und ist mit 3900g und 52 cm zur Welt gekommen. Die ersten 4-5 Monate waren traumhaft - er war so ruhig so ausgeglichen hat ganz selten geweint und sehr viel gelacht und geschlafen.

      Wir hatten eine Erkältung und in dieser Zeit war er sehr anhänglich - kannten wir ja von unserer großen wir dachten uns er braucht einfach Nähe - die Erkältung war weg und es wurde nicht besser.. Mittlerweile schrie er tagsüber und Nachts mal mehr mal weniger... wir dachten an 3 Monatskoliken und sind zum Doktor - Ergebnis SAB, Carum Carvi usw...

      Ich stillte voll, da er jegliche Beikost verweigerte - es wurde Februar März und so wirklich bekamen wir keine Besserung rein - wir hatten an den meisten Tagen ein schreiendes Kind mit knurrenden Bauchgeräuschen besonders in den Abendstunden und unregelmäßigem Stuhlgang alle 3-4 Tagen...

      'Unsere Abendroutine schaute so auf, dass er entweder nuckelnd an mir hing mit halbstündlichen Schreianfällen oder wir stundenlang mit einem schreienden Kind und ich meinte keine 20 min sondern 4-5 Stunden am Stück durchs Dorf gelaufen sind und irgendwie versucht haben unser Kind zu trösten oder eine Lösung zu finden für sein Problem - unseren Lösung war wieder zum Arzt...

      Wir sollten dann im Mai einen Ernährungsplan schreiben und versuchen ihn von der Brust zu entwöhnen...leichter gesagt als getan... Ich erwähnte bei dem Gespräch beim Arzt das meine Schwester schon als Kleinkind 2 Jahre unter Laktose litt und ich vermute dass unser Sohn auch ein Problem damit hat - dies wurde vom Arzt abgewiesen mit der Begründung Kinder in diesem Alter haben da keine Probleme...

      So entschied ich mich mit unserem Sohn auf eine großen Matratze ins Kinderzimmer zu ziehen und ihm von nun an Flaschennahrung/Milch zu gewöhnen - immerhin war er mittlerweile fast 1 Jahr voll gestillt worden.... Die Nächte wurden noch viel schlimmer er schrie das wirklich jeder in unserem Haus (Zweifamilienhaus) wach war...wir wussten uns keinen Rat mehr. Wir haben wieder einen Termin beim Arzt gemacht.

      Ergebnis - wir sollen in die Erziehungsberatung hier würde uns gezeigt werden wie wir mit unserem Kind besser klar kommen und was wir falsch machen.ich habe den Termin war genommen und wir wurde erklärt feste Zeiten, Gewohnheiten, Rituale und durchhalten und nicht gleich aufgeben - ein Kind kann eben auch mal schreiben - 1 std ja - aber jeden Abend 4-5 Stunden? und die Nacht?
      Nachdem ich eine junge Mutter bin habe ich mir gedacht ok der Arzt und die Psychologin müssen es wohl besser wissen, dann hat er halt einen sehr ausgeprägten Dickschädel - da müssen wir wohl durch....

      Bis Oktober verweigerte er jegliche Beikost - er wollte nur Mamas Milch egal was ich ihm Anbot nichts war gut genug - das schreien wurde nicht besser - so entschloss ich mich beim Kinderarzt (wir waren wegen einer Erkältung) nochmal nachzufragen. Ich erklärte der Ärztin das er keine Beikost möchte, jeden Abend schrie und ich immer noch denke er hat Bauchweh, in seinem Bauch gluckerte es jeden Abend und er konnte nur alle 4-5 Tage aufs Klo - die Antwort. ich habe jetzt leider nur 5 min Zeit für sie, da müssen sie durch ihr Kind hat nichts außer einen Dickkopf....

      Bis Dezember haben wir es geschafft das stillen Tagsüber komplett wegzulassen und nur vor dem Zubettgehen und Nachts zu stillen.

      Am 25.Dezember haben wir uns zwangseingewiesen ins Krankenhaus - er hatte sich am 24. erbrochen am 25. hatte er morgens blutigen Stuhl und bis abends um 16:30 gab es keine 30 min in denen er nicht vor schmerzen geweint hat.

      3 Tage Klinik Aufenthalt haben nichts gebracht - wir wurden in die Schreiklinik überwiesen um zu lernen wie wir mit unserem Kind klarkommen - ich habe nur noch geweint - mittlerweile wog ich selbst nur noch 43kg und niemand keine Oma, Uroma oder Freunde konnten uns noch irgendeinen Rat geben.. Ich habe mir den Befund durchgelesen und bemerkt, das bei Empfehlung stand Laktose Unverträglichkeit testen..

      Ich habe gegoogelt wie man dies bei Babys testen kann - immerhin hatte ich es ja schonmal beim Arzt erwähnt und es wurde abgelehnt - die Lösung schien einfach jegliche Milchprodukte weglassen - kein Problem ich stille ja noch teilweise und er trank keine Kuhmilch.

      Und dann traf es mich wie ein Blitzschlag - da stand die Laktose kann durch die Muttermilch auf das Kind übertragen werden - ich trinke selbst sehr gerne Milch... Gut die einzige Lösung war Muttermilch weg keine Alternative Milch geben und gucken was passiert - schlimmer konnte es ja nichtmehr werden....

      Es ist nun 3 Wochen her - er hat mittlerweile 3 mal durchgeschlafen - schreit Abends nicht mal mehr 2 min - er kommt nachts 1 mal und trinkt einen schluck Wasser - er isst sehr viel und hat 1,2kg zugenommen.
      Er hatte einen Arzttermin vor 1 Woche (wurde schon im November ausgemacht) und ich schilderte der Ärztin den Fall - sie meinte super haben sie ja die Lösung für ihr Problem er verträgt keine Milchprodukte....Sind sie doch froh das sie die Diagnose haben...

      ich war so sauer - ich hatte 1 1/4 Jahre ein schreiendes Kind, ich wurde von 4 Ärzten als Mutter hingestellt, welche mit Ihrem Kind nicht klarkommt und nachdem ich selbst die Diagnose stellen musste hieß es super sind sie doch froh....

      Ich weiß es ist sehr lang geworden aber ich möchte euch damit sagen bleibt dran - klar sind wir ein Einzelfall und die anderen 99 Kinder schreien vielleicht wirklich nur einfach so aber manchmal ist man genau diese 1 Prozent und hätten die Ärzte mir als Mutter geglaubt hätten wir viele Stunden anstatt mit weinen mit lachen verbringen können..

      Ganz viel Mut besonders den jungen Müttern ihr schafft das und glaubt an Euch :-)

      Jessi mit zwei wunderbaren Kindern die ganz friedlich in Ihren Betten schlummern <3

      • Ihr armen ... das ist nicht schön zu lesen tut mir richtig leid für euch ... du/dein Mann und der kleine so viel durch machen zu müssen, vor slllem der kleine.. ich finde es so traurig das dir Ärzte heut zu Tage so sind.. zum Glück hast DU die Lösung gefunden und ich hoffe dasjetzt alles gut bleibt bei euch 🥰

        Respekt, und Hut ab vor Dir! Das alles durch zu machen stelle ich mir schlimm vor. Als Mutter zu wissen das mit dem Kind was nicht stimmt und keiner hat reagiert. Ich möchte gar nicht wissen wie oft du geweint hast, weil du nicht mehr konntest und weil Dir dein Kind so Leid tat. Ich wünsche dir und deiner Familie eine tolle gemeinsame schöne Zeit... Lg

      Traurig , dass die Ärzte heut zu Tage so sind 😕
      Dabei war dein Gefühl von Anfang an wohl
      richtig , so viel dazu , du weist nicht wie du dich um dein Kind zu kümmern hast . Blödsinn von den Ärzten wirklich.

      Aber schön , dass du dann auf dich gehörst hast und eine Lösung gefunden hast und alles wieder gut ist.

      Es klang ja echt nicht nur nach abendlichen Schreistunden wie du beschrieben hast.

      Ich wünsche euch alles Gute weiterhin , dass es ja so bleibt wie es ist 😊

      Meinen Respekt dass du es selbst herausgefunden hast. Schockierend dass die Ärzte dich nicht für voll genommen haben 😣 der arme kleine Kerl... echt schrecklich zu lesen da habt ihr ja einiges durch..

      Du bist eine tolle Mama - das Alter darf da keine Rolle spielen !! 🌷

    Guten Abend, auch von mir alle Daumen hoch und vollste Hochachtung :) wie ihr das gemeistert habt, klasse und zu gleich auch traurig 😢 ich hätte weinen können als ich deinen Text gelesen habe. Ich finde es so traurig und zu gleich macht es mich wütend, immer wieder zu erfahren das manche Ärzte einen doch so im Stich lassen. Vorallem ist es sehr respektlos euch gegenüber gewesenen, ich wüsste nicht ob ich der Ärztin noch gegenüber treten könnte. Und du kannst richtig stolz darauf sein nicht aufgeben zu haben! Ich würde so gerne mehr schreiben aber mir fehlen die Worte.
    Wir haben auch zwar, nicht ansatzweise so lange wie ihr, am Anfang der ersten zwei Wochen jeden Tag mehrere Stunden schreien gehabt bis in die morgens Stunden. Weil uns immer gesagt wurde er darf nicht mehr trinken und muss die 4 Stunden durchhalten, was uns dann das ganze eingebrockt hatte. Wir haben auf unserem Herzen gehört und selbst die Sache in die Hand genommen, ihm mehr gegeben und auch wann er wollte. Er ist seid dem ein sehr zufriedenes Baby und wir können endlich das Leben als Eltern genießen, mit all den Höhen und Tiefen. Ich könnte ewig weiter schreiben, aber belasse es dabei :)
    Eine tolle weiter Zeit wünsche ich euch 😊
    LG Janine mit Bub im Arm sechs Monate

    • Ohje,wer hat dir gesagt er darf nur alle 4 Stunden etwas zu trinken bekommen???? Man soll Babys nach Bedarf füttern und stillen 😨
      Manche wollen echt nichts von neuen Erkenntnissen wissen, dass ist so schlimm (und sooo neu ist es gar nicht). Ach Mensch ihr armen.. zum Glück habt ihr euch nicht drann gehalten..

Da läuft es mit eiskalt den Rücken runter. Du arme, ihr armen . Mein Gott, Was ist mit den Ärzten los. Man liest momentan so viel schlimmes, so viele lassen die Eltern im Stich und stellen sie als ,,übertrieben" hin. Ich würde auch schauen das es öffentlich gemacht wird. Mein Gott was musste der kleine leiden. Als müssten sie eh nicht schon so viel durchmachen und dann noch so etwas. Toll das ihr nicht aufgegeben. Ich wünsche euch alles alles gute 💐

Top Diskussionen anzeigen