Erfahrungsberichte Leben mit Baby in den ersten Monaten

Liebe Mamis,

vorweg, ich bin überglücklich, dass unser Kleiner auf der Welt ist und das auch gesund!

Aber ich muss sagen, es gibt Tage, da treibt er mich schier in wen Wahnsinn. Ich wollte immer eine entspannte und ruhige Mama sein. Jetzt sitz ich manchmal heulend auf dem Sofa und frage mich, wie ich das die nächsten Tage / Wochen / Monate nur schaffen soll. Mich quälen tausend Fragen. Wir er richtig satt (Ich kann nicht stillen, da ich keine Milch habe, daher gibt's die Flasche) ? Gebe ich ihm genug Liebe? Wieso schreit er immernoch, obwohl ich alles getan habe? Wie soll ich ihm jemals einen Rhythmus beibringen? Ohjeee, wie schaffe ich es dass er in seinem Beistellbett schläft, ohne dass er die ganze Nacht schreit?

Er ist wirklich im Großen und Ganzen lieb, kommt nachts 1 mal zum Essen. Er hat jedoch noch keine so festen Zeiten, wie ich es bei anderen Mamas höre. Er ist jetzt 4,5 Wochen alt. Schläft meistens 2-4 Stunden am Stück, je nachdem wie es eben läuft.

Ich weiß, die Hormone im Wochenbett sollte man nicht unterschätzen. Aber dennoch, fühle ich mich zeitweise sehr weit entfernt vom sogenannten Mutterglück und bin froh, wenn der Kleine einfach nur schläft und ich mal Ruhe habe.
Ist das normal? Sind die ersten Wochen bzw. Monate so durchwachsen?

Über liebe Ratschläge und ehrliche Erfahrungen würde ich mich freuen.

Liebe Grüße Steffi und Fritz (jetzt schlafend, mal sehen wie lange )

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Hallo.

Ich habe lange gebraucht, um im neuen Leben anzukommen. Meine Tochter war ein absolutes Wunschkind, aber sobald sie auf der Welt war, hatte ich es schwer, mich so richtig freuen zu können. Hatte öfter Tage, wo ich micj fragte, ob es das richtige war. Klar hat das mancher, es ist ja was komplett neues und da ich davor noch NIE was mit Babys zu tun hatte, fiel es mir umso schwieriger. Meine Mutter tröstete mich und sagte, nicht nur in der Partnerschaft, auch beim eigenen Kind muss die Liebe erst wachsen. Das hat mir unglaublich gut getan, ich dachte, ich würde meine Tochter nie lieben können und mich nie übers Muttersein richtig freuen.

Und nun, ist sie knapp 8 Monate alt und ich bin so glücklich und manchmal so genervt davon, sie zu haben 😄 Aber niemald würde ich wieder tauschen wollen. Ich hatte anfangs zum Glück Unterstützung von Freund, er nahm 2 Monate Elternzeit. So konnte ich sie abgeben, wenn es mir mit den schreien zuviel wurde. Jetzt, passiert sowas nur noch selten und ich schaffe es besser, mich dann nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Ich hatte leider Anfangs auch momente, wo ich lauter wurde. Es überforderte mich. Das gebe ich offen und ehrlich zu!

Aber auch heute noch, wenn sie mal meckertage hat wo ihr nix passt, dann denke ich mir einfach "Ja, bist wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden. So geht es mir manchmal auch."


Liebe Grüße

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Naja, Erfahrungen: lies das ganze Forum durch :)).

Aber ja, es ist NORMAL!! Das erste heulen kam bei mir in der ersten Nacht zuhause, früh morgens um 5 nachdem ich die ganze Nacht angelegt hatte und der Kleine immer noch schrie. Schlafen im Beistellbett Fehlanzeige (blieb auch so für die nächsten 4 Monate). Es gibt keinen Rhythmus am Anfang!! Vergiss das einfach. Zeitweise können sie wie ein Uhrwerk kommen, aber das ändert sich immer und immer wieder.

1x Mal in der Nacht füttern = ein Traum. Mein Sohn schlief nachts grundsätzlich nicht.

Fragen und Ängste: völlig normal. Man wächst hinein. Du wirst das packen, keine Sorge :).

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Guten Morgen,

Erstmal herzlichen Glückwunsch. 😊

Die ersten Wochen sind hart, da man ja selbst erstmal in der neuen Rolle ankommen muss.

Vieles erledigt sich von allein. Mein erster Sohn hat die ersten 3 Monate nur auf mir, in meinem Arm oder mal im Kinderwagen geschlafen. Ich dachte auch, dass wird ja nie was...aber plötzlich hat er sich ablegen lassen und ist neben mir eingeschlafen und das ganz ruhig. In seinem Bett hat er dann mit knapp 5 Monaten relativ ruhig geschlafen.

Mit der Flasche wird er auch genug Nahrung bekommen. Ich habe bei beiden so den Rhythmus von 3 bzw 4 Stunden gehabt. In der Nacht kamen sie auch höchstens 1x und haben dann sofort wieder geschlafen.

Du wirst ihm bestimmt genug liebe geben. Er ist bestimmt glücklich, wenn du mit ihm kuschelst.

Der Rhythmus hat sich bei uns im ersten Jahr gefühlt alle 2 Monate geändert. ^^ Ab dem ersten Geburtstag würde ich sagen hatten wir einen richtig geregelten Rhythmus drin, der bis heute relativ gleich ist.

Mein 2. Sohn ist jetzt 7 Monate alt und stellt gerade wieder alles auf den Kopf was essen und schlafen angeht. 😂

Sprich sonst mit deiner Hebamme mal über deine Fragen, die kann dir da auch sehr gut weiterhelfen.

Du schaffst das und jede Mama hat Zweifel bzw hinterfragt sich auch mal. Dafür brauch man sich nicht schämen. 😊

Lg
Gi-Be1989

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Aso, er könnte auch Blähungen haben, die ihm einfach zu schaffen machen...da kann dir dein Kinderarzt oder Hebamme gute Ratschläge geben. Bei uns hat Sabsimplex, Bauchmassage und Fenchel-Anis-Kümmeltee sehr gut geholfen.

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Das muntert mich jetzt auf. Danke für deine ehrlichen Worte!

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Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Baby 🥰

Punkt 1: nie mit anderen vergleichen und nicht auf andere hören!
Wenn einige Mamis sagen die Kinder schlafen durch und man dann genauer fragt ja ich muss nur 3 mal rein und er trinkt nur 1 mal... Das ist kein durchschlafen 😉
Durchschlafen ist für Babys nicht wirklich normal es muss kein Baby durchschlafen. Wenn es so ist ist es toll aber nicht wichtig.

Punkt 2: Rhythmus
Gerade in den ersten Wochen (Wochenbett braucht ihr keinen Rhythmus (obwohl ihr sicher schon einen habt)
Ihr sollt entspannen und die Zeit genießen.
Ein Rhythmus kommt ganz von allein. Morgens aufstehen, anziehen, Flasche geben, spazieren gehen. Und so weiter.
Das ist auch ein Rhythmus auch wenn wir es nicht als solchen ansehen.

Punkt 3: satt werden. Gebe die Flasche nach Bedarf hat er nach der Flasche noch Hunger amche ruhig noch eine. Was zu viel ist kommt mit spucken wieder raus. Mit PRE kannst du wie mit Muttermilch nicht überfüttern.

Punkt 4: wie schafft man die Tage, Wochen, Monate.
Das schaffen wir alle, es sind schon viele durchgekommen und auch wir schaffen es. Ich habe immer Schokolade auf dem Tisch stehen und wenn es schlimm wird mit Herrn Wurm dann wird die halt gegessen 🤣 bringt schnell bessere Stimmung bei mir. Wenn er viel schreit dann nehme ich auch schon mal Ohrstöpsel 🤷🏼‍♀️ alles bisschen gedämpft das hilft auch schon.


Punkt 5: gibst du ihm genug Liebe.
Ja du bist seine Mama kümmerst dich, erfüllst seine Bedürfnisse, kuschelst sicher auch viel. Du bist eine gute Mama und er liebt dich!

Punkt 6: ist es normal, ja ist es. Um dein Baby besser zu verstehen empfehle ich gern die App oder das Buch ,,oje ich wachse,, dort sind entwichlungsschübe nach dem ET hinterlegt und es ist sehr interessant zu sehen wie gut es oft passt und es steht auch drin was das Baby nun lernt und was eventuell hilft um es zu beruhigen.


Fühl dich ganz doll gedrückt du machst es super 🥰

PS: wenn dein Partner zu Hause ist gönne dir doch abends mal ein Bad 😊 10 Minuten für dich hilft schon sehr.

Liebe Grüße
Annika1992 mit Herrn Wurm fast 6 Monate 😍🥰

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Ich musste eben grade schmunzeln, da ich die Ohrenstöpsel auch schon für mich entdeckt habe 😂😂
Danke für deine ehrlichen und lieben Worte! Ich habe auch zeitweise das Gefühl, dass viele Mamis immer alles anderen gegenüber rosarote malen und nicht ehrlich sind. Deshalb hab ichs mir schon abgewöhnt, mit vielen über solche Dinge zu sprechen.

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Die versuchen es sich selbst einzureden 🤷🏼‍♀️ Warum auch immer😅 ich verstehe es nicht.
Zum einen was bringt es mir selbst und zum anderen was habe ich davon anderen Mamis was falsches zu erzählen 👀

Ja Babys sind süß und niedlich
Babys sind auch mindestens genauso anstrengend und manchmal auch nervig und DAS ist bei jedem so.
Wer was anderes behauptet lügt.

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Ich hab die ersten 2 Monate den ganzen Tag darauf hin gearbeitet, dass sie schläft. Das war mein Tagesinhalt 🙃 geheult habe ich ohne Ende, weil sie abends nicht schlafen wollte und ich manchmal bis 3 Uhr morgens beschäftigt war sie ins Bett zu bringen. Und dabei war ich soooooo müde. Selbst mit Hilfe vom Papa hat sich nicht viel getan.

Was ich dir sagen kann: lerne einfach deinen Sohn kennen. Du musst ihm nichts beibringen die Zeit wird zeigen, welcher Ablauf für euch beide am besten funktioniert. Er scheint ja ein Recht guter Schläfer zu sein.
Meine Tochter ist 11 Monate und hat weder beim Essen noch beim Schlafen einen Rythmus. Mittlerweile ist der Ablauf zwar unter der Woche relativ ähnlich, aber die Zeiten sind sehr verschieden.
Und selbst wenn sich Mal ein Rythmus einspielt werden immer wieder Phasen bei ihm kommen, die alles umwerfen. Weil er was neues kann, weil er weniger Schlaf braucht, weil er krank ist, weil die Zähne kommen (rüste dich für die Backenzähne...🤺)
Alles was du tun musst ist dein Baby besser kennen zu lernen. Aber das kommt mit der Zeit. Gewöhnt euch erstmal aneinander und dann findet sich alles.
Eines Tages *schwuppdiwupp* ist er ein fester Bestandteil deines Alltags und ob mit oder ohne Rythmus, ihr bekommt das gewuppt wie es für euch passt.

Meine Tochter hat übrigens die ersten 15 Wochen auf mir geschlafen. Dann ca 6 Wochen neben mir und dann ist sie mit 4/5 Monaten ins Gitterbett (steht neben unserem) gewechselt ohne Probleme.
Wenn dein Baby nicht im Beistellbett schalten mag, dann ist das so, dann braucht er deine Nähe noch sehr. Dein Baby muss noch gar nicht im Beistellbett schlafen lernen. Er war 9 Monate in deinem Bauch. Schön kuschelig und geborgen. Das Beistellbett kann da leider nicht mithalten.

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Ach was andere erzählen ...glauben kannst 50% oder sie lassen ein paar Details weg 🤣
Meiner 11 1/2 Monate hst auch net pünktlich nach einer gewissen Zeit Hunger 🤷🏽‍♀️ also einen konstant gleichen Rhythmus haben wir auch nicht

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Hallo Steffi :)
mir geht es mit unserem Kleinen (6 Wochen) genauso. Die ersten 4 Wochen als mein Mann noch mit Elternzeit zuhause war, haben wir alles gut hinbekommen, uns mit dem Schlafen und auch tagsüber mit dem Kleinen abgewechselt (schläft nur auf uns - Beistellbett? Vergiss es! Und auch tagsüber schreit er wenn man ihn ablegt). Aber seit mein Mann wieder arbeitet gab es noch keinen Tag an dem ich nicht heulen musste. Weil ich unendlich müde bin, Kopfschmerzen oder sogar Migräne habe, es mich frustriert dass ich den Kleinen nicht mal weglegen kann um mir ein Brot zu schmieren ohne dass er schreit, er nicht alleine schläft - kann nämlich nicht schlafen wenn er auf mir liegt da er viel zappelt und ich immer Angst habe dass er sich mit seinem Gesicht während ich schlafe irgendwo eingräbt und erstickt - die Angst und die Tatsache dass ich so kaum zum Schlafen komme machen mich verrückt. Und so frage ich mich im Moment auch ständig wie ich all das hinbekommen soll ohne in der Psychiatrie zu landen 🙈

Ich fühle also zu 100% mit dir!
Wir schaffen das schon irgendwie 😅😊

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Ohjeee, das klingt, um ehrlich zu sein, seeeehr anstrengend. Ich fühle da wirklich wirklich mit dir. Man liebt die Kleinen von Herzen, aber es gibt so Tage, da würde man sie an den nächsten Passanten verschenken 😂😂😂 Ich denke, es tut gut, wenn man Gleichgesinnte hat und sich dadurch auch mal austauschen kann. Man lässt sein altes Leben zu 100 Prozent hinter sich, ich finde das dauert auch, es zu verarbeiten.

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Möchte auch mal Danke sagen für die vielen offenen Antworten hier auf deine Anfrage.

Unsere Maus ist 3 Wochen alt und die erste Woche hab ich auch täglich geheult. Habe alles in Frage gestellt!!! Ich war total überfordert. Sie bekam nicht genug Milch, logisch ohne Milcheinschuss. Sie weinte daher viel in den ersten Tagen. Ich schlief nicht. Ach ja... Da hatte ich sogar Angst schon um unsere Ehe, wenn sie dauerhaft weint. Total irre eigentlich....

Ich kann dich gut verstehen, wie so viele hier...

Aber es wird besser!!! Das muss ich mir auch immer wieder sagen...

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Ich kopiere jetzt mal einen Text hier rein, den ich vor Jahren in diesem Forum gefunden habe und so gut fand, dass ich ihn gespeichert habe. Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden 😉

1. Versuche nicht, jedes Verhalten deines Babys zu ergründen. Es ändert sich alles tausend Mal.
2. Babys schlafen seeeehr unterschiedlich oft und lange und zu anderen Zeiten und versuche da bloß nicht dran rum zu manipulieren 😉😅 das findet sich allein. Heute so, morgen so!
3. Jedes Baby entwickelt sich unterschiedlich. Deins ist so wie es ist genau richtig. Falls etwas falsch läuft merkt es der Arzt bei den U-Untersuchungen.
4. Vergiss den Quatsch mit dem Rhythmus. Ja es kann sein, dass Babys eine Weile ähnlich Schlafen/Essen/Pupsen aber das bedeutet NICHT dass das auch so bleibt. Und wenn doch: auch schön.
5. Nimm jeden Tag wie er ist und dein Baby so an wie es ist. Entspannung ist das Zauberwort!
6. Babys schreien. Das ist so. Und das ist nicht schlimm. Wenn du Windeln gecheckt hast und Hunger ausgeschlossen ist, halte dein Mäuschen und tröste es. Es muss sich mal Luft machen dürfen!
7. Du bist die beste Mama für dein Baby. Alles wird gut

Meine zweite Tochter ist jetzt 1,5 Wochen alt und ein zweites Kind ist bisher für mich ganz anders als Nummer eins. Bei meiner ersten Tochter war ich definitiv auch noch unsicherer und öfter überfordert. Jetzt habe ich viel mehr Routine und bin schon richtig in meiner Mama-Rolle angekommen (was natürlich nicht heißt, dass es jetzt nicht auch anstrengend ist 😉).
Aber glaube mir, das wird! Gib dir und euch Zeit, schraube die Erwartungen an dich selbst runter und nimm den Druck raus. Ganz viele Dinge kommen einfach mit der Zeit von ganz alleine 😊
Alles Gute!