Einfach mal down... Habt ihr ein paar aufmunternde Worte?

Hallo liebe Urbia-Gemeinde,

kennt ihr das? Es gibt so Tage, da ist man einfach nur down. Ich mache mir Sorgen und Gedanken und fühle mich hilflos. Ich bin eine recht entspannte Mutter und nehme die Dinge wie sie kommen. Das Baby will keine Flasche? Na gut, wird eben weiter gestillt und über Beikost abgestillt. Spätestens wenn ich jetzt im April arbeiten gehe und mein Partner daheim bleibt muss der kleine die Flasche nehmen, denn kein Baby verhungert freiwillig... richtig?
Unser kleiner hatte eine schlimme Blockade im HWS-bereich und im becken. Wir waren bei einer Osteopathin am Anfang, die diese Blockade nicht entdeckt hat. Wirklich Besserung trat nicht ein, mein Bauchgefühl sagte mir (ich bin Therapeutin - nur keine für Kinder) , dass da noch was sein muss, was noch nicht behoben wurde. Mit einer lieben Kollegin in Verbindung gesetzt, sie hat mich an einen Spezialisten weiter geleitet und richtig... Atlasblockade und Blockade im Becken (ISG). Beides wurde von dem Arzt auf sehr sanfte Art und Weise gelöst und der kleine konnte sich von diesen Blockaden und auch Schmerzen erholen. Jedoch hat die motorische Entwicklung nicht so aufgeholt wie ich es mir dachte, Kontrolltermin ergab keine weiteren Blockaden, aber wir bekommen Bobath (Physiotherapie). Gesagt getan und der Therapeut ist wirklich gut. Er weiß ganz genau was ihm fehlt, zeigt es mir, gibt anregungen für den Alltag etc.
Aber irgendwie.... es geht so schleppend voran. der kleine hat keine motorische Planung, insbesondere was den linken Arm angeht. Auf dem Bauch liegen und Abstützen? Pustekuchen. Lieber den Schwimmer machen -.- Mit den Übungen versuchen wir ihn zu unterstützen... und ja es sind erst 4 Behandlungen von 10 geschafft, es ist noch am Anfang, aber... ich bin ungeduldig... Habe angst, dass er sich nicht normal entwickeln kann... nur weil ich erst zu einer Osteopathin gegangen bin, statt direkt zu einem Arzt der auf Kiss spezialisiert ist.
Wir haben jetzt zwei Breimahlzeiten vollständig integriert. er braucht die Brust danach nicht mehr. wir versuchen Wasser über den Becher und zwischendurch über die Flasche die er dann selbstbestimmt nehmen kann zu geben.
Jetzt habe ich den Fehler gemacht, ich habe ihn und mich auf einer normalen Personenwaage gewogen und mein gewicht abgezogen. Es ist nicht die Methode wie man Babys wiegt.. drum wundert es mich nicht, dass er laut Waage nur noch 6,5 kg wiegt... Zur U4 wog er bereits 6,5 kg... am Mittwoch ist die U5... er kann doch nicht gleichgeblieben sein im gewicht??? Oder nimmt er ab? Reicht der Brei nicht? reicht die Milch nicht? Er bekommt im Schnitt alle drei Stunden eine Mahlzeit. nachts, früh und vormittags die Brust, Mittagsbrei, Nachmittags die Brust und abends wieder brei.... Das ist gewiss ausreichend, denn wir haben kein Hungergeschrei hier... erst wenn es eben wieder an der Zeit ist was zu essen....

Ich weiß, das hier ist gewiss Jammern auf hohem Niveau, aber heute ist so ein Tag, da macht mir das alles Kummer.... Ich will dass es ihm gut geht, will nichts falsch machen... dabei ist das mein drittes Kind und nicht mein erstes... ich weiß als Therapeutin, dann Entwicklungsverzögerungen aufgrund einer solchen Blockade dauern... hinzu kommt er ist im 5. Sprung... Heute sehe ich alles grau.... ich bin frustriert und unmotiviert....

Kennt ihr solche Tage?
Danke dass ihr das mitlest und ich es mir einfach mal von der Seele reden / schreiben konnte....

Habt alle einen schönen Sonntag, auch wenn es regnet... zumindest bei uns :-)

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Ach liebes , fühl dich gedrückt 🥰
Ich kenne solche Tage zu gut, ich habe momentan oft solche Tage, das liegt aber an Corona, die ganze Zeit zuhause, jeden Tag der selbe Alltag, das ist für mich nicht so leicht denn ich falle leicht wieder in meinen Depressionen zurück. Glaub mir , ich glaub jeder hat solche Tage. Mach dir nicht all zu große Gedanken, und relaxt etwas. Deinem kleinen wird es gut gehen, und er wird sich jetzt erholen und dann wird alles wieder gut sein. So eine Blockade ist bestimmt nicht ohne für den kleinen Mann. Ich mache mir auch immer tierisch sorgen, wegen allem. Momentan habe ich Angst das mir das mit 3 Kindern zu viel wird, weil mein kleiner momentan ziemlich viel Aufmerksamkeit braucht. Aber einerseits freue ich mich total, und sehe alles positiv und gelassen. Es wird alles gut. Mach dir nicht so einen Kopf .. solche Tage hat jeder mal, und auch solche Tage vergehen😘

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Hallo du...
Vielen Dank für die Worte. Ja im Moment ist alles etwas bäh... Homeoffice, homeschooling... Meine elternzeit habe ich mir anders vorgestellt 😩
Aber dennoch ist das alles nichts gegen die Sorgen um ein kleines Baby. Ich weiß, er wird sich erholen, er wird sich normal entwickeln... Es braucht nur seine Zeit... Und doch geht es mir nicht schnell genug und ich fühle mich hilflos.
Wenn man sonst die Position inne hat, die hilft, so ist meine jetzige Position für mich unerträglich.... 😕

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Ich kann dich total verstehen.. wenn es um Kinder geht , kann es einfach nicht schnell genug gehen. Aber lass ihn die Zeit wieder fit zu werden, und dann nimmt es auch alles seinen Lauf. Ich hatte vor paar Tagen noch ziemliche Angst das mein kleiner wohl nie richtig laufen wird. Er hat immer geweint wenn ich ihn hingestellt habe, und irgendwie hat er seine Füße immer richtig steif eingedrückt. Ich bin fast wahnsinnig geworden. So und jetzt seit paar Tagen, läuft er 😄 ich mach mir auch immer direkt Panik und totale Sorgen .. ich kann dich total verstehen😘

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Ja solche Tage kenne ich auch. Corona tut sein übriges. Da ist man manchmal einfach Down.

Meine Tochter hatte auch Kiss. Das wurde kurz vor der U4 behoben. Sie hatte einen richtigen Plattkopf aufgrund der Blockade. Bei der U4 haben wir ein Rezept für Physiotherapie bekommen. 6 Sitzungen hatten wir. Das ist ungefähr ein halbes Jahr her. Der Kopf ist fast normal (was hatte ich ein schlechtes Gewissen ) und sie ist motorisch weiter als die gleichaltrigen Kinder im Freundeskreis. Vielleicht hilft dir das ja.

Zur Ernährung kann ich dir nicht viel sagen. L hat Brei fast komplett verweigert und fängt jetzt mit 11 Monaten von den Mengen her an richtig zu essen. Es gab halt ihr Flasche und irgendwann kommt sie schon auf den Geschmack des Essens. Sehe das auch eher entspannt. Welches Kind verhungert schon freiwillig?