Kann mir kein Leben mit meinem Baby/Kind vorstellen

Ich bin ungeplant schwanger geworden und habe mein Baby behalten, ein Mädchen.
Sie ist jetzt 1 Monat alt, sehr süß und mir macht es auch nichts aus sie zu füttern oder zu wickeln. Ich habe auch sehr viele Sachen für sie gekauft. Allerdings habe ich jeden Abend ein „Mission erledigt“ Gefühl. Ich kann mir nicht vorstellen die nächsten Jahre, ein Leben lang für meine Tochter zuständig zu sein. Ich wohne aktuell mit meiner Mutter zusammen, die mich unterstützt. Sie geht liebevoller mit meiner Tochter um, trägt sie beispielsweise lange umher, singt ihr vor etc. Ich mache das zum Teil zwar auch, fühle mich aber unwohl dabei. Ich bin froh, wenn meine Mutter Zeit mit ihr verbringt, da ich weiß dass meine Mutter super mit ihr umgeht und ich häufig total verzweifelt bin, wenn meine Tochter weint. Aktuell hätte ich kein Problem damit meine Tochter den ganzen Tag in eine Kita zu geben. Ich bin froh, wenn ich die Verantwortung für sie abgeben kann, dabei ist mein Kind sehr pflegeleicht. Ich bin sehr ängstlich und angespannt, fühle mich oft hilflos und überfordert (obwohl meine Tochter ein Engel ist). Ich hatte anfangs schreckliche Angst sie zu wickeln und anzuziehen, ich wollte sie auch nicht tragen. Heute stellt das Wickeln und Anziehen gar kein Problem mehr für mich dar, ich nehme sie aber trotzdem ungerne in den Arm und traue mich nicht sie zu baden (hab Angst, dass mir ihr Kopf ins Wasser fällt) Ich würde nicht sagen, dass mir mein Kind egal ist. Ich möchte das Beste für meine Tochter und bin oft sehr traurig darüber, dass ich ihr in meinen Augen keine gute Mutter sein kann. Meine Mutter (also ihre Oma) hat mir erzählt, dass sie schon von Anfang an sehr an mir geklebt hat und mich nicht abgeben wollte, sowie das Gefühl hatte sehr wichtig und unersetzlich für mich zu sein. Sie hat sich wenig Ratschläge eingeholt und auf ihre Mutterinstinkte vertraut. Immer wenn meine Mutter von ihren eigenen Empfindungen gegenüber ihren Kindern spricht, kann ich mich damit nicht identifizieren. Ich habe überhaupt keine Angst davor meine Tochter abzugeben, ich habe Angst davor für meine Tochter verantwortlich zu sein. Ich bin einfach der Meinung, dass andere Menschen besser für sie sorgen können als ich. Ich komme mir oft einfach überflüssig vor, als würde mich meine Tochter nicht brauchen. Im Krankenhaus habe ich mich ständig an die Krankenschwestern gewandt, ich wollte mit meiner Tochter nie allein sein. Nun wollte ich in ein paar Monaten eigentlich mit meiner Tochter in eine eigene Wohnung ziehen, traue es mir aber nicht zu allein mit ihr zu leben. Ich habe ihr einen Atmungsmonitor gekauft, weil ich Angst vor dem plötzlichen Kindstod habe. Generell habe ich Angst etwas falsch zu machen. Ohne meine Mutter würde es mir extrem schlecht gehen, denn ich frage sie ständig um Rat. Ich vergesse häufig zu essen, sie erinnert mich daran.

Ich bin sehr froh darüber, dass ich meine Tochter behalten habe. Sie ist total süß und hat es verdient zu leben. Ich bin generell kein Fan von Abtreibungen und wollte mich nicht gegen die Natur richten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie es bei mir gut haben wird und kann mir auch vorstellen sie an eine liebevolle Familie abzugeben. Es klingt bescheuert, aber mich würde es erleichtern zu wissen, dass sie in guten Händen und nicht mehr von mir abhängig ist. Ich möchte nicht verantwortlich für sie sein, dass ich z.B alles verbocke und sie darunter leidet. Ich habe gehört, dass selbst eher asoziale Mütter (drogenabhängig, gewalttätig, Wohnsitz im Ghetto, 50 Haustiere etc.) ihre Kinder behalten wollen und sich massiv dagegen weghren, wenn das Jugendamt ihnen die Kinder wegnehmen möchte.Wie kann ich denn dann kein Problem damit haben mein Kind abzugeben?

Meine Tochter hat es auf den ersten Blick gut bei uns. Wir haben ein großes Haus mit Garten, es ist immer ordentlich, wir stehen finanziell super dar, sie hat sehr viele Sachen (Kleidung, Spielzeug). Ich füttere sie immer, wenn sie hungrig ist und wickele sie zu jeder Mahlzeit. Meine Mutter badet sie. Wenn sie weint wird sie sofort getröstet, sie schläft manchmal auch mit mir im Bett. Ich kuschele sie viel, meine Mutter auch. 1 mal pro Woche besucht uns eine Hebamme, die einen guten Eindruck von mir hat. Ich rauche und trinke nicht, nehme keine Drogen, bin gebildet (habe ein Einser-Abi). Meine Eltern sind beide ebenfalls Akademiker und der Vater meiner Tochter auch, er ist zudem beruflich extrem erfolgreich. Meine Eltern verdienen aber auch gut und meine Mutter kennt sich als Pädagogin natürlich mit Kindern aus.
Nun ist es aber so, dass der Vater meiner Tochter kaum Zeit für sie hat, da er dauernd auf Geschäftsreise ist etc. und ihr einfach nicht so viel Priorität einräumt. Er ist eher ein Zahlvater bzw. „Schlnwetter-Papa“. Er ist in ihrem alltäglichen Leben nicht präsent. Ich habe auch das Gefühl ihr keine Liebe geben zu können.
Was soll ich nun machen?

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Hier hat es sich aber noch ganz anders angehört. In deinem Text kommst du super zurecht, badest sie und kuschelst mit ihr auf der Couch. Und ja du hast diesen Text schon mal geschrieben, etwas anders, aber der gleiche Kontext. Da hast du schon viele helfende (leider nicht nur) Antworten erhalten. Hast du dich denn schon um Termine gekümmert oder ist dir wirklich langweilig wie viele vermuten?

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Hallo, meiner Meinung nach solltest du dir professionelle Hilfe suchen und sie ggf. wirklich in eine liebevolle Familie abgeben, die lange auf ein Baby gewartet hat und alles dafür getan hat.
Kann sein dass ich hier jz für mich einen riesigen shitstorm anzettel, aber mir tut sowas einfach immer leid ..
du analysierst deine Problem klar, aber schreibst hier in einem Forum wo niemand professionell ist, anstatt dir im realen Leben Hilfe zu suchen, obwohl es für dich und vorallem für dein noch so junges Baby das beste wäre ....

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Ich finde es schon mal sehr gut, dass du erkennst, dass etwas nicht so läuft wie es sein sollte. Das ist meistens erste Schritt in die richtige Richtung.
Ich würde dir raten mit dem Haus- oder Frauenarzt über postnatale Depressionen zu sprechen.
Ich habe nach 4 Jahren Kinderwunsch mein absolutes Wunschkind bekommen und hätte sie nach 4 Wochen auch gerne jemand anderem gegeben. Zum Glück war der Papa immer da und hat sich so liebevoll um sie gekümmert, wie ich es einfach nicht konnte. Dadurch habe ich mich noch schlechter gefühlt und das hat dann alles wieder verstärkt. Ein Teufelskreis also.
Zudem hatte ich auch extreme Angst, dass mir meine Maus wieder genommen wird (hatte vorher 3 Fehlgeburten). Daher wollte ich mich emotional nicht zu sehr an sie binden, aus Selbstschutz.
Als die kleine 6 Wochen alt war hat mein Mann mich zum Arzt geschickt. Ich habe Tabletten bekommen und nach ein paar Wochen war ich die glücklichste Mama der Welt. All diese Gefühle können also auch einfach mit einem Durcheinander geratenen Hormonhaushalt zusammenhängen.
Bevor du also etwas tust, was du evtl den Rest deines Lebens bereust, suche dir bitte erstmal Hilfe. Deine Mama ist ja im Moment für die kleine da, so dass es ihr an nichts fehlt.
Es geht übrigens vielen Frauen so, dass sie erstmal komplett überfordert sind, wenn da so ein hilfloses kleines Würmchen plötzlich in ihrem Leben ist. Nicht jede hat sofort rosarote Herzen in den Augen. Das ändert sich meistens nach ein paar Monaten. Diese Zeit solltest du dir geben. Und bis dahin kümmere dich so gut du kannst um die kleine und vor allem auch um dich.

Ich wünsche dir alles gute 🍀
Wenn du magst kannst du mir auch eine PN schicken.

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Huhu!

Welche Gefühle hast du denn während der Schwangerschaft empfunden? Hattest du da irgendeine Art von Liebe oder Verbundenheit gefühlt?

Ich lese aus deinem Text, dass du dich sehr wohl um deine Tochter sorgst, und willst, dass es ihr gut geht.
Es wirkt aber sehr distanziert und kühl, als hättest du keine richtigen Gefühle deiner Tochter gegenüber, als hättest du keinerlei Bindung aufgebaut..

So gut es deine Mutter auch meint und du ihre Hilfe ja auch dankend annimmst, tut sie dir mit diesem Ausmaß an Hilfe keinen Gefallen.
Du musst lernen dich selbst um deine Tochter zu kümmern (Baden etc.).
Klar kann und soll man Hilfe annehmen wenn man überfordert ist, aber für ein Leben mit deiner Tochter, muss dir klar werden, dass DU die Mama bist.
Und wenn Du dich nicht traust bzw. Dir nicht zutraust dich um sie zu kümmern, wirst du nie das nötige Selbstvertrauen aufbauen, um für sie zu Sorgen.

Dass du dir gut vorstellen kannst, sie einfach in eine andere Familie abzugeben, ist für mich unvorstellbar und den Gedanken finde ich sehr traurig.
Auch wenn du vielleicht nicht alles 'perfekt' machst - DU bist die Mama deiner Tochter und sie braucht DICH!
Und stelle dir doch mal wirklich vor du gibst sie ab, siehst sie nie wieder. Denkst du wirklich, dass du einfach so damit leben könntest?

Ich würde dir raten, dir dringend professionelle Hilfe / Beratung zu holen und offen über deine Gedankengänge sprichst.

Dein Baby braucht Liebe!

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Ich glaube du bist einfach sehr jung und hast sowas wie ein Schock erlitten wegen der Schwangerschaft, Geburt und das Dasein des Babys. Ich kann mich sehr gut an deine Posts erinnern (von einem anderen Konto aus), als du noch schwanger warst und schon damals zugegeben hast, keine Liebe für dein Ungeborenes zu empfinden und sowas. Es tut mir echt total leid für dich. Ich finde es aber echt mega gut dass du nicht abgetrieben hast und Unterstützung von deiner Mutter hast. Jetzt ist ein Monat vergangen, das ist nicht viel, vielleicht wird es dir in ein paar Monaten besser gehen.
Und dann schau mal nach dir, nach deiner Zukunft, mit deiner Tochter.
Viel Erfolg, und alles Gute

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Ich weis echt nicht was mit dir Falsch ist! Statt hier ständig riesen komische beiträge zu schreiben wie ungern du dein kind hast obwohl du so ein tolles leben hast?? Das ist kein gutes Leben das meinst du wenn du so ein Schlechter Mensch bist bringen eure schulen nichts! Vor ein zwei wochen warst du doch noch alleinerziehend und jetzt hast du einen partner der gut verdient ? Dein kind ist ein monat alt und sie ist ja so süss und lieb schläft durch! Dann kannst du dir mal in dieser zeit rat beim
Psychologen suchen verdammt! Ich hoffe für dich das du hier dir nicht ständig alles erfindest! Den das was du schreibst ist einfach psychisch krank.

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Nein, sie ist mit dem Vater nicht zusammen, aber er zahlt halt Unterhalt glaub ich aber eigentlich haben sie nicht viel Kontakt, da er (noch) verheiratet ist.
Und NEIN mein Leben ist nicht langweilig (ganz im Gegenteil), aber ich hab ihre Geschichte aus Versehen mal verfolgt 😂

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Ja ich auch, weil mir der Name bekannt vorkam 😂 und mir ist eigentlich auch nicht langweilig 🙈 nur neugierig 😊

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ich würde mich ans jugendamt wenden. das hat unter familien häufig einen schlechten ruf, aber letztlich ist es eine beratungs- und hilfestelle für familien. falls ihr eine in der nähe habt, wäre auch eine erziehungsberatungsstelle super. da kannst du mit professionell geschulten leuten schauen, ob du wirklich lieber eine tolle familie für deine kleine suchen möchtest, oder ob es vielleicht viel unsicherheiten in dir selbst gibt, die man bearbeiten kann, sodass du glücklich wirst.

es ist keine schande, nicht in die mutterrolle zu passen oder zu wollen. auch wenn einem das immer alle erzählen - nicht jede frau ist eine geborene mutter & nur die wenigsten trauen sich, das auszusprechen oder ihre situation zu verändern. es gibt so viele liebe familien, die eine kleine tochter gern adoptieren würden, aber bitte schau erstmal, ob das wirklich dein innerster wunsch ist. denn diese entscheidung kann man nicht rückgängig machen.

wie sieht es denn deine mama? kann sie sich vorstellen, die kleine als hauptbezugsperson großzuziehen und du wärst eher wie eine große schwester? wenn ihr ein vertrauensvolles verhältnis habt könnte das auch eine schöne lösung sein.

ich finde es wunderbar, sehr erwachsen und reflektiert, dass du in ruhe über deine situation nachdenkst und nichts überstürzt. wünsche dir alles liebe #klee

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Gähhhhn, schon wieder die Story, echt jetzt?

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Fast exakt dieselben Worte hattest du bereits geschrieben 🤦🏻‍♀️