Oh man, hat mein Baby auch ADHS? 🙈

Liebe Mamis,
Ich wollte darüber nie weiter nachdenken, nun muss ich doch mal nach Erfahrungen fragen. Von seiner Seite aus gibt es sehr viele Kinder mit ADHS. Wirklich, gefühlt haben es alle in der Familie. Mein Mann nicht, soweit wir wissen. Ich auch nicht, in meiner Familie kommt es zum Glück auch gar nicht vor weit ich weiß. Wir sind beide entspannte und stressresitente Menschen. Dennoch habe ich Angst, unser Sohn (10 Monate) könnte es geerbt haben. Für eine Diagnose wäre es noch viel zu früh, das weiß ich. Unser Sohn ist ein ganz normales Baby würde ich sagen. Ich mache mir trotzdem Gedanken, da das ADHS bei den Kindern seiner Cousinen sehr stark ausgeprägt ist und die Familien wirklich "leiden".

Meine Frage: wie sind eure Erfahrungen? Ist es sehr wahrscheinlich, dass es vererbt wird?

Danke & liebe Grüße ❤🍀
Anmoni mit 💙

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Oh der 2. Satz ist irgendwie weg. Also die Familie meines Mannes (insbesondere die Kinder seiner Cousinen) sind vom ADHS betroffen

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Hallo,

Ja ADHS ist vererbbar... Allerdings nur die "Neigung" bzw "Möglichkeit". Letztendlich entscheidet die Epigenetik ob es zu einer krankhaften Ausprägung kommt oder nicht. Ähnlich wie bei ... Brustkrebs z.B.

Dazu sollte man auch wissen dass nur betroffene Eltern, ADHS mit hoher Wahrscheinlichkeit vererben. Ihr beide seid nicht betroffen und wenn überhaupt, dann hat nur dein Mann einen genetische Veranlagung. Die Wahrscheinlichkeit dass es vererbt wurde ist echt minimal.
Selbst wenn beide Eltern schwer betroffen sind, liegt die Vererbbarkeit bei gerademal 76%.
Also keine Panik. Ausserdem ist eine ADHS mit guter Therapie echt harmlos... Man muss nur einen wirklich kompetenten Arzt dafür finden und frühzeitig mit einer Therapie beginnen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, das ADHS in den Griff zu bekommen und nach der Pubertät nicht mehr auf Medikamente angewiesen zu sein.

Ich hatte Glück im Unglück, wurde erst als Erwachsene diagnostiziert und bin prima eingestellt worden von Anfang an 😁👍. Man muss nur an den richtigen Arzt in so eine Fall.... Ihr wisst aber auf was ihr achten müsst und könnt euch direkt zu einem Spezialisten begeben.

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, ich bin beruhigt 😅😊🍀
Alles gute für dich ❤

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Du sagst doch er ist ganz normal? Wieso muss man den schon jetzt anfangen und dies in betracht ziehen? Dann kann jeder kommen und sagen oh ich hab angst weil dies und das in der Familie es gibt also bitte!! Solange alles gut ist sollte man den Ball flach halten und nicht sein Kind bei jeder kleinen bewegung beurteilen ! Positiver denken empfehle ich hier ! Lg

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Ja ich versuche da auch nicht drüber nachzudenken. Aber jedes Mal, wenn ich die betroffenen Kinder sehe und erlebe, denke ich mir: oh Mensch, hoffentlich hat mein kleiner es nicht.
Aber wird schon alles gut sein 🍀😊

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Meine Tochter hat es, sie ist damals nicht aus der Trotzphase rausgekommen...da gab es eine Vermutung in Richtung ADHS von der Amtsärztin, die diese Zwischenuntersuchung mit 3,5 Jahren in der Kita durchgeführt hat....weiß nicht ob es die Untersuchung heute noch gibt....bestätigt hat sich die Diagnose dann mit 7 Jahren....es war und ist auch heute mit 17 noch nicht sehr einfach mit Ihr....aber sie ist trotz allem sehr liebenswert ... wenn Therapie und Medikamente gut abgestimmt sind ist es aushaltbar....am Ende ist es egal ob sie es haben... wichtig ist sie so anzunehmen und sie so zu lieben wie sie sind

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Oh Mann, Ich kann dich sowas von verstehen. Bei meinem Mann in der Familie ist es zwar nicht diagnostiziert, aber als ich das Krankheitsbild mit dem Symptomen an der Uni hatte (bin Lehrerin), hatte ich gleich meinen Schwiegervater und seine Mutter vor Augen.🙈 Sie erfüllen bestimmt 9 von 10 Kriterien.

Beide sind nicht diagnostiziert und "wurschteln sich so durch im Leben". Das gab es ja auch früher noch gar nicht....

Mein Mann hat auch keinerlei Probleme damit, aber ich betrachte unseren Sohn schon genauer.

Gut zu lesen, dass die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass er es auch hat. 🤗

Liebe Grüße
Merveilleux

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Oh wie schön, dass ich nicht alleine bin mit meinen "Sorgen" 😅🙈 ich bin nämlich auch Lehrerin und dann noch an der Förderschule. Heißt: ich sehe täglich Kinder mit dieser Einschränkung und das macht es nicht besser 😅🙊
Aber unsere Babys sind nicht betroffen, daran glauben wir jetzt einfach ganz fest😉🍀❤🙏 alles Gute für euch 🍀

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Ich würde auch Abstand von dieser Angst und sorge nehmen.

Mein großer hat ADHS , die Diagnose gab es mit 6, kurz vor der Einschulung. Ich kann aber sagen er war schon immer "auffällig"
Sehr laut
Sehr rastlos
Konnte mit 10 Monaten frei laufen und mit 18 Monaten wussten wir gar nicht mehr wie wir ihm und seinen extremen Bewegungsdrang gerecht werden sollten.

Er bekommt ergo und Medikamente und so geht es. Allerdings jetzt, in Richtung Pubertät wird es schwerer.

Ich habe auch ADHS und es wurde erst vor einigen Jahren diagnostiziert. Als Kind habe ich mich immer gefragt was mit mir nicht stimmt, heute weiß ich es.
Also ganz klar, mein großer hat es von mir.
Dazu noch das temprament eines Portugiesen😂

Wünsche euch alles gute und die Muse sich von solchen Ängsten zu distanzieren