Kindertagesstätte oder Tagesmutter?

Hallo ihr Lieben,
ich habe zwar weder hier noch dort einen Platz für meinen Sohn und werde es mir am Ende auch nicht aussuchen können, sondern froh sein, wenn ich ihn überhaupt irgendwo untergebracht bekomme. Aber trotzdem stelle ich mir die Frage, was besser wäre.
Wie sind eure Erfahrungen? Was sind jeweils die Vor- und Nachteile?

Liebe Grüße 🙃

1

Ich bin alleinerziehend und bevorzuge den Kindergarten.
Hab jetzt beides kennengelernt.
Mein Sohn kam mit 15 Monaten zur tagesmutter. Klar die Uhrzeiten waren recht flexibel. Allerdings war sie sehe faul und hat jede Möglichkeit genutzt das die Kinder früher abgeholt werden, wegen ihrer persönlichen Belange zb. den Enkel vom Kindergarten abholen müssen🙄
Sie ist nie mit den Kindern draußen spielen gegangen, hatte einen super garten.
Und hat unmögliche urlaubszeiten und brückentage.
Wenn sie ausfällt wegen Krankheit, fällt sie ohne Ersatz aus.

Mein Sohn geht jetzt(mit 2jahren) in den Kindergarten & die gehen jeden Tag draußen spielen, die Uhrzeiten sind ebenso flexibel und fällt dort jemand krankheitsbedingt aus, gibt es sofort Ersatz.
Auch die schliesszeiten sind auf ein Minimum reduziert und Null vergleichbar mit denen der tagesmutter.

Könnte ich die 10 Monate zurück drehen würd ich ihn direkt im Kindergarten anmelden.

7

Da hast du leider nen richtig faulen Apfel gepflückt...
Unsere Tagesmutter habe ich für unsere Drei gebucht und werde es auch für unsere Jüngste so machen. Sie wird sogar einige Zeit lang mit ihrer Schwester zusammen dort sein...
Unsere Tagesmutter geht zb bei jedem Wetter mit den Kids raus in ihren Hof und Garten...
Es sei denn das Wetter ist tatsächlich zu extrem, dann spielen und basteln sie drinnen.
Schade, dass solche Tagesmütter, wie deine, den Ruf der Guten, wie meiner, so runtergehen...

8

Ja das ist wirklich sehr schade.
Ich sag ja auch nicht das alle so sind.
Ich kann ja nur von dem.was ich erlebt habe berichten und dann meine Schlüsse daraus ziehen.

Eine andere tagesmutter hier im Dorf ist auch täglich mit den kids unterwegs , Spielplatz oder im wald.

weitere Kommentare laden
2

Ich finde es ist sehr individuell und hängt stark von der Einrichtung/der Person ab. Kann beides gut und schlecht sein. Also ich war mit der Tagesmutter super zufrieden aber mit dem Kiga jetzt sind wir auch sehr glücklich. Habe aber auch von beiden Varianten schon von anderen gehört die eben nicht so positiv berichtet haben. Ich würde mir bevor ihr euch entscheidet die Einrichtung bzw. Tagesmutter anschauen und dann entscheiden ob es passt oder nicht. Lieber etwas später einen Platz als total unglücklich am Ende wenn es irgendwie geht.

3

Die Tagesmutter war für uns bisher immer das beste, bis es in den Kindergarten ging.
Der einzige Punkt, den man als Pro, aber gleichzeitig auch als Contra betrachten kann, ist die Anzahl der Kinder. Zum einen kann die Tagesmutter besser auf jeden einzelnen Charakter besser eingehen und das Kind so in seinen Stärken unterstützen und auch die Schwächen besser fördern. Andererseits, hat das Kind natürlich aufgrund der geringen Kinderzahl nur begrenzt Möglichkeiten, sich an verschiedenen Charakteren zu orientieren. Meine Kinder sind, wenn ich das so behaupten kann, trotzdem sehr gut geraten...

12

Das Argument mit der Anzahl der Kinder lässt sich aber auch nicht verallgemeinern. Auf eine Tagesmutter dürfen hier 5 oder 6 fremde Kinder plus eigene Kinder kommen. In der Kita meines Kindes kommen 2,5 Kinder auf eine Erwachsene Person (wahlweise Erzieher, Azubi oder FSJler - aber da Tagesmütter auch keine "richtige" Ausbildung haben, empfinde ich mindestens Erzieher und Azubi als besser oder zumindest gleich gut ausgebildet wie eine Tagesmutter).

14

Zwar hat eine Tagesmutter keine derartige Ausbildung, wird dafür aber extrem durchgeprüft, genauso, wie alle Familienmitglieder, die im Haushalt leben... Ein Erzieher macht zwar seine Ausbildung, wird aber keineswegs in irgendeiner Art und Weise überprüft. Nur so am Rande...
Es sind 5 Kinder plus die eigenen Kinder der Tagesmutter... Ich kenne keine einzige Kita, die nur 2,5 Kinder pro Erzieher hat. Da sind zwei oder drei Erzieher für 25 Kinder verantwortlich.
Dann müsste man ja nie für entsprechende Kinder eine Integration oder andere fördernde Maßnahmen beantragen, wenn das der Standard wäre...
Schön, wenn das in eurer Kita so ist, aber da ist sie garantiert die Ausnahme.

weitere Kommentare laden
4

Unser Sohn war bei einer Tagesmutter. Wir waren sehr zufrieden damit und er schien es auch.
Es war sehr persönlich, alles im kleineren Rahmen, nicht so groß wie in der Krippe. Das hat ihm gutgetan. Außerdem war sie flexibler als die Krippe.
Rückblickend hätte ich ihn aber lieber länger zu Hause behalten.

5

Abgesehen von Corona punktet die Kita besonders im Faktor Verlässlichkeit. Krankheit bei der Betreuungsperson ist bei der Tagesmutter schwieriger aufzufangen als in der Kita.
Zudem ist’s dann idealerweise nur eine Eingewöhnung, weil das Kind bis zur Einschulung in der gleichen Einrichtung bleiben kann.
Wenn’s um die Kompetenz der betreuenden Personen geht, kann man glaube ich sowohl bei der Kita als auch der Tagesmutter Glück oder Pech haben.
Folgende Punkte sprachen bei uns für die Betreuung durch eine Tagesmutter:
- kleine Gruppe (bei uns 3-4 weitere Kinder)
- bessere Zeiten (ab 7 ist bei den Kitas schwer zu finden und ich muss um 8 in der Schule sein)
- eine feste Bezugsperson fürs Kind
- familiäres Umfeld

Wir wollen auch die zweite gerne zur Tagesmutter geben, aber haben ein wenig dazu gelernt. Wir waren an sich zufrieden mit der Betreuung, allerdings stellte sich unsere Tagesmutter auf den letzten Metern etwas quer, was das Thema Mittagsschlaf (braucht die große wirklich nicht mehr, soll aber bei der tm einen machen. Folge ist, dass sie zu Hause erst zwischen 21:30 und 22:30 einpennt) und Windel (ist verlässlich nachts und tagsüber trocken, auch wenn wenn wir unterwegs sind oder sie mit vielen Kindern spielt und abgelenkt ist. Tm wollte weiter die Windel, weil ihr „niemand den Schaden zahlt, wenn sie aufs Sofa pinkelt.“).
Diese beiden Themen werde ich bei der nächsten tm ganz gezielt ansprechen, das hat man meist bei einjährigen einfach nicht auf dem Schirm.

6

Da gab es vor kurzem schon einen Thread im Kleinkind-Forum: https://m.urbia.de/forum/3-kleinkind/5573772-tagesmutter-oder-krippe
Da hatte ich schon mal meinen Senf dazugegeben 😁

Außerdem möchte ich noch sagen, dass sich die Kita-Situation inzwischen in manchen Ecken entspannt. Hier war es bis vor ein paar Jahren auch ein Graus, nun wurden aber so viele Kitas gebaut, dass die Tamus hier Schwierigkeiten haben, ihre Plätze zu besetzen. Ist aber sicher von der Stadt abhängig...

10

Mein Sohn hatte für ein halbes Jahr eine tolle Tagesmutter. Die hat leider aufgehört, und er ging in den Kindergarten.
Ich denke es ist bei jeder Person unterschiedlich, aber unsere Tagesmutter war bei den Zeiten unheimlich flexibel. Wenn was anstand, durften die Kinder ohne Probleme mal länger bleiben oder an einem anderen Tag kommen. Sie war auf einem kleinen Bauernhof und mit den Kindern jeden Tag draussen unterwegs, egal bei welchem Wetter. Mittagessen hat sie frisch gekocht, Zutaten von Biobauern aus dem Dorf. Und sie hatte die Kinder gut im Griff 🤭
Allerdings, wenn sie mal krank war, gab es natürlich keine Betreuung. Und im Vergleich zur Kita war sie etwas teurer. Mehr negativpunkte finde ich nicht.

In der Kita hat mein Sohn mehr Kinder zum Spielen, aus verschiedenen Altersgruppen. Wenn jemand krank ist, ist trotzdem eine Betreuung gesichert. Allerdings sind die Zeiten komplett unflexibel, man bekommt wenig Feedback, es kommen viel mehr Kinder auf eine Bezugsperson und das Mittagessen ist Apetito-Großküchenessen.

Wenn ich die Wahl hätte, würde meine Tochter mindestens ein Jahr zur Tagesmutter gehen. Vor allem, da sie ein Frühchen ist und schätzungsweise mit der Entwicklung noch etwas hinterherhängen wird. Ich habe Angst, dass sie in der Kita untergeht, wenn sie bspw. noch nicht laufen kann. Aber das werden wir nächstes Jahr sehen und eine Wahl haben wir nunmal leider nicht.

11

Wenn die Tagesmutter krank ist, fällt die Betreuung aus, dass ist im Kindergarten anders. Wenn die Tagesmutter auf die Toilette geht, sind die Kinder kurz alleine, in der KiTa sind noch andere Betreuer da🤷‍♀️

Dafür sind Tagesmütter oft flexibler. Allerdings hatte meine Freundin eine erwischt, die immer mal spontan darum gebeten hatte, dass ihre Tochter nicht gebracht wurde, weil die anderen beiden Kinder abgemeldet wurden.

Unser Sohn fand Praktikanten immer ganz toll, weil sie neue Ideen vorgestellt hatten und oft besondere Aktionen für ihre Sichtstunden vorbereitet hatten.

Wir waren sowohl mit der Krippe (bis zu 10 Kinder mit 3-4 Erwachsenen) und Kita (20 Kinder mit 3-5 Erwachsenen) sehr zufrieden.

Der Mittelweg wäre halt eine Elterninitiative.

19

Unserer geht in die Kita seit er 10 Monate ist. Was in unsren Augen die Pluspunkte waren/sind (wobei da auch einige Punkte sind, die eben für unsrer Kita gelten:

-Guter Betreuungssschlüssel (12 Kinder und 3 Betreuer)
-Sehr flexible Öffnungszeiten von 7-19Uhr. Kind geht zwar von 8:30 bis 14:30, aber wir konnten ihn eben auch schon mal um 7:30 bringen, als wir beide wichtige Termine morgens hatten oder demnächst, wenn Papa auf Dienstreise ist und Mama nen wichtigen Ganztagestermin hat, keine sonstige Familie in der Nähe)
-großzügige und helle Räumlichkeiten
-großer Garten und direkt am Park gelegen
-männlicher Erzieher (da hatten wir allerdings Glück, dass unser Sohn auch in die Gruppe kam)
-nur 2x 2 Wochen Schließzeiten und Ersatz bei Krankheit
-Vollverpflegung und auch alles zur Hygiene inklusive (wir müssen also da nicht ständig Windeln hintragen oder morgens eine Brotbox packen)


Wir haben auch andere Kitas angesehen, zwei Elterninitiativen. Die eine schmutzig, dunkel, teilweise im Keller, die Eltern waren zum Notdienst eingeteilt, falls wegen Krankheit Betreuer ausfallen,…

Die zweite war ganz ok, aber lag für uns ungünstig. Zudem wären sehr viele Arbeitsstunden angefallen, zB Kita putzen, Mitgliederbetreuung,… diese Zeit verbringen wir lieber mit Kind, ist halt jetzt durch den deutlich höheren Beitrag erkauft…

Bekannte 1 hat das Kind bei der Tagesmutter, ist da auch sehr zufrieden, kannte die schon, da Nichte und Neffe bei der waren, die sind auch jeden Tag draußen.

Bekannte 2 hat das Kind in einer städtischen Kita und die Eingewöhnung war eine Katastrophe, es wurde einfach nicht aufs Kind eingegangen und die Bedürfnisse nicht berücksichtigt. Die Eingewöhnung wurde dann nach Wechsel der Bezugsbetreuer wiederholt.

Es kann hier wir dort toll sein und sehr abhängig von der Einrichtung und der Tagesmutter.