Kindergarten- Unterschiede?

    • (1) 03.03.19 - 10:53

      Guten Morgen Mamis,

      vielleicht können mir hier welche helfen.
      Ich sehe immer viele Unterschiede bei Kindergärten. Hab die kleine jetzt bei mehreren angemeldet, würde aber trotzdem gerne vorab ein paar Erfahrungen von euch hören. Was ist zb der Unterschied zwischen städtisch und Elterninitiative? Oder bei den Schwerpunkten: Bewegungsfreiheit oder auch religiös. Wie kann man sich das vorstellen? Ich mein ich hab noch mehr gesehen aber die fallen mir gerade nicht mehr ein 😊 Freu mich auf eure Antworten. 💋

      • Das kann man pauschal nicht sagen. Liegt immer am Konzept der Kita. Klar gibt es einen Schwerpunkt. Eine Bewegungskita legt halt hier den Schwerpunkt. Wie sie das machen ist aber ja nicht festgelegt. Vielleicht haben die eine koooeration mit dem Sportverein vor Ort und nutzen deren Turnhalle. Evtl haben die Erzieher eine Fortbildung hierzu, vielleicht einige Übungsleiter im Haus. Das heißt aber nicht, dass eine KiTa mit Schwerpunkt Religion nicht mit den Kindern regelmäßig turnt.
        Lass dir deine Fragen vor Ort erklären, oder schau im Internet nach den konzeptionen und Vergleiche.

        Unterschied städtisch und Elterninitiative kann darin bestehen, dass die Eltern in der Elterninitiative stärker eingebunden werden. Ich kenne es bspw so, dass man hier kochdienst hat für eine Woche. Oder den Einkauf in der Woche erledigt. Da gibt es sicher aber auch starke Unterschiede.

        Hey

        Städtische Kitas, da ist der Träger einfach die Stadt in der man wohnt, z.b Mannheim. Davon gibt es in jeder Stadt recht viele und die Erzieher werden nach Tarif bezahlt.
        In manchen wird z.b Weihnachten Ostern usw. Zwar gefeiert aber den Kindern der religiöse Hintergrund nicht erklärt. Muss aber nicht sein.
        Konzeption ist in Zusammenarbeit mit dem Träger und dessen Richtlinien erstellt.

        Elterninitiative, sind Einrichtungen die von Eltern gegründet wurden. Diese haben eigene Konzepte, andere Richtlinien, Kosten anders. Teilweise deutlich mehr als städtische , kirchliche oder Kitas von DER DRK oder so. Sie haben keine tarifliche Bindung, orientieren sich aber.

        Kindergärten mit religiösen Schwerpunkten sind meistens von einen evangelischen oder katholischen Träger, sprich der entsprechenden Kirchengemeinde.
        Dort werden alle Feste die im Jahr schön erklärt und gefeiert . Die Kinder gehen mit den Erzieherin in die Kirche bzw feiern Gottesdienste.
        Ansonsten wie städtische Kitas.

        Schwerpunkt Bewegung, heißt einfach die Kinder können sich viel bewegen. Sie können bzw gehen viel raus, der Turnraum ist meist offen begehbar, es gibt verschiedene Angebote zum bewegen usw.

        Hoffe es ist alles richtig und ich konnte dir helfen

        • Total. Vielen Dank dafür. Hier gibt es zb Kita Online. Da kann man sich 3 Wunschkitas aussuchen und sie dort anmelden. Aber wollte mir natürlich gedanklich auch schon ein Bild davon machen, um überhaupt erst auszusortieren für Besichtigungstermine.

      Hallo städtische sind von dem Bundesland also öffentlich und Elterninitiativen sind private Träger. Das ist aber für das kontept nicht sonderlich wichtig. Es gibt verschiedene Ansätze eines Konzeptes wo hinter immer auch ein Pädagoge steht. Oftmals werden aber auch Pädagogen miteinandet komponiert. Es gibt 6 Bildungsinhalte im jeweiligen Bildungsprogramm die alle angewandt werden sollten. Das sind : Gesundheit, soziales und kulturelles Leben, Sprache schriftkultur und Medien, gestalten Musik und theaterspiele, Mathematik und Natur Umwelt und Technik. Diese Punkte waren zumindestens in den Bildungsprogrammen drin nach denen ich gearbeitet habe. Es gibt dann auch noch den privaten Träger Kirche also zum Beispiel Caritas oder Maltesers, da wird noch mehr das Augenmerk auf den kulturellen Aspekt gelegt.
      Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Wenn du fragen hast schreibe mich gerne privat an.

    • Oder auch integrativer KiGa :)

      Bewegunsfreiheit könnte ich mir Vorstellen, dass sie viel anbieten, was Grobmotorik angeht, d.h.: klettern, hüpfen, springen einfach mal Bewegung sowohl drinn als auch draußen.

      Religiös: die Institution Kirche sagt alles (religiöse Feste, glaubensorientierte Ausflüge 💭.

      Integrativer Kindergarten bietet Betreuungsplätze sowohl für Kinder mit als auch ohne körperliche und geistige Behinderung(en) (Stichwort: Inklusion).

      LG

    Also unsere Krippe ist in der Trägerschaft vom BRK (Bayrisches Rotes Kreuz) und somit weder städtisch noch kirchlich sondern "teilprivatisiert". Reguläre Kitas (egal ob staatlich, christlich, teilprivatisiert, elterninitiert etc.) laufen in München über die Stadt München (warum auch immer auch eine Hand voll komplett private).

    Städtische/Staatliche Kitas sind halt in der Trägerschaft in der eigenen Kommune unterlegen. Sie fahren mehr oder weniger das gleiche Konzept welche von der Stadt vorgegeben wird.

    Christliche Kitas sind wie der Name schon sagt kirchlichen Trägern unterlegen. Aufgenommen werden muss aber ein jedes Kind, nicht nur getaufte. Der Alltag sieht es hier nicht vor wie im Kloster zu beten. Sondern das vermitteln christlicher Werte und christliche Feiertage werden halt stärker geprägt und zelebriert als in Einrichtungen die nicht eine solche Prägung hat. Und hier bringt natürlich nicht zu Weihnachten der Weihnachtsmann die Geschenke sondern der Sinn von Jesus Geburt steht hier im Vordergrund und Krippenspiele etc. Ansonsten unterscheidet sich aber in chrstilichen Einrichtungen im Ablauf nichts wesentlich von städtischen/staatlichen Einrichtungen.

    Dann gibts Teilprivatisierte Einrichtungen. Bei uns ist das das Rote Kreuz, bei anderen Montessori, Waldorfkindergärten, Malteser etc. Bei uns ist das Konzept laut Flyer sehr in Richtung Montessori gehalten.

    Elterninitiative Einrichtungen würde ich persönlich wenn machbar meiden. Mir reicht meine Verpflichtung im Elternbeirat schon, in solchen Einrichtungen hat man wesentlich mehr Pflichten. Man muss auch als Eltern viel mit reinstecken. Das geht bis in die Vorbereitungen des Speiseplans rein und verlangt viel Eigenintitative ALLER Eltern. Was für vollberufstätige schlicht stressig ist, ich gib in der Betreuung die Alltagspflicheten sehr gerne an die Einrichtung ab und zahl ja auch entsprechende Beiträge dafür.

    Bei uns wird sehr viel auf Freispiel wert gelegt. Was nach dem Mittagsschlaf immer greift, hier wird so wenig als nötig eingegriffen und die Kinder einfach mal machen gelassen. Vormittags haben sie aber durchaus ihre Programme zur aktiven Förderung.

    Dann gibts noch Offenes Konzept, Teiloffenes und geschlossenes. Was mit den Gruppen zu tun hat. In einem offen Konzept gibts keine wirklich Gruppen sondern mehrere offenstehende Räume die alle einen Zweck erfüllen, der eine dient als Ruheraum, einer als Essensraum, einer zum ruhigen Spiel mit büchern und malen, einer zum toben und klettern, einer fürs bauen und konstruktive etc. Und je nachdem worauf das Kind eben Lust hat geht es in den entsprechenden Raum. Dann gibts ein Teiloffenes Konzept (das haben wir). Es gibt Gruppen, aber die sind nur relevant wenn es ums Essen und schlafen geht oder wenn die einzelnen Gruppen irgendwas spezifisches machen. Ansonsten darf zum freien Spiel aber jederzeit die Gruppe gewechselt werden und der Garten wird gemeinschaftlich genutzt ohne Unterteilung. Wir haben z.b. eine Schluppgruppe, eine Urmelgruppe und eine Jim Knopf Gruppe und mein Schlupp-Kind kann jederzeit außerhalb der Essens, Schlafens und aktiven Förderungsprogramme zu den Urmels oder Knöpfen gehen und diese zu ihm in die Gruppe oder im Gang sind viele Klettermöglichkeiten oder ein Bällebad.

    Dann gibts das geschlossens System. Das hatte ich als Kind im Kindergarten. Der Garten ist zwar überschneident wo alle zusammen kommen aber im Gebäude bleibt jede Gruppe konsequent in ihren Räumlichkeiten und man trifft sich max. aufm Klo zum Überschwämmung veranstalten oder mit Seife rumspritzen.^^

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