Neugeborenes schläft nachts nicht

Hallo ihr Lieben,
ich brauch mal euer Schwarmwissen, da ich so langsam nicht mehr kann. Ich bin schon von meinem ersten Sohn schlechte Nächte gewohnt, aber der zweite toppt es definitiv.
Unser Kleiner ist jetzt 2,5 Wochen alt und tagsüber ein total entspannter Knopf. Er schläft noch viel, aber ist auch schon gut wach zwischendurch.
Er schläft offenbar am besten umso unruhiger die Umgebung ist.
Sobald wir uns abends ins Schlafzimmer legen (egal um welche Uhrzeit) ist er hellwach und quengelt. Einschlafstillen klappt leider nicht.ö, er ist nachts eher unruhig an der Brust. Er schläft weder im Beistellbett noch an meinem Körper. Bei meinem Mann weint er recht schnell, er kann mich also nicht wirklich unterstützen.
Wenn er irgendwann schläft, dann meist 1h. Tags aber oft 3h am Stück. Meine Nerven liegen langsam blank 😫 Ich kann am Tag wegen des Großen den Schlaf nicht nachholen.
Wie kann ich ihm helfen sich mit unserem Tag/ Nacht Rhythmus leichter zu tun? So dass er den Schlaf eher auf nachts verlagert? Ich kann ja nicht nachts Licht und Radau machen, dass er schläft. Fönapp hilft nicht.

Danke vorab für eure Tipps!
Eine sehr verzweifelte Bloomwood

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Ich find die Wissenschaftler hier echt spannend 😅

Also im ernst: es ist in keinster Wissenschaft bewiesen dass neugeborene keine tag-nacht-rhythmus haben oder bräuchten. Das geht eher in Vermutungen rüber weil es ethisch grausam wäre tausende mütter ab Beginn der Schwangerschaft bis hin nach der Schwangerschaft in ein zeitlosen Raum zu sperren. Dann müssten genauso viele in dunklen Räumen rein.

Also alles was man in der Richtung liest sind Vermutungen der Experten. Man vermutet auch, dass Babys schon im Mutterleib durch die Mutter ein Schlaf-wach-rhythmus vorgelebt wird.

Auch geht es in die Vermutungen dass Babys enorm anpassungsfähig sind und sie sich enorm schnell an Veränderungen gewöhnen können. Deswegen verändert sich im 1. Lebensjahr die schlafzeiten enorm oft. Wir großen brauchen unsere 6-8 Stunden Schlaf am Stück. Verändern wir das packt das unser Körper nicht.

Auch wird vermutet dass Babys mit einem strukturellen tagesablauf Sicherheit vermittelt wird wodurch sie entspannter sind. Was wieder die Vermutung widerlegen würde, dass Babys ja erst ab einem gewissen Alter Strukturen und Rituale bräuchten. Also die 2 Vermutungen widerlegen sich gegenseitig. Kann man sich also aussuchen woran man "glaubt".

Also wirklich alles, was so oder so ähnlich klingt, sind REINE VERMUTUNGEN. Tatsache (und da sind sich die allermeisten Experten einig) ist jedoch, dass jedes baby unterschiedlich ist und unterschiedliche Dinge braucht. Man muss als Eltern einfach immer probieren was am besten geht und womit man als Eltern am besten leben kann.

An die TE: probier alles mögliche aus. Mein mittlerer hat auch seine Ruhe gebraucht. Wir waren echt am verzweifeln weil er nicht einschlafen konnte und auch so schlecht schlief. Dann hat unsere hebamme genau das, was ich eben grad geschrieben hab, gesagt. Wir haben dann das Gegenteil probiert: anstatt nähe ihn in sein Bett in seinem Zimmer legen. Anstatt Licht, kein Licht. Anstatt Geräusche Stille. Und zack: er schaute erst, schlief aber dann ein und war dann ein super schläfer. Wenn er nachts wach wurde, bekam er seine Milch, kuschelte noch etwas und kam wieder in sein bettchen. Er weinte auch nicht oder wirkte ängstlich. (Haben ein.babyphone mit Kamera gehabt). Das totale Gegenteil für bindung und urvertrauen, aber es klappte. Davor hat es STUNDEN geweine gedauert. Er war so ca. 3/4 Wochen alt. Und geschlafen hat er kaum. Er wollte einfach seine Ruhe vor allem.

Anscheinend war sein urvertrauen enorm stark Im Gegensatz zu anderen Babys 🤣

Und meine große: die war so ein anstrengendes Baby. Da kam meine Mutter mit den Routinen. Routinierter Alltag und Routinen zum aufstehen und schlafen gehen. Und es klappte. Sie war dannach so entspannt und zuckersüß. Hab das dann mal der Kinderärztin gesagt und die hat bestätigt, dass es viele Babys gibt, die Routinen brauchen. Es ist ja auch erschreckend wenn man nicht weiß was als nächstes kommt und man kann schlecht sagen was man als nächstes macht. Die einzigste Zeitangabe ist hell, dunkel und hunger.

Deswegen: auch wenn andere sagen "ach die brauchen das nicht und du musst das durch. IRGENDWANN bessert sich das." Musst du nicht auf sie hören. Probier einfach das aus, was euch zusagt und ihr euch wohl fühlt und schaut wie der kleine reagiert. Und bleib dann bei dem wo es am.besten läuft. 😉

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Veruche es doch mal mit Musik im Hintergrund oder so ein kleines Nachtlicht. Oder dass du z.B. auch am Abend wenn er schlafen soll, Alltagsgeräusche machst, und vielleicht nicht nur die Fönapp sondern ihn auch ein bisschen Fönen. :)

2

Meine kleine war am Anfang auch nachts hellwach... das legt sich etwas wenn sie richtig angekommen sind.
Aber sie hasst es im Dunkeln und in völliger Stille (auch immernoch!)
Ein My Hummy und ein Nachtlicht helfen ins sehr. Eine gute schläferin war sie damit trotzdem noch nicht, aber es war besser!

Lg

3

Neugeborenen sind evolutionär auf dem Stand vor 10.000 Jahren, sie wissen nicht, dass sie dauernde Sicherheit haben und ne schicke immer warme Wohnung und Mama, die immer da ist.
Sie kennen ihr Rudel und die Höhle, wenn es mucksmäuschenstill ist und dunkel, heisst das für das Neugeborene, mein Rudel hat mich vergessen. Sind dagegen Licht und Geräusche da, fühlt es sich sicher und nicht allein.
Heisst jetzt nicht, dass Du nachts Radau machen musst,aber zumindest ein kleines Licht an, dass es Dich sehen kann, vielleicht zu Beginn auch sanfte leise Musik.
Tag/ Nachtrhytmus kennen Neugeborene nicht, das kommt frühstens mit 12 Wochen.

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In dem Alter haben sie keinen Tag-Nacht Rhythmus. Gib tagsüber den Grossen dem Papa/der Oma und schlaf, das ist das Beste, was du tun kannst.

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Entweder du lässt nachts evt ein Rauschen laufen vom Handy aus, oder ihr versucht es mit mehr Stille über den Tag. So lernt er evt, dass Stille nicht mit Allein gelassen zu verbinden ist. Scheinbar ist das sein Problem. Ist natürlich alles schwierig, wenn man ein größeres Kind noch hat, aber ich würde es versuchen. Andererseits, er ist gerade mal 2 Wochen auf der Welt. Lass ihm Zeit!!!

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Vielen Dank für eure Antworten. Natürlich lassen wir dem kleinen Mann Zeit hier anzukommen und einige eurer Tipps hatte ich schon probiert.
Er mag definitiv keine Dunkelheit und keine Stille und das ist so das Kernproblem.
Natürlich weiß man auch warum das alles so ist, aber das hilft mir natürlich wenig, wenn man ne heftige Geburt hatte und seitdem kaum ein Auge zugetan hat und dementsprechend nachts die Nerven blank liegen. Da wünscht man sich einfach einen Rat, den man noch nicht ausprobiert hat.
Da er sich ja aber langfristig an Tag und Nacht gewöhnen soll, möchte ich natürlich nicht anfangen nachts Radau zu machen.
Ich hab ihn dann auch immer am Körper, um ihm mehr Sicherheit zu geben, aber er kommt einfach nicht wieder zur Ruhe. Und letzte Nacht war er einfach mal 4,5h am Stück wach und das finde ich auch recht krass, da er ja noch wahnsinnig viel Schlaf braucht.