Krippe oder Tagesmutter und Länge der Eingewöhnung

Mein Sohn wird im Januar eins und ab dem 1. Februar muss ich wieder arbeiten, er also in die Betreuung.

Zwei Fragen dazu:

Die erste Frage: Wie lange muss ich ungefähr mit der Eingewöhnung rechnen?
Er kennt andere Leute kaum. Durch die Pandemie leben wir sehr zurückgezogen.

Die andere Frage: Was ist besser? Krippe oder Tagesmutter?

Eigentlich dachte ich, dass eine Krippe besser ist, wenn er schon so jung in die Betreuung muss, weil das Personal da ausgebildet ist. Ich habe auch eine Zusage für einen Krippenplatz. Das sind zwei Gruppen mit je 10 Kindern. Ich frag mich aber, ob das nicht zu viel ist. Da kommt er dann ja jeden Tag mit einem dutzend verschiedener Haushalte in Kontakt. Die Kinder sind ja alle noch nicht geimpft und ich weiß auch nicht, ob die Eltern und Erzieher das sind. Ich hab echt Angst, dass er sich ansteckt.

Ich kann auch einen Platz bei einer Tagesmutter bekommen. Die hat gute Referenzen, hat aber nicht eine so gute Ausbildung wie die Erzieher. Da weiß ich auch nichts vom Impfstatus (ich will auch nicht fragen), aber sie hätte halt nur 4 Kinder (mit meinem Sohn). Das wäre ein kleineres Risiko. Und wahrscheinlich auch für ihn besser, wenn's nicht gleich so viele Kinder sind. Er kennt es ja nicht mit so vielen anderen Menschen, vor allem Kindern.
Was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

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Hallo, zur Frage Krippe oder Tagesmutter, meine 3 Kinder waren in der Krippe, mein Grund war, da sind mehrere Erzieherinnen die einander beobachten, wenn Sie verstehen was ich meine. Deshalb die Wahl. Zur Eingewöhnung kann ich nichts sagen die gab's und gibt's bis heute nicht in Frankreich. Schöne Grüße

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Allgemein lässt sich leider keine deiner Fragen beantworten. Wir sind aktuell mit unserem Sohn, 16 Monate, in einem Tagesmutter-Verbund. Mit war egal ob Tagesmütter oder Krippe wichtig, dass es eine kleine Gruppe ist und es konstante Bezugspersonen gibt. Ansonsten musst du
a) auf dein Bauchgefühl hören und
b) prüfen ob die Rahmenbedingungen für euch passen (Hol- und Bringzeiten, Essen, etc.)
Auch die Eingewöhnung ist ein sehr individuelles Ding. Die meisten Krippen rechnen mit vier Wochen. Das kann locker reichen oder auch nicht.
Wir hatten nur zwei Wochen Zeit und die Oma musste die Eingewöhnung machen, aufgrund individuell schwieriger Terminlage. War im Nachhinein gar nicht schlecht. Nach gut zwei Wochen war unser Sohn eingewöhnt, hat dort gegessen und geschlafen. Wir haben aber auch versucht den Start insofern gut zu beeinflussen, als wir seinen Tagesrhythmus schon an die Betreuung angepasst hatten und bereits zwei Monate im Voraus damit angefangen haben ihn “bei Oma einzugewöhnen”. Unser Sohn war deshalb Trennung von Mama und Papa zumindest für ne Stunde schon gewöhnt.

Das wichtigste wird sein, dass du ein gutes Gefühl hast und dieses an dein Kind weitergeben kannst. Und du musst “gehen können”. Ist am Anfang schwer. Viele Kids weinen. Wenn sie sich dann aber schnell von den Erzieherinnen beruhigen lassen, dann ist das okay, dass sie ihren Abschiedsschmerz ausdrücken. Man muss halt trotzdem gehen. Am besten fix und ohne umdrehen.

Ich drücke euch die Daumen.
Egal, wie du dich entscheidest: das wird alles werden.

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Hi,
Krippe, Eingewöhnung 0 Tage, da das 9 Monate alte Kind, andere Menschen kannte und auch alleine bei den Großeltern schlief.

TM oder Krippe, da würde ich mich auf meinen 1. Eindruck verlassen, Bauchgefühl.

Gruß

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Hey
Meine Mädels jetzt im Kindergarten wurden damals mit 1jahr und 18 monaten eingewöhnt,meine Mädels waren nach 2 Wochen komplett eingewöhnt,ist wohl charakter Sache manche brauchen auch 6 oder 8 Wochen, es kommt aufs kind an.

Ich persönlich finde Krippe besser,die haben mehr Möglichkeiten die kinder zu fördern oder irgendwelche sachen zu machen,3 muttis die ich kenne waren mit einer tagesmutter unzufrieden (die tagesmutter war toll nur ihre Kapazitäten im Gegensatz zur Kita nicht)
Ich glaube das ist auch irgendwie Geschmackssache..

Ganz ehrlich ob die erzieher geimpft sind geht dich nix an,geht es dir nur um corona oder hast du auch Angst vor andren Krankheiten, denn ja es gibt die auch noch und können nicht weniger gefährlich werden,also bitte durchatmen und versuchen wieder etwas Normalität zu schaffen,corona wird uns wie Grippe auch ab jetzt begleiten ,Panik schieben bringt nix..
Übrigens komme ich aus einem Gebiet wo wir lange "Hot spot" waren,ich hab durchgängig gearbeitet im Einzelhandel mit viel Kundenkontakt ..usw (jetzt BV )und meine Kinder waren in der kita und keiner von uns hat sich je angesteckt


Lg

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Ich weiß, dass mich der Impfstatus von den anderen Leuten dort eigentlich nichts angeht. Ich weiß auch, dass wahrscheinlich viele finden, dass ich überängstlich bin. Ich habe aber auch meine persönlichen Gründe dafür. Gegen Masern, Meningokokken und so weiter kann ich meinen Sohn halt impfen lassen, deshalb bin ich da beruhigter.

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Krippe!
Nach eigener Erfahrung ist die Krippe die sichere Bank was die Betreuung angeht.

Wir hatten knapp 6 Monate eine Tagesmutter. Dort war auch alles super. Nur standen wir dumm da wenn sie krank war oder als sie wegen Schwangerschaftskomplikationen die Betreuung eingestellt hat.

Solche Probleme haben wir nun in der Krippe nicht.

Wie viel Zeit für die Eingewöhnung benötigt wird, kann man schwer sagen. Kommt auf das Kind an.
Beide Eingewöhnungen bei uns dauerten etwa 3 Wochen, wobei die in der Krippe auch hätte schneller gehen können.
Bei der Tagesmutter war noch ein Kind zur Eingewöhnung, die bereits 2 Wochen lief und auch nach unserer noch weiter ging.

Ich weiß von bekannten, die gerade Eingewöhnung in einer anderen Krippe haben, dass dort eine Mama bereits in Wochen 10 der Eingewöhnung ist.

Du siehst alles kann, nichts muss.

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Die Betreuung bei der Tagesmutter wäre geregelt. Sie hat eine Gemeinschaft mit anderen Tagesmüttern, falls sie krank wird oder im Urlaub ist. Da hab ich extra nachgefragt.

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Für mich hört sich das danach an, als ginge es dir hauptsächlich um Corona. Da ist dann wahrscheinlich die Tagesmutter die bessere Wahl.

Mein Kind wird ab Januar in der Kita eingewöhnt. Ich gebe dir recht, eine Kita ist natürlich wesentlich mehr Input für so ein kleines Kind. Aber Kinder sind verschieden und man kann nicht wissen, wie sie es aufnehmen, es kann auch grad das richtige sein für ein sehr aktives Kind.

Eine Tagesmutter bietet für uns nicht die richtigen Zeiten an und es gäbe kein Vertretungssystem, sollte sie ausfallen. Deshalb kommt das allein schon wegen der Rahmenbedingungen für uns nicht in Frage.

Bezüglich der Qualifikation.. Das ist mir bei einem 12M alten Kind ehrlich gesagt total wumpe. Mir ist wichtig, dass die Erzieher ein vertrauensvolles Verhältnis zu meinem Kind aufbauen, gut und liebevoll mit ihm umgehen und er sich dort wohl fühlt. Alles andere ist mir egal.
Für die Eingewöhnung haben wir ca 4 Wochen Zeit.

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Danke, das ist hilfreich.

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Für die Eingewöhnung würde ich immer nach Möglichkeit 2 Monate einplanen. Mein Sohn war nach 6 Wochen eingewöhnt, meine Tochter nach 2 Wochen, wir hatten keinen Druck. Ich hab schon von einigen gehört, die nur einen Monat eingeplant hatten und dann vor einem Problem standen, weil es doch noch nicht so lief.

Meine Kinder sind mit 10, bzw. 11 Monaten in die Krippe gekommen. Bei der Krippe gefällt mir besonders, dass auch bei Krankheit, o.ä. trotzdem immer noch irgendwie ein Betreuungsangebot steht, während eine einzige Tagesmutter das schlecht überbrücken kann. Außerdem auch die soziale Kontrolle und die gewöhnlich bessere Ausbildung der erziehenden Personen.
Bei uns gibt es 12 Kinder pro Gruppe mit 3,5 Betreuern.

Krank werden Kinder ständig und überall. Mit allem möglichen. Natürlich auch mit Corona. Trotzdem gab es bin der Krippe meiner Kinder seit Beginn der Pandemie nur einen positiven Fall und das war kein Kind.

Wenn dein Kind nicht gerade zu einer Risikogrupppe gehört oder ihr engen Kontakt zu jemandem habt, der einer Risikogruppe angehört und sich nicht impfen lassen kann würde ich das nicht zum Auswahlkriterium machen.

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Soweit ich weiß gehört mein Sohn nicht zur Risikogruppe, aber mein Mann gehörte auch zu der Gruppe, von denen man sagte, sie würden es am besten wegstecken...

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Wir hatten uns für Tageseltern entschieden, wegen den Rahmenbedingungen und den Umgang mit den Kindern.
Die haben bessere Bring und Abholzeiten angeboten und sind ziemlich flexibel, wenn wir mal länger arbeiten müssen. Es sind zwei Betreuer mit 9 Kinder. Mittags wird immer frisch gekocht. Die Kinder lernen gleich den Umgang mit Tieren und sind bei jedem Wetter draußen was uns ebenfalls wichtig war. Sie gehen ganz individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ein.
Die beiden haben uns direkt mitgeteilt, ohne das wir gefragt haben, das sie sich impfen lassen haben.
Unsere kleine wurde mich 4 Monaten eingewöhnt. Das hat circa 3 Wochen gedauert. Das hätte auch kürzer sein können, aber ich wollte sicher sein, dass alles klappt.

Ich hatte auch erst Sorge, ob die Tageseltern die richtige Wahl ist, nach der Erfahrung die meine Schwester gemacht hat. Aber wir sind immer noch zufrieden.

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Ich würde es von folgenden Dingen abhängig machen:

- Ort (nah an euch zuhause, private Wohnung oder angemietete Räume)
- Umgebung (Möglichkeiten, raus zu gehen, Spielplatz, Garten, Wald, etc)
- Vertretungskonzept bei Krankheit
- besondere Konzepte (bei uns gibt es z.b. nur Essen mit Bioqualität, einmal wöchentlich kommt jemand von der Musikschule und bietet musikalische Früherziehung an, die Tagesmutter nutzt Babyzeichensprache)
- Wie ist dein Gefühl?

Zum Thema corona: es kann leider jede*n treffen, besonders die kleinen, die ungeschützt sind. Bei unserer Tagesmutter gab es letztes Jahr ein positiv getestet Kind. Unser Kind hat sich zum Glück nicht angesteckt. Bei einer Freundin gab es im Frühling drei ErzieherInnen in der Kita, die positiv waren. Zwei Kinder hatten sich angesteckt.

Unsere Kiä prognostizierte, dass es die kleinen in der 4. Welle jetzt immer mehr treffen wird. Hängt auch damit zusammen, ob die Erwachsenen sich impfen lassen.