Krippenstart mit 16 Monate, Vor- und Nachteile

Hallo alle Zusammen,

ich stehe vor folgender Entscheidung und dachte ich frag einfach mal in die Runde :-)

Uns wurde ganz spontan ein Krippenplatz angeboten. Die Krippe ist ganz in der Nähe von unserem zu Hause, weshalb ich nun ernsthaft überlege - annehmen oder nicht?

Mein Kind ist dann genau 16 Monate alt, wenn die Krippeneingewöhnung startet.
Einerseits ist sie sehr neugierig, hat Spaß wenn sie andere Kinder sieht, will viel draußen sein und die Welt erkunden und wird auch immer mobiler. Und oft denke ich mir - sie braucht langsam mehr.

Andererseits macht sie das alles liebendgern, aber auch nur wenn ich dabei bin. Also sie ist sehr sehr anhänglich und auf mich fixiert - und das ist meine größte Sorge... dass es irgend eine "Wunde" hinterlassen könnte, ein Gefühl vom "im Stich gelassen werden", wenn wir jetzt schon in die Krippe starten.

Ich muss dazu sagen - ich selbst habe noch genau 9 Monate Elternzeit habe und geplant war, dass wir in ca. 6 Monaten einen Platz (hoffentlich) finden und dann in Ruhe eine Eingewöhnung machen.

Wenn ich sie zu Hause behalte und "erst" in 6 Monaten in die Krippe gebe, habe ich die Hoffnung, dass sie dann evtl. noch reifer dafür ist und noch mehr Spaß dran hat. Andererseits hat sie sich dann noch weitere 6 Monate nur an mich gewöhnt (wobei wir jetzt auch, soweit Corona es nun zulässt) auch Babykurse starten wollen.

Was meint ihr?
Was für Vor- und/oder Nachteile bringt ein Krippenstart mit 16 Monaten?
Machen oder Lassen???

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Hast du die Krippe schon mal gesehen/besucht? Kennst du jemanden, der dort hin geht? Wie ist dein Gefühl?
Wenn das deine Wunsch Kita ist, dann überlege es dir gut!

Mein erster Sohn ging mit 17 Monaten in die Krippe, der Kleine wird mit 18 Monaten gehen.
Mein Großer war nie sehr anhänglich, aber fremden gegenüber hing er natürlich sehr an mir.
Er war immer schon sehr offen und verspielt. Die Eingewöhnung lief ohne Probleme.
Er liebt die Kita sehr! Die Eingewöhnung mit 17 Monaten war für ihn die richtige Entscheidung.

Kannst du denn früher wieder anfangen zu arbeiten? 9 Monate daheim ist dann doch recht lang, vor allem bei den Kita Gebühren🙈 aber das kommt auf eure Situation an 😊

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Hi,
ich würde es definitiv machen. Wir haben mit 12 Monaten angefangen und für uns war es jedenfalls die richtige Entscheidung. Ein Muss ist es sicherlich nicht, aber auch in dem Alter finde ich die soziale Interaktion, die neuen Einblicke, das andere Umfeld und letztendlich auch die weiteren Bezugsperonen einen großen Gewinn. Ich finde, dass es Sachen sind, die man zu Hause in der Regel nicht anbieten kann. Auch ein Babykurs bietet nur einen Bruchteil davon. Der Kleine hat richtig Spaß und will oft gar nicht mehr nach Hause. Er lernt auch wahnsinnig viel dabei. Ich würde es jeder Zeit wieder so machen. Und wenn du noch Elternzeit hast, sind es ja vermutlich nur ein paar Stunden am Tag. In der Zeit kannst du alles mögliche erledigen und hast auch eine schöne Zeit für dich und kannst den restlichen Tag mit deiner Kleinen noch voll genießen

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Hallo :)
Da ich momentan in der Situation bin, einfach keinen Krippen-Platz für meinen Kleinen zu finden, würde ich dir natürlich sofort raten, den Platz anzunehmen! 😅 Wer weiß, ob du in 6 Monaten auch noch so ein Glück hast, einen Platz in der Nähe zu erhalten.
Außerdem finde ich 16 Monate ein gutes Alter, um in die Fremdbetreuung zu starten. Hier in meinem Umfeld ist es Gang und Gäbe die Kinder schon mit 12 Monaten abzugeben.
Die Eingewöhnung ist nie leicht. Klar, einige Kinder stecken das besser weg, andere brauchen länger, um sich von Mama / Papa zu lösen. Aber ich habe berufsbedingt die Erfahrung gemacht, dass, je älter das Kind ist, desto schwieriger fällt ihm die Trennung bzw. Eingewöhnung. Daher bin ich eine Befürworterin für eine frühe Fremdbetreuung - wenn auch erstmal halbtags. Die Kinder lernen so viel voneinander und miteinander. Es ist eine wahre Bereicherung.
Du wirst damit auch keine tiefe Wunde hinterlassen, wenn die Eingewöhnung professionell und bindungsorientiert stattfindet. Es kommt da wirklich drauf an, wie wird eingewöhnt und nicht, wann. Wichtig ist dabei vor allem, dass du deinem Kind ein gutes Gefühl vermittelst. Wenn DU dich jetzt also noch nicht von deinem Kind trennen kannst, dann lass es lieber! Das spürt es und es will sich auch nicht lösen.
Alles Liebe euch 🙃

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Hier sind Krippenplätze rar. Und - es ist nur zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr möglich zu starten. Schau dir die Kita an. Ob du nochmal einen Platz ganz in der Nähe bekommst ist ja nicht gesagt. Außerdem gibt es dir Zeit, die Eingewöhnung entspannt zu machen.

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Ich sage: machen. 👍🙏

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Hallo!
Mein Sohn ist 14,5 Monate und kommt nächste Woche in die Krippe. Also erstmal Eingewöhnung.
Hab bisschen Angst 🙁 aber das Vorgespräch war schon mal super und ich habe ein gutes Gefühl.
Wenn du den Krippenplatz brauchst, dann würde ich es machen, ja.
Die Krippenleitung meinte zu mir, die Eingewöhnung klappt bei kleineren Kindern wohl besser, als bei größeren. Also aus ihrer Erfahrung.
Liebe Grüße

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Das kannst nur du beurteilen und entscheiden. Bei uns ist es so dass ich 2 Jahre Elternzeit haben. Ich bekomme vorher auch keinen Kita Platz. Meine Tochter ist jetzt 17 Monate und ich bereue dass wir nicht einen früheren Kitastart bzw. eine kürzere Elternzeit gewählt haben. Ich habe das Gefühl dass es meiner Tochter immens gefallen würde mehr unter Kindern zu sein. Sie trifft sich zwar mit anderen Kindern zum Spielen, wir gehen alle 14 Tage in eine Krabbelgruppe und natürlich oft auf Spielplätze, aber ich finde das reicht nicht. Auch langweile ich mich ziemlich zu Hause und vermisse den regelmäßigen Austausch mit Erwachsenen. Auch habe ich das Gefühl "zu verblöden" da sich alles nur um Haushalt und Kind dreht. Ein wenig fachlicher Austausch wäre toll...

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Unsere geht seit Mitte August in die Kita(Eingewöhnung) und wurde gestern 1Jahr alt. Ich hab gedacht dass es lange mit ihr dauert da sie eher skeptisch ist und erstmal eine Weile braucht um Vertrauen zu fassen..nun ja was soll ich sagen... Ich bringe sie morgens hin, verabschiede mich und hole sie nach dem Mittag wieder ab. Sie macht das einfach toll und ich denke der Umgang mit gleichaltrigen tut ihr sehr gut.
Da Kita Plätze im allgemeinen sehr knapp sind würde ich sagen annehmen... Etwas Vertrauen in dein Kind und dann wird das schon.

LG Sunny

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Huhu,
mein Sohn ist auch 16 Monate alt und wird gerade eingewöhnt. (seit 1.9.)
Bei uns kann es der Papa machen, was an sich sehr sinnvoll ist, weil unser Sohn mehr an mir hängt und der Papa da "rigoroser" sein kann.
Wir müssten ihn nicht geben, haben auch den Luxus, einen Platz sicher zu haben und er kostet uns so gut wie nichts, da die Kernzeit sich auch 97€ beläuft und das vom Freistaat Bayern übernommen wird.
Deswegen hatte ich ursprünglich überlegt, weil mein Sohn dank corona auch sehr wenig unter Gleichaltrige gekommen ist, aber sehr aufgeschlossen und aktiv ist. Zudem bin ich jetzt noch in der 38. Ssw schwanger 😅

Die Eingewöhnung läuft super, er war heute schon 45 Minuten alleine dort, ich denke, spätestens übernächste Woche geht er den gesamten Vormittag.
Das wären dann 2,5 Wochen Eingewöhnung gewesen. Und man merkt jetzt schon, wie gut ihm das tut! Total verrückt.

Ich kanns also uneingeschränkt empfehlen.

Liebe Grüße und alles Gute
Tomife