Charakter/Temperament des Babies: Wie beständig?

Hallo!

Meine Frage richtet sich vor allem an Mamis die auch schon ältere Kinder haben.

Wann hat sich der Charakter/ Das Temperament eurer kleinen so richtig gezeigt und ist es auch so geblieben?

Meine kleine (7 Monate) ist super mega aktiv und unglaublich bewegungsfreudig, braucht immer körperliche Aktion. Ist ein absoluter Frühstarter was krabbeln, hochziehen etc angeht. Ist das etwas was bestehen bleibt? (ich würde mich total darüber freuen, da wir beide auch sehr sehr aktive Menschen sind 🙈). Gibt ja auch richtige chillerbabies die ich kenne 😅

Erzählt mal wie war es bei euren Kindern oder euch selbst? Freue mich auf eure Erfahrungen!

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Hey🙋‍♀️also ob das jetzt bei jedem Kind so ist, weiß ich nicht. Ich kann nur von meiner großen Tochter sagen (13jahre)das sie von Geburt an ein total ruhiges Kind war(hat überall geschlafen, hatte keine Probleme wenn sie jemand anderes auf den Arm genommen hat, war eher die zurück haltende, war mit allem zufrieden etc.). Und sie ist auch heute mit 13 Jahren eher noch die zurück haltende und ruhige.
Meine 9monate alte Tochter ist zum Beispiel das komplette Gegenteil.. Immer in Aktion, nur Mama geht und hat schon ihren kleinen eigenen "dickkopf" 🙈... Ob das auch so bleibt wie bei der großen, weiß ich nicht. Kann ich mir aber gut vorstellen. Glaub nicht das ein Kind was jetzt total aktiv und neugierig ist etc. dann plötzlich irgendwann ganz zurück haltend und schüchtern wird. LG Tina😊

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Hallo :)

Kind 1 war als Baby ganz anders - sehr ruhig, hat wenig geweint, war einfach zufrieden und ein sogenanntes "Chillerbaby" 😅 die Entwicklung war normal - mit 9 Monaten krabbeln, mit 15 Monaten laufen.
Mit ca. 2 Jahren hat sich sein Charakter sehr verändert. Die Trotzphasen waren heftig und er war immer voller Energie, konnte kaum ruhig sitzen und sich selten auf eine Sache konzentrieren. Mit 7 Jahren wurde ADHS und eine Lernbehinderung diagnostiziert. Ganz heftig war es so von 9 bis 13 Jahre, da hab ich Hilfe von außen gebraucht. Jetzt ist er 14 und wieder viel ruhiger geworden. Die Konzentrationsschwächen und Lernschwächen hat er nach wie vor, aber er ist nicht mehr hyperaktiv und unser Leben ist wieder viel harmonischer geworden.

Kind 2 war als Baby schon so, wie er heute ist. Ebenfalls ruhig aber viel neugieriger und aktiver. Er konnte mit 6 Monaten krabbeln und sich hochziehen und mit 12 Monaten laufen. Er hatte kaum Trotzphasen und war sehr zufrieden. Jetzt ist er 9 Jahre alt und ein neugieriges, kluges und fröhliches Kerlchen. Schulisch ist er in manchen Bereichen überdurchschnittlich, er lernt sehr schnell und recherchiert selbst, wenn er sich für etwas interessiert.

Kind 3 war ebenfalls als Baby schon so, wie sie heute ist - allerdings ist sie erst 2,5 Jahre alt, also kann sich ja noch ändern :)
Sie hat kaum geweint, ab der 9. Woche 12 Stunden durchgeschlafen und war (meist) durchgehend zufrieden. Sie war auch ein Frühstarter - mit 4 Monaten robben, mit 5 Monaten krabbeln und aufstehen, die ersten Worte mit 7/8 Monaten.
Heute ist sie sehr sozial und für ihr Alter wirklich sehr selbstständig.

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Kann es sein, dass dein großer Sohn eine Blockade in der Halswirbelsäule bzw im Kopfgelenk hat?
Ich hoffe es ist ok, dass ich so frage. Bloß das kam mir so in den Sinn bei deinem Text.

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Das glaub ich eher nicht. Er hatte schon so viele ärztliche Untersuchungen ... da hätte man das bestimmt schon gemerkt. Wir haben ja noch andere kleine Baustellen, die ich aber nicht erwähnt habe, da sie nichts mit dem Charakter zu tun haben :)
Er kam als Frühchen in der 28. Woche zur Welt.

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Hallo Keitha,
meine zweite Tochter ist erst zwei Wochen alt, aber ich kann dir von meiner ersten Tochter berichten, die deiner sehr ähnlich zu sein scheint. Sie hat sich mit 6,5 Monaten zu krabbeln begonnen, mit 7 Monaten hat sie sich in den Stand gezogen und mit 7,5 Monaten erste Schritte zB am Sofa entlang gemacht. Von da an hat sie sich nur noch im Stehen wickeln lassen und war auch sonst nicht mehr zu bremsen 🙈
Sie war und ist immer in Action! Klettern, wild auf dem Schaukelpferd schaukeln, rennen,...
Jetzt ist sie drei Jahre alt und es ist noch immer so: Sie rennt und tanzt und hüpft und klettert den ganzen Tag und kann stundenlang spazieren gehen. Zum Ausgleich ist sie aber wenn sie müde wird dann total kuschelig ☺️
Bin gespannt, wie die kleine Schwester wird!

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Spannend! Danke für die Beiträge bisher 😊 Es lässt sich also vermuten dass meine Kleine so bleibt was ich toll fände 🙈 Wobei ein bisschen Ausgeglichenheit kann sie schon noch sammeln 😅

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Manche Dinge bleiben glaube ich so, andere ändern sich einfach entwicklungsbedingt bzw. aufgrund der Bedingungen, in denen ein Kind aufwächst.

Meine ältere Tochter ist drei. Sie war ein reizoffenes und sensibles Baby, hatte abendliche Schreistunden, hat ab 3 Monaten gefremdelt und das lange sehr extrem, teils sogar beim Papa. Motorisch war sie immer eher durchschnittlich, sprachlich relativ fix (trotz bilingualem Aufwachsen).
Heute ist sie immer noch eher sensibel braucht relativ lange um in fremden Situationen aufzutauen, aber ist insgesamt viel offener und mutiger geworden in sozialer Interaktion. Motorisch ist sie auch viel mutiger geworden, das fördert der Papa aber auch sehr durch seine Art 😅 Sprachlich ist die nach wie vor guter Durchschnitt.

Ich würde sagen, dass viele Grundzüge so bleiben, man aber durchaus Einfluss hat, welche Bereiche „gefördert“ (ich mag das Wort nicht so gerne, hört sich so nach Optimierungswahn an. Hoffe du weißt, wie ich es meine) werden.
Andere Eltern hätten ein so stark fremdelndes Kind vielleicht nicht so früh abgegeben oder zum bei Oma und Opa schlafen lassen, wie wir es getan haben. Das meine ich nicht wertend, jeder muss das ja für sich entscheiden und sich damit wohl fühlen. Für uns war das aber wichtig und daher haben wir sowas immer wieder kleinschrittig geübt und standen auch voll dahinter. Natürlich haben wir dabei auch die Bedürfnisse meiner Tochter im Blick gehabt. Sie hat sich den neuen Situationen und Herausforderungen immer wieder erstaunlich gut angepasst. Man darf seinem Kind da durchaus mal was zutrauen 😊

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Unsere Tochter war auch so und ist es mit etwas über zwei Jahren immer noch. Das einzige, was sie ab und zu behindert, ist, dass viele Spielgeräte für Kinder ab 90cm oder 1m konstruiert sind und sie nur 85cm ist. Die Griffe der Leitern auf Spielplätzen sind häufig in grenzwertigem Abstand.

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Kind 1
Als Baby anstrengend, schlafen schwierig, kann sich schlecht selbst beschäftigen, Konzentrationsprobleme,geringe Frustrationstoleranz, sehr soziales Verhalten, kaum Trotzphase
Mit 8 Jahren noch genauso

Kind 2:
Anfängerbaby, viel und gut geschlafen, kaum geweint, kann sich prima alleine beschäftigen
Mit 3,5 Jahren: schläft immer noch gut, kann gut alleine spielen, fordert aber auch mehr Miteinander-spielen, sehr ausgeprägte Trotzphase mit schreien , heulen, hauen

Kind 3
11 Monate alt und eine Mischung aus beiden. Mal schauen 😅