Obstruktive Bronchitis wie oft hintereinander?

Hallo,

ich habe folgende Sorge:

Mein Sohn, geboren bei 36+0, im Juli ist jetzt 5,5 Monate alt. Wenn man nach dem ET geht halt erst 4,5 Monate. Man hat ihm aber nie angemerkt, dass er ein Frühchen war.

Anfang November hat er sich bei seiner älteren Schwester mit dem RS Virus infiziert und daraufhin eine obstruktive Bronchitis entwickelt. Er hat dann irgendwann nur noch geschlafen und wollte nicht mehr trinken (wird voll gestillt). Daraufhin bin ich mit ihm ins Krankenhaus gefahren, wo wir aufgenommen wurden und er Infusionen mit Flüssigkeit erhalten hat. Kurzzeitig hat er auch minimal Sauerstoff bekommen. Dann ging es ihm schnell besser und wir konnten wieder heim.

Nun sind wir alle seit ein paar Tagen krank. Mein Mann, meine Tochter und ich. Alle haben Erkältungssymtome und auch teilweise Magen-Darm-Symptome (Coronatests über mehrere Tage bei allen negativ zum Glück).

Seit heute Mittag hustet mein Sohn jetzt auch wieder so schlimm wie Anfang November und ich mache mir jetzt natürlich furchtbare Sorgen, dass es wieder eine obstruktive Bronchitis wird.

Der Husten hört sich ziemlich rasselnd an. Der Brustkorb wird beim Atmen nicht eingezogen. Schnupfen hat er nur minimal. Ich hab aber das Gefühl, dass in den Bronchien schon wieder Schleim ist :(

Wer hat Erfahrung mit wiederkehrender obstruktiver Bronchitis? Ich hab so Angst wieder ins Krankenhaus mit ihm zu müssen :(
Kann es so schnell wieder der RS Virus sein? Hatte gehofft, er ist zumindest für eine Weile dagegen immun.

Danke schon im Voraus

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Ich weiss, dass man sagt, dass eine zweite Infektion mit rsv milder verläuft.

Ich rate dir dringend morgen einen Arzt aufzusuchen. Evt kann man sie etwas geben. Wir bekamen Salbubronch Tropfen. Bei so jungen Babys ginge evt auch Inhalieren gut während dem Trinken. Ansonsten habe ich Cortisonzäpfchen zuhaus für den äußersten Notfall.
Lass dich beraten.

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Danke für deine Antwort. Ein Cortisonzäpfchen habe ich auch noch hier für den Notfall. Salbutamol Tropfen haben wir auch da. Inhaliert mit Kochsalzlösung haben wir auch schon. Wollte das Salbutamol halt nicht ohne ärztlichen Rat einfach anwenden.
Unser Kinderarzt hat leider Urlaub, wir werden aber morgen zum Vertretungsarzt gehen.
Gerade geht es ihm noch recht gut, er hat zumindest gut getrunken. Wenn er schläft hört man auch keine Atemgeräusche.

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Ja. Ohne Absprache würde ich es nicht geben. Da muss jemand die Lunge abhören Und dann weisst du Bescheid.

Wenn gut getrunken wird und er nun ruhig atmet, ist das schonmal super.

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Hi,
unserem Großen schlugen Infekte meist auf die Bronchien, wir sind da vorbelastet. Salbutamol, Kortisonspray und der Inhalator waren oft im Einsatz, außerdem hatte er dann das Happy-Wheezer-Syndrom entwickelt, über das sein Pneumologe aber nicht so happy war und ihm dann, mit ca. einem Jahr, eine Kur mit dem Wirkstoff Montelukast (den Namen des Präparats weiß ich nicht mehr😊) verschrieben. Die hatte erstmal gut gewirkt. Über die Jahre hat er es nach und nach verwachsen und hat jetzt mit 14 noch etwas Heuschnupfen, in der Zeit auch leichtes Belastungsasthma, das er aber mit einem entsprechenden Spray gut im Griff hat.
Will sagen, dass ich ihn einem Lungenfacharzt vorstellen würde, wenn sich abzeichnet, dass er da sehr anfällig ist, denn der (oder sie) hat da oft noch andere Ideen für eine Behandlung.
Wir waren auch öfter in einer Solekammer, die haben manche größere Schwimmbäder oder auch Fitnessstudios.
Ist doch immer ein Riesenmist, wenn die Kleinen so leiden.
Gute Besserung!

vlg tina

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Hey,

vielen Dank für deine Antwort.

Der Begriff "happy wheezer" ist bei meinem Sohn tatsächlich auch schon mehrmals gefallen. Er lacht nämlich auch meistens noch, auch wenn er kaum Luft kriegt.

Glücklicherweise ist unser Kinderarzt sogar selbst Pneumologe. Er ist auf die Behandlung von Asthma Bronchiale spezialisiert. Demnach denke ich, wir sind da schon mal in guten Händen.
Er hat uns auch schon darauf hingewiesen, dass es gut sein kann, dass wir ein paar Jahre lang jede Erkältungssaison ein leichtes Kortisonpräparat geben müssen. Ich fürchte, dass die Bronchien bei meinem Kleinen eine Schwachstelle sind. Die anderen Babys in unserem Umfeld waren jetzt auch häufiger erkältet, aber bei keinem ist es auf die Bronchien geschlagen. Bei meinem Sohn fließt der Schleim scheinbar immer zu den Bronchien, anstatt dass er Schnupfen kriegt wie die anderen Kinder.

Danke für die Besserungswünsche :)

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Hallo,

Meine Tochter hatte jetzt Grad eine Bronchitis. Wir sollten 3-4 täglich mit NACL und 3 Tropfen Salbutamol inhalieren sie ist auch im Juli geboren. Ist natürlich richtig das du das Salbutamol nicht ohne Ärztliche Indikation nehmen tust. Aber mit NACL inhalieren ist schonmal gut . Ich wünsche euch allen gute Besserung