Sichere Zeit für mich und für uns als Paar schaffen

Hallo zusammen,

Am Wochenende war ich gar nicht gut drauf und hab beschlossen, es muss sich in kleinen Schritten etwas ändern. Ich weiß nur nicht, wie ich anfangen kann und hoffe auf eure Tipps.

Meine Tochter ist 5 Monate alt, wird voll gestillt. Sie macht keine Schläfchen drinnen, wenn dann nur auf dem Arm mal nach dem stillen. Ablegen endet in schnellem aufwachen und dann schlechter Laune. Sonst schläft sie nur draußen im Wagen. Abends gehe ich mit ihr zwischen 20.30 und 21.00 Uhr ins Bett und sie wird einschlafgestillt. Wir haben schon ein paar mal versucht, dass ich dann wieder gehe, aber es ist einfach zu unsicher, ich hab dann mehr Stress dass sie wieder wach wird, sodass ich auch nicht anfange irgendwas zu machen, denn meistens muss ich dann doch dazu. Sie schläft zurzeit auch schlecht sodass ich einfach abends auch mit fertig bin und dann mit schlafe.
Manchmal nimmt sie mir nachmittags jemand zu wagen schieben ab.

Ich brauche dringend einfach irgendwie im Alltag einen Zeitraum, wo Ich weiß, ich habe Zeit für irgendwas anderes oder endlich mal wieder für meinen Mann, ich würde mich gerne darauf verlassen können, dass da jeden Tag ein bisschen Zeit ist. Aktuell stehe ich frühs mit der kleinen auf und wir geben zusammen ins Bett und dazwischen bin ich komplett mit ihr beschäftigt oder mache irgendwie nebenbei schnell schnell den Haushalt. Wir haben schon ewig nicht mehr richtig zusammen gegessen oder Fernsehen geschaut. Ich weiß, es wird besser, aber ich habe ganz dolle das Bedürfnis, etwas zu ändern, damit es mir ein bisschen besser geht. Habt ihr Ideen für kleine positive Veränderungen unseres Alltags?

Liebe Grüße!

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Da wir keine Familie in der Nähe haben, verschaffe ich mir die Auszeiten, indem mein Partner den Kleinen nimmt.
Eine andere Alternative, als dass jemand aus Familie, Freundeskreis oder ein Babysitter aufpasst, gibt es ja nicht. So ein Kind ist nunmal immer da und kann potenziell immer wieder aufwachen, wenn es schläft. Ich sehe da im Moment auch noch kein Licht am Ende des Tunnels, mein Baby (4,5M) schläft auch nicht allein.
Meine Hoffnung ist ehrlich gesagt, dass man so ca ab 6 Monaten mal anfangen könnte, zu üben, dass er alleine früher ins Bett geht und wir später dazukommen. Irgendwann im zweiten Lebenshalbjahr muss das doch mal möglich sein.. Bei anderen geht's ja auch, denke ich mir 🤗

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Fangt jetzt schon damit an, nur so als Tipp.
Bei uns wurde es eben ab 6 Monate schlimm.

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Ich würde euch auch raten, dass alleine Schlafen jetzt zu üben. Meine Schwester hat das mit meinem Neffen in dem Alter gemacht und die hatten nie ein Schlafproblem. Wir haben irgendwie zu lange gewartet und es wurde auch mit 6 Monaten schlimm und mit 8 Monaten noch schlimmer, da war der Absprung nicht mehr so leicht. Vor dem 6. Monat war alles noch total easy und meine Tochter hätte wahrscheinlich auch in ihrem Zimmer geschlafen, wenn ich das zugelassen hätte. Naja, hinterher ist man immer schlauer...

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Genau das gleiche hier 🙋🏼‍♀️.
Ich freue mich auch schon wieder richtig auf meinen Job als „Me-Time“ 🤦🏼‍♀️.

Abends bringe ich sie auch gegen 21-22 Uhr ins Bett und bleibe meist direkt da, weil es sich nicht lohnt was anderes zu machen -.-. Dann schaue ich mit Kopfhörern Serien.
Gestern habe ich sie ins Bett gebracht und wollte einen Joghurt auf der Couch essen. Ende vom Lied war, dass ich den Joghurt meinem Mann gegeben habe und ins Bett gegangen bin 🙄.

Ich finde es sehr frustrierend, dass so gar keine Zeit für die Beziehung bleibt. Frage mich auch wie es manche schaffen Geschlechtsverkehr zu haben. Ich bin froh, wenn ich mal ein Brot essen kann oder mein grosses Geschäft auf dem Klo 😂. Sex ist in der Prioritätenliste leider weit unten, aber macht auch sicher keinen Spass nach 5 Minuten gestört zu werden. Entspannend wirkt der Gedanke überhaupt nicht.

Aber generell war unser Plan für einen entspannten Abend, dass wir sie gegen 22 Uhr ins Bett bringen und davor gemeinsam Filme auf dem Sofa schauen. Momentan schreit sie aber ab 18 Uhr durchgängig bis 22 Uhr, so dass an Filme gucken nicht zu denken ist. Es tut mir auch für meinen Mann Leid, weil er a) seine Tochter nur schlecht gelaunt erlebt und b) seine Frau nur sieht wie sie versucht das Kind zu beruhigen, was am besten mit Stillen funktioniert.

Einen Plan um es besser werden zu lassen haben wir nicht. Wir hoffen, dass es einfach bald vorbei ist und zumindest 1-2 Stunden Zweisamkeit am Tag drin ist.

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Das mit dem Joghurt kenne ich leider auch 😂😓

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Genau das hatte ich auch schon 🙈

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Warum macht ausschließlich ihr als Frau die Abendbetreuung? Für abends die Flasche einführen und dann den Mann jeden zweiten Tag schicken - schon habt ihr jeden zweiten Abend zumindest Zeit für euch. :-)

Sex und der Kram drumherum geht auch mit Baby im Beistellbett. ;-)

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Mahlzeiten am Tisch einnehmen/gemeinsam Essen: Kind in den Hochstuhl oder auf den Schoß und schon gibt es gemeinsame Mahlzeiten.

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Verzeiht mir bitte die abgehackte Schreibe, mein Baby schlief auf meiner Hand. ;-)

Auch wenn ihr stillt, seid ihr nicht alleine verantwortlich für das Baby. Vieles davon kann euer Mann übernehmen. Ansonsten ist es doch klar, dass frau durchdreht. :-)

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Hi, meine Tochter ist 11 Monate und es war / ist ähnlich. Geschlafen wird bei uns tagsüber ausschließlich in der Trage oder im Kinderwagen draußen, aber nur in Bewegung, ja nicht stehen bleiben. Wir schaffen so ca. 100 km die Woche. Ich hör einfach Podcasts und Musik und konnte mich somit ganz gut damit abfinden. Die Mahlzeiten haben sich wahnsinnig entspannt seit sie mit 6 Monaten sitzen gelernt hat und mit am Tisch sitzt und mit isst Abends wenn wir gemeinsam essen. Das macht richtig Spaß. Zwischen 19 und 20:00 geht sie ins Bett und bis vor 2 Monaten musste ich auch liegen bleiben, hab mir ein Buch mitgenommen oder ein Tablet und mit Kopfhörern Serien geschaut, manchmal ist mein Mann einfach auch mit ins Bett und wir haben gemeinsam Serien geschaut um wenigstens etwas gemeinsame Zeit zu haben. Seit 2 Monaten klappt es nun manchmal auch mit dem Ablegen und sie schläft abends 2-3 Stunden allein und wenn sie weint ist es auch ok wenn Papa kommt und sie benötigt nicht immer die Brust, zum einschlafen schon. Was ich dir sagen will: Versuch dir die Zeit die du mit ihr im Bett verbringen musst so angenehm wie möglich zu gestalten und probiert mal, ob auch der Papa neben liegen kann. Es wird besser werden!

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Ich war anfangs auch ziemlich frustriert und dachte wir haben nie wieder Paarzeit oder können mal einen Film schauen.
Bis ich gemerkt habe das Problem bin ich.
Ich wollte alles selbst machen und habe mich so dermaßen unter Druck gesetzt die perfekte Ehefrau und Mutter zu sein dass mir mein Mann echt leid tat.

Als erstes habe ich das Einschlafstillen abgeschafft. Ich war es leid stundenlang im Schlafzimmer gefangen zu sein während mein Mann im Wohnzimmer war.
Also hat mein Mann es übernommen den kleinen bettfertig zu machen, ich habe ihn gestillt und mein Mann ist dann mit ihm rüber. Und oh Wunder. Das Kind hat immerhalb von 20 Minuten geschlafen.
Natürlich nicht immer. Gab auch andere Abende.

Wir haben direkt als mein Mann von der Arbeit kam gegessen, manchmal habe ich es zeitlich nicht geschafft zu kochen dann hat mein Mann noch etwas mit dem kleinen gespielt solange ich in der Küche war.
Kind in den Aufsatz vom Hochstuhl und fertig.

Richtige Besserung trat auch erst mit etwa 5 Monaten ein, da war der kleine schon sehr mobil und abends einfach fertig. Zu dem Zeitpunkt haben wir ihn auch ausquartiert und er schläft seitdem im eigenen Zimmer.

Ansonsten hat mir mein Mann den kleinen am Wochenende viel angenommen oder war auch mal alleine mit ihm stundenlang spazieren oder bei den Schwiegereltern. So konnte ich mal in Ruhe baden oder Serie gucken.

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Hei du, das ist bestimmt hart for dich, ich habe das auch so empfunden.
Kurz zu mir: meine Tochter ist fast ein Jahr alt und lässt sich auch nur von mir ins Bett bringen, obwohl wir nicht mehr stillen. Und das hat nichts damit zu tun, dass es der Vater nicht oft genug gemacht hat, die hat irgendwann einfach angefangen ihn abends abzulehnen. Und ich habe nicht vor sie weinen zu lassen, also übernehme ich das. Eine lange Zeit konnte ich sie auch nicht alleine lassen, aber inzwischen geht das problemlos, wenn sie eingeschlafen ist. Die Zeit davor habe ich im Bett Sachen gemacht, die ich gern wollte (Musik geschrieben, gemalt, Podcasts gehört und so). Mein Mann nimmt mir die Kleine am Wochenende oft ab, damit ich in Ruhe komponieren oder Sport machen kann. Ansonsten gehen wir alle zusammen wandern. Wir haben keine Familie in der Nähe, also kommt unsere Tochter mit. Mein Mann trägt sie auf dem Rücken, da schläft sie irgendwann ein und wir können uns auch einfach mal wieder über „Erwachsenendinge“ unterhalten.
Wenn wir ansonsten zusammen Sport machen oder so, krabbelt/ läuft die Kleine zwischen uns herum und hat ihren Spaß. Manchmal spiele ich abends mit meinen Freunden ein Onlinespiel, in der Zeit ist die Kleine auch beim Papa.

Es ist natürlich nicht dasselbe wie früher, aber so konnte ich mich ganz gut mit der Situation arrangieren. Ansonsten machen wir Sachen zu zweit, wenn die Großeltern mal ein Wochenende da sind. Wäre sonst vielleicht eine Mamahilfe etwas für euch? Das sind sehr erfahrene Mütter, die einem in solchen Situationen unter die Arme greifen können (im Haushalt helfen, mal mit dem Baby einen Spaziergang machen, Einkaufen oder so). Oder vielleicht findet ihr einen netten Babysitter, der am Wochenende mal tagsüber ein oder zwei Stündchen aufpassen kann?

Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird!
Lg

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Ich glaube das kennt fast jeder mit kleinen Baby.
Aber: das kommt alles zurück!
Mal zum Mutmachen:
Ich habe innerlich gefeiert als unser Sohn mit etw 7 Monaten abends circa 90 Minuten vor mir schlafen ging und ich noch eine gute Stunde mit meinem Mann auf der Couch verbringen konnte.
Mit etwa 9 Monaten hat sich hier dann ein Rythmus etabliert, bei dem der Kleine ab 19:30 Uhr in seinem Bett in seinem Zimmer schläft und ich dann wenn es gut läuft bis morgens um 3 Uhr „Baby-frei“ habe. Das ist viel wert. Und es hat sich ergeben. Man merkt, denke ich, wann man mal einen ernsthaften Versuch starten kann.
Bis dahin bleibt: Geduld. Und die kleinen Dinge genießen. Zum Beispiel 10 Minuten zum Kaffeetrinken, während der Kleine noch im Wagen im Flur schläft. Oder abends den Mann und ein Hörbuch mit ins Bett nehmen, statt gemeinsam zu Fernsehen ... Ihr schafft das schon alle! Manchmal muss man mit Kind halt etwas erfinderisch werden. Aber ich denke dann findet man Wege durchzuhalten bis das Kleine einem den nächsten freien Abend gönnt.

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Hallo!
Bei uns wars bis vor kurzem ganz genauso!
Jetzt wirds langsam besser - ich geh mit ihr raus mit dem Kiwa und wenn sie schläft kann ich sie jetzt entweder auf der Terrasse parken, dirt gemütlich meinen Kaffee trinken oder ich lass das Fenster komplett auf und kann zum Beispiel drinnen kochen (seh sie praktisch die ganze Zeit). Bei Schlechtwetter stell ich den Kinderwagen ins Vorhaus und hab so auch mal ne Stunde Zeit..

Abends geh ich mit ihr ins Bett und lege sie dann ab, wenn sie gut schläft. manchmal muss ich zwar noch hoch wegen dem Schnuller! Es gibt Tage da klappts nicht und Tage da klappt es gut.

Versuch es einfach immer wieder und nimm dir nicht zu viel vor... Am Anfang wirst du wsl noch öfter zu ihr müssen- wird aber besser 😊

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Hallo,

am besten versuchst du abends die sichere Zeit für dich und deinen Partner zu schaffen.
Du musst halt dabei bleiben und nicht zu schnell aufgeben, dann schläft das Kind auch irgendwann ohne deine Anwesenheit.
Wir haben ein Familienbett und trotzdem geht unsere Maus vor uns ins Bett, ich begleite sie in den Schlaf und verlasse dann das Zimmer.
Es gibt immer wieder Phasen wo ich trotzdem alle 10 Minuten zu ihr muss aber die sind selten.
Ich hab das Glück das meine kleine schon um 19 Uhr müde ist, somit ist unser Abend noch wunderbar lang.
Ich hab übrigens alle Türen offen das unsere kleine uns noch hören kann, vllt ist das ein Tip.

Essen tun mein Mann und ich seit der Geburt zusammen, entweder die kleine lag im Stuben Waagen, Wippe, usw bei uns oder einer von uns hatte sie auf dem Arm. Das kann man prima vereinbaren.


Liebe Grüße

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Also sicher ist nichts mit einem Baby, auch wenn sie grösser sind :)))). Bei uns wurde es aber mit 7-9 Monaten insofern besser, als dass er nach dem einschlafstillen zumindest 1-2 Stunden nicht mehr wach wurde, obwohl ich nicht mehr da war. Vorher war das nicht möglich, sie haben da ganz feine Antennen :)). Mit der Zeit werden sie aber innerlich sicherer und etwas selbstständiger und dann hat man zumindest einbisschen Zeit abends. Bloss nicht mit Haushalt wieder verplempern ;).
Und dann wurde auch der Tagschlaf im Bett allein akzeptiert, wieder 45 Minuten für sich. Es wird schon noch etwas besser!

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Ach ja, zusammen essen mit Hochstuhl und Wippenaufsatz drauf. Bald fangt ihr ja mit Beikost an und dann ist es sowieso wichtig, dass das Kind euch beim essen erlebt.