Meine Schwester schlĂ€gt ihr Baby und sucht Hilfe.. Bei mir 😟

    • (1) 07.08.19 - 20:47

      Hey ihr Lieben, wie ihr im Titel bereits lesen könnt, geht es diesmal nicht um mich.

      Meine Schwester hat ebenfalls ein Baby, er ist ein paar Wochen jĂŒnger als meine Maus, demnach ca 9,5 Monate.

      Sie liebt ihren Sohn unglaublich doll das merkt man, sie ist auch sehr streng wenn andere ihr Baby aus Versehen zum weinen bringen, da er aktuell sehr stark fremdelt und unsere Familie gerne die Einstellung hat "ach bisschen weinen und dann hört es gleich wieder auf, sonst verziehst du das Kind wenn es nie auf den schoß der anderen kommt".. Fragt nicht, ich reg mich darĂŒber auch stĂ€ndig auf.

      Naja, jedenfalls meckert sie auch mit ihrem Mann rum, wenn der mal genervt wird vom Kind oder auch bei mir sagt sie ab und zu sowas wie "jetzt lass deine Laune nicht so nach außen, deine Tochter kriegt das noch mit"

      Aber jetzt kommt das Problem.. Sie ist selbst sehr aggressiv wenn sie Schlafmangel hat, schlechte Laune oder der kleine den ganzen Tag unzufrieden ist und sie kam damit zu mir und erzĂ€hlte mir ehrlich ihr Problem.. Sie wĂŒrde ihr Baby wohl leicht schlagen, aufs Bein, oder den Po (mit Windel) oder auf die Hand.. Dem baby tuts nicht weh, denn er ist meistens ruhig solange sie ihn denn auch auf den Arm nimmt oder er meckert nur aber weint nicht, sagte sie jedenfalls so.. Sie meint, sie bereut es eine Sekunde danach sofort wieder und es wĂŒrde im Affekt passieren, als wĂŒrde ihr innerer Teufel um sie kommen..

      Sie sucht Hilfe, aber nur bei mir.. Therapie oder Ă€hnliches, dafĂŒr hĂ€tte sie keine Zeit, denn PlĂ€tze gĂ€be es angeblich zu wenig.. Ich kenne mich damit null aus, ist es wirklich so schwer Therapie plĂ€tze zu finden? Ich kann ihr nicht helfen, ich will sie auch nicht verurteilen, deshalb sagte ich nicht viel dazu..

      Was sagt ihr dazu? Ist es möglich sowas sein zu lassen, oder ist das ein Fall fĂŒrs Jugendamt? Ich will ihr den kleinen auch nicht weg nehmen đŸ˜©

      Vielen Dank im voraus und LG 🌾

      • Es ist ja schon mal gut, dass sie ihr Fehlverhalten erkennt und weiß, dass etwas schief lĂ€uft. Vielleicht hat es ihr schon "gut getan" mit dir drĂŒber zu reden und nochmals von außen zu hören, dass es inakzeptabel ist, was sie tut.
        Auch wenn ich mich damit hier bei Urbia auf Glatteis begebe: Eine Therapie und noch mehr das Jugendamt halte ich fĂŒr stark ĂŒbertrieben zum jetzigen Zeitpunkt. Sofern die Situation tatsĂ€chlich so ist, wie du es beschreibst.

        • WĂŒrde ich zustimmen. ZusĂ€tzlich vielleicht noch ein Gedanke an die TE (hab aber noch nicht alles gelesen, vielleicht wiederhole ich hier, was schon gesagt wurde) : ist deine Schwester vielleicht sehr stark belastet? Gibt es eine Möglichkeit, dass sie sich durch stĂ€rkeres Engagement ihres Mannes kleine FreirĂ€ume schafft und so insgesamt ausgeglichener ist?

          • Ja, sie hat nicht viel Hilfe, ihr Mann arbeitet wie meiner auch fast den ganzen Tag und kommt erst abends wieder.. Ich hab ja selbst eine kleine Tochter und kann ihr deshalb auch nicht viel helfen. Unsere Eltern sind getrennt, jeweils neue Partner und lassen sich nur einmal die Woche blicken, wenn ĂŒberhaupt und ihre Schwiegereltern wohnen weiter weg, können also auch nicht aufpassen.. Sie ist auf sich alleine gestellt, ich passe nur mal auf den kleinen auf damit sie duschen kann 🙄

        Ich wurde vorhin von meiner Tochter unterbrochen und lese jetzt, dass eigentlich schon als Antworten kam, was ich noch hinzufĂŒgen wollte. Ich kann dich nur darin bestĂ€rken, weiter (deutlich!) mit deiner Schwester zu sprechen und ihr Hilfe und ein offenes Ohr anzubieten. Versuche selbst auch zu beobachten, ob dir etwas komisch vorkommt. Erster Ansprechpartner wĂ€re darĂŒber hinaus ganz klar der Papa des Kindes. Wie nimmt er die Situation wahr? Danach gibt es viele Anlaufstellen, wo Hilfe geboten wird. Auch das Jugendamt und / oder eine Therapie wollte ich vorhin nicht gĂ€nzlich ausschließen aber davor stehen fĂŒr mich andere Maßnahmen. Du kennst deine Schwester am besten und schreibst, sie sei auch eine liebevolle Mutter. Hör also auf dein BauchgefĂŒhl, ob die Situation sehr ernst ist, oder du erstmal beobachten und beraten kannst. Und nochmal: Wichtigster Punkt wĂ€re der Papa VOR allen anderen Maßnahmen.

        • Sie wird nie handgreiflich neben ihrem Mann, mir oder sonst irgendeiner Person.. Da kann sie sich zusammen reißen bzw auch mal den raum alleine verlassen ohne dass das Baby ihr hinterher kommt.

          Daher weiß auch keiner außer ich jetzt bescheid, ihrem Mann möchte sie nichts erzĂ€hlen, bei dem wird sie ja schon sauer wenn er den kleinen kĂŒsst und der dann weint.. Sie möchte nicht das ihr Mann dann mit SprĂŒchen kommt

      Vielen Dank, dann bin ich ja nicht die einzige die es fĂŒr etwas ĂŒbertrieben halten wĂŒrde.. Vielleicht aber auch weil ich genau weiß das sie eine liebenswerte Person ist, die einfach etwas ĂŒberfordert ist, so alleine ohne viel Hilfe..

Schwere Frage.
Gut ist, dass sie sich dir anvertraut und das Problem sieht. Eine Therapie zu bekommen kann wirklich sehr schwer sein.
Ich wĂŒrde mit ihr zu einer Familienberatungsstelle gehen, zb. Pro Familia.
Die Babyzeit kann sehr hart sein (nein, ich will das Verhalten nicht rechtfertigen). Hat deine Schwester betreuungsmöglichkeiten fĂŒr das Kind? Ansonsten sollte sie sich dort auch Entlastung suchen um selbst runterzukommen und wieder besser reagieren zu können.
Was mir noch spontan einfĂ€llt ist der Haargummi Trick (musst mal googeln). Die Methode besagt, dass man fĂŒnf Haargummis ums Handgelenk trĂ€gt. FĂŒr jedes Kind anschreien, ungerecht behandeln etc wandern alle fĂŒnf auf das andere Handgelenk und fĂŒr jede liebevolle, gute Handlung fĂŒr das Kind wandert je einer zurĂŒck. Das könnte helfen sich selbst fĂŒr das eigene Verhalten zu sensibilisieren und zu reflektieren. Auf jeden Fall muss sie an sich arbeiten.

  • Hört sich gut an mit dem Haargummie trick, sie beschrieb nĂ€mlich dass sie sich ihrer selbst nicht bewusst sei in Momenten des Geschehens..

    Ich werde ihr das auf jeden Fall mal vorschlagen und schauen wo wir eine gute Anlaufstelle finden.

    Vielen Dank

(10) 07.08.19 - 20:59

Das Gute ist, dass ihr wohl bewusst ist, dass es falsch ist und dich um Rat fragt. Ich zweifle jedoch daran, dass sie dir die Wahrheit ĂŒber die IntensitĂ€t sagt. Zum Wohle des Kindes sollte sie sich schnellstmoglich Hilfe besorgen. Es gibt auch Familienhilfe, die dann vom Jugendamt gestellt wird.

Ob ihr Sohn Schmerz empfindet, kann nun keiner sagen, außer er selbst! Ansonsten kommt bei dem Kind an, dass Mama ihm wehtut und gleichzeitig tröstet. Das sind nicht vereinbare GegensĂ€tze, die ĂŒber kurz oder lang, die Bindung der beiden belasten wird.

  • (11) 08.08.19 - 00:27

    Sie kam auch jetzt erst mit der Sache zu mir, weil sie meint sie hat erst angefangen so zu reagieren, als sie merkte dass ihr Sohn einen Verstand entwickelt hat, also als er neugeboren war, war er ebenfalls sehr schwierig, nur wurde sie davon nie wĂŒtend.

    Vor allem denke ich auch, da sie 20 stunden und 6 tage die woche alleine ist, ist es vor allem eine leichte ĂŒberforderung und eine große Belastung fĂŒr sie.

    Sie sagte auch, sie wolle jetzt aufhören, bevor das Kind schwere psychische SchÀden davon trÀgt.

    Ich hoffe das hat er nicht bereits.

Es gibt eine Schreiambulanz, dort kann man ĂŒber seine Probleme reden und sich helfen lassen. Eventuell ist das was fĂŒr sie?

Bei uns ist es im Krankenhaus. Vielleicht googelst du es mal in eurer NĂ€he? Das ist keine Therapie, die Termine macht man mit denen aus.

Ich hoffe dass sie es nicht ĂŒbertreibt oder fest zuschlĂ€gt. Da dreht sich mir der Magen um, wirklich. 🙄

  • Ja, geht mir genau so.. Aber bisher hab ich bei dem kleinen auch keinerlei Stellen oder Flecken gesehen, gott sei dank. Mir fĂ€llt auch noch ein, sie meinte auch noch sie versucht es nach dem "Affekt hauen" es direkt nochmal zu machen noch leichter und lachend bis er dann darĂŒber lĂ€chelt oder lacht, damit er es nicht als Gewalt empfindet.. Wobei ihr Gesichtsausdruck wĂ€hrenddessen wohl nicht so nett aussieht im "Affekt".. Ich war aber nie dabei, ich kann nur davon reden was sie erzĂ€hlte..

Ja sie sollte handeln. Es ist schwer einen Therapieplatz zu bekommen. Aber sie kann sich zum Beispiel auch an den Kinderschutzbund wenden, die können relativ schnell und unbĂŒrokratisch helfen. Meine Mama (sie ist Psychologin) hat lange dort gearbeitet.

Noch ist es vielleicht nicht fest, wenn deine Schwester schlÀgt (und das ist schon schlimm!), aber es wird ja nicht einfacher mit der Erziehung. Also möglichst jetzt schon gegensteuern!!!

(17) 07.08.19 - 21:11

Es kann bis zu 9 Monate oder lĂ€nger dauern bis man einen Termin fĂŒr eine Therapie erhĂ€lt. Sie sollte sich ans Jugendamt wenden, man nimmt ihr das Kind nicht gleich weg, sondern stellt ihr Hilfe zur VerfĂŒgung, eventuell bekommt sie so auch schneller einen Therapieplatz. Und du kannst ihr auch helfen, Rede mit ihr, findet gemeinsam einen Weg wie sie ihre Aggression umleiten kann, ohne dem Kind weh zu tun.

Nett wie ihr das alle schön redet , jĂŒnger als 9,5 Monate, die alte ist doch nicht ganz dicht , wenn man so empfindlich und reizbar ist Wenn man zu wenig schlĂ€ft, vll einfach keine Kinder kriegen .

Ich wĂŒrde es melden , egal ob Schwester , Mutter oder beste Freundin, das ist ein Baby und eine Schutzbefohlene Person und mit der Psycho Mutter nicht in Sicherheit.

  • Ne, mir geht das auch unter die Haut. Kann sowas ganz schwer ertragen und lesen 🙄

    • (21) 08.08.19 - 00:34

      Bestimmte MĂŒtter hier wĂŒrden es fĂŒr normal bezeichnen und gleich mit der Ausrede “Wochenbett Depresionen“ kommen😣😣
      Vor Paar Tagen war ein Beitrag das eine Mutter ihr 1 jĂ€hriges Baby stehts anbrĂŒllt und keiner was dagegen unternehmen kann nicht mal Kinds Vater.
      Und gleich hies es Wochenbett Depresionen ..
      sobald man sagte das Sie dringed eine Therapie/Hilfe ,braucht wurde man schon dumm angemacht das man angeblich die Mutter nicht versteht das man nicht weis was Wochenbett Depresionen sind😣😣😞
      Aber wie es dann dem Baby danach geht , ob es an Trauma erleidet bestimmte schÀden bekommt ist wohl wurst..
      Dann sollen ja alle MĂŒtter wegen Depressionen ihre Babys anbrĂŒllen schlagen die sich nicht wĂ€hren könntđŸ˜€đŸ˜€đŸ˜€đŸ€ą

      • (22) 08.08.19 - 00:38

        Ich denke jede mama schreit mal ... aber in nem alter wo das kind dann auch das "warum" versteht. Und nicht wenn es 1 jahr ist. Meistens reicht da ein leichtes verstĂ€rken der stimme und sie weinen schon. FrĂŒher wenn ich nicht gehört hab hat dann mal selten mein onkel geschimpft ohne zu schreien und da hab ich schon geheult 😁

        Also fĂŒr mich ist das auch alles echt schockierend was ich hier lese. Es gibt dinge, die man einfach nicht mit ĂŒberforderung oder wochenbettdepressionen rechtfertigen kann. Weil es einfach um kleine kinder bzw babys geht.

        • (23) 08.08.19 - 01:03

          Ja schimpfen ist was anderes, schreien auch, aber ein 1 jĂ€hrige Baby anbrĂŒllen ??? Dann noch schlagen? Ich kann/will sowas nicht verstehen.
          Alle Frauen haben mal Depresionen sind auch sehr ĂŒberfordert aber das gibt ihnen kein recht ihre babys zu schlagen ,anzubrullen.
          9 Monate lang im Bauch tragen, von Anfang bis Ende der Schwangerschaft mit der Angst leben ohh ist was mit meinem Baby,geht es mein Baby gut , Panik schieben. Aber sobald es auf der Welt ist dann sowas??!?!!.
          Ich wĂŒnsche der Mutter das Sie zu sich kommt sich nicht nur Hilfe von der schwester nimmt (anscheinend bringt es nichts ,weil sie ja ihr Baby weiter schlĂ€gt) sondern Professionele odef andere Familien Mitglieder.


          An die TE

          Das ihr mal ab und zu fur paar Stunden auf das Baby aufpasst das deine Schwester mal fur 2-3 stunden immer wieder mal ne Auszeit nimmt und mal runter kommt. Mal du mal deine Mutter ??....
          So hab ich es bei meiner Schwester gemacht Sie war sehr ĂŒberfordert sie hat jeden tag geweint. Wo meine nichte 3 Monate alt war ist sie wieder schwanger geblieben(nicht geplant) und nach den 2 Geburten hintereinander war sie total nervlich korperlich am Ende.
          Wir haben nicht nur mit Ihr geredet auch sie unterstuzt Monate lang, in dem wir sie immer wieder abgelöst haben das wir die kleinen zu uns genommen haben das Sie mal wieder ausschlafen konnte, sachen erledigen,einkaufen gehen im Haushalt geholfen etc, nach ne weile kam sie wieder zur sich...
          Das brauchen alle MĂŒtter mal

      (24) 08.08.19 - 07:53

      Depression hin oder her. Wenn ich als Mutter merke, dass irgendwas nicht stimmt, hole ich mir sofort Hilfe. Und zwar nicht nach Tagen oder Wochen. Ich sage es meinem Mann, meiner Mutter, Schwester, Freundin! Ich denke irgendwer ist bereit zu unterstĂŒtzen.

      Ja, ich kenne das GefĂŒhl einer WB Depression nicht und ich bin auch kein lauter oder aggressiver Mensch. Aber das gibt niemandem das Recht sich an einem
      Menschen oder Baby auszulassen. Wir sind erwachsen und sollten uns im Griff haben. Wenn mein Charakter so ist, dann muss ich mir ĂŒberlegen, ob ich bereit fĂŒr ein Baby bin! Die schreien nĂ€mlich meistens, weinen, nörgeln, spĂ€ter diskutieren sie.

      Das weiß man doch...

      • (25) 08.08.19 - 09:21

        Du sprichst mir aus der Seele.
        So denke ich auch.
        Wenn man schon daran denk du schlÀgst schreist ein Baby an was nicht mal 365 tage auf der Welt wo hilflos ist nicht redet , wie kann man nur ?
        Ich finde es Peinlich genug das du als Mutter die Situation siehst es deiner Schwester noch erzÀhlst aber keine Zeit fur ne Therapie hast und es ablehnst, und weiter so mit deinen Kind umgehst.
        Aber leider gibt es auch hier einige Frauen die eher an die Mutter denken ,ach Wochenbett depresionen ! Hallo?? 1 jahr doch net.
        Dann braucht man nicht heulen wenn dem Kind was Passieren wurde, oder sich wundern wenn solche kinder wenn die mal erwachsen sind gewaltatig, aggesiv oder total Àngstlich sind/werden..

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