Im Auto schreien lassen oder vorne hinsetzen?

Hallo
Was denkt ihr was sinnvoller ist? Was würdet ihr tun?
Mein Sohn (7 Monate) fährt nicht gerne Auto. Er schläft im Autositz i.d.R. nicht ein und langweilt sich nach spätestens 10 min Fahrt. Er möchte sich dann bewegen, umgucken ect und protestiert gegen den Zwang im Sitz bleiben zu müssen.
Bisher habe ich Fahrten über 15 min versucht zu vermeiden oder jemanden mitgenommen der bei ihm hinten sitzt. Fängt er nämlich an zu schreien muss ich mich extrem zusammen reißen um mich noch auf das fahren konzentrieren zu können. Manchmal halte ich extra an oder nutze jede Ampel um ihm den Schnuller in Mund zu stecken, hilft aber nicht immer.
Nun habe ich entdeckt wie ich den Beifahrer Airbag ausschalten kann und habe ihn eine Fahrt nach vorne gesetzt. Das mag im Idealfall ganz gut gehen, aber ich befürchte dass es mich nochmehr ablenkt wenn er schlecht drauf ist.
Sitzt er hinten und schreit kann ich mir noch sagen ich kann nichts tun, aber wenn er vorne neben mir sitzt....
Ach, am Sitz ist natürlich schon ein Schnuller und Spielzeug befestigt. Kann ich noch irgendwas tun?

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Moin!
Ich singe. Laut und falsch, aber es hilft. Ich mache das von Anfang an. Meist beruhigt sie sich gut und schläft auch ein.
Andere Tipps hab ich leider nicht.

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Das ist immer schwierig... hast du einen Spiegel hinten drin, dass er sich angucken kann und du ihn im Rückspiegel sehen kannst? Das findet unsere ganz witzig.

Ansonsten teste es vorne aus ... wenn es nicht geht, und da sei bitte ehrlich zu dir selbst!!!, dann anhalten und wieder nach hinten.
Vielleicht ist er auch vorne ganz ruhig.

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Ich habe auf dem Beifahrersitz eine Tüte mit Spielsachen. Wird eines Langweilig, gebe ich ihm das nächste. Am Ende der Fahrt kommt alles wieder nach vorne. Bei uns ist es nicht ganz so schlimm, aber 30 Minuten ist seine Grenze und so sind wir schon 3 Stunden an die See gefahren

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Wenn ich 30 min alleine zu meinem Vater fahre, bin ich praktisch die ganze Strecke auf der Autobahn, da kann ich mich ja nicht einfach nach hinten recken und ihm Spielzeug geben. Das klappt kaum bei meiner 4jährigen Tochter.

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Hallo,

"Fängt er nämlich an zu schreien muss ich mich extrem zusammen reißen um mich noch auf das fahren konzentrieren zu können"

Mit dem Satz beantwortest du dir deine Frage selber.

Ich hatte meine kleine noch vorne, so lange sie in der babyschale war. Seit nem Monat sitzt sie im reboarder wieder hinten. Nach 19 Minuten plappern flippt sie aus.

Ich mache dann die Musik kurzzeitig deutlich lauter, das hilft - nach 2 Minuten ist Ruhe und sie guggt mich bockig an (seh ich im Spiegel).

Aber wenn ksie noch vorne sitzen konnte, hab ich es gemacht. Da gab's fast nie Theater.

Liebe Grüße

Bonnie mit BB 10 Monate

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*10 Minuten plappern, nicht 19 oO

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Hallo

Ich bin Alleinerziehend und mein Sohn saß immer vorne. Ich fand das viel praktischer da ich ihn sehen konnte.
Nun ist er 16 Jahre und sitzt immer noch vorne.

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Mein Sohn hasste Autofahren heiß und innig, es ist irgendwann besser geworden.
Ich habe ihn in der Babyschale irgendwann einfach mit nach vorne genommen. Da war es seitlich besser. Er konnte mich sehen, ich konnte seine Händchen streicheln, ihm den schnuller oder ein Spielzeug reichen.
Probier es doch vorne einfach aus.

Dann kam bei uns der Reboarder, als er nicht mehr in die Schale passte und vorne war vorbei, da war er 9 Monata alt und entspanntes autofahren war dahin.
Jetzt ist er fast 14 Monate alt und es ist wirklich viel besser geworden.
Er hat spannendes Spielzeug/Bücher dabei, die er nicht so oft hat.
30-45 Minuten gehen so prima. Dann wird es allerdings auch hier ungemütlich.

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Weiß nicht, wie das bei euch umsetzbar ist, aber wir hatten den Vorteil, dass wir viel Zeit zu dritt hatten und viele Fahrten über einer mit hinten saß. Derjenige hat aber nicht bespaßt (nur ganz wenig am Anfang der Fahrt), sondern hat getan, was er auch ohne Kind machen würde. Aus dem Fenster schauen, mit dem Fahrer sprechen, schlafen...
Ich hatte den Eindruck, dass sie das jetzt als "macht man so" abgespeichert hat. Sie kann jetzt sehr lange hinten sitzen und einfach nur aus dem Fenster gucken, bis sie dabei langsam wegduselt. Seitdem wir sooft zu dritt unterwegs waren, gehen jetzt auch lange Fahrten nur zu zweit.

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Achja: als es noch schlimm bei uns war, hatte ich die Regel, 10 Minuten schreien lassen ok, dann halte ich an. In der Hälfte der Fälle habe ich gestillt und beruhigt. In immerhin der anderen Hälfte der Fälle hat sie sich innerhalb der Zeit selbst beruhigt und ist dann eingeschlafen...

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Wie rum hast du ihn sitzen? Schaut er zur Sitzbank oder sitzt er schon zur Fahrtrichtung?
Meiner 7 Monate mochte das Autofahren auch nicht erst so, ich hab ihn jetzt zur Fahrtrichtung gemacht seit dem hab ich überhaupt keine Probleme mehr😃.
Hab mich auch erkundigt aber ich das machen darf aber wenn der Sitz so gestellt werden kann darf er auch so sitzen.
Liebe Grüße 🙋🏻‍♀️

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In dem Alter sollten die Babys doch noch nicht nach vorne gerichtet fahren. Ich bin mir mit der Begründung nicht 100% sicher meine aber das der Grund ist dass der Kopf im Verhältnis zum Körper noch viel zu groß ist. Wenn dann ein Unfall passiert, wird der kleine Körper mit dem viel zu schweren Kopf nach vorne geschleudert und schwerste Verletzungen sind die Folge.
Bei wem hast du dich denn erkundigt? Oder ist dein Kind schon deutlich älter?

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Ich hab bei uns direkt bei der Polizei gefragt🙈. Auf meinen Kindersitz steht ab 9 kg kann er vorwärts gerichtet fahren und die hat er schon erreicht. Er wiegt 10 kg und ist auch sehr groß für sein alter, das hätte ich mit erwähnen sollen.
Ich weiß das es besser ist rückwärts gerichtet das Baby fahren zu lassen aber ich fahre auch nur kurz strecken , ca 15 min. Bei längerer Fahrt würde ich ihn auf jeden Fall auch wieder gegen Fahrtrichtung fahren lassen und dann muss natürlich auch einer mit hinten sitzen.

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Schwierige Frage. Ich persönlich würde das Kind immer hinten lassen, sofern ich nicht merken würde, dass es vorne eine deutliche Verbesserung bringt. Wie war denn die Fahrt? Vielleicht liegt es einfach daran, dass er dich von hinten nicht gut sehen kann? Wenn sie weiter rückwärtsgerichtet fährt, sieht sie vorn wahrscheinlich weniger als hinten.

Unsere Tochter ist ein stoischer Autofahrer. Man merkt, dass es nicht ihre Lieblingsbeschäftigung ist, aber sie guckt mit gelangweilter Miene vor sich hin - bis es irgendwann reicht. Dann hilft bei uns zuverlässig Musik. Leider teilt sie den Musikgeschmack ihres Vaters :-D