Tagesschlaf nur in der Trage

Hallo Mamis,

seit vielen Monaten schon trage ich meinen kleinen Schatz täglich 3-4 mal für das Schläfchen. Am Abend gehe ich mit ihr gemeinsam in's Bett (Familienbett) und bleibe bei ihr. Soweit klappt es gut, jedoch möchte ich es mit Ruhe, ohne Stress und ohne Weinen ändern.

Mein Wunsch ist es, dass das Mäuschen tagsüber im Beistellbett (direkt an unserem Bett) schläft und irgendwann natürlich auch in der Nacht. Am Abend kommt natürlich noch das Problem hinzu, dass sie liebendgerne an der Brust einschläft und sobald sie diese in der Nacht verliert, sie ohne nicht weiter schläft, sondern nur mit Brust und nuckeln.

Wer mich nun verteufeln möchte oder nun denkt ich sei eine Rabenmutter das nun ändern zu wollen, der darf es gerne tun und sich seinen Teil denken. An die die eventuell dasselbe oder ähnliches erlebt haben, ich bin für jeden Tipp oder jede Idee dankbar. Warum ich es ändern möchte? Es ist kräftezehrend, ich liege oft in der Nacht lange wach damit meine Maus und mein Mann schlafen können. Tagsüber trage ich den Wurm, doch ich bin müde und ausgelaugt und sie wird natürlich immer schwerer.

Was ich definitiv nicht möchte ist meine Maus alleine weinen lassen. Es kommt einfach nicht in Frage. Sie ist sehr nahebedürftig und ich möchte es ihr auf gar keinen Fall weg nehmen.

Falls tatsächlich jemand einen sinnvollen und hilfreichen Tipp hat würde ich mich freuen ihn zu erfahren. Nein, ich bin sogar dankbar dafür. Sollte der Hinweis helfen, sie ist sechs Monate alt und bekommt schon den Brei zu Mittag und zu Abend. Tagsüber ist ein Schlaf im Kinderwagen nicht möglich da wir weit oben unterm Dach wohnen und eine Federwiege wurde ohne Erfolg getestet.

Vielen lieben Dank an alle!! o/

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Vielleicht ein beruhigender Bericht:
Unser Sohn schlief bis er 7 Monate alt war tagsüber ausschließlich in der Trage. Und dann ging es irgendwie los, dass wir ihn in der Trage in den Schlaf schuckelten und danach ablegen durften. Wenig später schlief er nachmittags bis zu zwei Stunden im Kinderwagen - sofern wir ihn spazieren schoben - und abends ging er plötzlich ohne uns um 19:30 Uhr schlafen und wir durften bis 21:30 Uhr noch tun was wir wollten.
Heute mit 15 Monaten geht er gegen 19 Uhr schlafen und zieht in guten Nächten erst gegen 3 Uhr ins Familienbett um. Mittagsschlaf macht er allein in seinem Bett.

Was ich damit sagen will ist: es wird sich ändern. Erzwingen kannst du den Zeitpunkt vermutlich nicht, nur immer wieder - möglichst wenn ihr ansonsten Ruhe habt - ausprobieren.
Alles Gute!

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Du hast recht, erzwingen kann man es nicht, nur immer wieder versuchen. Das ist auch unser Gedanke es langsam mit verschiedenen Dingen zu probieren.

Wir hatten mal einige Tage vor etwa zwei Monate, da ist es unserer Maus schwer gefallen ohne Schaukeln einzuschlafen. Dabei hat es geholfen, dass mein Mann sie für einige Zeit getragen hat und sie dann zu mir in's Bett gelegt hat. Anscheinend hat sie weiter bzw. auch in der Nacht weiter geschlafen. Möglicherweise wäre es ein Versuch wert es für den Tag auch zu probieren.

Darf ich fragen wie lange ihr Euren Zwerg in der Trage hattet bis ihr ihn abgelegt habt?

Danke :o)

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Ich denke am Anfang waren es oft so zehn Minuten nach dem Einschlafen. Dann konnte ich ihn ablegen und er hat etwa eine halbe Stunde geschlafen. Das war damals auch unsere normale Zeit.
Später ging es schneller. Da konnte ich ihn zwei, drei Minuten nach dem Einschlafen schon ins Bett legen.

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Das sind zwei verschiedene Dinge. Ich habe die ersten 7-8 Monate tagsüber auch fast ausschliesslich getragen. Ab und zu ging der Kinderwagen, aber nicht für lange Schläfchen. So ab 7-8 Monaten ging es besser, es kam einfach von allein, dass sich der Zwerg nach dem einschlafstillen ins Bett ablegen liess. Am Anfang wachte er nach 15 Minuten auf, später hat er schon länger geschlafen. Auch der Kinderwagen wurde immer besser akzeptiert. Das kam von alleine, als er sich sicher genug gefühlt hat.

Was Du auch ausprobieren kannst, wenn Du nicht tagsüber einschlafstillen möchtest, ist, bis kurz vorm einschlafen in der Trage zu haben und dann in den Arm nehmen, noch weiter schaukeln bis sie schläft und dann ablegen (noch 10 Minuten mindestens warten, bis die Tiefschlafphase erreicht ist).

Nachts ohne Brust weiter zu schlafen wird nur mit abstillen, oder teilabstillen, möglich sein. Glaub mir, in dem Alter wäre das auch kein Garant, dass sie weniger oft aufwacht und stillen im Bett ist immer noch bequemer als andere Methoden. Im ersten Jahr brauchen sie ausserdem nachts noch Nahrung.

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Dankeschön für seine Antwort! :-) Das mit der Trage ist eine Idee die ich bzw. wir ausprobieren werden. In der Nacht ist nicht mein Ziel, dass die Kleine durchschläft, das kann ich von ihr nicht erwarten. Das kommt einfach mit der Zeit und sicherlich auch mit dem Fortschritt der Beikost. :-)

Ich versuche zuversichtlich zu sein, dass es sich bei uns auch irgendwann bessert. Ich frage mich ja schon immer, ob sie überhaupt so gut schlafen kann wenn ich sie tagsüber trage.

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Sie kennt es nicht anders und fühlt sich offenbar sicher und geborgen bei dir, so dass sie nur da loslassen kann 😊

Bei meinem Sohn hat tagsüber auch plötzlich mit ca 6 Monaten der Umzug aus der Trage ins Bett geklappt, alleine schläft er aber noch immer nicht. Einen heißen Tipp habe ich leider nicht außer immer mal wieder Probieren, bis dein Baby soweit ist. Ihr schafft das und deine kleine wird irgendwann auch alleine schlafen können

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Ich hoffe, ich habe soweit alles verstanden.

Klappt es tagsüber nicht im Bett zu sein?
Ich stille je nach dem, wie meine Tochter möchte. Ob im Stehen, Gegend, auf dem Ball ..., wenn sie einschläft, trage ich sie mit im Bett. Dort kann sie weiter nuckeln und ich schlafe/lese/bin am Handy/esse oder gucke ein Film.

Auch so mache ich das nachts. Meine Brust ist immer frei. 😂

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Nein, leider klappt es für mich nicht tagsüber auch im Bett zu liegen. Ich kämpfe schon sehr mit der Liegeposition in der Nacht die zu Rückenbeschwerden führt. Ich bin immer froh wenn ich aufstehen kann. Auch wenn Tragen anstrengender ist bekomme ich davon keine Rückenbeschwerden.

Ein wenig möchte ich aber in Zukunft an Zeit gewinnen, denn es muss auch was im Haus getan werden und ich möchte gerne mit der Uni weiter machen, das kann ich leider im Bett nicht realisieren.

In der Nacht, sofern ich nicht schlafen kann, höre ich oft Hörbücher. TV haben wir gar nicht und Netflix habe ich das letzte Mal vor ihrer Geburt mit meinem Mann gesehen. Das Handy lasse ich meist aber gerne beiseite liegen, es ist nicht so meines. Ja, ich bin vielleicht ein seltsamer Mensch. :))

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Ach quatsch, du bist nicht seltsam. Jeder Mensch ist einfach anders.

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Ich habe zwar keinen Tipp, weil es uns ganz genauso geht, nur sind wir jetzt knapp 7 Monate dabei. Nachts hat sich das bei uns mit dem Dauernuckeln von allein gelöst, dass er sich irgendwann weggedreht hat. Aber es gibt immer mal wieder Nächte bzw. nächtliche Phasen, in denen es bei uns genauso ist wie von dir beschrieben.

Ich werde diesen Post auf jeden Fall abonnieren, suche auch nach Tipps 😅

Liebe Grüße 😊

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Meine Maus dreht sich hin und wieder auch manchmal weg, allerdings ist es eine Frage der Zeit wann sie wieder nach der Brust sucht. Die Momente finde ich natürlich super weil ich mich dann nochmal anders hinlegen kann. Meist wird sie aber nach 30 - 60 Minuten wieder wach, wenn ich Glück habe klappt es auch mal zwei Stunden, das ist aber eher seltener der Fall. Wie lange klappt es denn bei Euch ohne Brust?

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Ja, das geht uns auch oft so. Aber abends sind wir mittlerweile manchmal bei 2-3 Stunden. Da darf ich mittlerweile sogar aufstehen und rausgehen😱 war ein langer Weg, nachdem er die ersten 14 Wochen nur auf mir geschlafen hat 😅
Aber in der Nacht sind es meistens glaub ich auch unter 2 Stunden. Da ich aber aufgehört habe, auf die Uhr zu schauen, weiß ich morgens manchmal nur, dass ich oft wach war, aber nicht mehr wie oft.
Letztens hatten wir sogar eine Nacht, in der er nur zwischen 20:30 und 6 Uhr nur 3 mal getrunken hat. Aber das war einmalig.
Ich bin froh, dass er zurzeit nur zum Stillen halbwach wird und nicht erst noch 1-2 Stunden Party angesagt ist🙈

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Hallo,

beim Thema Trage kann ich mich nur meinen Vorredner anschließen, es immer wieder auszuprobieren sie abzulegen. Ich hatte damals angefangen mich mit meinem Sohn in der Trage auf das Sofa zu liegen. Dafür öffnete ich die Trage, sobald er tief genug schlief, behielt in aber weiterhin in der Trageposition und legte mich mit ihm auf dem Bauch auf das Sofa. So schliefen wir dann zusammen. Mit der Zeit fing ich dann an ihn seitwärts von mir runter zu drehen und blieb so mit ihm liegen und irgendwann konnte ich ihn komplett alleine liegen lassen.

Das Thema Nuckeln in der Nacht hatten wir leider auch eine lange Zeit. Bei mir endeten diese zähen Nächte erst als ich ihn mit 10 Monaten abstillte, weil es für mich nicht mehr tragbar war.
Ich bekam damals den Tipp von meiner Hebamme, dass ich meinen Sohn immer kurz bevor er in den Schlaf fällt von der Brust nehmen sollte, sodass er lernt ohne Brust im Mund einzuschlafen. Bei mir und meinem Sohn klappte das leider nicht, aber vielleicht ja bei euch.

Liebe Grüße

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Danke für Deine Antwort. Was das Abstillen betrifft: Darin liegt auch meine Hoffnung. Die Einführung der Beikost ist ja auch ein Teil des Abstillens.

Das mit dem Sofa könnte ich auch nochmal probieren, möglicherweise wäre das für den Anfang auch nicht so falsch. Auf jeden Fall werde ich es ab sofort immer wieder versuchen, da habt ihr alle recht. :-)

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Du kannst mal das Bettchen etwas anwärmen, vielleicht mit einer Wärmflasche und dein Baby dann reinlegen. Oft ist es so, dass es auf deinem Arm warm und gemütlich ist und das kalte Bett die Babys aufweckt. Ansonsten versuche mal ein getragenes T-Shirt von dir als Unterlage mit ins Bett zu legen, damit sie deinen Geruch hat. Oder eine Kombination aus beinen…. getragenes Shirt und dann anwärmen.
Nimmt dein Kind einen Schnuller, den du als Brustersatz geben könntest ?

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Danke für den Tipp! Mein Mann und ich finden die Idee mit der Wärmflasche und dem Shirt super. Damit wird das Bettchen noch kuscheliger und vielleicht hilft unserer Maus.

Einen Schnuller nimmt sie leider nicht. Wir haben es oft versucht und es aufgegeben. Heute Morgen habe ich es nochmal versucht, dich was macht unser Mädchen? Sie spielt mit dem Schnuller und wenn er es bis in's Mündchen geschafft hat, spukt sie ihn im hohen Bogen wieder aus. Die Dinger können sehr weit fliegen, das schaut lustig aus. :))

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Ich würde erst eins und dann das andere angehen. Also entweder das ersetzen des einschlafstillens und dann das tagsüber tragen oder andersrum. Beides wäre sehr viel verlangt. Beim einschlafstillen hat uns immer geholfen, kurz bevor sie richtig schlief den schnuller in den Mund zu stecken:-) hat zwar ne Weile gedauert, bis sie das akzeptiert hat, aber nach einer Weile klappte es. So wie man dann abends vorgeht, könnte man dann tagsüber auch vorgehen, wenn du merkst dein Kind wird müde, wird nochmal gestillt und dann kommt der nucki (falls dein Kind den nucki nimmt). Wichtig ist halt, dass man erst wieder aufsteht und geht wenn sie tief genug schlafen, sonst merken die das sehr schnell. Falls dein Kind kein schnuller nimmt, bin ich leider echt planlos :-D da wird das ganze wahrscheinlich noch schwieriger.

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Ja, leider ist das eines unserer Probleme, der Schnuller wird nicht akzeptiert. Ich habe sogar versucht ihn eine Zeit lang mit Muttermilch zu beträufeln, keine Chance.

Wir haben uns dazu entschieden zuerst die Schläfchen am Tag ins Bettchen zu verlegen und daran zu arbeiten. Danach versuchen wir in der Nacht das Einschlafstillen zu beenden. Natürlich machen wir nicht alles auf einmal, das wollen und können wir der Kleinen nicht zumuten. Wir gehen es ganz in Ruhe und gelassen an und versuchen es Schritt für Schritt. Wenn eines klappt, warten wir eine Weile bis das nächste Ziel angegangen wird. :-)

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Bei uns hilft neben der Trage auch das weiße Rauschen sehr gut. Stillen und weißes Rauschen und lange genug wach, dann klappt es hier auch mal außerhalb der Trage. Aber dennoch in meinem Arm und weg darf ich nicht 😅😂