Was für euch der „härteste“ Part?

Ich hab die Frage kürzlich in einem amerikanischen Forum gelesen und war erstaunt über die Antworten und die Vielfalt bzw. Unterschiedlichkeit wie alles erlebt wurde. Deshalb berichtet gerne mal :-)

Für mich war es nach einer „okayen“ Schwangerschaft und einer unkomplizierten Geburt definitiv das stillen. Es hat mich mit so einer Wucht getroffen und mich so dermaßen strapaziert dass die gesamt erste „kennenlernzeit“ in meiner Erinnerung total negativ belegt ist. Die Schmerzen waren grenzenlos, es hat nicht richtig funktioniert, das Baby hat nur abgenommen, ich hatte keine Hilfe, die Abhängigkeit ausschließlich von mir, die Sorgen die das alles mit sich brachte. Es war nur Wahnsinn.

Wie ergings euch?

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Guten Morgen, ich hatte an sich auch eine sehr angenehme Schwangerschaft (bis auf extremes Sodbrennen und teilweise echt fiese Beckenschmerzen). Klar, die Geburt war auch nicht ohne, war aber bei mir erträglich. Von 12 Stunden Wehen, waren nur 4-5 Stunden wirklich unangenehm schmerzhaft. Mit dem Stillen gab es auch einige Problemchen, an Anfang hatte ich zu viel Milch und dadurch extrem schmerzende Brüste. Teilweise hat auch meine Tochter nicht sehr gut an der Brust getrunken, was dann auch reichlich Nerven kostet. Aber nichts von dem „belastet“ mich so sehr, wie der Schlafmangel 😴 Wir hatten auch schon sehr gute Nächte, wo sie locker 6-9 Stunden durchgeschlafen hat. Aber aktuell (5 Monate) werden die Nächte wieder unruhiger. Was würde ich nur tun, mal wieder 12 Stunden durchzuschlafen 🙈😂 Soll nicht falsch klingen, ich liebe meine Tochter über alles!

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Ich weiß nicht, ob man das, wenn man grade das Baby bekommen hat und unter Schlafmangel leidet, so neutral beurteilen kann #rofl
Schlafmangel ist echt eine Folter.

Meine Kinder sind bereits 3+5 1/2 Jahre alt.
Mit Abstand war fast alles deiner genannten Dinge mal anstrengend.

Kind 1:schöne unkomplizierte Schwangerschaft bis in Woche 32 festgestellt wurde, dass sie unterversorgt ist. Dann Krankenhaus Aufenthalt, da habe ich Nerven gelassen. Kaiserschnitt, Neointensiv, Stillprobleme wegen Saugschwäche. Und als dad alles vorbei war kam der extreme Schlafmangel.
Es wsr echt nicht ohne.

Kind 2:schöne, unkomplizierte Schwangerschaft, aber anstrengender, denn da war ja eine 2 1/2 jährige, die auch nocj da war und Aufmerksamkeit forderte.
Dieses Mal konnte ich natürlich entbinden. Es war der Horror für mich persönlich. Da war der Kaiserschnitt nix gegen.
Die Nabelschnur war um seinen Hals und ich wurde von der Hebamme dann nur noch angeschrien:"Der muss da jetzt raus".
Komplett gerissen, mein Sohn hatte sein Schlüsselbein gebrochen.
Dafür keine Stillprobleme, aber wieder Schlafmangel.
Entweder wsr ich schon so abgehärtet oder er schlief doch besser als seine Schwester.

Was ich sagen will:Ich glaube jeder hat seine Phasen, die besonders anstrengend sind.
Vergessen habe ich sie nicht.
Aber rückblickend hat sich jede Phase sehr gelohnt 💕

Alles Liebe 😍

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Ich habe nicht angestimmt, weil es jedesmal anders war.
Beim ersten Kind war es definitiv die Geburt und die Zeit im Krankenhaus. Es war einfach ALLES schei*e und macht sich leider immer noch bemerkbar.

Beim zweiten war es die Schwangerschaft. Anfangs zittern, weil ich ständig Blutungen hatte. 16. ssw bin ich nachts in einer Blutlache aufgewacht. Woher das Blut kam, konnte nicht geklärt werden. Im KH hatte es schon aufgehört. Das Kind war sehr groß und schwer. Ich hatte sehr Fruchtwasser, Wassereinlagerungen. Am Ende war ich so breit wie hoch. Ich habe die Geburt herbeigesehnt. Diese war toll und danach lief alls gut.

Beim Dritten war einfach alles schön. Anfangs wieder leichte Blutungen, aber bei weitem nicht so schlimm wie in der zweiten SS. Kaum Übelkeit, kleiner Bauch, nur minimal Wassereinlagerungen. Mir ging es prächtig. Die Geburt war traumhaft, recht zügig, spät Abends und ich bin am nächsten Morgen wieder heim. Auch zu Hause lief alles perfekt. Es war das erste Kind, welches ich gestillt habe und auch hier hatte ich keine Probleme. Anfangs habe ich der SS hinterher getrauert, weil sie so schön und unkompliziert war. Jetzt sehe ich wehmütig auf das Babyjahr zurück. Meine Kleine wird im November 1.

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Ich hab die Geburt sehr schlimm empfunden! Ich hab danach nicht mal mein Baby richtig sehen können. Alles war verschwommen und so dunkel in meiner Erinnerung. Hätte es jemand vertauscht, wäre es mir sicher nicht aufgefallen. Ich hatte bzw. Habe manchmal sogar heute noch Schmerzen (5 Mon). Stichwort Steißbeinprellung und Nähte. Das nähen selbst war trotz örtlicher Betäubung das Schmerzhafteste der ganzen Geburt. Ich glaube, dass mir ein paar von diesen Hormonen fehlen von denen behauptet wird, dass sie Geburt vergessen machen. Vl sind die ja auch nur ein Mythos. Ich hab ohne Schmerlindernde Medikamente entbunden und bin mir nicht sicher, ob das gut war.

Außerdem wäre ich jedesmal vor Scham fast im Boden versunken, wenn mich jemand gefragt hat, wie die Geburt war. Das war so intim und man fragt ja auch niemanden nach Sex oder stillem Örtchen. Die einzigen mit denen ich darüber reden konnte waren mein Mann, meine Mutter und ebenso jung Mütter. Später kamen auch enge Freundinnen hinzu. Leider hat meine Mutter davon erzählt und wenig sensible Verwandte haben danach gefragt und das war noch schlimmer für mich.

Als schlimm habe ich auch empfunden, dass mein Mann nach ein paar Stunden nach Hause musste und das mein Sohn so extrem geweint hat und ich ihn nicht richtig beruhigen konnte in der ersten Nacht.

Sonst waren nur die ersten 4 Monate der Schwangerschaft anstrengend. Stillen und Schlafmangel waren und sind im Rahmen.

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Morgen 👋


Ich schließe mich beim Stillen an. Unsere Maus ist morgen 2 Wochen alt. Und 2 Wochen ist die eine Brustwarze offen 🙈 Da ich einen starken Milchspendereflex hab passiert es oft das sie meckernd an und ab dockt. Jedes Mal eine Wohltat.
Schlafmangel hab ich dann dadurch 🙈 Grade nachts vermisse ich dann das Fläschchen. Bei der Großen konnten Papa und ich uns nämlich abwechseln damit. So 100% wohl fühl ich mich beim Stillen auch so nicht... Wie du schreibst,dieses ganz allein "verantwortlich" sein.
Aber ich will mal so lange wie ich kann durchhalten 🙈

LG
Lillilai mit Zwergin an der Brust (wo auch sonst 😅)

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Es wird besser! 🙏
Bei uns hat es 4 Monate gedauert, bis es angenehm wurde und jetzt liebe ich es.

Halte durch, damit es dir später in guter Erinnerung bleibt und ihr es beide genießen könnt.

Alles Gute!

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Ich hoffe es. 🙈
Ob ich 4 Monate so durchhalten würde weiß ich ehrlich nicht. Aber ich will so lange durchhalten wie es irgendwie geht für die Maus,also so lange ich es noch ertragen kann mach ich weiter 😉

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Ich glaube, eher Schlafmangel. Wobei wir echt gut schlafen, bis auf Momente, wenn ich kurz im Halbschlaf meine Tochter auf die andere Seite des Bettes lege, um die andere Brust zu stillen. Es ist ein Unterschied ob ich neun Stunden durchschlafe oder neun Stunden mit "Unterbrechungen".

Die Schwangerschaft, Geburt und die Stillzeit war/ist bei mir ein Traum gewesen.

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Ich habe nicht abgestimmt, da meine Antwort nicht gegeben war.

Ich fand die erste Zeit nach der Geburt am schlimmsten. Also bei Kind 1. Die Geburt war auch sehr schwer zu verdauen, habe lange gebraucht um damit klarzukommen.
Aber das Danach war schlimmer. Auf einmal Mama zu sein, mit einem kleinen menschlichen Wesen das viel Mama braucht, ich mich aber nur wund, , überfahren und absolut überfordert mit der ganzen Situation fühlte... das war einfach schrecklich. Ich habe fast 2 Monate gebraucht, um Muttergefühle zu entwickeln und die Mutterrolle annehmen zu können.

Bei Kind 2 war weder Geburt noch stillen oder die erste Zeit ein Problem 😊 und Schlafmangel auch nicht, da wusste ich ja was auf mich zu kommt 😁

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Guten Morgen,
Sehr interessante Frage! Ich hatte auch 3 Wochen lang extreme Schnerzen beim Stillen. Mein Baby hatte 4,5kg bei der Geburt und einfach schon so viel Kraft (meine Erklärung dafür, dass ich bereits beim ersten Anlegen blutige Brustwarzen hatte).

Das schlimmste war für mich, wie Fremdbestimmt mein Leben plötzlich war. Und zwar nicht von meinem Baby - auf das war ich eingestellt - sondern von meinem Umfeld. Plötzlich machte ich alles falsch und Kritik wurde offen geäußert, meine Meinung und meine Wünsche wurden nicht akzeptiert, da es ja schließlich andere besser wussten - die hatten ja schon Kinder.
Ich wollte Zeit haben, um mich auf meine neue Situation einzustellen uns wir bekamen die ganze Zeit Besuch von der Schwiegerfamilie, schließlich wollen sie das Baby ja am liebsten jeden Tag sehen. Das war im ersten Jahr das prägendste - auch, weil mich mein Partner absolut nicht verstanden hat.

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Definitiv das Stillen auch, mit geht es ähnlich, die Kennenlernzeit habe ich als eine schlimme Phase in Erinnerung. Wegen einer Vorerkrankung hatte ich extreme Schmerzen in der Brust, so dass jede Bewegung der Brust zur Qual wurde. Dazu ruppige Hebamme in KH, die meine Brust so hart anpackten und dem Kleinen in den Mund stopften, dass ich mich vor Schmerzen gewunden habe und geweint habe. Nach ein paar Wochen probieren und immernoch fehlendem Milcheinschuss habe ich letztendlich aufgeben und endlich war es auf einmal schön mit Baby. Ich hätte das viel früher tun sollen, statt uns beide ewig zu quälen.