Nicht wichtig fürs Baby

Hi, ich schreibe hier weil ich echt traurig bin. Auch wenn viele das für Blödsinn halten werden.
Unser Sohn ist 10,5 Monate alt und ich habe das Gefühl er bevorzugt seinen Papa bzw ich bedeute ihm kaum etwas. Wenn Papa nach Hause kommt, freut er sich total, egal wie lange er weg war und krabbelt hin. Bei mir juckt es ihn kaum. Wenn er aufgrund von Schmerzen schreit, kann der Papa ihn oft schneller beruhigen. Mit Papa scheint er schöner zu spielen und zufriedener zu sein. Mittlerweile kann Papa ihn auch zum Einschlafen bringen. Auch wenn er krank ist, will er nicht primär zu mir. D h. Also dass ich abgesehen vom gelegentlichen Stillen, meinem Mann nichts voraus habe. Das macht mich traurig, weil Babys doch angeblich so an ihren Mamas hängen und sie bevorzugen. Überall lese und höre ich nur von Babys, die zur Mama wollen.
Wieso ist meiner nicht so? Was mache ich falsch?

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Was machst du falsch? Was ist dass denn für eine Frage? Fändest du es etwa gerecht, wenn dein Kind dich bevorzugt?
Ich bin sehr froh, dass meine Söhne einen so tollen Draht zu Papa haben, mein großer hing phasenweise sehr an Papa, es schwenkt immer hin und her. Am schönsten ist es, wenn es ausgeglichen ist.

Im übrigen bist du für dein Kind immer da, er versteht dich als Verlängerung seiner selbst - übrigens auch der Grund, warum ein Kind sich bei der hauptbezugsperson hemmungslos so benimmt, wie es dem Kind in den Sinn kommt, im positiven, wie negativem Sinne.
Papa ist nicht immer verfügbar, klar ist er da etwas besonderes.

Ich würde dir empfehlen, diese Gefühle abzulegen - Eifersucht ist nicht gesund und an dieser Stelle nicht angebracht. Euer Kind liebt euch beide bedingungslos und genau das sollten Mama und Papa auch zurückgeben, bedingungslose Liebe. Freu dich, dass sich dein Krümel so sehr auf Papa freut und die beiden so toll zurecht kommen.

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Kann mich Menzel nur anschließen. Ist hier auch so, wenn Papa da ist, bin ich abgeschrieben. Ich finde das toll, denn so kann ich abends auch mal ausgehen und weiß das zu Hause alles läuft, weil die Kinder nicht nur auf mich fixiert sind.

Ich will meinem Mann gegenüber auch nichts voraus haben. Es ist schön das wir gleichauf sind.

Weißt du wie viele Frauen verzweifelt sind, weil das Kind so auf Mama fixiert ist? Die würden sich das wünschen, dass der Papa auch mal übernehmen kann.

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Ich meine fenzel, blöde autokorrektur

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Huhu und lass dich mal von der Ferne drücken😊

Ich kann dich schon verstehen.
Man hat eben Bilder und Vorstellungen im Kopf, wie es dann laufen wird und wen es nicht so läuft...blöd

Du kannst mega stolz und sehr froh auf eure Familie sein.
Dein Kind scheint sich, bei beiden sehr wohl zu fühlen, bei dir und deinem Mann.

Fühl dich nicht schlecht, dein Gefühl wird sich legen.

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Du hast garnichts falsch gemacht! Dein Kind hat eine gute Bindung zu dir, kann sich voll auf dich verlassen. Es weiß, dass du immer da bist und kann ganz entspannt seine Umwelt entdecken.
Und der Papa hat wohl auch alles richtig gemacht, wenn er eine so gute Bindung zu eurem Kind hat und es ihm so sehr vertraut.
Jackpot!
Versuch es positiv zu sehen und es zu genießen. So kannst du ebenfalls ganz entspannt deine Umwelt entdecken und mal wieder raus gehen. Etwas für dich machen. Ohne dir Gedanken machen zu müssen, ob zu Hause alles läuft.
Ihr seid ein tolles Team! Da kannst du stolz sein!

Alles Gute 🍀

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Hallo.

Falsch machst du garnichts.

Es ist nur eine Phase. Kinder bevorzugen oft nur einen Partner. Das reativiert sich.

oft ist es die Mutter, stimmt. Liegt aber auch einfach daran das es meisst die Mütter sind, die den ganzen Tag mit Baby zusammen sind, alleine. Bei jedem Mucks aufstehen und auch nachts am Bettchen stehen.
während der Papa den ganzen Tag auf Arbeit ist und nur am abend sein kind "kurz" sieht. Mütter halten ihren partner oft "den Rücken frei" was auch immer DAS bedeuten mag

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Red keinen Quatsch und sei froh, dass die Bindung zum Papa so gut ist. Freu dich mit für deinen Mann.
Die Mama ist und bleibt eh lang die Nr. 1.
Dich sieht er dich den ganzen Tag...

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Bei uns ist das immer phasenweise. Mal ist Papa der große Held, dann geht wieder nix ohne Mama. In dem Alter das du schreibst hatten wir auch eine extreme Papa-Phase. Er hat den ganzen Tag geweint und wenn Papa heim kam ging die Sonne auf. Da kam ich mir ehrlich gesagt auch oft blöd und überflüssig vor 🙈 Jetzt mit fast 13 Monaten darf Papa ihn plötzlich manchmal kaum ansehen fängt er schon an zu weinen. Ist er mit ihm alleine weint er so lange bis ich wiederkomme. Mein Mann trauert der Papa-Phase hinterher, ich auch. Da ist man wenigstens etwas entlastet am Abend! Freu dich über die freien Minuten in denen dein Kind zufrieden mit Papa spielt und du die Füße hochlegen kannst, denn die nächste anstrengende Nur-Mama-Phase kommt bestimmt 😉

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Wie kommst du drauf dass du unwichtiger bist?

Kann das sein, dass das in deinem Leben passiert ist? Also dass jemand deine Wertschätzung anhand deines Verhaltens beurteilt hat? Meistens machen das die Menschen, die das selbst als Kind mal erfahren durften, was ich einfach nur traurig finde. Also allein am Verhalten auszumachen wieviel man den Gegenüber wert ist und sich darauf Einbilden weniger Wert für den Menschen zu sein oder davon Abhängig zu sein die allerwichtigste Person auf der Welt zu sein. Aufmerksamkeit mit Liebe zu verwechseln.

Es gibt eben Menschen, die sich besser verstehen. Das heißt aber nicht dass sie sich mehr mögen. Nur eben, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben.

Das ist menschlich und normal. Man hat ja auch seine Menschen mit denen man besser reden kann, mit dem nächsten besser Sport machen kann etc. aber die sind einem dadurch nicht gleich wichtiger, als andere. Das kann schon bei fremden passieren, dass man auf Anhieb auf einer Wellenlänge ist und über Gott und die Welt reden kann. Und gleichzeitig kann man das mit dem eigenen Mann nicht.

Und vor allem bei Kindern merkt man, dass sie nicht die Menschen Stufen. Die mögen alle gleich. Mit dem einen können sie besser spielen, der andere verwöhnt viel besser und der nächste ist am besten zum trösten. Aber alle sind ihnen gleich wichtig und sie lieben alle gleich viel. Da differenzieren sie nicht

Zudem gibts eben Kinder die sind nicht Mama-Anhänglich. Der Vorurteil, dass Babys von Anfang an die ersten Jahre NUR die Mama bevorzugen kommt von Müttern, die das glauben. Und aus diversen "Ratgeber" und "Experten".

Kinder kommen mit Charakter auf die Welt. Es gibt Mama-Kinder, Papa-Kinder, sogar Opa-/Oma-Kinder. (Ich hab 3 Kinder. Ich spreche da aus Erfahrung) Das bestimmst nicht du und es ist nichts was ein Erwachsener persönlich nehmen sollte. Sie verstehen sich eben am besten. Das ist alles.

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Wenn Du anfängst, Dir das zu Herzen zu nehmen, hast Du noch viele schwierige Zeiten vor Dir - vollkommen unnötigerweise. Sei froh, dass Dein Baby nicht nur an Deinem Hals hängt sondern auch vom Papa beruhigt werden kann. Ich habe hier schon Dutzende Jammerpostings gelesen, in denen die Mütter komplett überfordert waren, weil ihr Baby keinen zweiten Menschen akzeptiert und sie nicht mal alleine aufs Klo können.
Meine Enkelin ist auch ein Papakind, auch wenn sie ihre Mama wirklich sehr liebt. Leonie hatte sogar Phasen, an denen sie fast nur mir am Halse hing und selbst Papa und Mama zweitrangig waren. Das geht aber alles vorbei. Sie ist jetzt 13 und diese Phasen gibt's immer noch ;-) Wenn pubertätsbedingt Mama und Papa "doof" sind, kommt sie immer noch zu mir. Ich vermittle dann - und schicke sie wieder heim, wenn sie sich beruhigt hat.:-)
Gottseidank - Hauptsache die Kinder haben immer eine Vertrauensperson. Glaub mir, in der Trotzphase und auch sonst wirst Du noch froh sein, dass Dein Kind auch einen Papa hat, zu dem es geht bzw. der Dir den kleinen Trotzteufel abnimmt ;-)
LG Moni