Wehmut Stillen

Liebe Mädels. Mein Baby kam mit einer Erkrankung der Atmung auf die Welt (verwachst sich). Zu Beginn klappte das stillen ganz normal, dann kamen wegen der Erkrankung immer mehr Probleme. Es kam dauernd hoch, zu viel Luft, Schmerzen. Nur nachts im Halbschlaf geht es noch. Also immer wenn er nicht aufgeregt ist. Milch ist total viel da, auch immernoch obwohl er schon längst auch viel Fläschchen bekommt. Meinen anderen Sohn habe ich sehr lange gestillt. Irgendwie fühl ich mich total schlecht und hab ihm ein schlechtes Gewissen gegenüber. Von allen Seiten kommt, still ihn, das ist dich das Beste fur ihn. So ist es am Tag auch ein hin und her und ich versuche immer wieder die Brust und seh ihm dann zu wie er sich winden muss. Mir graut es vor dem Abstillen wegen meines schlechten. Gewissens. Ich Futter ihm Hipp combiotik und denk mir jedes Mal, puh das Zeug stinkt. Geht oder ging es jemand ähnlich und das Gefuhl wurde mit Flaschchen irgendwann besser? Selbst der Stillberatung fallt nichts ein, als bitte still weiter. Keiner sieht wie schlecht es meinem Kleinen damit geht und wie irre anstrengend das Trinken mit seiner Atmung ist, aber ich will ihm ja auch gesundheitlich nicht schaden:(

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Kannst du nicht nachts Stillen und tagsüber Abpumpen und dann Muttermilch aus der Flasche geben?

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Ja, versteh ich auch nicht. Wenns dir sooo wichtig ist. Dann gib doch bloß 1-2 Flaschen am Tag und dann ist das mit dem Abpumpen und zwei Kindern vllt auch nicht so ein Marathon.

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Das hab ich auch eine ganze Weile so gemacht. Ich muss dazu sagen, dass mein Kind auch ein mega schlechter Trinker ist wegen der Schluckprobleme. Also er braucht fur 50 ml ca eine Stunde. Abpumpen dauert auch eine ganze Weile, dann standig alles sauber machen. Wo bleibt da mein 2 Jähriger? Der steht dauernd dAneben ganz hilflos und kommt nicht mehr auf seine Kosten. Er will raus und standig muss Mama abpumpen. So kann ich ja schnell eine Flasche machen und die mit raus nehmen. Ist schwierig zu erklären, aber beim abpumpen hab ich nicht in 5 Minuten ganz schnell 100 ml, sondern das dauert seine Zeit und braucht auch viel Entspannung. Kann ich aus meiner Erfahrung auf jeden Fall nicht mit dem Stillen gleichsetzen.

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Hallo meine Liebe :)
ich verstehe nur zu gut, dass du ein schlechtes Gewissen hast, denn das hatte ich auch.
Mein Kleiner ist zwar nicht krank aber das Stillen war von Anfang an sehr schwierig. Er hat nicht gut getrunken, dann bekam er Gelbsucht und ich musste zufüttern. Dann kam der Babyblues und meine wunden Brustwarzen haben ihr übriges getan. 😐
Ich hab mich abgemüht mit Stillen, Abpumpen und Pre zufüttern und hab mich ständig nur schlecht gefühlt.
Das Stillen wird heute so gehyped, dass man unweigerlich das Gefühl bekommt die schlechteste Mutter der Welt zu sein wenn man sein Baby nicht (voll) stillt 🙄
Ich habe mich ein paar Wochen sehr gequält bis ich mich meiner Hebamme anvertraut habe.
Für mich hat sich diese romantische Vorstellung vom Stillen einfach nicht erfüllt, mein Kind wurde dabei nicht satt und ich war zwischendurch am Ende meiner Kräfte.
Durchgehendes Stillen, damit mein Kind genug Milch bekommt konnte und wollte ich mir nicht antun.
Ich möchte dir sagen, dass du mal ganz tief in dich reinhören solltest. Möchtest du denn wirklich noch stillen? Oder wäre es einfacher für dich Fläschchen zu geben?
Auch dir selbst muss es gut gehen, denn dein Baby spürt es wenn es dir schlecht geht.
Auch mit Pre wird dein Kleiner groß ☺️
Ich selbst bin ein Flaschenkind und habe keine Allergien oder sonst was 🤷‍♀️ Und damals, so sagt meine Mutter, gab es genau eine Babymilch zu kaufen. Sie hatte nicht mal eine Auswahl beim Fläschchen füttern…
Aufgrund der Krankheit deines Babys würde ich immer Rücksprache mit dem Arzt halten aber wenn nichts gegen Flasche spricht ist das doch absolut in Ordnung! 😊
Für mich wars eine Befreiung zuzugeben, dass ich nicht Stillen möchte! Steh dazu wenn dem so ist und versuche diejenigen zu ignorieren die dir ein schlechtes Gewissen machen 😊
Ich fühle mich heute richtig gut mit meiner Entscheidung und mein Kleiner wächst und wächst 🥰
Ich hoffe du findest den richtigen Weg für euch!
LG und alles Gute 🍀
Anne

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Ich kann dich verstehen 🙃
Aber wenn das Baby sich schwer tut beim trinken ist es eher nicht "das beste", auch wenn andere dir das so sagen.

Ich denke bei der Situation bekommst du ein Rezept für eine Pumpe wenn du magst.
Dann kannst du die Menge abpumpen die sich mit deinem Alltag vereinbaren lässt und den Rest füllt du mit pre auf.

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Ich kann dich so gut verstehen!!!

Meine Tochter hat sich auch so schwer getan mit dem stillen: ewig getrunken und doch nicht satt geworden, trinken ging sowieso nur, wenn sie nicht zu müde und nicht zu hungrig war…
Ich habe mich 4 Monate lang gequält. Auch weil eigentlich immer genug Milch da war und ich nicht verstehen konnte, warum sie nicht ordentlich trinkt. Ich war gefühlt nur noch am abpumpen, Flasche mit Muttermilch geben und stillen. 4 Monate haben mir soviele Leute eingeredet ich soll weiterstillen und bloß nicht zufüttern. Dann würde sie irgendwann nur noch die Flasche wollen und ich keine Milch mehr haben …

Irgendwann hatte mein Mann die Schnauze voll und hat ihr abends eine Flasche gegeben. Seitdem ist alles so entspannt!!! Wenn sie möchte trinkt die Kleine bei mir und wenn nicht, bekommt sie die Flasche. Wir sind beide so viel entspannter und alles klappt wunderbar und ohne Stress.
Aber ich muss dazu sagen: die kleine hat null Probleme damit, dass sie beides bekommt und ich habe nach wie vor genug Milch… das muss ja nicht bei jedem so sein.
Für uns war es so die beste Entscheidung!