Überfordert mit Rolle als Mutter bzw Angst eine schlechte Mutter zu sein

Hallo liebe Mamis,

mich beschäftigt ein Thema sehr. Ehrlich gesagt sind es unglaublich viele Themen zur Mutterschaft und mir schwirrt geradezu der Kopf. Ich wurde im Januar Mama eines Sohnes und hadere irgendwie von Anfang mit meiner neuen Rolle. Ich liebe mein Kind, keine Frage. Aber irgendwie habe ich das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein und auch, dass mich Freunde, Verwandte als das betrachten. Mein Sohn wird bald 7 Monate alt und ich weiß mich kaum mit ihm zu beschäftigen. Ich habe natürlich Spielzeug um ihn zu beschäftigen.. Spielebogen, Rasseln, Stofftiere, Bücher, Laufwagen etc.. Sitzen kann er noch nicht, allerdings robbt er schon. Wenn ich ihn unter den Bogen lege hält er maximal 10 Minuten durch und dann schreit er. Wenn ich ihn in den Wagen setze hält er 5 Minuten durch und er schreit wieder. Bis Mittags bin ich aber immer mit ihm zu Hause, da ich auch Haushalt zu erledigen habe und mich auch selbst etwas style und morgens auch Dusche. Ab Mittag verlassen wir das Haus und kommen erst am Abend wieder. Ich treffe täglich Leute, da ich es mit meinem Kind irgendwie nicht alleine aushalten kann. Nicht weil ich nicht möchte, sondern weil ich das Gefühl habe, dass er nur halbwegs "brav" ist wenn wir Menschen treffen. Ständig reden mir dann fremde Menschen rein.. Denkst du nicht, dass ihm zu heiß ist? Ich ziehe ihm einmal diue Hose aus oder? Oder wenn mein Kind schreit: warte, ich nehme ihn.. So nach dem Motto... Du kannst das nicht. Dann ist es aber leider tatsächlich der Fall, dass mein Kind dann bei anderen Menschen ruhiger ist als bei mir... Auch wenn der Papa da ist freut er sich extrem. Am Wochenende gehen wir oft in ein Kaffee und dann sitzt er bei Papa auf dem Schoß und da ist er glückselig. Kaum sitzt er bei mir, geht das Geschrei los. Sogar die Kellnerin hat das schon kommentiert: Immer sitzt er bei Papa. Da sitzt er gerne.
Ich fühle mich so mies. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Hallo,

dein Text berührt mich. Ich finde es goldig, wie du dir Gedanken machst. Am Anfang hatte ich nämlich auch oft Selbstzweifel. Mein Mann hat mich dann beruhigt. Es erinnert mich etwas an mich.

Meine Meinung nach, ist eine Mutter dauerhaft überfordert, wenn sie sich nicht richtig um ihr Kind kümmert. Beispielsweise die Kacka Windel nicht gleich wechselt (bewusst), dem Baby nicht ausreichend Essen/Milch gibt, Krankheiten nicht behandelt, das Baby nicht trösten will/kann, nachts sich nicht um das Kind kümmert, nicht für ausreichend frische Wäsche sorgt, etc...

Überfordert sein, ist ja an sich auch keine Schande, dann muss man sich eben Hilfe suchen. Aber dass es deinem Baby nicht lange auf der Krabbeldecke gefällt oder sich freut, eine weitere Kontaktperson zu haben, zählt sicher nicht dazu, dass du nicht mit deinen Baby zurecht kommst.

Wenn du hier ein bisschen im Forum stöberst, findest du Beiträge von Müttern, die abgeschrieben sind, wenn Papa nach Hause kommt. Oder Großeltern gut gemeinte Tipps ungefragt preisgeben. Gerade dieses Temperatur Ding habe ich am Anfang auch oft gehört. Von wegen es ist zu kalt um 20 Minuten spazieren zu gehen...

Lass dich nicht verunsichern.

Ich wünsche dir alles gute und eine schöne Zeit!

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Hallo😊😊
Lieben Dank für deine Antwort.
Ich weiß was du meinst, aber das ist eines der wenigen Dinge bei denen ich mir tatsächlich nix vorwefe. Ich wechsle sofort die Windel wenn sie voll ist und ich füttere mein Kind sofort wenn es Hunger hat (mein Sohn würde bei Hunger auch schreien wie am Spieß)
Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich ein schlechter Entertainer bzw auch emotional nicht immer genug bin. Ich liebe mein Kind über alles aber ich spreche nicht ununterbrochen mit ihm und sitze nicht stundenlang unterm Spielebogen mit ihm. Ich langweile mich auch oft und habe das Gefühl, dass jede meiner sogar kinderlosen Freundinnen besser mit Kindern kann als ich. Sogar mit meinem eigenen Kind. Das tut echt weh

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Ich fühle deinen Text einfach so sehr. Mein Sohn ist auch im Januar geboren und mich plagen die gleichen Gedanken jeden Tag. Gerade ist es besonders schlimm: er lässt sich nicht wickeln, nicht anziehen, nicht im KiWa schieben, nicht in der Trage, zuhause fühle ich mich so hilflos, wenn ich alleine mit ihm bin. Er schläft nicht mehr ohne Theater; habe echt das Gefühl ALLES falsch zu machen. Ich zweifele auch extrem, ob ich ich der Lage bin, ihn zu erziehen. Er macht was er will und ich schaue hilflos zu…..

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Hallo!!!
Dein Text beschreibt wie ich mich fühle 😢😢😢😢😢😢
Was unternimmst du dann den ganzen Tag?

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Hi,

Du deine Unsicherheit kann glaub ich jede Mama nachvollziehen.ich hab aber das Gefühl und lese aus den Zeilen das du es dir anmerken lässt sobald Kommentare von anderen kommen,dass spürt dein Kind und reagiert dan mit Geschrei oder so.

Versuch es so das du dich zu ihm setzt wenn er sich unter dem spielbogen beschäftigt.oder rede mit ihm ,lass ihn an deinen Aktivitäten teil haben.ich zum beispiel mach mein Geschirr,die kleine liegt in der wippe und schaut mir zu,dabei rede ich mit ihr.

Und dann lass dich nicht so verunsichern.


Lg

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Hallo,
Ja das kann sein, dass man es mir anmerkt
Ich setze mein Kind oft in seinen Hochstuhl und lasse ihn bei meinen Tätigkeiten zusehen. Aber auch hier wird nach 5 Minuten protestiert 😢

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Hallo,

bei uns sieht es genau gleich aus. Nur ist mein kleiner 9 Monate.
Zuhause- alleine - ohne Papa ist alles fad und er hält nicht lange durch bis er alles doof findet. 🤷🏻‍♀️ Unterwegs ist er glücklicher und entspannter. Ich glaub aber nicht dass es an uns liegt sondern, dass sie zuhause schon alles kennen, gerade alles andere spannend finden und wir als Mama sind ja sowieso immer da.
Mama = Sicherheit, Langeweile weil man kennt sich schon so gut,
Papa und alles andere ist spannend, Abenteuer, was neues….
Ich glaub es wird besser wenn sie mobiler werden…durchhalten Mädels!!!

Lg Annette

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Ich glaube du machst das alles ganz toll und vielleicht sogar besser als manch anderer.
Dass du nicht jeden Tag und über Stunden Lust hast dein Baby zu bespaßen ist doch ganz normal.
Solang es ihm an nichts fehlt, kannst du auch mal still sein und nicht mit ihm quatsch machen. Du ignorierst ihn ja nicht und reagierest auf seine Bedürfnisse.
Dass es Phasen gibt und man es unseren kleinen nicht recht machen ist auch ok und da müssen Mütter und Kindern zusammen durch.

Ich habe mal gelesen, dass wir Mütter die wichtigsten Bezugspersonen für unsere Kinder sind. D. H. Dass die bei anderen Menschen vorbildlich und lieb sind.
Bei uns aber dann ihren ganzen Stress rauslassen können, weil sie wissen, dass wir für sie da sind und ihr Verhalten nichts an unserer Liebe ändert.
Das können sie nicht bei allen tun. Eigentlich ein kleines Kompliment.

Halte durch und versuch die kleinen schönen Momente wahrzunehmen und zu genießen.
Sicherlich kommen auch schöne Tage und dein kleiner wird dir bestimmt auch eine Bestätigung geben können :)

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Hallo,
Ich kann dir voll nachfühlen. Meine kleine Schildkröte ist 4 Monte und ich hadere sehr mit meiner Vollzeit Mama Rolle, bin auch total überfordert (aber nicht weil ich keine Ideen hab, ich hab zu viele). Ich hab auch voll oft das Gefühl die doofe zu sein, gerade gegenüber der Familie meines Mannes aber auch gegenüber meinem Mann. Er macht oft Aussagen die mich verletzen, aber er denkt nicht drüber nach. Der beste dieser Woche war, dass er hofft, das wir auch so gut klar kommen, wenn er arbeitet. Da hab ich mich echt schlecht und minderwertig gefühlt, als ob ich meine kleine schlecht behandle.

Auch wenn ichit verwandten unterwegs bin schreit sie manchmal und dann nimmt meine Oma sie oder meine Mama oder sonst wer und beruhigt sie, da ist das Gefühl auch schnell da. Aber meine Mama hat mir gesagt, dass sie das macht, damit ich auch Mal entspannt Tee oder Kaffee oder sonst was zu mir nehmen kann.

Im Moment Versuche ich mir klar zu machen, dass mein Kind und ich das super machen. Tagsüber ist sie oft in der trage und wir gehen spazieren oder machen was im Haushalt außerdem hab ich gelesen, dass sie bei Mama so sind, ist oft ein Zeichen des Vertrauens. Ich mein ganz ehrlich, wenn man bei anderen ist wird man selbst und das Baby nur gelobt, wenn es ruhig ist und lächelt aber das ist ja nicht 24/7 möglich, denn keiner ist Dauer glücklich.
Ich muss dazu sagen ich vermisse es zu arbeiten und zwar sehr. Ich bin Hochsensible und gerade Geräusche triggern mich extrem. Hörbücher sind so gerade okay, da ich dort auch meiner Fantasie freien Lauf lassen kann.
Ich könnte zum Beispiel nicht jeden Tag andere sehen, dass ist mir zu viel. Aber ich würde trotzdem manchmal gerne mehr Unterstützung von Freunden oder Verwandten haben.

Ich hab für uns Hörbücher entdeckt und auch selbst vorlesen (ja ich lese meiner Tochter die Bücher vor die ich gerne lesen möchte). Derzeit hören wir Harry Potter und lesen tun wir Marty Poppins und oft rede ich mit ihr und beschreibe ihr einfach alles was ich sehe. Manchmal muss die kleine aber auch sich alleine beschäftigen. Klingt zwar fies aber ich glaube, dass Babys die Welt besser erkunden und erforschen, wenn sie es selbst machen können und wenn er schon robbt dann ist das vlt besser als wie bei uns (hoffe ich) so kann er die Wohnung auf seine Weise erkunden.

Du bist definitiv nicht alleine, aber mach dir keinen Stress, freu dich, wenn dir jemand hilft. Und wenn für dich der Alltag so klappt, dann feel freue und mach es. Es gibt keinen richtig was bei allen klappt. Jedes Baby ist unterschiedlich und auch die Eltern.

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Hi du.
Du bist bestimmt keine schlechte Mutter. Das Problem heute ist doch das den Müttern suggeriert wird, sie müssten permanent glücklich und zufrieden sein, ja ihm müsse 24/7 die Sonne aus dem a..... scheinen weil sie jetzt ein Kind haben. Aber sind wir mal ehrlich bis zu einem bestimmten ten alter sind Kinder nunja ziemlich öde 😉
Ständig wollen sie das selbe spielen, das selbe buch ect.
Ich liebe meine Kinder unglaublich und würde mich immer wieder für sie entscheiden aber so bis ca. 2 Jahre wo mein großer schon schln sprechen konnte war es stinklangweilig und ich froh wenn papa sich mal gekümmert hat.

Als damals mein großer geboren ist wollten wir eigentlich unsere wöchentliche spielverabredung mit unseren Freunden für mindestens 8 Wochen aussetzen, was soll ich sagen, 3 Wochen später haben wir halt mir Säugling gespielt 😜

Auch heute noch bin ich über jeden kindefreien Tag dankbar. Um einfach mal in Ruhe mit Erwachsenen zu reden.

Solange du dein Kind also nicht verbachlässigst ö, ist es völlig legitim. Du hörst doch nicht auf als eigener Mensch zu existieren nur weil du jetzt ein Kind hast.

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Was du an deinem Kind feststellst ist klassisches Spiegeln. Du bist unsicher und unzufrieden, deshalb ist er unsicher und unzufrieden, was dich wiederum verunsichert. Es ist ein Teufelskreis. Die Kinder sind super feinfühlig und können sich nur sicher fühlen, wenn du Sicherheit ausstrahlst.
Ich denke, du bist eine gute Mutter, aber du machst dir zu viele Sorgen. Bestärke dich selbst "ich bin gut, ich mache das gut". Lass dir von deinem Mann sagen, was er an dir schätzt. Versuche das zu fokussieren.
Dass andere es immer besser wissen und das ungefragt mitteilen müssen, oder er sich bei anderen schneller beruhigen lässt, sagt nichts negatives über dich aus. Vielmehr wird von Psychologen bestätigt, dass Kinder sich nur daneben benehmen oder richtig nörgelig sind, wenn sie eine feste Bindung zur Bezugsperson haben. Bedeutet, dein Kind hat gelernt, dass du es nicht auf die Straße setzt, auch wenn er alles zusammenschreit.

Ich lese allerdings auch etwas Neid deinem Partner gegenüber heraus. Das finde ich schwierig und damit stellst du dich auch wieder schlechter als du bist.