Regulationsstörung- wann lernt sie es sich selbst zu beruhigen?

Hallo Zusammen.
Ich würde gerne eure Erfahrungen hören bzw vielleicht auch einfach Mamas finden, deren Babys auch unter Regulationsstörungen leiden..
Meine Kleine ist jetzt 12 Wochen alt. Seit der 8 Woche fing es mit dem abendlichen Schreien an, bis sie dann irgendwann eingeschlafen war.
Da habe ich schon gemerkt, dass sie mehr weint wenn wir an dem Tag zB Besuch hatten oder viel unterwegs waren. Tagsüber war sie zwar auch nicht das entspannteste Baby aber hat nicht viel und vor allem nicht lange und nicht so hysterisch geweint. Seit knapp 2 Wochen ist sie zwar viel aufmerksamer und wacher, braucht aber (und das musste ich erstmal heraus finden) viel Ruhe und tagsüber alle 1 bis 1 1/2 stunden ein Schläfchen. Das geht seit zwei Tagen (wenn ich die Signale schnell genug deute) auch super in der Federwiege. Mittags nach dem stillen auch meisten im Bettchen mit bzw neben mir. In der Trage geht es auch (kinderwagen hasst sie) allerdings oft erst nach Schreierei (egal ob ich wach oder müde los gehe) .. aber egal wo und wie, sie lässt meist nicht länger als 30 Minuten. Und so zieht es sich durch den Tag..
Laut Hebamme eine Regulationsstörung..
Kennt ihr das? Hattet ihr das auch und wie lange hat es bei euch gedauert bzw was habt ihr gemacht?
Ich gehe seit einer Woche auch quasi nicht mehr raus (außer zwei mal eine halbe Stunde mit Trage und Hund) und habe auch außer Oma keinen besuch.

Ich freue mich von euch zu lesen <3

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Hallo,
Ich glaube einfach, dass viele hier, damit meine ich nicht die TE, wir wissen nicht, wie belastend die Situation bei euch zuhause ist, etwas gravierendes verwechseln, ein "normales Baby" (bitte " beachten), was sich natürlich auch nicht alleine beruhigen kann und alleine wie wir Erwachsenen im Bett einschlafen und ein echtes Schreibaby, heute Regulationsstörung genannt. Ein echtes Schreibaby lässt sich nämlich nicht so einfach beruhigen, weil man mal bei einem Ostheopathen war, eine Federwiege hat, die Fönapp anmacht usw. Was es übrigens alles in der Urzeit nicht gab. Ja, und es gibt auch Schreibabies, die nicht in die Manduca, Didymos etc. Hinein möchten. Was ich damit sagen möchte, es gibt diese Regulationsstörungen, und wer das hier als Schwachsinn tituliert, hat noch nie eine solch belastende Situation erlebt und sollte dafür dankbar sein. Einen wunderschönen Abend allen noch.

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Hi, meine große hat(te) eine Regulationsstörung. Sie ist jetzt 2,5 und man merkt es heute noch oft. Im ersten Jahr waren die ersten 6 Monate richtig heftig dann wurde es langsam leichter.
Ich habe irgendwann nicht mehr so viel Rücksicht genommen weil die Isolation mich depressiv gestimmt hat und dass die Situation ja nicht nicht verbessert. Kinderwagen ging bei uns nach ner Weile. Habe sie im Wagen mit nem Handtuch begrenzt und Strecken langsam erweitert.

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Der Text könnte meine Hummel beschreiben. Sie hatte/hat eine Regulationsstörung und ist hochsensibel, heißt sie reagiert extrem auf Geräusche und Stimmungen, alles macht ihr Angst. Bei uns wurde es mit 5,5 Monaten besser, obwohl wir auch jetzt noch schlechte Tage haben. Sie ist jetzt 7 Monate alt und fährt seit 1,5 Monaten wieder gern im Kinderwagen. Vorher hab ich mich quasi Zuhause eingesperrt und mich nur mit der Trage kurz mit ihr rausgetraut (zum einkaufen gehen o.ä.). Bei uns hat ein streng durchstrukturierter Tagesablauf geholfen. Ich habe tatsächlich Buch geführt über Schlaf- und Essenzeiten. Ein super Tipp aus dem Buch "Mein Schreibaby".
Ich glaube bei uns war der Knackpunkt, dass sie irgendwann Vertrauen in mich und meine Planung gefasst hat. Dass Mama genau weiß was sie braucht. Das hat zuerst dazu geführt, dass sie sich nur von mir beruhigen, füttern, wickeln etc. ließ. Mittlerweile darf Papa aber auch ran und meine Eltern sind ihr auch nicht mehr so fremd. Seit ein paar Tagen lacht sie sogar Fremde an, die ihr zulächeln. Ich dachte, ich gucke nicht richtig! 😅🤷🏻‍♀️
Wenn du Fragen hast, kannst du mir ruhig schreiben.

Lg, babyelf mit babygirl (7 Monate)

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Hallo,

ich möchte dir nicht zu nahe treten und es geht mich auch nichts an, aber findest du es nicht sonderbar, bei einem 7 Monate alten Baby von hochsensibel zu sprechen?
Soweit ich informiert bin, ist "hochsensibel" zum einen gar nicht wissenschaftlich anerkannt, zum anderen kann man viele andere "Auffälligkeiten" (mir fällt kein anderes Wort ein, das soll nicht wertende gemeint sein) wie Autismus oder Hochbegabung erst im Kleinkindalter und darüber hinaus erkennen.

Ich kenne euch nicht, aber aus meiner Erfahrung heraus, bauscht man als Erstlingssmama das Verhalten seines Kindes gerne mal etwas auf. Ist ja auch logisch, alles konzentriert sich eben auf EIN Kind.
Ich denke mir heute im Nachhinein oft, dass meine Tochter wahrscheinlich gar nicht so schwierig war, wie ich es empfunden habe. Ich war unerfahren und habe einfach alles nach ihr ausgerichtet. Wahrscheinlich war das zu viel des Guten.

LG

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Ich kann dir nur zustimmen!! Aus meiner Berufserfahrung sind eher die Eltern sensibel und nicht die Kinder bzw es wird sehr viel auf sie Kinder projiziert..und bei einem 7 Monaten alten Baby von Hochsensibel zu sprechen..mhh..😏
Du hast auch recht ..e wird zu viel nach den Kindern ausgerichtet..natürlich hat meine Baby meine vollste Aufmerksamkeit und ich schaue das ich alle ihre Bedürfnisse befriedige aber ich muss net jeden pups analysieren!

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Meiner Meinung nach ein normales Baby.

Selbst regulieren können sie sich erst mit ca 4 Jahren. Manche Babys brauchen mehr Fremdregulierung, manche weniger.

Meine ist 7 Monate und kann inzwischen einfach mehr Trouble ab. Aber regulieren muss immernoch ich und das ist völlig normal ;)

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...genau das denke ich sich immer, wenn ich was von Babys und Selbstregulation lese.

:)

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😊😊

Ich mag natürlich nicht beurteilen, ob das Baby der TE jetzt eine „Störung“ hat oder nicht. Aber wer Text zumindest würde auch auf meine Motte passen und ich empfand sie trotzdem als ein normales Baby.

Sie ist halt einfach etwas sensibler als andere und kann viele Leute und Lärm (zumindest anfangs) nicht so gut verknuspern. Aber das ist ja auch ok und in einem völlig normalen Rahmen.

Sie war 9 Monate in mir und plötzlich ist sie in einer lauten und bunten Welt. Sie steckt es halt nicht so einfach weg und ich kann’s verstehen.

Aber jetzt ist sie 7 Monate und hat sich so toll gemacht!! :)

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...unser Baby hat zwar keine Regulationsstörung, aber ich hatte sowas als Baby. Man sollte später mal beobachten, ob das Kind hochsensibel ist oder eine Autismusspektrumstörung hat. Kann alles sein...

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Hi,
das ist doch Mist, dass die Hebamme eurem Kind einen solchen Stempel verpasst, das verunsichert Eltern doch nur. Die Kleinen können sich noch lange nicht selbst regulieren, ich denke, dass die, die das können eher die Ausnahme sind.
Du kannst jetzt auf jeden Pups horchen und ihn deuten, dich total einschränken oder du hälst es halt aus, wenn die Kleine etwas aufdreht, weil der Tag trubeliger als sonst war.
Unser Großer war tagsüber auch ein recht bescheidener Schläfer, Kinderwagen ging gar nicht, Tuch sehr gut. Er brauchte in den ersten Monaten immer Körperkontakt, das wurde mit ca. 6 Monaten besser. Mittlerweile ist er 12 und ich würde ihn nicht als besonders empfindlich bezeichnen, das war er aber auch als Kleinkind schon nicht mehr.
Unser Kleiner hatte abends viele Wochen seine Schreizeit, schlief tagsüber aber wesentlich besser als der Große, dafür nachts lange eher bescheiden. Das wurde erst mit einem Jahr besser. Auch er ist nicht sonderlich empfindlich.
Natürlich hatten wir hier mit beiden Remmidemmi, wenn wir unterwegs waren, aber das ist doch ganz normal und keine Störung.

vlg tina

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Ganz ehrlich? Das ist doch Schwachsinn sein Baby als zu sensibel zu beschreiben. Dein Baby hat ganz normale Bedürfnisse nach Nähe und Fürsorge und zeigt das auch. Deswegen ist es noch lange nicht zu sensibel. Sich selbst regulieren? Das schaffen die meisten Erwachsenen noch nicht mal. Wie viele sind super mürrisch nur weil sie Hunger haben. Ich kenne es von mir dass ich viel sensibler bin wenn ich einfach schlecht geschlafen habe. Das wird bei Babys nicht anders sein, nur dass diese sich absolut noch nicht selbst regulieren können geschweige denn müssen. Bitte verlang nicht von deinem Baby solche Fertigkeiten. Das kann ein Baby nicht leisten.

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Nichts für ungut, aber ich finde es extrem unsensibel jemanden, der eventuell verzweifelt ist und einfach nur Rat sucht oder nach Erfahrungen von anderen fragt, die Worte "das ist doch Schwachsinn" entgegenzupfeffern.

Das Wort "Regulationsstörung" (oder früher "Schreibaby") hat sich die TE ja nicht selbst ausgedacht. Es heißt nun mal so. Wenn eine Mutti schreibt "mein Baby hat Koliken" würde ja auch keiner auf die Idee kommen, dies anzuzweifeln. Es mag sein, dass viele mit ihrem ersten Kind mehr gefordert sind, als sie sich ursprünglich vorgestellt haben und dann vorschnell sagen, dass sie ein Baby mit Regulationsstörungen haben. Aber ich würde doch nie auf die Idee kommen, ohne die genauen Umstände zu kennen, jemanden zu sagen, dass es überhaupt nicht stimmen kann oder es gar als Schwachsinn titulieren?!

Wir haben im übrigen auch so einen Kandidaten daheim. Die Kinderärztin hat uns zur Regulationssprechstunde überwiesen. Es ist unser erstes Kind. Sicherlich alles Schwachsinn...

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Hallo,

Unsere Maus ist jetzt 8 Wochen als und hat abendliche Schrei Phasen ab der zweiten Woche. Quasi seitdem wir aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen sind.
Seit ein paar Tagen haben wir das Gefühl, dass es besser wird. Zumindest werden die schreiphasen kürzer, sie lässt sich besser beruhigen (meistens nur durch rumlaufen im Fliegergriff, aber immerhin funktioniert das meistens). Gestern haben wir die ganze Zeit gewartet, dass sie anfängt zu weinen, aber hat sie nicht. 😁👍🏻
Wir waren allerdings letzte Woche beim osteopathen. Der hat sie im Nacken korrigiert. Ist jetzt schwer zu sagen, ob es auch daran liegt, dass sie weniger schreit. Es wurde dadurch jedenfalls nicht schlagartig besser, so wie manche berichten.
Ich hatte auch den Eindruck, dass es schlimmer ist, wenn wir viel unterwegs waren. Aber das kann man sich ja denken. Es ist einfach eine Reizüberflutung. Ich versuche jetzt auch immer die am späten Nachmittag frühst möglich zu beruhigen, wenn sie quengelig wird. Sodass sie sich möglichst gar nicht in Rage kommt.
Ansonsten trage ich sie nämlich tagsüber nicht dauernd durch die Gegend, auch nicht wenn sie wach ist. Seit ca 2 Wochen ist sie auch deutlich wacher und liegt manchmal wach aber zufrieden im Laufgitter und guckt in die Gegend. Manchmal schläft sie dann von alleine wieder kurz ein, keine Ahnung wie lange. Mit greiflingen und Stofftieren usw kann sie aber noch nichts anfangen.
Wenn sie quengelig ist, nehme ich sie raus.
Ich lasse sie einfach machen, was sie braucht. Wenn sie zufrieden rumliegt, ist es okay. Wenn ihr langweilig ist, trage ich sie rum, wenn sie schlafen will, kann sie, wenn sie Hunger hat, bekommt sie. Ich schaue da nicht mehr auf die Uhr. Das braucht man im ersten halben Jahr definitiv nicht, sagt meine Hebamme. 🙂
Ach ja, bezüglich der Reizüberflutung: ich mache einfach weniger Termine und packe die Wochen nicht so voll. Wenn eine Freundin zum Kaffeetrinken kommt, lasse ich sie im Wohnzimmer im Laufgitter liegen, solange sie zufrieden ist. Wenn’s geht, lasse ich die Leute hier her kommen, dann ist es weniger Action. Beim einkaufen kann ich sie zum Glück häufig zu Hause lassen. Schwiegermutter wohnt nebenan und bekommt dann das Babyphone in die Hand gedrückt. Vielleicht kannst du manche Sachen erledigen, wenn dein Mann zu Hause ist?

... ganz schön lang geworden 🙈

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Ich muss noch mal kurz was sagen:
Ich verstehe die TE gar nicht so, dass sie vom Kind „verlangt“ sich selbst zu regulieren.
Man nennt diese Schreiphasen neunmal „Regulationsstörung“ und sie hat einfach nur gefragt was wir so machen. Klar macht man irgendwas und versucht diese Schreierei irgendwie zu vermeiden oder zu verkürzen. Für seine eigenen Nerven und für die des Kindes.
Letztendlich muss man da einfach durch und gestaltet es sich so gut wie möglich. Oder nicht?