Unternehmungen mit dem Baby je nach Alter

Hallo ihr Lieben,

wir erwarten unser erstes Kind und ich stelle mir jetzt schon vor, was wir mit dem Kleinen alles unternehmen werden, man will ja auch die Elternzeit gut nutzen :-)
Klar kommt es am allermeisten letztendlich auf den Charakter des Kindes an, was möglich ist und was nicht, aber es gibt ja sicher Empfehlungen ab welchem Alter was prinzipiell geeignet ist.

Zum Beispiel Fahrrad fahren: es gibt ja diese Hängematten für Anhänger, die sind teilweise laut Hersteller ab 1 Monat geeignet (vorausgesetzt man will als Mama nach der Geburt schon wieder aufs Rad).

Und Schwimmbad, geht das sofort? Gibt ja auch Babyschwimmen. Oder an den Badesee.

Längere Autofahrten, kurze Wanderungen, Tierpark, in Urlaub fliegen usw., ab wann habt ihr was unternommen, was könnt ihr empfehlen?

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Als ich frisch Schwanger war, habe ich mir daß auch vorgestellt, was man alles tolles unternehmen kann...
Habe mich im Kaffee sitzend mit Freundinnen treffend, in einer Hand den Cappuccino und mit der anderen Hand den Kinderwagen schaukeln gesehen, tolle Ausflüge mit Picknickdecke usw...
Meine Realität sah dann anders aus, zum einen kam Corona und zum anderen ist es einfach schwierig mit Kind zu planen...
Am Anfang braucht es eigentlich nur Eltern, trinken, schlafen. Ausflüge sind nur für die Erwachsenen etwas und das Kind merkt nicht ob es jetzt im Garten oder 50km weiter mit einer tollen Aussicht irgendwo auf der Decke liegt. Dazu immer der Stress alles einzupacken, den richtigen Zeitpunkt zwischen Mahlzeiten und Schlafenszeiten zu erwischen...
Mittlerweile bin ich lieber zu Hause, denn es ist stressfreier, wenn machen wir am Wochenende mal nen Ausflug, aber auch nur wenn mein Mann dabei ist. Dann ist es einfacher.
Schraube deine Erwartungen etwas runter, sonst fällst du in ein Loch so wie ich, wenn du nach der Geburt erstmal 24h dauerstillend zu Hause hockst...

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Danke für deine Erfahrungen.
Ich sehe das nicht so eng, möchte einfach etwas Inspiration. Nachholen kann man ja alles auch später noch.

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Hallo, ich sehe das anders! Klar ist es stressig, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, aber dafür hockt man eben auch nicht 24 Stunden dauerstillend zu Hause, wie du schreibst, sondern kommt trotz Baby noch raus. Und man kriegt auch Übung, Erfahrung, wie viel Zeit man braucht, was man einpacken muss...und wenn diese Hürden genommen sind, kann man eben auch mit Kind noch Freunde treffen und schöne Sachen erleben. wie du schreibst, dem Baby ist es egal, aber für die Mama vielleicht doch mal schön, Abwechslung zu haben. Und klar ist es und Partner einfache, aber es geht auch allein-und dann ist man unabhängig. ich habe inzwischen drei Kinder und unternehme viel mit ihnen, auch allein. Aus der halben Stunde Vorbereitung beim ersten Kind sind halt jetzt 1,5 Stunden geworden, bis alle fertig sind... Aber man wächst wirklich hinein! An die Fragestellerin: ich würde relativ kurzfristig planen, was du machen willst. probier es aus, lernt dein Baby kennen, schau, wie es mit dem Stillen klappt. Aber meine Erfahrung ist, dass das Kind entspannt ist, wenn die Mama entspannt ist. Aber lass dich nicht entmutigen, deine Pläne umzusetzen. Du musst nur drauf gefasst sein, dass "jetzt" im Satz "Wir gehen jetzt" mit Baby halt 30 Minuten lang ist... Alles Gute und eine schöne Schwangerschaft!

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Hallo,
Es kommt natürlich immer auf das Kind an. Ich habe inzwischen zwei Kinder, nein großer 28 Monate und meine kleine 12 Wochen. Beim ersten Kind haben wir uns zu 100% auf das Baby konzentriert, man konnte den Tag nach dem Schlafrhythmus planen. Beim zweiten jetzt plant man natürlich anders, weil der große ja auch beschäftigt sein soll :) sprich, baby schläft zb auch gern im Tragetuch, was mein großer gehasst hat 🤷‍♀️😁. Unternehmungen wie im Zoo z.b finde ich jetzt erst mit 2 Jahren richtig interessant für meinen großen, jetzt nimmt er alles wahr, bleibt stehen, schaut interessiert und hat Spaß daran, vorher war es eher ein Spaziergang durch den Zoo , wir als Eltern haben es uns gern angesehen, aber der kleine hat es nicht bewusst wahrgenommen.
Ich war z.b als mein Sohn 4 Wochen alt war einmal die Woche in einem Kurs zur Babymassage, das war total schön, als er 6 Monate war fing die Krabbelgruppe an und ich habe mich einmal die Woche mit 4 anderen muttis mit Babys getroffen. Schwimmen waren wir ca als er 4 Monate alt war glaub ich das erste mal. Ansonsten waren wir ganz viel spazieren :)
Alles liebe 🙃🌻

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Ohja an Babymassage habe ich auch schon gedacht, dachte vielleicht auch, dass das mein Mann machen kann, damit er auf jeden Fall auch von Anfang an eine gute Bindung aufbauen kann und keine Angst vorm Anfassen hat.

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Bei meinem großen sind wir direkt nach der Entlassung aus dem KH nach Lettland zu meiner Familie gefahren, das waren 18h Fahrt auf 2 Tage verteilt. Aber mit dem großen damals ging das, alle 4h ne Pause zum stillen und wickeln, und durchgefahren. Dort waren wir dann 3 Wochen, sind weiter nach Schweden zu einem anderen Teil meiner Familie gefahren, haben dort Wanderungen etc gemacht, von dort nach England und dann zurück nach Hause.
Dort waren wir viel in Zoos und Parks, waren spazieren wandern und schwimmen.

Bei meinem kleinen wäre das nie im Leben gegangen. Kinderwagen-geschrei, Auto- Geschrei, trage -geschrei. Wir waren die ersten Wochen fast nur zu Hause.
Jetzt sind die beiden 8 Monate und 2 Jahre alt und so langsam kann man mal richtig was mit beiden unternehmen, weil der kleine auch mitmacht.

Und jetzt gehen wir wieder wandern, bummeln, schwimmen, in den Zoo usw.


Es kommt also wirklich auf das Kind an.

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Hihi, dann hoffe ich ja mal auf ein Kind nach Art deines Großen. Hört sich ja super an. Dann warst du ja aber auch gleich total fit. Hattest du keine "Wochenbettbeschwerden"? Wart ihr auch in der Schwangerschaft oft unterwegs, wandern und sowas?

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Wir waren in der Schwangerschaft nur unterwegs.
Die Geburt ging nur 4h, und ich persönlich fand es recht easy, wenn ich vergleiche hatte ich schon schlimmere Periodenschmerzen.
Dann waren wir 9 Tage im KH, wo ich die ganze Zeit nur am laufen war, mein Sohn auf der neointensiv zur Überwachung (er kam bei 34+6 nach einem treppensturz zur welt) und ich auf der wochenbettstation.

Ich bin da aber auch nicht geduldig genug dafür, mich auszuruhen.

Bei meinem großen war ich viel am machen und am tun, war nie im "stillstand" und es ging mir perfekt.

Bei meinem kleinen hatte ich leichte Verletzungen, eine "horrorgeburt" von genau 24h und habe mich danach zwangsläufig geschont, schon allein weil er so empfindlich war. Das war eine der schlimmsten Zeiten bei mir, ich bin in eine schwere Depression gefallen, weil ich nichts machen konnte und zu Hause "eingesperrt" war.

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Hallo !

Das kommt ganz auf Dein Kind an. Stell Dir das jetzt bitte noch nicht alles so rosarot vor.
Gerade zu den derzeitigen Zeiten ist es schwer was zu machen mit Baby.

Der Vergleich...

Mein Großer ist 2005 geboren. Mit ihm habe ich Babymassage gemacht, Krabbelgruppe etc.

Meine Kleine ist im April 2020 geboren...mitten zu Corona Zeiten.
Es finden keinerlei solcher Kurse bei uns in der Gegend statt.
Das hatte ich mir logischerweise auch schöner vorgestellt während der Elternzeit.

Zoo etc. lohnt in dem Alter nicht. Sie sind so klein, dass sie das kaum wahrnehmen.
Wenn die Kleinen mal sitzen und auch toll aus dem Kinderwagen gucken können ist das natürlich anders.

Warte erstmal ab wie es so wird mit Baby. Sonst bist Du nachher enttäuscht.

Ich möchte Dir das gar nicht negativ reden...aber man kann die Babyzeit auch toll zu Hause genießen und dort spazieren gehen. Ohne großen Aufwand mit Sachen packen, Kinderwagen ins Auto etc.

Ich genieße die kleineren Spaziergänge hier mit Hund über die Felder und Wälder viel mehr als extra wohin zu fahren. Einfach weil ich nicht so viel mitschleppen muss.

Da leider keine Kurse stattfinden treffe ich mich 1-2 mal die Woche mit anderen Mamas aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Zum Glück wohnen wir alle recht nah beieinander.
Vielleicht hast Du da (falls Du einen Kurs gemacht hast) ja auch so nette Kontakte hin.

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Hallo 😄,

mein Junge wird in ein paar Tagen 3 Monate alt und er ist mein erstes Kind.

Ich muss sagen, dass ich die ersten 6 Wochen sehr wenig bis gar nichts mit ihm unternehmen konnte. Er litt die erste Zeit leider stark an Bauchschmerzen, weswegen er viel am Schreien war. Zusätzlich musste ich die ersten 4 Wochen stündlich stillen (nur Nachts nicht). Wir gingen in dieser Zeit eigentlich nur zu meiner Mama, Schwiegermama oder zur besten Freundin. Alles andere wäre nur anstrengend gewesen.

Nach der 6 Woche wurden die Bauchschmerzen meines Sohnes besser und wir fingen langsam an etwas zu unternehmen. Das funktionierte immer besser und wir unternahmen dann immer mehr. Mittlerweile unternehme ich sehr viel und nehme in immer mit:
Mit dem Fahrrad ins Freibad (in der Hängematte - zum ersten Mal mit 8 Wochen), Restaurantbesuche oder Cafebesuche (immer in der Trage), einfache Wanderstrecken (auch immer in der Trage). Am Anfang war es sehr anstrengend, weil man an so viel denken muss und am Anfang vor allem nicht wusste, wie das Kind reagiert. Jetzt geht das alles super und wenn der Kleine mal schlechte Laune hat und sich nicht wieder einkriegt, dann gehe ich halt mit ihm wieder nach Hause (bisher einmal passiert). Ich kann dir nur eine Trage oder ein Tuch ans Herz legen - ohne das könnte ich die Hälfte alle Sachen nicht unternehmen.

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Wie genau läuft das ab mit der Hängematte? Hast du ein Lastenrad? 🤔

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Ich habe einen Croozer und für den habe ich die Baby Hängematte - Google mal nach croozer Hängematte da kommen dann ganz viele Bilder wie die ausschauen.
Am Anfang hatte ich auch bedenken und traute dem Ding nicht recht - aber es funktioniert richt gut und mein Junge schläft meistens während der Fahrt.

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Ich hab mich während der Schwangerschaft auch schon sehr darauf gefreut, was ich alles so mit Baby Unternehmen kann. Leider kam dann Corona und alle Kurse, die ich gerne gemacht hätte (wie bspw. Babyschwimmen, Pekip, Yoga mit Baby, Babymassage) würden gestrichen. Das hat mich zu Beginn ganz schön geschlaucht, aber jetzt im Nachhinein bin ich gar nicht böse darum. Wir hatten eine wunderschöne Zeit zuhause. Klar fehlten mir meine Familie und Freunde aber ich habe es sehr genossen mit meinem Kleinen zuhause zu sein und erstmal eine Routine aufzubauen. Ich neige dazu, viel zu viel zu planen und habe dann doch immer mehr Termine als gut wäre und das hätte mir in der Anfangszeit nicht gut getan. Mittlerweile ist er 5 Monate alt und jetzt Unternehmen wir auch wieder mehr. Wir treffen uns mit Familie und Freunden, gehen auch Abends mal Essen und haben seit ca. 4 Wochen eine Krabbelgruppe im Ort, mit der wir uns 1 Mal in der Woche treffen. Babyschwimmen ist leider noch on hold wegen Corona, klappt dann aber vielleicht Ende des Jahres. Zum Fahrradanhänger kann ich nicht viel sagen (wir sind so gar keine Fahrradfahrer), aber ein paar aus unserem Ort haben einen und da saßen die Babys so ab ca. 4 Monate gut drin.

Alles Gute für deine Rest-Schwangerschaft 🍀

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Hier auf Urbia hat man immer das Gefühl alle Mamis sitzen die ersten 4 Monate dauerstillend zu zweit zu Hause 🙈 Ja klar manche Babies brauchen das aber: Es kommt auch ganz klar auf die Mama an. Mütter und Babies bedingen sich doch sehr.

Mein Partner und ich sind super aktive Leute und wir waren das auch nach der Geburt trotz schreibaby. Meine Tochter ist im Januar geboren. Ja die ersten Wochen waren wir primär zuhause und dann ab 7/8 Wochen kam die kleine mit auf Ausflüge. Wir waren jedes Wochenende in der Pfalz wandern und machen das Immernoch. Die kleine kommt regelmäßig mit zum klettern draußen, das haben wir auch während Corona gemacht (als der Lockdown nicht mehr so streng war).

Dann besuchen wir vor corona einige Woche die Kurse die haben jetzt auch wieder angefangen. Ich mache fit Dank Baby und Pekip.

Jeden Samstag gehen wir gemeinsam klettern oder bouldern.

Du siehst „viel“ Programm, für manche wäre das sicher nichts. Aber wir mögen es so es macht mich zu einer ausgeglichenen mama und mein Kind ist super drauf.

Also es geht sehr wohl, man kann es auch planen. Lass dich nicht verunsichern. Du bekommst ein Baby und musst dich nicht monatelang zuhause einschließen!

Viel Spaß mit dem Wurm!!

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Vielen Dank für deine Antwort! Tja, die Mamis, die mit Baby viel unternehmen sind wahrscheinlich einfach weniger in Internetforen unterwegs :-)

Wie macht ihr das denn mit dem Klettern genau?

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Ja 😂😂😂 Also wenn wir in der Halle sind ist es entspannt, weil sie da rumkrabbeln kann. Wir gehen mit einem anderen Pärchen oder anderen Leuten die wir noch von vorher kennen. Das heißt wir sichern uns nicht gegenseitig, da einer ja immer babydienst hat 😅 Beim bouldern ist das deutlich einfacher, da lassen wir sie einfach auf der Matte rumkrabbel und passen auf oder legen ihr ein Spielzeug hin.

Wenn wir draußen an der Wand sind ist es ähnlich, haben sie für den Zustieg in der Trage und dann immer ne große Decke mit Spielzeug dabei. Einer bespaßt Baby, einer klettert und wird von Freunden gesichert. Als sie noch klein war lag sie einfach im Kiwa (das waren noch Zeiten 😅). Es ist meine größte Freude und wir wussten von Anfang an wir werden darauf trotz Baby nie verzichten. Bin auch bis in den 8. Monat noch Toprope geklettert.

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Babyschwimmen kannst du als Kurs machen, da hat das Wasser aber auch gute 35°C, was ein normales Schwimmbecken nicht hat.

Ansonsten sind Unternehmungen oft gut möglich (grade am Anfang), mit dem Großen waren wir auch abends noch oft Essen. Im Tragetuch war es nochmal entspannter, weil es weniger Reize zu verarbeiten gab.
Dann kam aber eine Phase, in der konnte ich ihn nur im Liegen stillen - unterwegs sehr ungünstig🤦‍♀️

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Ja das habe ich schon oft gehört, dass man in den ersten paar Monaten so ruhige Sachen noch super machen kann, weil die Kleinen da oft zufrieden schlafen. Wenn das krabbeln los geht und man was entdecken will wird das dann schwieriger.

Habe gerade schon nach Babyschwimmen geschaut, in unserer Stadt wird es wegen Corona noch nicht angeboten. Aber ich hoffe mal nächstes Frühjahr gibt es wieder Angebote und diesen Winter keine schlimme Corona Welle mehr, toi toi toi.

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Ja, Corona nervt da schon sehr😒 Meine SS-Kurse waren online... mit gelangweilten 4jährigem zuhause ist SS-Yoga auch sooooo entspannend 🙈

Schau mal nach Babycafès. Ansonsten wählt man die Cafès irgendwann nach Spieleecke aus😂 An Regentagen war Karstadt immer hoch im Kurs.

Unsere Bibliotheken bieten auch kostenlose "Kurse" für Babys an, sehr niedlich.

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Wir gehen hauptsächlich bergwandern zu dritt, natürlich viel leichtere und kürzere Sachen als früher. Zum Glück müssen wir dafür selten länger als eine Stunde fahren. Babyschwimmen habe ich kurz auch gemacht, dann kam Corona.

Wenn Du bewegungfreudig bist, auf jedem Fall viel tragen, hoffentlich macht das Baby auch mit. Wenn die Stillsituation auch halbwegs easy ist, kannst Du auch in die Stadt ausgehen, Partys etc. Für uns war das nicht immer einfach, weil ich einen sehr langsamen Trinker habe, eine Mahlzeit war mindestens eine Stunde lang und das alle 3 Stunden.....So ging das viele Monate, leider. Wenn sie grösser sind (ü5-6 Monate) und sie auch noch etwas Beikost bekommen, ist vieles einfacher, finde ich. Sie kommen längere Zeit ohne Essen oder Schlaf aus, haben viel mehr von der Umgebung. Grössere Reisen, Urlaub am Meer etc. würde ich daher schon erst ab diesem Alter planen.

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Danke für deine Erfahrungen!
Dass Feiern in der Trage ziemlich problemlos gehen habe ich auch schon mitbekommen!

Auch guter Tipp mit dem Reisen, das ergibt Sinn, wenn man unterwegs bei Hunger nicht unbedingt Stillen muss sondern auch was zu Essen geben kann.