Baby überfüttert?

Guten Morgen zusammen,

vor einigen Tagen hatte ich hier geschrieben, dass sich mein Baby schwallartig in unregelmäßigen Abständen erbricht.
Vielen Dank da nochmal für eure zahlreichen Antworten!

Ich war gestern bei einer anderen Ärztin mit der Diagnose, dass ich mein Kind überfüttere. Ich soll ihn nicht mehr nach Bedarf stillen, sondern alle vier Stunden.

Meine Hebamme ist daraufhin an die Decke gesprungen, meinte, man kann ein Kind mit Mumi absolut nicht überfüttern und ich solle weiter nach Bedarf stillen..

Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite habe ich mein Kind in letzter Zeit echt häufig gestillt, aber er war auch erkältet und suchte ständig nach der Brust. Auf der anderen Seite war gestern und diese Nacht auch der Horror. Er hat so viel geweint, weil er nicht an die Brust durfte. Ich weiß, Babys suchen an der Brust auch viel Nähe, die versuchen wir, ihm anders zu geben (Tragetuch, viel auf uns drauf liegen). Aber sein sehr ausgeprägtes Saugverhalten wird dadurch auch nicht befriedigt. Einen Schnuller nimmt er nicht...

Habt ihr damit vielleicht Erfahrungen? Ich habe ein so schlechtes Gewissen, weil ich ihn die Brust verwehren, möchte aber auch nicht, dass er sich weiterhin übergibt...

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Ich habe so wohl meinen großen als auch die kleine immer nach Bedarf gestillt und das seeeeehr häufig. Beide haben nie erbrochen oder gespuckt. Ich könnte mir einzig vorstellen, dass bei dir vielleicht zu viel Milch kommt (ich habe eher das gegenteilige Problem). Aber das kann ja auch deine Hebamme besser beurteilen. Ansonsten weiß ich auch nur, dass man beim stillen nicht überfüttert, ein 4 Stunden Rhythmus u U das stillen gefährdet, weil weniger Milch „angefordert“ wird und dass es einfach Spuckkinder gibt. Babys lernen auch einfach zu nuckeln, ohne Milch zu saugen.
Was sagt denn deine Hebamme? Sieht sie ein Problem? Macht das Baby sonst einen guten Eindruck?
Wir waren mit dem Neugeborenen über eine Woche im Krankenhaus und ich fand so einen starren Rhythmus Stress pur. Das ist nicht intuitiv und Babys kennen doch noch keine Uhr.
Alles Gute für euch!

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Meine Hebamme hatte mir die Ärztin sogar empfohlen, weil das Erbrechen in ihren Augen nicht normal ist (es ist wirklich ein Erbrechen und kein Spucken) und sie so einen Fall in 20 Jahren auch noch nie hatte. Ich halte diesen Rhythmus eigentlich auch für Quatsch, habe aber bei jedem Stillen Sorge,dass er sich wieder übergeben muss...

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Hallo,


Sowohl mit Muttermilch als auch mit Pre kann man das Baby nicht überfuttern.

Für mich gibt es nur füttern nach Bedarf. Alles andere ist für mich Quälerei des Babies. Babies holen sich was sie brauchen. Unsere hat immer unters hiedlich getrunken. Ich kenne niemanden der nach Zeit gestillt oder Pre gefüttert hat.

Ein Beispiel von unserer Tochter 8 Monate alt. Über mehrere Wochen hat sie 4 Flaschen und zwei Mal Brei am Tag bekommen. In den letzten paar Tagen trinkt die 1-2 Flächen Pre zusätzlich. Gemerkt haben wir es weil sie ihre Hungeranzeichen gezeigt hat ubd gequängelt hat.

LG Morgain

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Das gab es für mich halt auch immer, jetzt habe ich bei jedem stillen die Sorge, dass er sich übergeben muss. Er würgt halt richtig und ich halte ihn teilweise übers Klo zum erbrechen.
Bin einfach hin und hergerissen, weil ich eigentlich auch nach Bedarf stillen möchte.

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Das sollte richtig untersucht werden, es klingt nach viel mehr als nur Überfütterung.

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Also dein Kinderarzt ist ja von der ganz feinen Sorte. Das ist Blödsinn. Man kann ein Baby nicht überfüttern. Wenn das Baby Hunger hat wird es trinken. Und dann sollte man es auch trinken lassen. Das Baby nicht an die Brust zu lassen heißt für mich es hungern zu lassen. Meine Tochter spuckt auch viel. Oft auch in Schwall das kommt dann richtig rausgesprudelt mit Magensäure etc. Es stinkt ziemlich danach. Es gibt halt Babys, bei denen ist das stärker. Alles was man machen kann ist möglichst immer Bäuerchen zu machen. Und sie nach dem Trinken mit dem Kopf nach oben zu tragen. Und natürlich viele Spucktücher bereithalten. Und mit 4 Monaten einfach Mal mit dem ein oder anderen Löffelchen Beiskost anzufangen. Wenn es festeres in Magen landet ist das Spucken oder Erbrechen bald kein Problem mehr. Solange heißt es halt durchhalten und das Baby nicht zusätzlich zu stressen dadurch, dass man ihm die Nahrung verweigert.

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Es stresst uns beide halt total. Ihn, weil er nicht mehr zu jeder Sekunde an die Brust kann, mich, weil ich bei jedem stillen Angst habe, dass ich ihn gleich wieder übers Klo hängen muss, damit er bricht.

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Ich würde an Deiner Stelle zumindest versuchen die Abstände zu vergrößern. Mein kleiner würde auch am liebsten ständig an der Brust sein, der ist allerdings auch erst 6 Tage alt. Meine Hebamme hat mir dazu geraten 2h Abstände zu versuchen. Das klappt meist ganz gut! Natürlich lege ich ihn auch mal etwas früher an wenn er deutlich Hunger zeigt oder lass ihn länger schlafen wenn er pennt, also die 2h sind ja nicht komplett starr. Aber wenn er meint nach 30min wieder an die Brust zu wollen (vielleicht einfach nur weil die Mama so gut nach Essen riecht?), dann versuche ich schon, ihn etwas zu strecken. Er nimmt glücklicherweise den Schnuller.

Von ständig Stillen auf alle 4h ist schon hart, aber erstmal vielleicht 2h und dann langsam steigern würde ich, da der Kinderarzt dazu geraten hat, ausprobieren. Die Spuckerei ist ja so auch kein Zustand und für den kleinen sicher auch nicht angenehm.
Von den Phrasen, man könne nicht überfüttern usw, würde ich mich nicht verrückt machen lassen. Der Magen Deines Kindes hat eine gewisse Größe und wenn er voll ist, ist er voll, und wenn er mehr trinkt kommt es wieder raus! Manche Kinder passen halt nicht ins Schema F, da muss man dann andere Wege gehen!
Ich wünsche Dir alles Gute!

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Ich befürchte einfach auch, dass er dann wirklich voll ist. Wo soll die ganze Milch dann auch hin? Meist kommt sie halt oben raus. Aber er lässt sich auch durch nichts anderes beruhigen (Tragetuch, trage, Kinderwagen, spazieren, spielen, kuscheln, Ball, Wiege, etc. P.p.) und brüllt dann stundenlang, bis die Brust kommt. Danach ist er wieder das glücklichste Baby der Welt. Außer er bricht dann wieder.

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Huhu:)

Ich arbeite auf einer frühchen- und kranke neugeborenen station.

Wie alt ist denn dein kleiner? Bei sehr starkem Erbrechen habe ich immer eine pylorusstenose im Hinterkopf. Hat die Ärztin einen Ultraschall vom Bauch gemacht?

Bei uns auf station werden die Kinder im 2 oder 3 oder 4 Stunden Rhythmus gefüttert. Wenn dann allerdings die Mama mit im rooming in Zimmer wohnt, das Kind kurz vor der Entlassung steht, dann gehen wir auch auf stillen oder füttern nach Bedarf.

Liebe Grüße

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Drei Monate, Ultraschall wurde gemacht und alles organische ausgeschlossen. Och man ey, ich war immer so froh, dass das mit dem stillen so gut klappt und jetzt das 😥

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Ok, das ist gut zu wissen, das organisch alles gut ist.

Hast du denn viel Milch?
Hast du schon mal was von bergaufstillen gehört? Vielleicht kommt zu viel milch raus beim stillen?

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Mir ist eben noch was eingefallen! Habt ihr auch ne Kuhmilchallergie ausgeschlossen? Erbrechen kann ein Symptom davon sein. Kuhmilchallergie ist grundsätzlich auch bei vollgestillten Kindern möglich. Wenn es noch nicht ausgeschlossen wurde, würde ich an deiner Stelle Mal versuchen ein paar Tage auf Milchprodukte zu verzichten. Wenn es dann besser wird kannst du mit dem Wissen nochmal zum Arzt.

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Das ist ein guter Tipp, werde ich ausprobieren, danke!

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Bitte füttere nach Bedarf! Deine Hebamme hat recht!

Dieses schwallartige Übergeben hatten wir auch und es verschwand von ganz alleine. ;) obwohl ich IMMER nach Bedarf stille ;)

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Mein großer hing fast durchgehend an der Brust. Er war ein Cluster baby, er hat die ganze Zeit getrunken. Als er 5 Monate alt war habe ich noch zusätzlich eine Flasche gegeben, damit ich mal 30 Minuten für mich hatte, und meine Brustwarzen mal Ruhe hatten.
Aber überfüttern durch Muttermilch hab ich noch nie gehört. Und er war echt nur am trinken. Er kam mit 2,5 Kilo auf Die Welt, und hatte 10 Kilo als er 6 Monate alt war. Also er hat echt nur gegessen 😅😅

hol dir vielleicht noch eine andere Meinung ein. Unser Kinderarzt meinte nämlich auch, dass man mit muttermilch nicht überfüttern kann.

Liebe Grüße

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Das war insgesamt die 4. Meinung 🙈 alle, bis auf die Hebamme, sagten, ich solle weniger stillen. Er hat in 3 Monaten sein Geburtsgewicht verdoppelt und im KH und beide Ärzte meinten, das wären zu schnell.

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Ich würde meinem Kind niemals die Brust verweigern und finde es richtig schlimm das er deshalb weint!!!!!! Wenn er Schwallartug erbricht, was meiner auch oft macht, hätte der Arzt mal besser ein sono gemacht anstatt so dämliche Tipps zu geben. Wäre für mich ein Grund den Arzt zu wechseln. Ein Baby hungern lassen ist Gewalt!!!!!

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Wurde alles gemacht, die Kiä war die 4. Meinung. 3 verschiedene Ärzte sagten, es sei zu viel. Er hätte insgesamt zu viel zugenommen. Darum sollte ich das Stillen runterfahren.

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Ach lass das Baby doch essen bitte. Wenn es mal krabbelt/ läuft, geht das sicher wieder was runter..... Lass dich nicht verrückt machen!!!!
Das Kind nimmt sich was es braucht und wenn es mal richtig krank wird, kann man froh sein wenn es mehr auf den rippen hat...... ☘️