Familienbett

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Familien das praktizieren. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen das Konzept. Jeder soll den Weg wählen, der für sie/ihn stimmt. Ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, wie das funktioniert. Unser Baby hat zum Glück praktisch von Tag eins an zufrieden im eigenen Bett geschlafen. Ich hätte sonst wirklich kein Auge zu getan aus Angst, mich oder die Decke auf das Baby zu legen, aus Platzmangel etc. Aus Interesse frage ich deshalb: Wie macht ihr das? Wie lange kriegt ihr Schlaf pro Nacht? Wie arbeitet ihr an der Vergrösserung eurer Familie?

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Huhu,

also 1. Man gewöhnt sich an das Schlafen neben einem Baby.
2. Wir haben uns ein Familienbett selbst gebaut. 2,80x2,00 Meter. Da hat jeder genug Platz. Schlaf krieg ich vermutlich mehr als Mütter von Kindern die im eigenen Bett schlafen. So lange die Kinder gestillt werden stille ich im liegen und schlafe quasi direkt nach dem andocken wieder ein. Ich schiebe nur mein Baby von einer Seite auf die andere.
Und 3. Sex haben wir auch mal tagsüber, wenn die Kinder beschäftigt sind, nachts wenn sie schlafen, schaffen wir uns eine Bettseite frei oder wir verlagern den Spaß ins Wohnzimmer.
Für uns passt es so. Wir kuscheln alle gerne und alle schlafen besser. Aber das muss jede Familie für sich entscheiden. Wäre bei uns einer unzufriedenen müssten wir was ändern.

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Ulkig, ich frage mich andersherum immer, wie andere es ohne Familienbett schaffen. Das nächtliche Stillen stelle ich mir viiiel anstrengender vor, wenn man dafür aufstehen muss. Ich zähle nicht wirklich, die Stunden, die ich schlafe oder wie oft der Kleine aufwacht und stillen will. Ich weiß nur, dass ich ihn im Halbschlaf stille und dabei meistens selbst mit einschlafe und morgens recht ausgeschlafen bin.

Ich weiß nicht ob das zählt, denn wir schlafen nicht alle im gleichen Bett, sondern ich mit Baby in einem 1,40 m breitem Bett und der Papa hat sein eigenes, das seit er wieder arbeiten geht sogar in einem eigenen Zimmer steht.

Die Angst, dass man sich aufs Baby rollt oder dass das Baby ersticken könnte geht tatsächlich nie ganz weg, aber wir richten alles so ein, dass es absolut sicher ist und das beruhigt mich genug, damit ich ruhig schlafen kann. :)

Am Anfang haben wir fürs Baby nach Anleitung der Hebamme immer ein Nestchen aus dem Stillkissen gebaut, eine ganze Weile hat Baby dann auch im Stubenwagen geschlafen. Seit er sich verlässlich drehen kann und auch Decken, die ihm aufs Gesicht fallen wegzieht, schläft er mit in meinem Bett. Da ist zwar ein Beistellbett dran aber genutzt wird das eher als Rausfallschutz. Ich lege dann auch immer noch ein Stillkissen zwischen uns (aber so tief, dass es ihm nur bis zur Brust reicht und schön weit weg vom Gesicht ist), damit er sich nachts nicht zu mir rollt oder ich auf ihn rolle.

An der Erweiterung der Familie arbeiten wir zwar noch nicht, aber die Frage nach dem Liebesleben stellt sich ja trotzdem. Die Antwort ist recht simpel: Einfach in einem anderen Raum, vor allem da, wo man eben abends zusammen ist, wenn das Baby schläft. Irgendwo kuschelt man sich ja dann zusammen und schaut einen Film oder ähnliches.

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Gut wir haben das Kinderbett auf Rollen im Moment auch noch neben unserem Bett. Da muss ich mich halt auf die Bettkante setzen und das Baby rausholen. Danach schlafen wir beide auch relativ schnell weiter. Unser Baby konnte aber auch immer schlecht trinken, wenn ich lag, und ich hatte irgendwie Angst das ich dann einschlafe und das Baby mit dem Gesicht in die Matratze rutscht...

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Bei uns haben die Kinder immer bei mir/auf mir geschlafen, als sie noch kleiner waren. Eigentlich schlafen sie im eigenen Bett, aber (muss ich gestehen) wenn ich faul bin hol ich sie nachts beide zu uns.

Wir haben alle immer durchgeschlafen, meine junge schlafen beide von Anfang an ihre 10-12 Stunden nachts.

Und die Familie zu erweitern geht nicht nur im Bett 😉

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Hallo,

ich war immer der Meinung dass Kind wird sofort im eigenen Bett schlafen aber da meine kleine die ersten 5 Wochen praktisch auf mir gewohnt hatt, hatt es sich so ergeben dass die kleine bis jetzt immer noch Nachts bei uns im Bett schläft.
Ich finde es wunderschön und die eine Milchpause die wir noch haben die machen wir im Halbschlaf. Ansonsten muss man ja sich und das Kind aus dem Bett reißen dass wäre ja eher störend.
Unser Sexleben ist dadurch auch keineswegs gestört, dazu brauchen wir nicht zwingend das Ehebett.
Das Krankenhaus und meine Kinderärztin befürworten das Familienbett auch total. Ich wurde direkt nach der Geburt motiviert das Baby nachts immer bei mir zu haben.

Liebe Grüße

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Wie schön, dass du dazu sogar ermutigt wurdest!!

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Hallo :)
Ab wann gilt es als Familienbett?
Mein Plan war, das Baby schläft im Beistellbett.
Das große Bett gehört meinem Mann und mir.
Pustekuchen... den Plan hab ich ohne unsre süße Maus gemacht. Die hat die ersten 4 Wochen nur AUF Papa oder Mama geschlafen. Weglegen ging garnicht. Mittlerweile schläft sie beim Stillen im liegen ein. Sobald ich zu weit weg rücke fängt sie an mit den Ärmchen zu fuchteln bis sie mich wieder spürt. Morgens kann ich manchmal schon aus dem Bett ohne das sie wach wird.
Geschlafen hab ich die ersten Nächte sehr schlecht.
Seitdem ich es akzeptiert habe, dass es jetzt so ist, schlafe ich aber extrem gut.

Ich liege im Bett von ca. 22 Uhr bis 6-7 Uhr.
Wieviel Schlaf ich wirklich bekomme hängt von vielen Faktoren ab. Sehr wenig aber von dem Baby das neben mir liegt.

Für Nachwuchs kann man ein anderes Zimmer verwenden, oder die andere Betthälfte solange sie noch ganz klein sind.🌻

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Das ist eine witzige Frage :)
Ich würde nämlich sagen, dass wir kein Familienbett haben. Allerdings wache ich trotzdem jeden Morgen neben unserem Sohn auf. Er schläft abends an mich gekuschelt oder neben mir ein. Dann lege ich ihn in sein Zimmer in sein eigenes Bett. Dort schläft er mal bis 1 Uhr, mal bis morgens um 5 Uhr. Wenn er sich meldet, hole ich ihn zu uns und er schläft zwischen uns weiter. Manchmal fallen die Augen schon wieder zu wenn sein Kopf die Matratze vom Elternbett berührt. Für uns funktioniert das aktuell gut. Wenn das nicht mehr so ist, müssen wir etwas ändern.

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Mein Kind schläft bei uns im Bett besser als im eigenen. Ich bekomme dadurch mehr schlaf, als würde sie im Beistellbett schlafen.
Das Liebesleben funktioniert auch im Wohnzimmer:)

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Unser Wohnzimmer ist faktisch ein Aquarium, das man von aussen einsehen kann. Den Rest unserer doch recht kleinen Wohnung finde ich für den alltagsgebrauch etwas unbequem. Aber da kommt es wohl wirklich auf die räumlichen Gegebenheiten an...

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Wir haben an den Fenstern Rollos, die einfach runtergezogen werden :)

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Ich habe, als ich schwanger war, auch immer allen erzählt, dass unser Kind defintiv im Beistellbett schläft und mit sechs Monaten im Gitterbett.

Nur unser Sohn war da nicht mit einverstanden.

Also hat er bei uns geschlafen. Die ersten drei Monate auf uns, danach zwischen uns. Und sogar unter meiner Decke, weil er den Schlafsack immer gehasst hat. Stillen war so viel angenehmer, ich habe dabei sogar einfach weiter geschlafen.

Mittlerweile ist er 18 Monate alt. Er schläft jetzt in seinem Zimmer in seinem Bett ein, aber wenn mein Mann und ich ins Bett gehen, nehmen wir ihn mit. Wir schlafen so alle besser.

Und Sex kann man ja nicht nur im Bett haben. Mit Kind muss man sowieso spontaner sein, also warum dann nicht auch mal woanders als immer im Schlafzimmer?

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Aus Erfahrung (4 Kinder) kann ich dir nur folgendes sagen:
Wenn dein Kind woanders NICHT schläft, wirst du vor lauter Müdigkeit und Erschöpfung „lernen“ mit Baby im Bett auf dir/neben dir zu schlafen 😂😂.

Bei Kind 1 (schlief von Woche 6/7 an im eigenen Zimmer seine 12/13 Std nachts komplett durch) hätte ich das auch NIE geglaubt.
Kind 2 hat mich dann eines besseren belehrt 😂😂.
Der sollte im Beistellbett schlafen, wurde jedoch sofort (!) beim Ablegen wach bzw er ließ sich generell monatelang nicht ablegen 😂😂.

Kind 3 und Kind 4 kamen sofort ins FB. Ob sie es brauchten... 🤷‍♀️.

Bei uns entstand das FB aus der Not heraus und später war es einfach nur bequem und gemütlich 🥰.

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Wir hatten monatelang kein Familienbett, weil es ohne wunderbar geklappt hat. Seitdem sie 8 Monate ist, steht, und nicht mehr in ihrem nun tiefer gelegten Bett schlafen will (und ich sie schwangerschaftsbedingt auch nicht raus und rein heben kann), mein Freund sie nachts nicht mehr herumtragen möchte, holen wir sie um 22/23 Uhr zu uns ins große Bett. Dort schläft sie dann bis morgens durch. Das ist, verglichen mit ihrem einzelnen Bett, so eine riesige Erleichterung, da das Flasche geben auch funktioniert ohne sie herauszuheben oder sich aufzusetzen. Zudem schläft sie aber meistens durch.
Sie liegt komplett zwischen uns. Die Besucherritze haben wir mit einem Schaumstoffkeil verschlossen, sodass sie dort nicht hineinrutscht. Und wir haben die Matratzen auf den Boden gelegt, also unser Bettgestell abgebaut, damit sie nachts nicht tief fallen würde, falls sie doch herausrollt. Davor habe ich Angst. Das hat aber auch für mich den Vorteil, dass ich so erheblich besser aufstehen kann, als aus unserem Bettgestell - zudem gefällt es uns optisch überraschend gut!
Unser "Bett" besteht aus 2*90 cm Matratzen und das ist mehr als genügend Platz für alle. Wenn der Hund nicht so stürmisch wäre, hätte auch er (Labrador) noch mehr als genügend Platz. Sie schläft meistens genauso wie wir, also Kopf oben, Beine unten. Unter die Decken kommt sie nicht, weil wir beide Deckenklauer sind und sie komplett um uns drum gewickelt haben. Über die Sicherheit habe ich mir aber auch Gedanken gemacht, dann aber darüber nachgedacht, wie sie tagsüber auf dem Sofa schläft (Kopf komplett zwischen die Rückenpolster..) und für mich entschlossen, dass das kein größeres Problem ist. Ich muss aber sagen, dass ich jedes mal, wenn ich aufwache, schaue, ob ich ihren Schnuller sehe oder eben taste, ob ein Ohr "oben" ist und somit der Mund-Nasen-Bereich frei ist. Sie bewegt sich aber inzwischen komplett wie ein großer Mensch, dass ich da immer weniger Sorgen habe.
Gestillt habe ich nur einige Tage und finde dennoch das Familienbett, seitdem das Kind mobiler ist und ihr Bett eben aufgrund der niedrigeren Matratze eher "abgeschoben" gewirkt hat und sie das gar nicht mochte, ideal für uns. Wir haben alle noch nie so gut, ruhig und lange geschlafen! Mein Freund fand die Idee vom Familienbett übrigens vor und die ersten Monate nach der Geburt richtig blöd und wollte das gar nicht (mir war es egal, Hauptsache das Kind ist glücklich und ich kann schlafen..). Mittlerweile ist er komplett davon überzeugt und wir haben für das neue Baby auch noch kein Bett in Ausblick, sondern gucken erst einmal, wie es sich mit unserer Großen bis dahin entwickelt. Es kann also durchaus sein, dass wir bald zu viert auf 1,80 m schlafen.