Wann wird nächtliches Stillen zum einschlafen nicht mehr gebraucht?

Hallo Muttis,
Ich stille meinen Kleinen bereits 9,5 Monate und habe es noch länger vor. Jedoch frage ich mich, wie ich ihm nachts die Brust jemals abgewöhnen soll. Wenn er nachts aufwacht dann selten vor Hunger, eher aus Gewohnheit, und da bringt sanftes zureden und schaukeln gar nichts, bevor er keine Brust im Mund hat, wird sich nicht beruhigt! Sobald er sie dann hat ist alles wieder gut und nach 5 Minuten schläft er wieder tief und fest.
Aber wie lange wird das so noch gehen? Das nächtliche Stillen ohne erkennbaren Hunger schlaucht ganz schön am Körper, und neim, er ist kein Schnullerkind. Also kommt das auch nicht in Frage...
Wie war es bei euch? Wie beruhigt ihr nachts eure Stillkinder?

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"Wie Kinder schlafen lernen" https://www.leben-und-erziehen.de/baby/schlaf/kinder-lernen-schlafen.html

Das habe ich gerade wegen des gleichen Problems gelesen. Aber klingt alles immer so einfach gesagt...

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Da steht, etwa ab dem 2. Lebenshalbjahr sollte eine andere Strategie entwickelt werden. Das haben wir jetzt auch überschritten und so langsam fängt es auch an, mich zu nerven..

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Meine Tochter ist 16 Monate alt und wird nachts auch noch gestillt (nimmt auch keinen Schnuller). Allerdings trinkt sie meistens auch Milch. Sie isst tagsüber leider nicht so viel, also holt sie es sich nachts zurück.

Vor einigen Wochen hatte sie aber auch so eine Phase in der sie jede Stunde mal nuckeln wollte, ohne zu trinken. Das zerrt nicht nur am Körper sondern auch an den Nerven.... 😣 Da war sie grad am zahnen und allgemein sehr anhänglich. Hat sich aber gebessert als die Zähne durch waren.

Sie hat einen Schnuffelhasen, da nuckelt sie immer an den Ohren, das hilft ihr eigentlich gut beim Einschlafen oder um sich zu beruhigen. Kann ich nur empfehlen, falls ihr so was noch nicht habt.

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Mein grosser hatte auch so ein schnuffel mit beissring. Da hat er auch immer dran genuckelt.

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Guten Morgen!
Mein Stillkind ist 2 Wochen jünger als das deine. Und ich stelle mir die gleiche Frage. Mein erster Schritt ist gerade, dass ich beim ersten Aufwachen die Brust nicht mehr anbiete, sondern trage und kurz schukel und die Spieluhr anmache. Das funktioniert seit drei Tagen ziemlich gut. Sogar der Papa schafft es so. Wie ich dann weiter mache, weiß ich noch nicht. Wie oft meldet sich dein Kind nachts?

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An guten Tagen kommt er nur 1 x nachts aber es können auch schon 3-4 mal sein...schlimm ist es, wenn ich ihn gerade gestillt habe um zB 3 Uhr morgens, er einschläft, ich ihn in sein Bett zurücklege und er nach 10 Minuten wieder wach wird weil die linke Pobacke drückt... da gibts dann auch kein anderes beruhigen als wieder stillen. 🤦🏽‍♀️

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Ich finde, das ist so lang ok, wie sich beide wohl fühlen.

Ich hatte mit 13,5 Monaten die Nase voll und hab nachts abgestillt. Plötzlich nahm Motte den Schnuller (bis dahin komplett verweigert 😅). Es hat hier zu meinem Erstaunen ohne Tränen geklappt.

Aber auch Tränen wären ok gewesen. Sie dürfen ja traurig darüber sein.

Meine Erkenntnis ist aber: es findet sich ein Weg. Grade wenn man selbst ganz sicher und klar ist, was man will und was nicht. Unsicherheiten spüren auch die Kinder und sie tun sich umso schwerer, loszulassen (verständlich).

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So war es bei uns auch. Bis zum abgewöhnen der brust nachts hat sie nie den schnuller genommen. Ab da war er nachts ihr bester Freund.
Man muss sich halt selbst sicher sein, dass man etwas ändern will. Dann sollte es besser klappen, als wenn man einknickt und dann doch wieder die brust gibt um Ruhe zu haben

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Wie genau hast du abgestillt?
Ich möchte jetzt langsam auch abstillen (mein Sohn ist 13 Monate alt). Man hat mir hier im Forum geraten den Vater die Einschlafroutine zu übernehmen. Wie habt ihr das gemacht?

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Zwar ein Flaschenkind, aber ich habe es durch Wasser statt Milch ersetzt. Klappt erstaunlich gut und sie trinkt bei weitem nicht so viel,wie wenn es Milch wäre. Am Anfang habe ich die Milchflaschen genommen , jetzt sind wir aber bei dem Trinklernbecher, den sie auch tagsüber hat. Sie kommt jetzt nur noch einmal gegen 4 und da muss die Milch her, aber das ist okay😂

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Ich schließe mich mal an. Auch 9,5 Monate alt, und nachts ständig am Zechen. Gefühlt wurde es die letzten Wochen schlimmer. Und ebenso kein Schnullerkind.

Ich gehe jetzt den Weg, daß der Papa sie abends hinlegen soll. Irgendwer hier hat mal geschrieben, daß nach 7 Abenden auf die Weise das Kind auch bei Mama ohne stillen einschlafen konnte. Das wäre mal ein erstes Ziel.

Sollte das klappen, hätte ich die Hoffnung, daß es nachts auch ohne stillen besser klappt.

Ich habe auch schon zig Ratgeber gelesen. Schlafen statt Schreien ist ja recht bekannt. Da wird beschrieben, daß man die Stilldauer nachts immer mehr verkürzen soll, indem man den Mund vorsichtig löst, bevor das Kind richtig eingeschlafen ist. Wenn man das ständig so macht, kommt das Kind angeblich auch vom Stillen zum Einschlafen weg.
Das sehe ich bei uns jetzt aber noch nicht so, weil mein Kind auch eher tatsächlich trinkt und sich dann umdreht und weiter schläft.

Eine Dauerlösung ist das jetzt jedenfalls nicht. Alle 40 - 90 Min wach werden ist einfach anstrengend.

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Ich denke solange die Mutter nachts da ist und nach Milch riecht, werden die meisten Babys und Kleinkinder das nächtliche Stillen einfordern. Die realistischsten Lösungen, das nächtliche Stillen zu beenden, sind aus meiner Sicht:

A) der Partner, der nicht nach Milch riecht, übernimmt die nächtliche Betreuung.
B) nachts weiter stillen, bis man abstillt.

Wir haben mit 15/16 Monaten aus anderen Gründen abgestillt und so sehr ich auch fürs Stillen bin, muss ich doch zugeben, dass die Nächte deutlich besser wurden.

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Hi,
so wie Du schreibst, liegt das Baby noch neben Dir.

Hat es ein eigenes Zimmer? Dort schlafen lassen. Meine haben ab der 6. und 12. Woche dort geschlafen, und dann auch durch, bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen. Dann hatten sie aber auch Hunger. Ich bin nie als Schnuller genutzt worden, bzw. da wurde sofort abgedockt. Das hätte die Brust nicht mitmachen wollen.

Ansonsten, Vater schläft mit dem Baby im Bett und Du ziehst für eine Zeit, auf die Couch, Gästezimmer etc. und danach schlaft das Baby Richtung Vater, so daß Du nicht mehr "herhalten" mußt.

Meine waren aber sehr gut Schläfer, selbst neben mir im Stubenwagen, kam der Große nie nachts in den 6 Wochen, er schlief 8 Stunden am Stück, der Kleine nur 1x. Sie mochten aber auch einen Schnuller. Der war kurz vorm 2. bzw, kurz nach dem 2. Geburtstag wieder abgewöhnt.

Alles Gute

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Hey, bei uns war es so mit 11 Monaten der Fall. Da war ich einmal übers Wochenende weg, hab aber danach weitergestillt. Auch wieder zum Einschlafen. Während des Wochenendes ist unser Sohn aber ohne Murren bei meinem Mann im Arm eingeschlafen und war nachts auch mit Wasser zufrieden. Mit 14 Monaten haben wir dann komplett abgestillt, da ich mich nicht mehr wohlgefühlt habe bzw es wirklich nur noch nuckeln war und wir haben uns dann eine andere Einschlafroutine geschaffen. Hat gut geklappt. In dem Alter hat er es auch schon verstanden. Ich habe ihm erklärt, das keine Milch mehr in Mamas Busen drin ist. War dann okay für ihn.