Bin in letzter Zeit schnell genervt und aufbrausend

Hallo,

oben ist schon mein Problem genannt. Ich bin seit Mitte Juni Mama eine süße Tochter.
In letzter Zeit machen wir die Zähne durch und sie ist auch sonst quengeliger als früher. Dementsprechend weint sie dann auch viel. Zur Zeit hat sie auch noch Schnupfen. Momentan kann ich sie fast nicht allein spielen lassen...sondern ich muß sie quasi den ganzen Tag bespielen. Das der Haushalt liegen bleibt...finde ich nicht ganz so schlimm.
Aber wenn sie dann sehr quengelig wird und ich sie auf den Arm nehme (sie will viel getragen werden) und dann kaum Ruhe gibt, dann bin ich ziemlich schnell genervt. Ich hab Angst, daß ich ihr irgendwann etwas antun könnte, weil ich dann einfach zu aufbrausend werde. Ich meine, da paßt man 9 Monate auf's Baby im Bauch gut auf und dann ist man durch so kleine Situationen schon genervt. Das kann's ja nicht sein.
Leider kann ich mir auch fast gar nicht mal ne Auszeit gönnen, da ich hier keine Verwandten habe. Nur mein Mann kann mir abends die Kleine mal abnehmen.
Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, wie ich das Problem in den Griff bekommen kann?

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Hallo,

ich habe leider keinen ultimativen Tipp für Dich, aber ich kann Dir sagen, dass es mir an manchen Tagen genauso geht. Ich liebe meine Kinder überalles und natürlich sind sie super süß, aber irgendwann ist eben der Punkt bei mir erreicht, da reicht eine Kleinigkeit und ich bin am Ende meiner Kraft.

Ich bin dann für 1-2 min so wütend, dass es mich selbst erschreckt und habe dann auch immer ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich ja weiß, dass die Kleinen mich nicht extra ärgern. Da hilft dann nur der Trost meines Mannes oder telefonisch meiner Eltern.

Liebe Grüße

Ilka

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Hallo,

ich glaube, dass Du solche Gedanken und Gefuehle hast, gerade WEIL Du Dir keine Auszeit nehmen kannst. Manchmal sind Kinder wie Gemaelde: Mit ein bisschen Abstand sehen sie (wieder) ganz anders aus. #freu(Ich weiss, dass der Vergleich vorne und hinten hinkt, aber mir faellt gerade kein besserer ein).

Ich hatte nach dem ersten Kind richtige Depressionen, war mit meiner Rolle absolut nicht zufrieden und habe mir (zwei Kinder spaeter, Erfahrung hilft auch hier!) inzwischen immer wieder mehr Freiraeume geschaffen und arbeite nachwievor an meiner Zufriedenheit-

damit will ich sagen, dass Du kein spezifisches "Problem" hast ausser dem, dass Du permanent und wie sich's anhoert, ohne erfreuliche Unterbrechung fuer die Kleine dabist-

jede(r) braucht mal eine Pause. Inseriere doch mal nach einem Babysitter, wenn schon keine Verwandtschaft in der Naehe ist. Oder ueberlass die Kleine mal am Wo-ende fuer einen Tag deinem Mann und mache diesen Tag zu "Deinem" Tag- Kino, Schwimmen, Faulenzen- oderwas immer Dir guttut.

Wenn Du dann "getankt" hast, kannst Du Dich Deiner Kleinen wieder ganz anders naehern und sie wieder richtig schaetzen.

Liebe Gruesse und viel Erfolg,

Caroline
mit Konrad (3), Arthur (22 Monate) und Mathilde (15 Wochen)