Mama Versagerin

Hi liebe Mamis und Papis

ich fühle mich momentan ziemlich wie eine Versager-Mama, weil bei uns irgendwie nichts richtig klappt. Mein Baby, ist jetzt 8 Monate alt und will nachts teilweise jede Stunde oder in ganzschlimmen Nächten öfter, gestillt werden. Wenn Bär mal weniger als 10 Mal nuckelt, bin ich schon glücklich. Manchmal nuckelt es sogar dauerhaft. Habe ich es antrainiert, nur mit der Brust einzuschlafen? Schlafen im Familienbett.

Es macht mich richtig fertig, wenn ich höre, dass die Babys meiner Freunde alle schon durchschlafen.

Ein weiteres Thema ist die Beikost. Ich dachte, damit würde alles leichter werden, aber mein Bär will weder Flasche noch Schnuller, egal welche Marke oder Form. Mit Beikost müsste ich doch eigentlich weniger stillen, oder? Wir haben BLW ausprobiert sowie Brei und Gläschen. Insgesamt kommt mein Bärchen aber nur auf etwa ein halbes Glas pro Tag und steckt sich hier und da mal etwas in den Mund, wenn ich esse. Ist das normal? Wann wird das mehr?

Ich habe auch das Gefühl, dass ich den Tagesablauf nicht richtig hinbekomme. Irgendwie renne ich dem Tag immer hinterher. Feste Essenszeiten gibt es bei uns nicht. Vielleicht liegt da das Problem? Wir stillen zu jedem Einschlafen. Wann sollte ich eurer Meinung nach Essen anbieten? Nach dem Schlafen? Der Bär schläft am Nachmittag wie nachts: nach 30/40 Minuten ist es wieder wach oder will an die Brust.


Irgendwie schaffe ich nie so richtig was und wenn, habe ich das Gefühl, dass Bärchen zu kurz kommt. Dadurch, dass es auch nicht gut schläft, haben wir null Paarzeit. Serien schauen wir oft, wenn es dabei ist, aber ich habe ein total schlechtes Gewissen deswegen.
Ich habe das Gefühl bei allen außer bei mir läuft es gerade rund. Bei anderen scheint der Haushalt top zu laufen, Zeit mit Partner, Baby schläft usw..
Bei einer anderen Mama die ich kenne ganz besonders. Bin oft regelrecht eifersüchtig weil sie ihre Tochter nur hinlegen muss und diese schläft von alleine ein oder wenn es hochkommt auf dem Arm wiegen. Ihre Tochter ist immer gut gelaunt und Sprünge usw dauern maximal eine Woche. Als ich gesehen hab das ein Baby so einschlafen kann war ich baff.
Und dann fühle ich mich wieder schlecht weil ich eifersüchtig bin.


Ich suche jetzt also Tipps bei euch. Tipps für einen leichteren Alltag und besseren Schlaf. Tipps für den Haushalt. Tipps für das Leben als Mama weil ich da anscheinend haushoch am Versagen bin..


Ich bin für jeden Tipp dankbar.

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Hallo du Liebe,
du bist keine schlechte Mama! Du stillst die Bedürfnisse deines Bärchens, das ist toll! Der Haushalt muss nicht perfekt sein und es ist OK zu Essen, wenn das Kind Hunger hat. Mir haben feste Zeiten fürs Gefühl ein bisschen geholfen. Aber das muss nicht sein. Z.B. vormittags Haushalt, 12 Mittag, Mittagsschlaf und Nachmittag gehen wir raus.. oder andersrum. Wie sieht es denn mit Tragen bei dir aus? Auf dem Rücken tragen ist super hilfreich, da kannst du ein paar Handgriffe im Haushalt machen und evtl. schläft das Baby sogar ein. Nimm dir kleine Dinge vor, wenn es nicht klappt, dann eben Haushalt, wenn dein Partner da ist.
Einschlafstillen ist etwas völlig natürliches. Nimm es so, wie es ist. Leg dich mittags mit hin. Versuche selbst zu entspannen. Vielleicht ab und zu mal ein Knopf ins Ohr und ein Hörbuch hören oder Musik anmachen.
Alles Gute für dich

2

Och du Arme. Deswegen bist du doch keine Versagerin! Ich finde es viel wichtiger ein glückliches und zufriedenes Kind zu haben, anstatt einen geleckten Haushalt. 😊 Bei uns ist auch mal unordentlich und an manchen Tagen schaffe ich auch mal "garnix", weil ich mich einfach lieber mit meinem Kind beschäftige.
Ich versuche halbwegs feste Essenszeiten zu haben, waa meistens gut klappt. Den Mittagsbrei gibt's so zwischen 12 und 14 Uhr, je nachdem wann sie halt will. Nachmittagsbrei so gegen 16 Uhr und den Abendbrei zwischen 18 und 19 Uhr. Wenn sie zu müde ist gibt es auch einfach nur einen Schoppen.
Ich versuche das alles einfach nicht so eng zu sehen. 😊
Alles Gute für euch!

3

Vieles ist bei uns ähnlich, hatte aber noch nie das Gefühl, eine Rabenmama deswegen zu sein🤭
Vielleicht muss ich da nochmal in mich gehen.
Kind wacht nachts 10 mal auf... Ja, ist bei mir auch so, dauernuckeln ist hier zum Glück nicht, könnte ich auch eher schlecht damit schlafen.
Hier gibt es nur BLW, da landet das meiste auf dem Boden, aber es ist ja nur Beikkst, irgendwann wird das Kind schon mehr essen.
Grundsätzlich ist es sinnvoll das Kind nicht direkt nach dem Stillen essen zu geben, aber auch nicht, wenn das nächste Stillen an der Reihe ist. Also am besten irgendwo dazwischen.
Wir haben etwas mehr Tagesrhythmus, liegt aber auch an Mann im Homeoffice und Kind im Kindergarten. Da gibts halt jeden Mittag zw. 12 und 13 Uhr irgendwann essen, da stille ich den Kleinen meistens ne Stunde früher.

Paarzeit? Pff... Gibts hier 10 Minuten pro Tag wenn der Große was anschaut🙈 dann wird der Kleine gestillt und wir schauen ganz heimlich etwas Serie...

Der Haushalt ist eine große Katastrophe, aber da muss man einfach den Anspruch abgeben, dass alles toll sein muss. Mein Mann macht einiges, wenn er eigentlich "Freizeit" hat. Und es sieht halt einfach nicht wie geleckt aus, tut es hier aber nie, dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Tipps finde ich schwierig, klar ein geregelter Tagesablauf wär schon was, aber dadurch wird sehr wahrscheinlich auch der Nachtschlaf nicht besser.
Das regelt irgendwann die Zeit.
Mein Kleiner ist übrigens 9 einhalb, also so schnell wird das nicht besser... Kann aber natürlich auch sein, wir können immer hoffen:)
Alles Liebe dir:)

4

Ach du liebe, du bist sicher keine versagerin oder schlechte Mutter ☺️
Manche Mütter haben eben unkompliziertere Kinder 😉
Meine große war auch... ne Hausnummer manchmal 😅
Ablegen? Fehlanzeige. Sie hat das ganze erste jahr tagsüber entweder auf mir oder in der trage geschlafen. Nachts hat es zumindest im beistellbett geklappt. Aber durchschlafen ist auch erst seit kurz vor dem 2. Geburtstag. Aber nach wie vor mit Einschlafbegleitung.
Meine nichte z.b. hat erst mit 13 Monaten richtig zu essen angefangen.
Manches zerdenkt man einfach zu sehr.
Und es muss zuhause nicht steril sein, solange du eine gute Grundordnung- ubd Hygiene hast, ist alles gut.
Klopf dir ruhig mal auf die Schulter, du bist sicher eine tolle Mutter 😊

5

Hallöchen...
fühl Dich gedrückt!
Du bist KEINE Versagerin- hört sich nach ganz normaler Mama an!

Unsere beiden Kinder waren/sind sehr entspannte Babys die schon schnell durch schliefen!
Denke das liegt aber daran das Sie beide Flaschenkinder sind.
Glaube eher nicht das man als Mama das so beeinflussen kann.

Beikost ist auch bei jedem Kind anders, manche Essen direkt super und viel und andere eher weniger.
Das wird von alleine mit der Zeit!

GANZ EHRLICH:
Haushalt PERFEKT?
Gibt es mit Baby nicht!

Da muss man lernen gelassen zu bleiben und vieles lockerer zu sehen!
Mal schafft man etwas, an manchen Tagen gar nix!

Paarzeit = WAS IST DAS?! ;o)
Leider momentan so gut wie nie!
Kommen aber auch irgendwann wieder bessere Zeiten!

Tips?
Schwierig!
Einziger Tip :
Sehe die Dinge die Du tust- Du kümmerst Dich ums Kind-
anstatt nur zu sehen was Du nicht schaffst- Haushalt!
Bleibe ruhig und gelassen, stresse Dich nicht so.

Denke dann wenn Du ruhiger bist ist es Dein Kind auch und evt. schläft es dann besser?

Alles Gute für Euch!
Du packst das!

6

Hey! Ich habe jetzt auch nicht den ultimativen Tipp, aber wollte dir einfach mal sagen, dass du doch alles toll machst und die Bedürfnisse deines Babys erfüllst, also bist du eine super Mama 🫶 Es gibt nunmal riesen Unterschiede bei Babys, einige sind entspannt, andere eher fordernd. Meine Tochter (10 M) ist auch eine Herausforderung und ich kenne daher die Gedanken die du beschreibst. Ich bin auch oft neidisch auf Mamas die ihre Babys einfach ins Bett legen können. Hier gibts auch immer ne ewig lange Einschlafbegleitung mit Stillen, meine Tochter schläft auch nur an der Brust ein. Nachts schläft sie auch ganz gut, tagsüber will sie aber auch die ganze Zeit nuckeln bei den Schläfchen, dh ich kann sie nicht ablegen. Ich nutze die Zeit jetzt eben um selber abzuschalten, Hörbuch hören, am Handy daddeln und sowas alles. Der Haushalt kommt dadurch natürlich auch viel zu kurz. Stört mich auch oft aber oft denke ich mir auch einfach, dass in 5 Jahren niemand danach fragt wie dein Haushalt damals ausgesehen hat. Dein Kind allerdings wird jahrelang davon profitieren, wenn du ihm Nähe und Liebe gegeben hast. Lass dir auch bitte nicht einreden dass du dein Baby mit dem Einschlafstillen verwöhnt hast oder sonst was. Es ist das natürlichste der Welt, selbst Tiere stillen ihren Junge teilweise mehrere Jahre. Der Mensch hat leider diesen unnatürlichen Wunsch, dass Babys alleine einschlafen sollen, was einfach evolutionär total dämlich ist.
Thema Beikost ist hier auch schwierig, bei mir wird kaum was gegessen. Bei der Oma oder dem Papa klappt es besser. Habt ihr das mal probiert? Ich muss dann auch wirklich außer Sichtweite sein, sonst will meine Tochter immer zu mir.
Insgesamt kann ich dir noch den Tipp geben Dinge zu akzeptieren und nicht immer versuchen krampfhaft irgendwas zu ändern. Vieles ändert sich einfach von alleine mit der Zeit. Mir fällt das auch viele Tage noch schwer, aber insgesamt gibt es jetzt doch viel mehr schöne Momente als noch vor einigen Monaten.
Alles Gute für euch 🍀

7

Wie auch andere hier schon sagen: das ist kein Versagen! Dass die Kinder deiner Freunde so gut einschlafen und auch durchschlafen ist in dem Alter die Ausnahme, nicht die Regel.
Unser Sohn ist 9 Monate alt und schläft schon immer schlecht. Einschlafstillen wäre mein persönlicher Traum - bei uns ist es eine Mischung aus Stillen und Herumtragen, wenn ich Pech habe, muss ich ihn auch nachts mal herumtragen, damit er weiterschläft. Tagsüber schläft er sowieso nur in der Trage und in Bewegung und in ruhiger Umgebung, also Haushalt geht währenddessen nicht. Ich nehm es so wie es kommt, er braucht das einfach noch und irgendwann lernen alle Kinder (besser) zu schlafen.
Beikost gehen wir ganz entspannt an bzw. Auch sonst den Alltag - auch hier nehme ich es wie es kommt (unser Haushalt sieht halt teilweise auch dementsprechend aus). Meist stillen wir nachdem er wach wurde (später hat er meist keine Ruhe mehr dafür), das geht dann nahtlos ins Spielen über und nach einiger Zeit schnappe ich ihn mir und wir essen was. In den letzten Wochen hatte er einen Wachstumsschub und das war die erste Phase, in der er auch wirklich einiges auch gegessen hat. Wie viel genau weiß ich nicht, wir machen BLW und ich wiege nichts ab. Nach dem Essen bekommt er Pre bis er satt ist (wir Teilstillen), aber meist auch erst nach einer Spielrunde. Ich versuche am Vormittag das Nötigste im Haushalt zu machen (Kochen, Geschirrspüler, Wäsche etc.). Unser Sohn lässt sich aber weiterhin kaum alleine wo hinsetzen, deshalb muss ich da immer sehr schnell sein, damit er nicht weinend an meinen Beinen hängt. Wenn es nicht regnet, gehen wir im Normalfall min. 2x raus (Garten - manchmal Essen wir auch draußen, auch wenn es eine Wahnsinns Sauerei ist oder ich packe ihn schon früher in die Trage und erledige noch was mit ihm oder gehe einfach so spazieren bevor er dann schläft. Meistens machen wir alles davon, also Garten und Spazieren). Paarzeit haben wir auch noch seeeeeehr wenig, weil unser Sohn oft wach wird und ich dann zu ihm laufen muss am Abend.

Mach dir nicht so einen Kopf! Meiner Erfahrung nach kann ich die Zeit mit ihm besser genießen , wenn ich mir weniger Gedanken mache und es so annehme wie es ist ☺️

Bearbeitet von anna.mar
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Haha, dein Post hätte vor 6 Jahren von mir sein können 😂
Mein Sohn war auch ein Dauer-Nuckler, wurde zu jedem einschlafen gestillt und hat sowieso jegliche Art von Flasche und Schnuller verweigert.
Ab 5 Monate hatte wir eine 3 Monatige Phase in der er nachts alle 20 Minuten!!! Wach wurde und so lange geschrien hat bis er die Brust bekam.
Ich ging auf dem Zahnfleisch und war auch sehr neidisch auf alle, deren Kinder einfach im eigenen Zimmer eingeschlafen sind und dort durchgeschlafen haben.
Der Alltag war bei uns durch Hausbaustelle eh etwas chaotisch 😂
Aber ich habe auch von einigen, deren Kinder angeblich so toll alleine einschlafen, auch gehört, dass sie ihre Kinder halt einfach in ihr Zimmer ins Bettchen legen, gute Nacht sagen und rausgehen, auch wenn das Kind weint. Sowas hätte ich einfach nicht übers Herz gebracht. Das schlafen in der Gemeinschaft der Familie ist ein Urbedürfnis und gerade so kleine hilflose Babys suchen natürlich diesen Schutz direkt bei Mama und Papa. Auch das stillen ist etwas, das Kindern ganz viel Geborgenheit vermittelt. Du tust also das, was deinem Kind gerade gut tut und ich erkenne da absolut kein "Versagen" drin.
Du bist nicht dabei und weißt nicht, ob das alles bei anderen wirklich so viel besser und einfacher ist und erst recht nicht, ob deren Kinder damit glücklicher sind.
Klar kannst du an ein paar Stellschrauben drehen, z.B. feste Essenszeiten und einer kleinen Auswahl an Lebensmitteln, die dein Kind probieren kann wenn es mag. Struktur schafft "Ordnung" und so fällt der Alltag tatsächlich leichter, denn du kannst dir so auch feste Zeiten zum aufräumen etc. einplanen.
Das durchschlafen hat bei uns tatsächlich auch sehr lange gedauert und auch heute noch schläft mein Sohn nicht jede Nacht durch. Schafft euch feste Schlaf Rituale, z.B. Buch lesen, Musik hören, Spieluhr oder besonderes Nachtlicht anmachen.
Mein Sohn konnte z.B. gar nicht abschalten und war immer total nervös wenn der Fernsehen an war. Es war zwar super nervig und langweilig, ne halbe Stunde im dunklen Schlafzimmer zu sitzen ohne etwas außer die Melodie der Spieluhr aber wenn er dann eingeschlafen war, haben mein Mann und ich uns manchmal noch zum Fernsehen auf der Couch getroffen.
Aber wie gesagt, du bist auf keinen Fall eine Mama Versagerin, du machst einen guten Job und stellst die Bedürfnisse deines Kindes gerade eben vorne an.

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