Familie vs Baby

Hallo zusammen,

wie erlebt ihr die Familienfeste und besuche mit Baby?

Meine kleine ist 12 Wochen und es ist immer furchtbar anstregend. Alle wollen was von ihr und geben Ratschläge, was ich alles besser machen könnte. Das ich mein Kind mit 1,5 Jahren in die Kita gebe, wird so hin gestellt, als wäre ich eine Rabenmutter und die großeltern wollen das ich ihnen dann meine Tochter gebe, schließlich schiebe ich sie ja nur ab.

Ich sehe das ja alles mit Humor und nicke einfach und mache was ich für richtig halte. Das lustige ist auch, das sie bei allen Familienmitgliedern weint. Nur bei externen wie Freunden etc weint sie nicht.

Wie geht es euch so mit dem ganzen Wahnsinn?
Und bei den Familienfesten sitze ich meistens in einem anderen Raum und Stille. So richtig was davon hat man ja eh nicht.

Familie

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Das mit den Ratschlägen erlebe ich ganz genauso. Was das angeht, bin ich froh, dass die Familie 2 Stunden entfernt wohnt, auch wenn es das richtige Kennenlernen der Familienmitglieder und den Aufbau von Bindung für unser Kind erschwert. Das ist sicherlich ein großer Nachteil. Aber gerade in der Anfangszeit haben die mich mit ihren Tipps irre gemacht. Unser Kleiner ist auch absolut kein entspanntes Baby (gewesen. Mittlerweile mit 6,5 Monaten geht’s). Wir fahren jetzt am Montag wieder für zwei Wochen zur Familie. Mal sehen, wie das so wird. Die haben natürlich die Erwartung, dass wir alle besuchen gehen. Meine Familie und die Familie meines Mannes wohnen im selben Dorf. Und durch Patchwork auf seiner Seite sind es sehr viele Familienmitglieder, die einen Besuch erwarten. Mal sehen. Wir werden das so machen, wie es für uns und den Kleinen am besten passt, egal, was die davon halten 😅

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Für mich sind Familientreffen auch eher Stresssituationen. Vor allem am Anfang die ersten Monate.... Ich habe die alle Reize (Stimmen usw) so intensiv wahrgenommen dass ich es total anstrengend fand! Ratschläge oder so bekomme ich nicht extrem viele. Zum Glück hat keiner was dazu gesagt dass er mit 15 Monaten in die Krippe kommt

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Hier dasselbe. Wir gehen zum Glück selten mal auf Familienfeste oder wenn dann geht mein Mann alleine, weil es für unseren kleinen (4 Monate) viel zu laut und stressig ist. Natürlich sieht er Oma, Opa, Tante usw regelmäßig. Aber er mochte von Anfang an diesen Trubel nicht. Deshalb halten wir ihn meist auch davon fern. Und sind wir doch mal irgendwo, dann halte ich mich mit ihm etwas zurück oder gehe in ein anderes Zimmer.

Und ja, was glaubst du, was ich mir schon alles anhören musste, dass ich nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten gehe. Ich sei eine Rabenmutter usw.

Das mit den Tipps nervt uns auch ungemein. Mittlerweile brodeln mein Mann und ich immer innerlich, wenn Familie mit ihren Ratschlägen ankommt. Oft ist es meine Schwiegermutter. Und wir haben sie schon so oft gebeten, damit aufzuhören. Sie gibt nicht nur mal Tipps, sie sagt immer "ihr müsst dies, ihr müsst das...". Nein, wir MÜSSEN gar nichts. Sie mischt sich ständig ein. Irgendwann werden wir jetzt nochmal das gespräch mit ihr suchen, weil es super anstrengend ist.

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Huhu,
ich erlebe Familienfeste auch so wie du. Für mich ist es Stress, jeder weiß es besser oder man bekommt sogar teilweise freche Kommentare, die mich im Nachhinein echt verletzen und teilweise auch wütend machen. Mein Freund meint, es seien die Hormone bei mir, die mich so sensibel auf die Kommentare reagieren lassen... Kann natürlich sein, aber es raubt mit teilweise echt die Freude daran überhaupt teilzunehmen.
Alle sagen dann, wie brav unser Kleiner sei und wollen ihn anfassen und vollquatschen, obwohl ich ihn vielleicht mal hinlegen will usw. Am Abend haben wir dann aber das große Gejammer, wenn er alles verarbeitet... Schwiegereltern würden ihn mir am liebsten ständig aus den Armen reißen und heute dürfte ich mir erst lieber anhören, dass ich so langsam feste Schlafenszeiten einführen müsse (16 Wochen alt)... Ich kriege einfach nur schon Puls, wenn ich an Familienfeste und das ganze dumme Gelaber denke!
Ja, ja, alle meinen es natürlich nur gut und wollen das Beste für unseren Kleinen... Nervt trotzdem!
Ich wünsche uns mehr Gelassenheit und gute Nerven! 😉

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Ich finde Familientreffen immer schön 😊 Ratschläge gibt es keine, stattdessen ist mein großes Kind dauerhaft durch die Cousins und Cousinen bespaßt und ich habe nur das Baby. Die meistens freuen sich, wenn sie es halten dürfen und ich kann so auch entspannt der Großen mal hinterherrennen 😁
Wir treffen und eigentlich so 3x die Woche mit Familienmitgliedern 😊 Klar gibt der Opa auch mal einen Ratschlag, aber dann erkläre ich eben, warum wir es anders machen und dann war es das zu dem Thema 😊
Bei uns ist es sogar anders herum, dass alle verwundert sind, dass ich 14 Monate zu Hause bleiben kann 😅 sowas ist hier im Osten nicht üblich, schon gar nicht zu DDR Zeiten…
Ich stille immer im selben Raum oder sogar mit am Tisch, meist mit den neugierigen Augen von den Kindern, die das ganz faszinierend finden 😊 selbst wenn ich mich zurückziehe, dann kommen sie hinterher zum zugucken 😁

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Meine Tochter ist jetzt knapp 17 Monate alt. Richtige Familienfeste gab es dank Corona noch nicht. Ein paar mal waren wir mit meiner Familie frühstücken. Da heißt es aber nur wie groß und niedlich die kleine geworden ist. Blöde Tipps hat da auch keiner. Bei Besuchen meiner Oma durfte ich mir öfter anhören, dass ich die kleine auch mal schreien lassen sollte. Aber sie ist fast 90 und stammt einfach aus einer anderen Generation. Ich denke mir meinen Teil und gehe trotzdem hin 😉

Viel anstrengender finde ich es bei der Familie meines Mannes. Vor allem zu Beginn. Dazu brauchen wir keine Familienfeier. Meine Schwiegereltern und meine Schwägerin wohnen recht nah dran und wir treffen uns regelmäßig. Als unsere Tochter auf Die Welt kam, wären sie am liebsten täglich gekommen. Bis heute darf ich mir ständig anhören, dass meine Schwiegermutter L schon sooo lange nicht mehr gesehen hat und dass L schon wieder gewachsen ist und so viel gelernt hat. Dann überlege ich kurz und das letzte Teeffen ist 2 oder 3 Tage her.
Als L gerade auf der Welt war, hingen meine Schwiegermutter und meine Schwägerin immer über den Kinderwagen.sobald sich L mal gerührt hat und etwas quengelte, hieß es, dass das arme Kind Bauchschmerzen hätte. Dabei hatte sie nie Probleme damit. L wurde es einfach zu viel. Aber auf die Idee ist keiner gekommen. Ständig hatte mein Kind angeblich Bauchschmerzen. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Und viele andere Sachen auch. Leider bis heute. Mittlerweile bin ich echt empfindlich bei allem, was meine Schwiegermutter macht. Eigentlich kann sie es mir gar nicht mehr Recht machen. Ich ärgere mich so über mich selber. Aber so ist es nun mal. Zum Glück bekomme ich keine Tipps von ihr😊

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Das mit den Bauchschmerzen kenne ich auch 😂. Das wurde unserem Kleinen auch ständig von allen angedichtet, obwohl er nie welche hatte.

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Also ich stille immer vor Allen und es hat bis jetzt noch nie jemand komisch reagiert. Auch, wenn mein Kleiner ein schlechter Trinker ist. Uch finde auch nicht jeden Tipp schlecht, aber wenn ich anderer Meinung bin sage ich das auch. Wenn man selbstbewusst Auftritt und sich gut auskennt, wird das meistens auch so akzeptiert. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man Babys vor allem schützen muss, als wären sie rohe Eier. Ich finde es gut, wenn jeder anders mit ihm umgeht.

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Wir fanden es von Anfang an toll, dass unser Kind von allen so geliebt und aufgenommen wurde. Er fühlt sich bei unseren Verwandten auch sehr wohl und da zu jedem Fest auch ein großer Spaziergang mit den Kindern gehört, hat er da ja immer seine Ruhe/ Pause im Kinderwagen.
Über Erziehung diskutiere ich sehr gerne. Finde verschiedene Ansichten und Tipps interessant und hole das für mich raus, was zu uns passt.
Stillen tu ich in einem Nebenraum - meist mit vielen neugierigen jungen Zuschauern.