Desmopressin bei Bettnässern - Elternzeitschrift

Hallo,

in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Eltern stand etwas über Bettnässer - u.a. Behandlung mit Medikamenten mit dem Wirkstoff Desmopressin.

Ich habe meine Erfahrungen mit Desmopressin gemacht und an ELTERN geschrieben.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrem Artikel "Ab wann spricht man von Bettnässen?" - u.a. Behandlung mit dem Medikamentenwirkstoff DESMOPRESSIN möchte ich unbedingt noch etwas hinzufügen.

Desmopressin wird sowohl zur Reduktion von Bettnässen als auch in der Gerinnungsmedizin angewandt.

Ich habe mit Desmopressin meine eigenen einschlägigen Erfahrungen gemacht und werde es nicht mehr nehmen und nach Möglichkeit niemanden geben - erst recht nicht meinem Kind. Wer es dennoch nehmen muss, sollte sehr vorsichtig sein.

Ich bin seit knapp einem Jahr Mutter einer Tochter. Vor der Geburt wurde bei mir eine Blutgerinnungsstörung festgestellt. Somit wurde zur Geburt in der Klinik ein Substitutionsplan erstellt, in dem die Anweisung stand, mir wg. den Blutungen unter der Geburt und im Wochenbett über mehrere Tage das Medikament Minirin mit dem Wirkstoff Desmopressin zu verabreichen.
Am Tag nach der Geburt erlitt ich nach Kreislaufschwäche und Müdigkeit einen schweren cerebralen Krampfanfall bei Hyponatriämie (zu viel Wasser im Körper - zu wenig Mineralstoffe). Ich wurde bewußtlos und lag 3 Tage auf der Intensivstation - ergo 2 Wochen Klinikaufenthalt nach Spontan-Entbindung. Dieser Krampfanfall wurde durch den Wirkstoff Desmopressin ausgelöst. Desmopressin sorgt dafür, dass Flüssigkeit im Körper gehalten wird und nicht oder nur minimal austreten kann. Bei mir sollte Blut im Körper gehalten werden - aber auch das Wasser wurde "festgehalten und gesammelt". Neben zahlreichen "kleinen" Nebenwirkungen kann es in ganz seltenen Fällen, z.B. bei Risikopatientin (über 65 Jahre, usw.) zu der schlimmsten Nebenwirkung - dem Krampfanfall kommen. Eigentlich gehöre ich in keinster Weise zu den Risikopatienten - weder neige ich zu Krampfanfällen, noch habe ich eine Herzschwäche, usw. Aber es ist trotzdem passiert.
Noch heute leide ich an den Folgeschäden und bin u.a. in orthopädischer und physiotherapeutischer Behandlung.

Sollte meine Tochter irgendwann in ihrem Leben eine Bettnässerin sein, wird sie auf gar keinen Fall ein Medikament mit dem Wirkstoff Desmopressin erhalten. Lieber wasche ich Tag und Nacht die Wäsche und treibe die Wasserrechnung in die Höhe. Bzw. trockne und reinige ständig die Bettwäsche bzw. kaufe öfters neue. Oder ich suche für uns sogenannte "Behandlungsalternativen".

Ich kann eben nur aus eigener Erfahrung sprechen. Es handelte sich bei mir persönlich zwar nicht um das Thema Bettnässen sondern um die Blutgerinnung bei der Geburt - aber der Medikamentenwirkstoff DESMOPRESSIN ist derselbe.

Sicherlich bleibt es jeder Mutter und jedem Vater selbst überlassen, in welcher Form er/sie die Krankheiten seines Kindes heilen wird.

Hiermit erlaube ich der Zeitschrift Eltern sowie Eltern.de o.g. Bericht zu veröffentlichen.
Gerne können Sie auch bei verschiedenen Pharmakanten recherchieren - z.B. Firma Ferring oder in der Inneren Medizin der Kliniken - hier z.B. Uni-Klinik Frankfurt am Main - nachforschen.

ich glaube das Bettnässen bei Babys nicht so gravierend ist - verstehe jetzt nicht ganz warum Du das hier gepostet hast?

Hallo, ich finde es gut das du auf sowas hinweist. Wird ja schon genug falsch beraten usw. Sieht man ja hier auch im Forum.;-)

LG und alles Gute fuer dich