Ab wann "kenne" ich mein Baby?

Guten morgen 🙂

In 19 Tagen ist mein ET. Ich bekomme meine erste Tochter und werde zunehmend nervös 😅.
Jetzt lag ich heute sehr frĂŒh wach und die Gedanken kreisen.

Ab wann wĂŒrdet ihr sagen, kenne ich die BedĂŒrfnisse meines Babies? Ab wann nach der Geburt werde ich wissen, wann sie hungrig ist, wann sie die Windel voll hat, welche GerĂ€usche mir nachts zeigen, dass ich sie stillen muss...
Stellt sich das direkt nach der Geburt durch den Mama-Instinkt ein?

Sorry, wenn die Frage euch blöd vorkommt. Man ist irgendwie nicht mehr so richtig Herr seiner Sinne in diesen Tagen.

Liebe GrĂŒĂŸe von Lou

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Ich denke, bei vielen Dingen wirst du es instinktiv wissen. Alles andere pendelt sich ein. Einen "muss"- Zeitrahmen gibt es da nicht.
Bei einem Neugeborenen sind die "BedĂŒrfnisse" ja schnell gecheckt: Nahrung, Windel, NĂ€he / Schlaf... Viel mehr als darauf zu achten macht man ja in den ersten Tagen (im besten Fall) nicht, daher wird sich das schnell einspielen.

P.S. Und es ist alles auch abhĂ€ngig vom Kind: Ich erkenne bei meiner zweiten Tochter (fast 2J) heute noch nicht, ob sie Hunger hat 😅 Diesen Zustand scheint es bei ihr nicht zu geben, dementsprechend hat sie sich auch als Baby nie besonders gemeldet... Was die Windeln betrifft, war meine Große schnell unzufrieden (daher auch sehr zeitig sauber), die Kleine stört eine volle Windel nicht.

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Bis heut, sie ist 11 Mte alt, kenne ich noch nicht all ihre BedĂŒrfnisse, wenn sie Jammert. Man kann mit der Zeit die GerĂ€usche unterscheiden und das Baby weint nicht mehr nur ausschließlich, sondern ruft mal, jammert mal, weint... Das Weinen wg Frust ist anders, als das bei Angst.

Das kann man pauschal nicht sagen. Du handelat als Mutter aber instinktiv und nimmst dein Baby ohnehin zu dir, sobald es ruft. Egal, weshalb es ruft.

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Du wirst instinktiv sofort nach Mustern suchen und auch welche finden :) Aber man ist trotzdem auch unsicher. Genau dann ist es schön, dass es Hebammen gibt. Meine hat uns bei so mancher Frage wirklich erleuchtet (z.b. das mein zappelndes Neugeborenes ein BÀuerchen quer sitzen hat). Und einiges Àndert sich auch stÀndig. Mach dir keine Sorgen, du wirst dein Baby schnell kennenlernen und bis dahin hast du sicher eine Hebamme oder Mama oder Àhnliches, die du mal fragen kannst!

Liebe GrĂŒĂŸe

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TatsĂ€chlich klappert man am Anfang die Standards ab: fĂŒttern, wickeln, schlafen, NĂ€he.

Irgendwann merkt man, ob Bauchweh/Überreizung/Anpassungsstörungen möglicherweise/eventuell ein Problem sein können.

Oft steht man aber auch Wochen danach noch da und weiß einfach nicht was ist und dann ist man einfach fĂŒr das Baby da.

Ich hatte mit 3/4 Monaten so langsam das GefĂŒhl sie weitestgehend zu verstehen. Aber natĂŒrlich nicht vollstĂ€ndig.

Es ist am Anfang einfach generell schwer, weil das Baby einem fremd ist und das Baby mÀchtig zu kÀmpfen hat mit dem Ankommen in der Welt und dem Ausbau der Sinne.

Aber in der SS muss man sich darĂŒber noch keine Gedanken machen. Geniesse so gut es geht noch die Einsamkeit, Freiheit und eigentlich auch Sorglosigkeit :)

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Huhu... Ich glaube das ist unterschiedlich... Bei meinem jĂŒngsten wusste ich direkt an dem einen Ton beim schreien das es Hunger istđŸ€ŁđŸ€Łund bei anderem rumgemecker musste man ĂŒberlegen....das wirst du nach und nach herausfinden... LG

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Bei meinem ersten Kind wusste ich es lange nicht. Es hat gedauert, bis ich Hunger von mĂŒde unterscheiden konnte.

Bis dahin war mein Ablauf bei jedem weinen gleich: Brust angeboten, Windel gewechselt, Fliegergriff etc bei Bauchweh, oder nur tragen. Eines davon wars immer 😊

Beim zweiten Kind wusste ich es viel schneller und weiß es jetzt auch immer sofort, ob er quengelt weil mĂŒde oder langweilig oder Hunger.

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Also so nach 3-4 Monaten hatte ich langsam ein GespĂŒr dafĂŒr. Aber die Phasen Ă€ndern sich ja immer wieder. Man muss sich stĂ€ndig anpassen.

Du wirst das gut machen!

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Eine super interessante Frage, die ich dir nicht beantworten kann đŸ€·â€â™€ïž ich glaube, die ersten Tage lernt man sich kennen, "gewöhnt" sich aneinander. Aber gerade in der Anfangszeit wusste ich oft nicht, was sie jetzt hat. Irgendwann verĂ€ndert sich das meckern und man erkennt, ob es Hunger, volle Windel, Langeweile oder oder oder ist.

Man macht am Anfang einfach und testet sich durch. Windel erkennt man sehr schnell. Stillen kann man immer mal ausprobieren. BlÀhungen sieht man auch. NÀhe kann man durch tragen geben.

Ganz wichtig ist aber, und das möchte ich jeder neu-Mama sagen:

Wir Frauen bekommen zur Geburt keine geheime Anleitung, wie es mit Baby funktioniert. Das heißt, wir mĂŒssen uns genauso ausprobieren wie die Papas. Diesen "Mutterinstinkt" von dem so gerne gesprochen wird, haben auch VĂ€ter. Außer sie werden von Anfang an aus der Beziehung zum Kind ausgeschlossen und dĂŒrfen gar nichts machen. Also lass dir bitte von niemanden einreden, dass du als Mutter immer eine Lösung parat haben musst. Der Papa darf auch mal nach einer suchen.

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Der letzte Absatz ist so wahr.
Ich habe dem Papa auch sehr, sehr oft machen lassen - auf seine Art.
Auch wenn es mir oft in den Finger gekribbelt hat, hinzugehen um "schlaue" RatschlĂ€ge zu geben was er "besser" oder anderes machen soll, dass sie aufhört zu weinen. Aber nein 😉 so lernen sich die Beiden auch kennen und er kann die BedĂŒrfnisse genauso gut erfĂŒllen.

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Das stellt sich leider nicht sofort nach der Geburt ein. Dennoch hast du einen guten Mutterinstinkt der dir meistens das Richtige vermittelt.
Eine Mutter zu sein, die ihr Baby „kennt“ ist ein Lernprozess.
Da Babys die ersten 3 Monate sowieso recht unberechenbar sind, weil ihr Darm noch nicht richtig funktioniert und sie noch keinen Rhythmus haben, kann man ihre BedĂŒrfnisse noch gar nicht richtig einschĂ€tzen.
Klar gibt es gewisse „Richtlinien“ mit denen man oft gut fĂ€hrt, wie Stillen oder FlĂ€schchen nach Bedarf, alle 1-3 Stunden zum Schlafen bringen, um sie nicht zu ĂŒberreizen, BĂ€uerchen gegen Bauchschmerzen, Windel Wechsel wenn nass
. Aber oftmals weint das Baby auch, wenn scheinbar alles passt. Das ist normal. Auch abendliche Schreistunden sind in den ersten Monaten normal.
Wenn sich ein erster Rhythmus einstellt, oftmals nach 3 Monaten oder spĂ€testens nach 6 Monaten, wird es schon viel einfacher zu deuten, was das Baby braucht. Dann lassen sich oftmals auch spezifische Arten des Weinens voneinander unterscheiden und du weißt, ah jetzt ist es das Hunger-Weinen, jetzt das MĂŒde-Weinen usw.
Ich persönlich fand die ersten 3-4 Monate immer die Schwersten gerade wegen dieser Unberechenbarkeit.
Alles Gute!