Fühle mich manchmal unter Druck gesetzt.... (Frupo)

Hallo,

meine Kleine ist jetzt 5 Wochen alt und es klappt so schon gut mit ihr. Jedoch fühle ich mich von meiner Familie zunehmend unter Druck gesetzt.:-( :-[
Wir wohnen in einem 4 Generationenhaus. Das heißt, meine Oma (81), meine Eltern (62 & 52) , mein Mann (27) und ich (26) und unsere beiden Kinder. Die Große ist jetzt schon 4 und kommt langsam in eine schwierige Phase, wo sie nicht mehr hören will.
Naja. jedenfalls möchte meine Kleine gerne auf dem Arm getragen werde und hat ständig Hunger. So komme ich ja zu nichts. Der Haushalt bleibt manchmal liegen und da kommen dann jeden Mal blöde Bemerkungen. "Wir mußten das früher auch schaffen, hatten noch die schwere Feldarbeit und die Wäsche dazu." Das meint zumindest meine Oma, dann kommt meine Mutter und will mir ständig reinreden, wann ich morgens aufzustehen habe. "Die Große muß bei Zeiten in den Kindergarten, da mußt du schon mal um 6 Uhr aufstehen!" Aber wie?? Wenn die Kleine erst um 5 Uhr fertig ist mit ihrer Nachtmahlzeit, da kann ich um 6 nicht schon wieder fit sein.
Ich bin tagsüber schon recht müde, weil ich Nachts 2 Stunden wach bin. Mein Mann unterstützt mich so gut es geht. Wenn er Spätschicht hat, dann macht er Nachts die Kleine, aber bei Frühschicht geht das nicht.
Wenn ich dann anfange, dass ich müde bin, dann heißt es immer: " Wir haben das auch geschafft, mit 4 Kindern früher, da war ich um 6 wach, auch wenn ich um 4 erst ins Bett bin."
Ich habe es langsam satt, diese blöden Vergleiche. #heul

Ich würde gerne mal wieder einen schönen Abend mit meinem Mann haben, dass haben wir schon seit 4 Jahren nicht unbedingt gehabt. Da sie nun tagsüber schon mit den Kindern zu tun haben, auch wenn sie nicht auf sie aufpassen müssen, dann heißt es immer. "Wir haben sie genug am Tag über, da müssen sie nicht bei uns schlafen!"
#gruebel
Andere, die ihre Eltern nicht im Haus haben, haben auch ab und zu die Kinder zum Übernachten. Aber das wollen die alles nicht einsehen.
Manchmal ist es ja schön, wenn so viele Leute da sind, dann kann mal einer einspringen, wenn der andere nicht kann. Aber wie soll das Bitte weitergehen? Habe schon immer schlechtes Gewissen, wenn mal Hausarbeit liegen bleibt und ich mal die Wäsche nicht gleich um 8 Uhr angestellt habe.

Danke euch fürs zuhören.
Lg
Inka + Marie (4) + Anna (5 Wochen)

Früher: Mutter machte Hausarbeit, Baby brüllte derweil im Stubenwagen. Aussage: "Muss warten, bis Mama Zeit hat, schreien kräftigt die Lungen und es lernt gleich, dass er nicht alles bekommt, was er will."

Heute: Mama macht das Baby, Haushalt muss warten. Brüllt aber nicht. Aussage: "Ich lasse mein Baby doch nicht wegen ein paar schmutzigen Tellern schreien, da lernt es doch nur, dass es sich nicht auf mich verlassen kann!"

Das ist der ganze Trick, ich denke einfach, Du bist eine kluge, moderne Mutter..

Hallo,

mach Dir nichts drauss-das wird wieder besser wenn Dein Zwerg noch etwas älter ist.
Meine Schwiegermuttr hatte mir jetzt mal die Wiegekarten von Ihren Kindern gezeigt und da ist mir auch klar das das früher mit den Babys kein Problem war-zw. 6 Uhr und 22 Uhr wurden 5 Fläschen gefüttert und nachts war zick-da haben eben die Babys gebrüllt-da ist keiner aufgestanden und hat noch mal gefüttert. Wenn Du zw. 22 Uhr und 6 Uhr durchschlafen würdest, würdest Du den Haushalt auch wunderbar hinbekommen. Die haben früher eben keinen grossen Aufriss mit den Babys gemacht-die sind nebenbei mit gross geworden.
Ist natürlich doof das Deine Oldies nicht mal die Kleine über Nacht nehmen-meine Mutter kann es kaum abwarten bis Jasmin nicht mehr gestillt wird und sie endlich mal die Kleine einen ganzen Tag zu sich nehmen kann.

LG Janine und Jasmin (fast 8 Monate-und inzwischen relativ pflegeleicht und zufrieden)

Du machst das schon richtig, Max ist jetzt 5 Monate und ich hab auch Tage, wo ich zu nix komme, da er sehr viel Nähe will.
Früher war es einfach anders, da haben sie öfters mal die Babys schreien lassen, oder wenn die Oma mit im Haus gewohnt hat, dann ist die eben mit ihrem Enkel spazieren gegangen. Oder wenn die Kinder älter waren, sind sie zu Oma und Opa runtergegangen.
War bei uns auch so. Meine Mutter hatte 5 Kinder und Hut ab vor dieser Leistung, aber du machst das schon richtig und du beschäftigst dich eben lieber mit deinen Kindern, die freuen sich, dein Haushalt lacht dich nicht an und ist glücklich, wenn du ihn erledigst.
Laß dir nicht reinreden!

Christine mit Max, der grad in seiner Wippe liegt und guckt

Hallo Inka,

ich schliesse mich meiner Vorrednerin an.

Nicht der Haushalt ist wichtig, sondern Deine Kinder ... und wenn sie Dich den ganzen Tag vom Haushalt abhalten, dann ist`s doch egal ... Deine Kinder fühlen sich geborgen und der Haushalt läuft auch nicht weg ... ! Und wenn Dir Dein Mann hilft, ist doch alles super.

Vielleicht solltet ihr ausziehen und eine neue Wohnung suchen. Meist wird die Situation und das Reingerede dann besser ... oder Du machst ne ganz klare Ansage. Das könnte vielleicht verletztend wirken, aber hilft dann auch meistens.

Wenn Eure Kinder nicht bei den Grosseltern übernachten dürfen, weil sie ja schon tagsüber soviel dort sind, dann würde ich einfach die Betreuung tagsüber auch einschränken ...vielleicht haben sie dann mal lust, ihre Enkelkinder über Nacht zu nehmen .... :-) ... zumindestens können sie dann nicht sagen, das sie sie tagsüber schon soviel betreuen.

Mach, wie Du es für richtig erachtest. Lass Dir nicht reinreden und stelle Grenzen aus ... das ist das wichtigste.
Und zur Not holt ihr Euch einen Babysitter für 20 Euro den Abend und könnt auch mal wieder was für Euch machen.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Kirsten mit Sebastian (heute 12 Wochen und 2 Tage jung)

Liebe Inka,
lass Dich bloss nicht verunsichern oder unter Druck setzen. Ich denke, so wie Du es machst, ist es völlig richtig. Du gibst Deinen Kindern und nicht Deinem Haushalt den Vorrang. Deine Kinder werden es Dir später danken.
Mein Mann hat mir gleich gesagt, dass es ihn nicht stört, wenn der Haushalt halt mal nicht gemacht ist oder ich zu müde bin zum Kochen. Entweder es bleibt halt liegen, bis ich dazu komme oder er kümmert sich drum. Wenn er heim kommt, nimmt er oft den Kleinen und ich kümmer mich ein bissl um das, was liegen geblieben ist. Und wenn nicht, mache ich es eben einen anderen Tag. Mein Sohn ist mir wichtiger als andere Dinge.
Meine Eltern (meine gesamte Familie) und die meines Mannes wohnen weiter weg und können uns da so nicht reinreden. Wenn wir wirklich mal was zusammen machen wollen, können wir mit Freunden rechnen, die auf den Kleinen aufpassen. Haben es schon öfter angeboten bekommen und werden es demnächst mal in Anspruch nehmen.
Habt Ihr nicht vielleicht gute Freunde, die bereit wären, die beiden Kinder mal für eine Nacht zu übernehmen? Ansonsten gibt es ja notfalls auch Babysitter. Ist zwar ein teurer Spass und sicherlich nicht für ständig die Lösung, aber für einmal wäre es doch vielleicht machbar.

Liebe Grüsse und lass den Kopf nicht hängen,
Sonja und Alexandre (der friedlich schläft)

Hallo Inka,

mach es, wie Du es für richtig hälst.

Ich finde aber auch, dass Du Dich selbst unter Druck setzt: mein zweiter Sohn ist am Donnerstag 5 Wochen alt und ich würde nie erwarten, es jetzt schon wieder zu schaffen, einen entspannten Abend mit meinem Mann genießen zu können. So schön es auch wäre, aber es ist einfach unrealistisch. Ich bin froh, wenn ich abends beide Kinder im Bett habe und dann falle ich selbst in mein Bett. Unser Kleiner will auch mindestens zwei Mal pro Nacht gestillt werden und hat heute z.B. ab 6:30 Uhr wieder gemeckert (nach Stillen um 1:30 Uhr und 5:00 Uhr). Zwischendrin musste der Große auf Toilette und hatte Durst. Was solls, da muss ich durch. Die einfachen Zeiten kommen später wieder. ;-) Mein Mann kann mir übrigens nie Nachtschichten abnehmen, da ich stille und er außerdem meist selbst bis ultimo arbeitet.

Also: erwarte gerade kein perfektes Leben mit Auszeiten. Wenn man die eigenen Erwartungen zu hoch steckt, dann macht man sich selbst auch nur Druck.

Katrin

Ich bin mir sicher, dass alle, die das "früher auch geschafft" haben zur gleichen Zeit auch schrecklich müde und gelegentlich auch gefrustet waren...

Es ist so ein natürlicher Psychotrick, dass man sich aber doch lieber an die schönen Dinge im Leben erinnert - z.B. den Stolz weil man es irgendwie trotzdem alles geschafft hat - dabei verblassen die Stressmomente dann schon mal.

Du wirst es auch schaffen! Und irgendwann wird's wieder entspannter und dann kannst du auch fürchterlich stolz afu dich sein ;-).

Alles Gute!
lg
Dagmar

Hallo Inka,

vermutlich musst Du Dich ein bisschen absetzen, d.h. mal die Tür zumachen und Dir außerhalb des Familie Hilfe verschaffen (die Kleine bei einer Freundin übernachen lassen etc.). Das dauert eine Weile, bis man sich solche Gelegenheiten geschaffen hat, macht aber unabhängiger vom Genörgel der lieben Family. Wer weiß: wenn sie sich übergangen fühlen, schlagen sie sich vielleicht plötzlich drum. Und wenn nicht, machts auch nix.

LG poliglota (ihres Zeichens Nestflüchterin)

Hallo,

in gewisser Weise kann ich dich verstehen.Ich habe mein drittes Kind im Januar bekommen und zu Anfang musste der Haushalt auch mal liegen bleiben,bei drei Kindern ja auch kein Wunder.

Aber mit ein bisschen Organisation klappte es dann auch.Musste.Mein Mann kommt erst um 19.30 Uhr nach Hause.
Ich habe keinen der mich unterstützen kann.
Ich nehme die Kleine halt einfach in der Wippe überall mit hin.Durch das schaukeln wird sie ganz schnell ruhig und schläft manchmal sogar dabei ein.
Das meiste haben wir dann halt am Samstag gemacht.

Du schafft das auch schon.Lass die anderen doch reden.Wichtig ist das DU mit der Situation klar kommst.Der Haushalt kann auch mal warten.
Mach es doch einfach am WE wenn dein Mann dann zuhause ist.

#herzlichVera
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