Entwicklungsstörungen wenn ein Kind nicht krabbel?

Hallo

ich bin Tagesmutter und Erzieherin völlig neu war mir eben das eine Mutti zu mir sagte mensch mein Kind muss unbedingt krabbeln lernen sonst ist die ENtwicklung gestört! Der Junge ist 12 MOn. robben tut er nur und sitzt nicht!

Was meint ihr ist die Aussage dieser Mutter richtig? ICh habe dies weder bei meiner Ausbildung zu Erziehrin gehört auch nicht bei der Ausbildung zur TM als Mama habe ich davon auch noch nichts gehört für mich gilt: Jedes Kind ist anders das eine Kind spricht früher das andere Krabbelt oder läuft früher jedes Kind auf seine Weise! Wie bei den Zähne kriegen!

Bin aber neugrieg wie ihr das seht!

DANKE

LG Nadine

Hallo Nadine,

es ist wohl schon etwas Wahres dran. Das Krabbeln aktiviert beide Hirnhälften und wirkt sich dadurch positiv aus.
Kann es leider nicht so gut wieder geben aber es wird wohl vermutet das "Nicht Krabbelkinder" häufiger unter Lese- und Rechtschreibschwächen leiden.

Aber man kann einem Baby ja nun mal kein krabbeln beibringen...

Alles Liebe

Katja

Das kann ich laut Erfahrung aber nicht bestätigen, ich kenne viele Kinder, die nicht gekrabbelt sind und gleich gelaufen, aber die sind alle gut in der Schule und können auch gut lesen und schreiben.

lg

Doch, kann man!!

Unser großer Sohn zeigt Schwierigkeiten, die mit Nicht-Krabbeln zusammenhängen können(Legasthenie, Wahrnehmungsprobleme), und als der Kleine die gleichen Tendenzen zeigte (Vermeidung der Bauchlage, Drehen vom Bauch auf den Rücken, frühes Sitzen) haben wir auf Anraten der Kinderärztin mit Krankengymnastik begonnen. Da war er 7 Monate alt, und mit 9 Monaten krabbelte er.
Es geht durchaus!

VG, Gabriele

Hallo,
ja das hat meine Hebamme auch gesagt. Krabbeln wäre wichtig, da sich die Gehirnhälften miteinander verknüpfen. Aber mal ehrlich... bis jetzt ist doch jedes Kind zur Schule gelaufen und nicht gekrabbelt.
LG
Kathy #blume

Hi,
ich habe einen Kommentar zum nicht-Krabbeln von einer Grundschullehrerin gehört.

Die meinte, dass auffallend viele Kinder, die Probleme mit der "Handmotorik" haben - also z.B. keine Stifte ordentlich halten können - das Krabbeln "übersprungen" hätten. Also scheint das Krabbeln für die Entwicklung gewisser motorischer Fähigkeiten schon Bedeutung zu haben...was aber nicht heißt, dass man das nicht auch auf anderem Wege schulen kann.

Ob da was dran ist? Keine Ahnung, aber vorstellen kann ich es mir schon irgendwie.

Viele Grüße
Miau2 mit #baby Maximilian *12.05.06

Hallo Miau2,#freu

darf ich dich mal was persönliches fragen???#hicks#hicks
Kommst du aus Niedernhausen????#schein
Leider kann ich dich über die VK nicht anschreiben, näheres wenn du dich bei mir meldest.
Könnte sein das ich mein Wichtel Baby per Zufall gefunden hab.#huepf#huepf

lg tessoro & Sophia 7.5.06#herzlich

Hallo Nadine,

in meiner Erzieherausbildung ist mir diese Info auch vorenthalten worden. Aber als Ergotherapeutin habe ich folgendes gelernt:

Bei der Grundmotorik ist es wichtig, dass eine Reihenfolge eingehalten wird. Überspringt ein Kind eine Entwicklungsphase, können Defizite entstehen, die später möglicherweise zu einem Problem werden. Hat ein Kind zum Beispiel nicht gekrabbelt, hat es nicht die Kreuzbewegung automatisieren können. Bei Kreuzbewegungen werden zur gleichen Zeit Körperteile auf der rechten und auf der linken Körperseite entgegengesetzt bewegt. Beim Krabbeln rechter Arm - linkes Bein und linker Arm - rechtes Bein gegengleich. So wird die Koordination der beiden Körperhälften geübt. Man nennt das auch bilaterale Integration.

Die Zusammenarbeit von rechter und linker Gehirnhälfte ist für das Gedächtnis wichtig. Die Wichtigkeit dieser Entwicklung wird erst deutlich, wenn man den Aufbau und die Funktion des Gehirn berücksichtigt. Die Bewegungen der rechten Körperseite werden zu 80 Prozent durch Nervenzellen der linken Großhirnrinde gesteuert. Die rechte Großhirnrinde steuert vorwiegend Bewegungen der linken Körperhälfte. Um eine so komplizierte Bewegung wie das Krabbeln richtig auszuführen, wird zunächst ein "Bewegungsplan" entworfen, der dann ausgeführt wird. Erweist sich dieser "Plan" als richtig, so wird er so lange wiederholt, bis sich die gesamte Bewegung automatisiert hat. Dann ist für die richtige Ausführung der Plan nicht mehr erforderlich, er kommt in den Speicher. Die Bewegung wird "blind" und ohne nachdenken durchgeführt. Manch einer hat z. B. den Weg nach Hause oder zur Arbeit so automatisiert, dass er ihn auch dann einschlägt, wenn er eigentlich woanders hin will.

Rechtes Gehirn und linkes Gehirn haben unterschiedliche Aufgaben. Das Beispiel zeigt, dass die Abläufe im Gehirn, die beim Erlernen einer Bewegung wie Krabbeln, ablaufen, sowohl Abstraktionsvermögen und logisches Denken, als auch Kreativität und Vorstellungskraft benötigen. Diese Fähigkeiten sind in unterschiedlichen Gegenden des Gehirns "beheimatet". Das Gehirn besteht aus zwei Hälften, den Hemisphären. Verbunden sind sie durch den Balken, der in der Fachsprache Corpus callosum genannt wird. Der Balken ist ein Informationskanal, über den beide Gehirnhälften miteinander Informationen austauschen und zu einem einheitlichen Ganzen werden. Dieser Informationsaustausch ist sehr wichtig, weil die beiden Gehirnhälften nicht die gleiche Funktion haben. Die linke Hemisphäre ist bei den meisten Menschen verantwortlich für die Sprache, den Zugang zu Zahlen und Sitz des logischen Denkens und des Abstraktionsvermögens. Die rechte Hemisphäre dagegen steuert künstlerische Begabung, Kreativität, Vorstellungskraft und Einsicht.

Beide Gehirnhälften müssen für die Entwicklung angeregt und gefördert werden. Beim Krabbeln haben die wechselseitigen bzw. diagonalen Bewegungen von Arm und Bein einen entscheidenden Einfluss auf die Koordinierung der beiden Gehirn- und Körperhälften. Wichtig ist dieses Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften auch später beim Erlernen von Lesen und Schreiben. Vorstellungskraft und Kreativität (auf der rechten Seite) sind z. B. notwendig, um Lesen und Scheiben zu lernen. Gleichzeitig ist für diese Fähigkeiten aber auch das Abstraktionsvermögen und logisches Denken (auf der linken Seite) erforderlich.


So, deshalb ist krabbeln wohl doch wichtig!!!

#herzlich
Bianca

Hallo Bianca,

danke für deine Antwort! Ich habe da noch eine Frage und die Mutter fragte mich, ob ich ihn hin setzen würde darauf sagte ich JA (er kann es auch!) dann sagte sie ich soll das lassen weil 1. er dann nicht mehr krabbeln würde 2. er nie lernen würde von selbst sich hin zu setzen (von alleine kann er sich nicht hin setzen) achso er ist 12Mon.

Wie siehst du das?

Also meine Tochter (*02.12.04) hat auch zuerst gesessen und dann gekrabbelt sitzen konnte sie mit 5,5Mon. und gelaufen ist sie frei mit 10.5Mon. denke das hat damit auch nichts zu tun oder wie ist da deine Meinung?

DANKE

LG Nadine

Hallo Nadine,

alsoooooooo: grundsätzlich sollte man nicht nachhelfen beim hinsetzen- Baby sollte es eigentlich selber versuchen......#schein

.....in der Praxis sah das bei uns so aus, das Jonas ein total unzufriedenes Baby war und immer alles mitkriegen wollte#augen. Also habe ich ihm "schweren Herzens" geholfen sich hinzusetzen#kratz- obwohl man ja nicht soll *tzzzzztzzzztzzzz* und er war zufrieden.#schein

....man sagt, es schadet dem Rücken, weil die Wirbelsäule noch nicht stabil genug ist und dann Fehlbildungen entstehen können.#aha Ist ja irgendwie auch logisch- also nur in Maßen nachhelfen:-p

.....im Zusammenhang mit dem Krabbeln konnte ich nur beobachten, dass die Muskulatur ausgereifter ist und die Grobmotorik soweit entwickelt, dass mit dem krabbeln losgelegt werden kann. #schwitz

.....sitzen ist natürlich erstmal einfacher als krabbeln

Ich kann hier aus der Ferne keinen Befund erstellen, würde dein Baby als "langsamer" oder "fauler" als andere bezeichnen. Den direkten Vergleich hast du ja mit deiner Tochter. #freu
Was sagt denn der KiA? Findet er es bedenklich?#gruebel

Ich rate dir das beim KiA abkären zu lassen und kann dir nur Ergotherapie empfehlen. Hier lernen kleine Faulpelze spielerisch sich zu bewegen, die Muskeln aufzubauen und zu trainieren....#schwitz

Wie weit ist denn deine Maus geistig? Meistens sind körperlich langsame Kinder geistig total fit und aufgeweckt#aha und lassen die anstrengende körperliche Betätigung einfach erstmal weg.#bla

LG
Bianca

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Hallo, meine Tochter (13) ist nicht gekrabbelt. Sie ist eine richtige Stolpermaus. Am Anfang dachte ich so ist sie halt, wie sie noch klein war immer offene Lippen und Knie. Jetzt fällt ihr oft was um. oder sie stolpert die Treppe sogar hinauf. Ballspiele oder in Tennis ist sie echt schlecht. Mit ca. 8 Jahren bekam sie Ergoterapie, leider viel zu spät. In dem Alter hilft es fast nicht mehr. Hätte früher einmal ein Arzt das Problem erkannt, hätte man ihr noch helfen können.
Ich hoffe so sehr das Emily ( 7 Monate ) bald krabbelt.


#herzlich Sissy

Hallo du,

könnte meine Tochter sein :-(
Sie ist schon 9 , hatte schon ein Loch im Kopf, die Nase gebrochen und sich jetzt erst 2 bleibende Zähne abgebrochen, weil sie beim Fallen nicht die Arme nach vorn macht.
Sie ist auch nie gekrabbelt.
Aber was will man machen, zwingen kann man die Kleinen ja nicht!
Ich habe nächste Woche mal wieder Termin beim Arzt um zu besprechen, was wir noch tun können!

Lg

Ariane

Hallo,
gehe doch mit deinem Kind zum Kinderarzt und kläre das ab.
Mein Sohn hat damals das Krabbel ausgelassen und ist mit 10 Monaten angefangen sich an Gegenstände hochzuziehen, mit 1 Jahr ist er gelaufen. Ich habe mir damals nichts dabei gedacht und nur gestaunt, dass er gleich so früh läuft.
Das mit der Entwicklung der beiden Hirnhälften von der Vorrednerin stimmt. Heute ist mein Sohn 5 Jahre alt und er muß zur Logo, weil er die Krabbelphase nicht mitgemacht hat, ihm fehlt einfach dieser Schritt zur Entwicklung. Du schreibst, dein Kind sitzt auch noch nicht mit 1 Jahr. Du hast schon recht , dass sich jedes Kind anders entwickelt. Aber ich finde es irgendwie ungewöhnlich dass er noch nicht sitzt. Ich will dir auch keine Angst machen,vielleicht ist es einfach so. Aber es ist besser wenn man etwas machen kann wenn sie klein sind. Als wenn man vertröstet wird und die Jahre laufen dahin. Bis dann und liebe Grüße Manu

Hallo
Auch ich bin Erzieherin und habe schon unterschiedliche NMeinungen dazu gehört. Ja, es stimmt, dass beim krabbeln beide Hirnhälften zusammen arbeiten müssen, was natürlich gut für die weitere Entwicklung ist. Aber auch bei allen anderen über kreuz Bewgungen werden die beiden Hirnhälften gestärkt.
Es gibt andere Kulturen, in denen die Kinder nie krabbeln. Man nehme zum Beispiel Eskimobabys.
Wäre ja auch schön blöd, wenn sie in der kälte krabbeln müssten!!;-)
Auch bei einigen Wüstenvölkern krabbeln die Kinder nicht und es schadet ihrer Entwicklung nicht.
Denke, man darf es nicht überbewerten.
jana4

Hi!

Mach dir nicht so große Gedanken, lass es von einem Arzt untersuchen, wenn du Bedenken hast.

Ich habe laut Aussage meiner Mom das Krabbeln auch erst NACH dem Laufen gelernt.

LG
mama

Hallo,
mein Sohn ist mittlerweile 15 und hat nie gekrabbelt. Er ist gleich zum Laufen übergegangen. Ich habe in dem Buch 'Oje, ich wachse' gelesen, daß es normal ist, wenn Babys einen Entwicklungsschritt einfach auslassen.

Auch die Bemerkung hier über die schlechtere geistige Entwicklung in diesem Fall kann ich nicht bestätigen.

Mein Sohn ist ein sehr intelligentes Kind, besucht das Gymnasium, konnte bereits mit 5 fliessend lesen und schreiben. Also mir wär da nichts aufgefallen.

lg
Mia