Blutschwämmchen

Hallo Zusammen,

meine kleine hat ein recht großes (3x5cm) Blutschwämmchen am Rücken. Es ist sichtbar auf der Haut und es ist auch unter der Haut. Somit hat es ca. 2 cm dicke. Jetzt waren wir gestern im KH. Dort meinte man könnten mit Betablocker Propranol behandeln.

Habt ihr Erfahrung dazu? Ich bin mir nicht sicher, ob ich meiner Tochter mit 6 Monate so ein Mittel geben möchte.

Sie hat dadurch keine körperliche Einschränkungen das einzige Argument der Ärzte war wenn sie stürzt und sich verletzt und es bluten könnte.

Oder lieber noch etwas warte und dann eine andere Art zum weg machen wählen oder eben keine, da es von alleine zurück geht.

Über Erfahrung jeglicher Art wäre ich sehr dankbar🙏

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Unser Sohn hat zwei Blutschwämmchen. Eins am Hals und eins auf der Stirn. Beide nicht sonderlich groß, aber erhöht. Ich mache aktuell garnichts. Er ist jetzt 10 Monate und das am Hals wird an einigen Stellen schon heller.
Solange es keine Gefahr darstellt, werde ich auch nichts machen. Aus kosmetischen Gründen würde ich kein so starkes Medikament geben. Aber das ist nur unser Weg! Einen richtig Rat kann ich dir also nicht geben. :)

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Meine Tochter hat auch ein reicht breites Blutschwämmchen unter einer Kniekehle.
Die Kinderärztin meinte wir beobachten das, und wenn es nicht anfängt von selbst zu verschwinden würde sie es Lasern lassen.
Wir machen jetzt seit 11 Monaten nichts und es verschwindet langsam aber beständig von selbst.
Solche Mittel würde ich nie geben. Wenn die es nicht von selbst verschwindet würde ich es eher Lasern lassen.

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Hallo.

Mein Sohn (15 Monate) hat auch eins am Kopf.
War am Anfang auch richtig rot und sehr erhöht.
Das rote ist wirklich schön gut weggegangen und die Erhöhung auch.

Unser Kinderarzt hatte uns damals ins Krankenhaus überwiesen. Dort war aber ein sehr kompetenter Arzt der meinte man sollte nichts machen.

Er würde nur dazu raten, wenn es wirklich irgendwo die Beweglichkeit beeinträchtigt oder nah an Auge etc. ist.
Ich bin auch froh, dass wir nichts gemacht haben.

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Mein jüngster Sohn hat auch ein Blutschwämmchen am Rücken. Es ist ca zwei cm im Durchmesser. Anfangs ist es leicht gewachsen. Mit ca 10 Monaten hat es aufgehört zu wachsen und jetzt mit 16 Monaten beginnt es von der Mitte her zu verschwinden. (die Erhebung geht dort weg und rot ist es auch nicht mehr).
Unser KiA hat gesagt, dass es ganz normal sei, wenn es anfangs noch größer wird. In den meisten Fällen bildet es sich selbstständig zurück. Zur Einschulung wird es wahrscheinlich nicht mehr zu sehen sein. Und falls doch, könne man es dann immer noch entfernen.

Ich an deiner Stelle würde also einfach abwarten.

Liebe Grüße

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Hallo, exakt das gleiche haben wir auch blutschwämchen am Rücken und so gross wie deines Sohens, die kleine ist 7 Monate.

Uniklinik Zürich hat uns gesagt wir sollen nix machen den es geht von alleine weg, auser es wäre am Gesicht dan würden Sie was machen.

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Bezüglich der Verletzungsgefahr kann ich sagen, dass es wirklich stark blutet. Meine Tochter hat eins direkt zwischen den Augen. Im Winter ist die Haut im Gesicht ja eh anfälliger und die Haut auf dem Blutschwämmchen ist sehr dünn und reißt dann schnell ein. Schon kleine Risse bluten sehr stark.
ABER ... das sieht nur schlimm aus. Wichtig ist, dass man solche Wunden wie Platzwunden behandelt, also dass man das Blut nicht immer wieder wegwischt, sondern mit einem sauberen Tuch sanft auf die Verletzung drückt. Da besteht also keine Gefahr und am Rücken verletzen sich die Kinder ja eh sehr selten.

Wir haben eine Betablockertherapie mit ihr damals gemacht und das ist doch deutlich aufwendiger und strapaziöser gewesen als man mir das vorher dargestellt hat. Anfangs mussten wir im Krankenhaus stationär aufgenommen werden um sie mit dem Medikament einzustellen. Ständig wurde sie gepiekt um den Blutzuckerspiegel zu messen und sie musst auch sehr lang am EKG hängen. Weil das alles nicht so gut ging wie geplant wurden aus den 3 sehr anstrengenden Tagen ... 7 super anstrengende Tage.
Auch danach hatten wir unsere Liebe Mühe den Rhythmus des Medikaments in unseren Alltag zu integrieren. Wir sollten es ihr alle 8 Stunden geben und davor immer gut stillen, damit der Blutzuckerspiegel nicht absinkt. Ich fand es eh schon schwierig bei einem so kleinen Kind einen Rhythmus zu finden und nicht selten musste ich sie dann wecken und dann trank sie schlecht. Außerdem mussten wir alle 3 Monate zum Kardiologen für ein EKG fahren, dass dann wieder eine sehr anstrengende Untersuchung für sie bedeutete.
Ich kenne mittlerweile mehrere Familien, die diesen Weg eingeschlagen haben und wir sind wohl echt ein extrem gewesen, weil irgendwie auch so viel schief lief und die Klinik uns nicht gut beraten bzw. informiert hat. Es kam irgendwie immer noch was oben drauf. Vielleicht ist das bei euch ja auch ganz anders, denn letztendlich macht das auch jede Klinik anders und unsere scheinbar total schlecht.

Wenn das Blutschwämmchen nicht im Gesicht gewesen wäre, dann hätte ich es nicht gemacht. Wir haben die Therapie übrigens nach einem halben Jahr mit Rat unseres Kinderarztes beendet, weil es kaum Wirkung zeigte und es auch immer noch ein paar Probleme gab.

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Heute ist sie drei und der Fleck ist ganz flach und hell geworden.

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Hallo Mrs Nobody,

als Neugeborenes hatte ich selbst auch so ein riesiges Teil direkt am Hals.

Ich bin meinen Eltern immer noch sehr dankbar, dass sie sich gegen eine Behandlung entschieden haben.

Es ist tatsächlich fast ganz weg. Lediglich im Winter (wenn ich sehr blass bin) schimmert es noch ein wenig hervor. Aber das stört echt überhaupt nicht.

Da ich inzwischen Mitte 30 bin, war es sicherlich der richtige Weg für mich.

Ciao JO

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Hallo,
meine Tochter ist nun 8 Monate alt und hat zwei Blutschwämmchen. Eins auf dem Kopf und eines im Windelbereich. Wegen des Schwämmchen am Kopf hätte nichts gemacht werden müssen. Das andere im Windelbereich war aber behandlungsbedürftig. Hätte es geblutet wäre in diesem Bereich das Infektionsrisiko sehr hoch gewesen. Wir haben ihr daher bis vor kurzem das Propranolol gegeben. Sie hat es gut vertragen und die Blutschwämmchen sind sehr gut zurückgegangen.

Wenn es aber rein kosmetische Gründe sind, würde ich das Mittel nicht geben wollen. Meist hören sie ja nach ca. 9 Monaten auf zu wachsen und sind bis zum Grundschulalter wieder weg.
Kleinere Blutschwämmchen kann man wohl auch weglasern lassen, bei 2 cm Dicke weiß ich aber nicht, ob das möglich wäre.
Alles Gute für Euch#winke

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Bei Geburt unseres Sohnes sah man zu Beginn nur ein winzig kleines Pünktchen. Dieses entwickelte sich dann rasend schnell innerhalb 6 Wochen zu einem größeren Hämangiom. Aufgrund des schnellen Wachstums und da es mitten auf der Wange war, entschieden wir uns für die Propanolol-Therapie. Wir waren in der Uniklinik in Tübingen stationär für 3 Tage. Da er erst 8 Wochen alt war, hatte er das ganze EKG-Gedöns verschlafen😊
Danach musste man halt auf die regelmäßige Einnahme achten und dass davor gestillt wurde. Nach einem knappen Jahr war das Hämangiom verschwunden.