Krippenplatz - ab wann (mit 1 oder 2 Jahren)?

Hallo liebe Mamis,

ich wusste nicht so Recht wohin mit meinem Beitrag, hoffe er passt hier rein :-)

Also... meine kleine Tochter ist im Mai 2020 geboren. Die Zeit rennt leider und inzwischen schauen wir uns schon nach einem geeigneten Krippen-Platz um.

So wie es aussieht, haben wir Glück und werden ab 01.08. eine Platz bekommen.

Je näher die Zeit rückt, umso mehr frage ich mich aber, ob das alles so richtig ist... ob es nicht viel zu früh ist, mit 14 Monaten in die Krippe (mir tut ein wenig mein Herz weh bei dem Gedanken).

Da ein Krippenplatz immer nur zum 01.08. vergeben wird (zumindest standardmäßig), wäre die einzige Alternative bis nächstes Jahr zu warten udn die Kleine dann mit 2 Jahren in die Krippe zu geben. Ich müsste meine Elternzeit also um 1 Jahr verlängern. Sooo viel ist das nicht, aber trotzdem wird es finanziell dann knapp. Also wir müssen nicht hungern, aber ggf. den ein oder anderen Monat an das Ersparte ran.

Nun wollte ich von Euch mal hören... was sagt ihr zu dem Thema?

Ab wann sollte ein Kind in die Krippe?

Lieber mit 14 Monaten und dann auch arbeiten gehen (finanziell sorglos).

Oder mit 2 Jahren und dann aber auch etwas genauer aufs Geld gucken?

Ich danke Euch!

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Ich kann dir als Mama und als Kindheitspädagogin den Rat geben: Nimm den Krippenplatz frühstens ab 2 Jahren.

Ich war beruflich in so vielen Krippen und habe keine erlebt, in der die kleinen Mäuse nicht den Großteil des Tages überfordert von der Situation sind. Kinder sind meiner Meinung nach mit 1 Jahr noch nicht reif für eine Betreuung in einer so großen Gruppe, wie es in Krippen der Fall ist. Zudem wechseln die Bezugserzieher aufgrund von Personalmangel leider viel zu oft und auch das ist für Kinder im 2. Lebensjahr keine tragbare Situation.
Eltern bekommen immer nur einen Bruchteil von dem mit, was im Krippenalltag passiert. Die vielen Stunden, in denen die Kleinen gestresst sind vom Lärm, dem Chaos, das Kindergruppen mit sich bringen und der fehlenden Bezugsperson, die nur für das Kind Zeit hat und nicht gleichzeitig Sven die Nase putzen und Lara ein Buch vorlesen muss, bleiben für Eltern meistens unsichtbar.

Habt ihr vielleicht eine gute Tagesmutter in der Nähe? Durch die kleine Gruppe von max. 5 Kindern und der festen "ErzieherIn" wäre das für 1 jährige die optimalere Version.

Meine Kleine wird nach jetzigem Plan mit 1 Jahr und 9 Monaten langsam eingewöhnt. Aber ich halte mir die Option offen, die Elternzeit ein Jahr zu verlängern, sollte ich ein schlechtes Gefühl bei der Sache haben, obwohl auch wir dann ans Ersparte ran müssten.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Hör am besten auf dein Gefühl 🍀

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Was machen denn die Kinder mit Geschwistern, deren Bezugsperson/Mutter sich auch nicht exklusiv um sie kümmern kann, weil der ältere Bruder gerade Hilfe bei "wasauchimmer" braucht oder das jüngere Geschwisterchen gerade gestillt wird?

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Aber das ist doch was völlig anderes. Wenn die Mama das Baby stillt etc ist das größere Kind doch aber immer noch in seinem gewohnten Umfeld ,oder sehe ich das falsch ?
Lg

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Hallo, ich finde es für uns richtig, dass unser Sohn erst mit 3 Jahren in den Kiga gegangen ist. Jede gemeinsame Zeit ist kostbar und Niemand kann einem Kind das geben, was es von der Mutter bekommen kann! Heute hört man immer nur ‚Förderung, Förderung, Förderung‘, aber wer sich nicht zutraut sein Kind bis 3 Jahre alleine ausreichend zu fördern, sollte keine Kinder bekommen.
Anders siehts natürlich aus, wenn es finanziell gar nicht anders möglich ist, alleinerziehend usw. Aber ich bin der Meinung, wenn man es finanziell gestemmt bekommt, sollte man sein Kind so lange wie möglich selbst betreuen! Sofern in diesem Rahmen ausreichend soziale Kontakte zur Verfügung stehen, was bei uns der Fall ist.
Ich bin, als mein Sohn 2 Jahre, 40% arbeiten gegangen, das waren 2 Tage in der Woche, an denen mein Sohn bei meinen Eltern oder den Schwiegereltern. Wir haben das grosse Glück, dass dies möglich ist! Seit er im Kiga ist, gehe ich 50% arbeiten (aufgeteilt auf 3 Tage) weiterhin geht er an 2 dieser Tage je einen Tag zu meinen Eltern und den Schwiegereltern, den anderen Tag hole ich ihn ab. Nun bin ich wieder schwanger und wir werden es wieder so machen.

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Was heißt "sollen". Meine Kinder kamen, bzw. kommen mit einem Jahr in die Krippe, da ich dann jeweils wieder gearbeitet habe, bzw. wieder arbeiten möchte. Zwingend notwendig, so dass wir sonst am Hungertuch nagen würden, ist es bei uns auch nicht. Aber es entspannt die Situation schon deutlich und ich gehe auch gerne einfach zum Ausgleich arbeiten.
Ich fand den Kitastart mit 1 für meinen Sohn perfekt.
Aber alles bezogen auf unsere Situation. In dem Alter "muss" noch kein Kind in die Krippe für die soziale Entwicklung oder sowas.

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Kann mich nur anschließen! Der Kleine kam mit 1 Jahr in die Kita und ich zurück in die Arbeit. Finanziell hätte es auch irgendwie anders funktioniert, das war und ist weiterhin aber für uns die perfekte Lösung.

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Meiner Meinung nach ist das eine viel zu individuelle Entscheidung, als dass dir hier jemand helfen können wird.
Du wirst jetzt etliche Beiträge bekommen, dass unter 3 Jahren eine Fremdbetreuung das schlimmste ist, was man einem Kind antun kann und mindestens genau so viele, die dir das komplette Gegenteil schreiben.

Ich hätte mir nicht vorstellen können länger als ein Jahr aus dem Beruf rauszugehen, wobei das natürlich auch immer auf den Beruf ankommt. Allerdings wollte ich auch noch genug Zeit für die Maus haben, somit war der Kompromiss für mich, dass ich 50% arbeite und die Maus für 5h am Tag betreut wird. Nach einem Jahr bin ich auf 100% hoch. Maus ist immer noch bei 5h, wobei wir das jetzt dann aufstocken.

Sie ist mit 11 Monaten in die Krippe gekommen. Ja, es war wahrscheinlich etwas zu früh für sie. Andererseits profitiert sie mittlerweile so dermaßen davon, das ist echt toll. Sie ist von einem total zurückhaltenden, unsicheren Mäuschen zu einem selbstbewussten Mädchen geworden und hat ganz viel Sozialkompetenz entwickeln können.

Da das bei euch ja etwas unflexibel zu sein scheint was den Betreuungsbeginn anbelangt, würde ich mit 14 Monaten anfangen und vielleicht auch erstmal nur halbtags. Ein ganzes weiteres Jahr zuhause mit den wenigen Kontakten und Aktivitäten, die man gerade hat, wird irgendwann echt langweilig für die kleinen. So ist zumindest meine Erfahrung. Andere werden natürlich eine andere Meinung haben, aber wie gesagt, es geht auch darum was du willst und was ihr euch leisten könnt oder wollt.

Aber ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht zu haben wenn ihr euch für dieses Jahr entscheidet. Viele sehen immer nur die Zeit, die das Kind nicht mehr mit Mama hat, aber nicht die Vorteile, die ein Kind durch eine Kita haben kann.

Alles gute 🍀

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Hallo,
Mein Kind kommt mit 1 Jahr und 2 Monate in die Krippe also im September aber nur Teilzeit quasi ... Da ich dann nur Teilzeit arbeiten werde. Aber mein Herz blutet jetzt schon 🤫

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Ich kann dir nur abraten auf diese Meinungen zu hören die in das ein oder andere extrem gehen. Diese Entscheidung ist so individuell und es gilt so viel zu berücksichtigen, zb wie tickt dein Kind, löst es sich von dir, wie ist sein Charakter, braucht es mehr Input, Action oder ist es eher gern zu Hause, und damit zufrieden? Was möchtest du, ist Arbeit auch gut für dich, Erfüllt dich, ein Ausgleich?
Dann natürlich die finanzielle Seite, nicht außer acht zu lassen, so wie später auch die Rente... am besten macht ihr eine pro und contra Liste und entscheidet gemeinsam!

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Naja, bei dem Thema fragst du 20 Leute und hast 20 Meinungen :-)
Ich finde, wenn man es sich finanziell eigentlich gut leisten kann und man nur ein wenig aufs Geld schauen muss, und es einem nichts ausmacht länger aus dem Beruf zu sein, dann finde ich 2 ist das perfekte Alter. Aber wenn nach einem Jahr gearbeitet werden muss ODER will, dann ist die Krippe oder Tagesmutter nichts schlimmes, sondern im Gegenteil. Ich finde ein Kind kann sehr viel daraus Gewinnen, sowohl für seine Entwicklung als auch Charakter.

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Mein Kleiner ist wahrscheinlich ähnlich alt wie deines und wird im September in die Kita gehen. Nicht nur, weil ich arbeite, sondern auch, weil ich möchte, dass er Kontakt zu Kindern bekommt.

Liebe Grüße

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Meine kleine wird im märz 1 und geht ab April teilzeit in die Krippe. Ich werde erst im januar nächsten Jahres wieder arbeiten und trotzdem habe Ich mich für die krippe entschieden.

Ich finde es wichtig das die kleinen Kontakt zu anderen Kindern haben. Sie lernen in der Krippe so viel. Meine große Tochter ging auch mit 1 in die krippe und es hat nicht geschadet