Pause vom Wunschkind

Hallo liebe Mitglieder,

Meine Tochter ist nun 5 Monate alt und eigentlich eher pflegeleicht. Ich liebe sie sehr und bin auch sehr glücklich das sie bei uns ist. Mein Mann kümmert sich auch ganz gut um unser Baby, aber unsere kleine ist doch sehr auf mich fixiert. Vielleicht durch stillen, ich weiß es nicht so recht.

Sobald ich aus dem Zimmer gehe wird sie unruhig und fängt ein paar Minuten später an zu weinen. Das ist auch in Ordnung, ich verbringe ja auch die meiste Zeit mit ihr. Der Papa kann da nicht viel helfen. wenn ich nicht wiederkomme wird sie ganz hysterisch.

Aber jetzt nach 5 Monaten brauche ich mal 2 Stunden für mich. Ich merke das ich ausgebrannt bin, lustlos, genervt und mich vom Baby etwas zurückziehe. Und das macht mich traurig, dass ich gerade so empfinde. Mein Baby kann ja nichts dafür. Aber mir fällt es gerade schwer, ihr die 100% liebe und Aufmerksamkeit zu geben die sie verdient- und die ich ja auch sonst immer für sie aufbringe.

Jetzt könnte man natürlich sagen, lass den Papa doch einfach aufpassen und geh in die Sauna oder spazieren oder sonst was. Aber ich kann nicht. Ich habe ein total schlechtes Gewissen und kann es nicht übers Herz bringen sie zu verlassen. Ich weiß das sie komplett hysterisch weinen würde bis ich wieder da bin. Ich könnte garnicht abschalten weil ich dieses Bild andauernd im Kopf hätte. aber andererseits brauche diesen Abstand einfach. Aber schon allein der Gedanke an diese für mein Baby schlimme Situation stresst mich so enorm. Ich hab auch Angst, das sie da irgend einen Bindungsschaden oder sonst was davonträgt.

Ist es schlimm wenn ich sie einfach so zurück lasse, obwohl ich die einzige Person bin die sie beruhigen kann? Und das sie 2 Stunden hysterische durchschreit wenn ich weg bin? Kann man das einem so kleinen Baby zumuten?

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Trau dem Papa mal zu, wahrscheinlich bekommt er euer Kind auch beruhigt wenn Du nicht da bist. Du lässt es ja nicht alleine, sondern beim Vater, davon bekommen es bestimmt keinen Bindungsschaden.

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Wir haben es schon ein paar mal ausprobiert. Ich bin dann ins Schlafzimmer und sie hat wirklich so schlimm geweint. Solange bis sie nur noch geschlurzt und gezittert hat. Dann ist mein Mann zu mir gekommen und sie ist eingeschlafen. Das war so grauenhaft

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Nummer 2 war auch sehr anhänglich die ersten Monate. Aber bei uns hat es irgendwie einen Unterschied gemacht ob ich mich im Schlafzimmer ‘versteckt’ habe (ging gar nicht, Katastrophe, Weltuntergang) oder ob ich die Wohnung verlassen habe. Bei letzterem war ganz kurz Geheule und dann war aber gut. es war auch nie ein Problem wenn mein Mann oder die Großeltern mit ihm - ohne mich - aus der Wohnung gehen. Aber irgendwie hat er das gerochen/ gespürt/ was auch immer, wenn ich doch noch in der Wohnung war. Daher mein Rat, einfach mal ausprobieren! Für den Anfang einfach mal mit nem Buch in ein Cafe ums Eck setzen oder ne Runde Laufen gehen. Tut auch beides gut. Wenn’s wirklich gar nicht geht, kannst du ja wieder nach Hause kommen.

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Babys und Kinder haben ganz empfindsame Apürnasen für die Empfindungen von uns Erwachsenen. Soll heißen, deine Kleine Maus spürt es ganz genau wenn du dich mit schlechtem Gewissen von ihr entfernst und das kann das anschließende Schreien begünstigen. Hab Vertrauen in deinem Mann! So schwer das auch sein mag, aber je gelassener du mit der Situation umgehst, umso einfacher machst du es deinen Baby und damit auch deinem Mann wenn sie dann für sich sind. Du kannst deiner kleinen erzählen dass jetzt der Papa mit ihr spielt und dass das ganz toll wird und dann küsst du sie und verabschiedest dich und gehst dann auch wirklich. Es gibt nichts schlimmeres für die Kleinen als Mamas, die gar nicht gehen wollen und die Verabschiedung in die Länge ziehen. Das macht den Schmerz der Kleinen nur größer. Du könntest zum Beispiel mit deinem Mann vereinbaren dass er dir ein Bild schickt wenn sie sich beruhigt hat. So musst du nicht zwei Stunden mit dem Gefühl ausharren dass sie schreit und es ihr nicht gut geht. Wer weiß, vielleicht wirst du ja überrascht und nach zehn Minuten kommt die rettende Nachricht. Dann kannst du die restliche Zeit wirklich entspannen.

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Beginne doch nicht gleich mit 2h sondern mal 30min Kaffee bei der Nachbarin oder ein kleiner Spaziergang.
Oder schick deinen Mann mit Baby zum Spazieren gehen und nimm ein Bad oder schau deine Lkeblingsserie. Bei uns klappt das super und mein Mann hat so Papazeit die er sehr geniest.
Hab kein schlechtes Gewissen, aber versuche deine Kleine daran zu gewöhnen.

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Wir haben natürlich mit 30 Minuten angefangen. Aber es endete immer auf die gleiche Weise. Die kleine war fix und fertig. Mein Mann ist ein sehr geduldiger und liebevoller Mensch, aber das konnte er auch nicht mit ansehen

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Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst und würde es ganz ehrlich wahrscheinlich auch nicht übers Herz bringen weg zu gehen.
Vielleicht versuchst du für den Anfang einfach mal dir etwas Gutes zu tun in der Zeit wo sie schläft, vielleicht hilft das etwas deine Akkus wieder aufzuladen.
Und in ein paar Wochen oder Monaten sieht die Situation ja eventuell schon wieder ganz anders aus, vielleicht ist deine kleine Maus jetzt einfach noch nicht soweit 🍀🍀🍀

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Ich frage mich auch, ob wir vielleicht was falsch gemacht haben. Ob ich zu sehr an ihr geklammert hab und sie deswegen jetzt nicht so gerne bei Papa bleibt. Aber mein Mann hatte 2 Monate elternzeit. Und sie liebt ihn so sehr und lacht so viel mit ihm. Aber sobald ich nicht mehr dabei bin wird sie unruhig. Will ja auch nicht das das noch schlimmer wird

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Hallo,

Ich kann sie beruhigen. Es ist nur eine Phase. Unsere Maus hatte das auch vor ein paar Wochen. Ich wollte eigentlich ende August ins Phantasialand gefahren sein. Alleine. Ging aber nicht weil unsere Maus genauso hysterisch reagiert hat. Wir haben angefangen es zu trainieren. Mal alleine einkaufen, mal ein kleiner Spaziergang. Alles ohne Mausi. Nach 2 Wochen konnte ich schon Freitags abends ohne Zwerg zur Probe. Und Am 30.09 konnte ich mit meiner Schwester einen tollen Tag alleine im Phantasialand verbringen. Papa hat zu Hause alles prima mit den 3 Zwergen gewuppt. Trauen Sie Ihrem Mann mehr zu. Geben sie ihm die Change Papa zu sein. Dazu gehört es nunmal auch ein quängelndes Kind umsorgen. Müssen wir Mamas schließlich auch. Ohne wenn und aber.

Lg

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Hallo

Vllt fangt ihr damit an, dass der Papa zb mit eurem Baby alleine badet und danach Bettfertig macht. Das wären für den Anfang ja vllt auch schon mal 30min Luft und sie ist abgelenkt.

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Also unsere Motte war von anfang an auch immer bei Papa, auch allein. Halt in den Stillpausen. Sie liebt ihren Papa und mag den fast lieber als mich, obwohl ich zu Hause bin UND stille 😂 soviel dazu.

Ich würde auch sagen, Probier es einfach aus. Wenn sie mal 2 Stunden weint (und sie ist ja nicht alleine), dann nimmt sie keinen Schaden davon und dann probiert ihr es wann anders noch mal. Aber ich denke, papa wird sie früher oder später auch beruhigen können, grade wenn sie merkt, du bist einfach nicht im Haus :)